C
Conny_Gast
Gast
Hallo,
ich bin 28 und habe keinen Führerschein. Ich weiß eigentlich gar nicht so recht, warum ich ihn nie gemacht habe. Mit 17 / 18, als alle damit anfingen, lief es schulisch bei mir sehr schlecht. Da habe ich ihn erstmal aufgeschoben, weil ich Angst hatte, dass ich beides nicht packe. Mit 18 bin ich dann von der Schule abgegangen und habe eine Ausbildung gemacht. Da war es natürlich mit der Zeit sehr knapp und ich hatte mit Ausbildung und Berufsschule wahrlich genug zu tun.
Tja, so zogen die Jahre ins Land und nun bin ich 28 und werde von meiner Umwelt teilweise wie eine Aussätzige behandelt. Dabei schnorre ich nie irgendwo, weil ich mitfahren will. Wenn mich jemand freiwillig irgendwohin mitnimmt oder irgendwohin fährt, bestehe ich darauf, ihm oder ihr die Benzinkosten zu erstatten oder mich wenigstens zu beteiligen.
Dennoch stoße ich oftmals auf Ablehnung, wenn rauskommt, dass ich keine Fahrerlaubnis besitze. Angefangen mit der Tatsache, dass man mit mir ja nie "spontan" was unternehmen könne, da ich ja von Bus und Bahn abhängig bin bis hin zu dem Vorwurf, es sei ja ungerecht, dass ich für die Betrunkenen in der Disco / auf einer Party nie den Fahrer spielen könne und es sei ja so eine Verschwendung, dass ich keinen FS habe, weil ich ja eh nie Alkohol trinke und somit immer fahren könne.
Mir gehen diese Vorwürfe und Beleidigungen wirklich sehr nahe, weil ich mich mittlerweile fühle als hätte ich eine Behinderung, weil ich nicht Auto fahre.
Andauernd wird im Freundeskreis gestichelt, oder es kommen Sprüche wie: "Na, wer fährt denn morgen Abend, wenn wir da und dorthingehen. Na wie wärs Conny? -- Ach, du hast ja keinen Führerschein!" und dann wird spöttisch mit den Augen gerollt oder ähnliches.
Da fühlt man sich dann einfach nur wie ein lästiges Anhängsel, das man ja immer mitschleifen muss. Dabei gibt es in meinem Freundeskreis genug andere, die einen FS besitzen, aber nie Bock haben, zu fahren. Sowas wird dann toleriert, denn "die könnten ja, wenn sie wollten"!
Wenn ich entfernte Bekannte zufällig so all Schaltjahr mal auf der Straße treffe, wird auch sofort gefragt, ob ich denn nun endlich meinen Führerschein mal hätte.
Ich frage mich, wieso man mich permanent damit aufziehen oder gar provozieren muss? Ich hacke doch auch nicht ständig auf den Schwachstellen anderer rum.
ich bin 28 und habe keinen Führerschein. Ich weiß eigentlich gar nicht so recht, warum ich ihn nie gemacht habe. Mit 17 / 18, als alle damit anfingen, lief es schulisch bei mir sehr schlecht. Da habe ich ihn erstmal aufgeschoben, weil ich Angst hatte, dass ich beides nicht packe. Mit 18 bin ich dann von der Schule abgegangen und habe eine Ausbildung gemacht. Da war es natürlich mit der Zeit sehr knapp und ich hatte mit Ausbildung und Berufsschule wahrlich genug zu tun.
Tja, so zogen die Jahre ins Land und nun bin ich 28 und werde von meiner Umwelt teilweise wie eine Aussätzige behandelt. Dabei schnorre ich nie irgendwo, weil ich mitfahren will. Wenn mich jemand freiwillig irgendwohin mitnimmt oder irgendwohin fährt, bestehe ich darauf, ihm oder ihr die Benzinkosten zu erstatten oder mich wenigstens zu beteiligen.
Dennoch stoße ich oftmals auf Ablehnung, wenn rauskommt, dass ich keine Fahrerlaubnis besitze. Angefangen mit der Tatsache, dass man mit mir ja nie "spontan" was unternehmen könne, da ich ja von Bus und Bahn abhängig bin bis hin zu dem Vorwurf, es sei ja ungerecht, dass ich für die Betrunkenen in der Disco / auf einer Party nie den Fahrer spielen könne und es sei ja so eine Verschwendung, dass ich keinen FS habe, weil ich ja eh nie Alkohol trinke und somit immer fahren könne.
Mir gehen diese Vorwürfe und Beleidigungen wirklich sehr nahe, weil ich mich mittlerweile fühle als hätte ich eine Behinderung, weil ich nicht Auto fahre.
Andauernd wird im Freundeskreis gestichelt, oder es kommen Sprüche wie: "Na, wer fährt denn morgen Abend, wenn wir da und dorthingehen. Na wie wärs Conny? -- Ach, du hast ja keinen Führerschein!" und dann wird spöttisch mit den Augen gerollt oder ähnliches.
Da fühlt man sich dann einfach nur wie ein lästiges Anhängsel, das man ja immer mitschleifen muss. Dabei gibt es in meinem Freundeskreis genug andere, die einen FS besitzen, aber nie Bock haben, zu fahren. Sowas wird dann toleriert, denn "die könnten ja, wenn sie wollten"!
Wenn ich entfernte Bekannte zufällig so all Schaltjahr mal auf der Straße treffe, wird auch sofort gefragt, ob ich denn nun endlich meinen Führerschein mal hätte.
Ich frage mich, wieso man mich permanent damit aufziehen oder gar provozieren muss? Ich hacke doch auch nicht ständig auf den Schwachstellen anderer rum.