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ARGE, Jobcenter - Arbeitsvermittlerin bedrängt mich mit Forderungen

Sirius1

Mitglied
ERLEDIGT: ARGE, Jobcenter - Arbeitsvermittlerin bedrängt mich mit Forderungen

.
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Wichtig: Dieses Thema ist 2 Jahre alt und erledigt. Ich habe lediglich ab Posting #56
(Seite 12) Feedback gegeben, um zu schildern wie's mir heute geht, und um Danke zu
sagen. Dadurch wurde der Thread als aktuell angezeigt, was zu Verwirrung führte.

Im Nachfolgenden bleibt der original Text meiner damaligen Situation. Aber bitte dran
denken: Das ist heute nicht mehr so.
Und deshalb bitte keine weitere Hilfestellung oder
Ratschläge anbieten
, so nett das auch gemeint ist.

Vielen Dank, Sirius.
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°
Kurz: Obwohl ich nicht mehr kann, fordert die Arbeitsvermittlerin der ARGE immer neue Bescheinigungen, Nachweise, Ateste, und was weiß ich was noch alles. Es scheint, als ob sie mich immer mehr bedrängt, je weniger Kraft ich habe.


Ich bin fast ein halbes Jahrhundert alt (48), m, und erwerbslos. Ich schreibe extra erwerbslos und nicht arbeitlos, denn ich lebe allein und Arbeit habe ich echt genug.

Ich bemühe mich seit Jahren, eine Arbeitsstelle zu finden: Habe fast 3 Jahre gekämpft um mit über 40 noch eine Umschulung (Fachinformatiker) zu bekommen. Das habe ich geschafft, habe die (Berufs-)Schulbank gedrückt und die Umschulung durchgestanden.

Dann in fast 5 Jahren Bewerbungen geschrieben (über 400!), 4 Jahre davon habe ich 1-Euro-Jobs gemacht (musste da teilweise kämpfen, um sie machen zu "dürfen"), und habe mich persönlich angagiert (habe einen potentiellen Arbeitgeber zur ARGE gebracht, der mich bei entsprechender Förderung durch die ARGE für 1 - 2 Jahre eingestellt hätte.)

Jetzt zu den Problemen. In der Umschulung meinte der Chef, uns weniger ausbilden, dafür um so mehr ausbeuten zu müssen. Hab die Umschulung trotzdem erfolgreich abgeschlossen, aber keine Arbeitsstelle gefunden. Von den Bewerbungen kam auf die meisten überhaupt keine Antwort, und wenn eine kam, dann eine, die mit "Leider ..." anfing. Die ersten Absagen sind echt hart. Die nächsten sind noch härter. Die, die dann kommen, ziehen dich runter. Und die, die danach kommen, fustrieren dich und machen dich kaputt.

Die 1-E-Jobs haben mir eine ganze Zeit lang gefallen, da sie noch ein wenig mit meinem Beruf zu tun hatten. Mit den Jahren jedoch hat die Stumpfsinnigkeit dort aber meinen Enthusiasmus besiegt. Ich habe trotzdem weitergemacht und mich angagiert, für 1 Euro die Stunde (Fahrtgeld ging komplett drauf) eine Arbeit geliefert, die in der Umschulungsfirma mit 65,- Euro pro Stunde bei Kunden berechnet wurden.

Mittlerweile bin ich so ausgebrannt, dass ich mich noch mehr zurückgezogen habe und selbst für alltägliche Dinge keine Kraft mehr habe. Obwohl ich mich von mir aus um eine Arbeitsstelle bemüht habe und alles gemacht habe, was die ARGE-Arbeitsvermittlerin verlangt hat, fordert diese Arbeitsvermittlerin immer mehr und mehr!

Seit über einem halben Jahr (kurz vor letzten Weihnachten) habe ich ihr gesagt, dass ich bald nicht mehr kann. 1-E-Jobs wollte sie mir nicht geben (Frist bis zum nächsten 1-E-Job), so dass ich eine Zeit lang ehrenamtlich gearbeitet habe, da mir dort ein mögliche (Zeit-)Stelle in Aussicht gestellt wurde. Dann habe ich (angemeldet) dort in einem Minijob gearbeitet. Im Juni ging es dann garnicht mehr, Zusammenbruch, Erschöpfung, Minijob Ende.

Die AV (Arbeitsvermittlerin) hat mir "nahe gelegt", eine psychologische Begutachtung durch die ARGE machen zu lassen. Hab ich gemacht. Das Ergebnis wurde mir nicht übergeben, aber es muss so Heftiges dringestanden haben, dass die AV "weiter Schritte" verlangt hat. - Ich wollte einfach nur mal ein halbes Jahr in Ruhe gelassen werden. - Aber die AV meinte, der soziale Dienst müsse sich um mich kümmern.

Ich dachte, das würde mir helfen. Über 8 Wochen kam eine Frau vom sozielen Dienst 1/Woche zu mir nach Hause. Das hat mich nicht nur unter weitern Druck gesetzt, sondern war auch wirklich angstrengend. Gleichzeitg kämpfte ich bei der ARGE um die Übernahme einer Nachzahlung zu den Mietnebenkosten. Ergebnis nach über 10 Wochen: Abgelehnt.

Im Nachhinein kann ich auch sagen, dass die Frau vom SD mir NICHT gehofen hat. Es war nur zusätzlicher Stress für mich, der in zwei Nervenzusammenbrüchen endete. Nach der ARGE-eigenen psychologischen Begutachtung schickte mich die AV zu einem Hausarzt. Der solle mich untersuchen, eine Diagnose stellen und mich an einen Psychologen überweisen(?) Das habe ich auch gemacht und immer noch keine Ruhe gefunden. Die AV hat das dazu genutzt, um immer wieder neue Bescheinigungen zu fordern (War er beim Hausarzt? War er beim Psyhologen?) Wieder zusätzlicher Stress.

Sie ist dann in Urlaub gefahren und plötzlich hat sich die Frau vom SD wöchentlich bei mir gemeldet. Mir kam das so vor, als solle sie mich kontrollieren, solange die AV in Urlaub ist. Bei "Einladungen" (eigentlich sind das Vorladungen, denn es ist jeder Einladung die Androhung von Sanktionen beigelegt, sollte man nicht erscheinen) nahmen sie mich dann zu zweit "in die Mangel", die AV und die Frau vom SD. Sie waren zwar recht freundlich im Ton, aber machten mich dusselig, so viel redeten sie auf mich ein.

Beim letzen Termin am letzten Donnerstag, drängten sie mich, eine Entbindung der ärztlichen Schweigeplicht zu unterschreiben, die auf unbegrenzte Zeit gültig ist. Da wieder mit Sanktionen (Sperrung usw.) gedroht wurde und ich im Dauerfeuer der beiden Frauen keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, hab ich auch das noch unterschrieben. Vorallem, weil die Frau vom SD mich angeschrien hat, nachdem ich fragte, ob sie denn Einsicht in alles bekommen, auch das, was ich dem Psychologen anvertraue.

Wie gesagt, seit über einem halben Jahr bin ich am Ende meiner Kraft und will nur noch zur Ruhe kommen. Und obwohl die AV das weiß, trifft eine Forderung nach der anderen bie mir ein. Nach außen ist sie freundlich, aber ich verstehe nicht, warum sie mich dann nicht in Ruhe lässt. Es scheint, als ob sie absichtlich das Gegenteil davon tut, um mich kaputt zu machen.

Beispiel: Die beiden Frauen (AV und SD) tauschen rege Informationen aus, so dass die AV mich auf Dinge anspricht, die ich der SD gesagt habe. Aber: Im Urlaub der AV hat mich die SD ständig kontaktiert und ausgefragt. Ich habe ihr auch alles offen gesagt: Letzter Termin beim Psychologen, Ergebnis, nächster Termin, beabsichtigter Begin einer Psychotherapie, usw. Seltsamerweise lud mich die AV nach ihrem Urlaub vor und hatte angeblich keine Information erhalten. Die SD saß aber schon bei ihr, als ich rein kam.

Dieser Termin war letzte Woche am Donnerstag. Die AV sagte, hätte ich ihr nur eine Nachricht zukommen lassen sollen, wann der nächste Termin ist, dann hätte sie mich nicht herbestellen müssen. Dann haben die beiden Frauen "freundlich" auf mich eingeredet, bis ich alles unterschrieben hatte, was sie wollten. Diese Woche am Dienstag war der erste Termin zur Einleitung meiner Psychotherapie. Danach war ich so fertig, dass ich nur noch schlafen wollte. Ein Tag danach (gestern) habe ich der AV schön brav das Ergebnis dieses Termins mitgeteilt und das Datum des nächsten Termins. Schön so, wie sie's verlangt hat. Und heute, nachdem der erste Termin vorbei ist, kommt sie damit, dass ich einen Krankenschein oder ein Atest bringen soll!

Ich verstehe nicht, warum sie mir das nicht am letzten Donnerstag gesagt hat, als sie zu zweit waren. Dann hätte ich am Di., als ich beim Psychologen war, das Atest gleich beantragen können. So muss ich dort nochmal anrufen, oder extra hin fahren, um das Atest zu beantragen und es der AV zukommen lassen. Dabei steigt bei mir schon wieder die Angst auf 180, was da denn noch alles kommt! Es scheint, als würde sie sich extra immer was neues einfallen lassen, damit ich nicht zur Ruhe komme. Ich bin einfach fertig! Lange halt ich das nicht mehr aus! Seit Monaten vergeht keine Woche, ohne dass nicht entweder die AV oder die SD was von mir will.

Ich weiß, das war jetzt viel. Bitte entschuldigt, falls ich konfuses Zeug von mir gegeben habe. Mir gehts im Moment echt nicht gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sirius1,
wenn ich dich richtig verstehe, ist dein Ziel "in Ruhe gelassen
zu werden" und trotzdem deinen Lebensunterhalt von der
Behörde (also der Allgemeinheit) bezahlt zu bekommen. Du
hast dich offensichtlich sehr bemüht, eine Arbeit zu finden
und die behördlichen Auflagen zu erfüllen, fühlst dich jetzt
aber persönlich verfolgt und am Ende deiner Kräfte. Du bist
also in einer defensiven Position und je passiver du wirst,
desto aktiver wird die andere Seite (das ist nun mal deren
Job).
Um wieder auf gleiche Augenhöhe zu kommen wäre mein
Tipp, dass du ebenso aktiv auf die Behörde zugehst und sie
dazu drängst, ihren Job komplett zu machen - also dir einen
Job zu besorgen oder dir eine Weiterbildung zu bezahlen,
nach der du dann auch wirklich eine Arbeit finden kannst.
Und falls du wirklich in Ruhe gelassen werden willst, hast
du natürlich die Möglichkeit, selbst weiter nach einer Arbeit
zu suchen, die dich unabhängig macht, z.B. über Zeitarbeit.
Es gibt ja Orte und Gegenden, wo Arbeitskräfte gesucht
werden - da könnte sich das Umziehen durchaus lohnen.
Wichtig finde ich, dass du aus der "Opferrolle" heraus fin-
dest und deine Sache und dein Ziel aktiv angehst, dir da-
für (!) Unterstützung suchst, wenn nötig und dich nicht
weiter von anderen Leuten herumkommandieren lässt und
dann darüber jammerst. Du bist ein freier Mensch und
kannst auch Nein zu etwas sagen, das du nicht willst.

Dafür wünsche ich dir die notwendige Kraft!
Werner
 
Es ist nicht leicht - aber als Erstes versuche die "Bedrängungen" nicht persönlich zu nehmen!
Die Leute von der Arge stehen selbst unter Druck!
Was Du hier nun ansatzweise gemacht hast ist ganz wichtig! Schreibe Deinen Werdegang auf.
Nur mache es ein wenig geordneter und ausführlicher, mit Zeitleiste und Nennung der Firmen und Sachbearbeiter etc. mit denen Du konfrontiert warst.
Das gibt eine lange Liste die vor Allem Dir selbst einen sichtbaren Überblick darüber verschafft, was Du in den letzten Jahren geleistet hast ..... und es gibt jedem der mit Dir von amtlicher Seite her in Kontakt tritt eine überschaubare und sichtliche "Rechtfertigung" ...... Du bist Opfer in diesem Reigen und hast Anspruch auf Hilfe !!!
Daher ist der Weg über einen Arzt und Facharzt der Richtige. Denn nur der kann Dir die Ruhe und die Hilfe verschaffen die Du benötigst.
Parallel dazu könntest Du Deinerseits die Arge fordern, indem Du beispielsweise mal anfragst wie es aussehen würde wenn Du Dich selbständig machen wolltest in dem von Dir umgeschulten Bereich, wenn es schon keine freien Stellen bei bestehenden Firmen für Dich gibt .....
 
Ich war auch mal Vermittlerin und sorry, ich habe kein Verständnis für dich. Wir finanzieren dich ALLE mit und wie viele da darußen sind ausgebrannt und das im Job? Wie viele kneifen dennoch die *rschbacken zusammen?

Die Dinge sind so offensichtlich. Mit 40 eine Umschulung in einem FAch, wie Informatik? Du hast keine Berufserfahrung, andere sind die JAhre voraus. Jetzt sitzt du so lange zu Hause? Klar, dass du nichts findest, denn dein Fachwissen ist weg. Klemm die Arschbacken zusammen. Bewerbungen schreiben hilft nicht, Headhunter organisieren, Personalberater/vermittlungen, selbst Zeitarbeit ist ein Einstieg, geh PERSÄNLICH zu den Unternehmen, reflektiere deine Unterlagen und dich (Menschen, die sich aufgegben haben, wird man nie einstellen), du hättest dzu Hause programmieren können, üben können, Website auf selbsttändger Basis machen können, irgendwas. DU MUSST aktiv werden und nicht indem du eine Bewerbung abschickst. Die Vermittlerin macht nur ihren Job. Du könntest vielleicht auch mal im Verkauf bei den PC/Elektronik Märkten arbeiten. Aufgrund der Arbeitszeiten ist das ein Gebiet, was nicht von Konkurrenz überlaufen wird. Geh in den Markt, trete selbstbewusst auf und erst dann wird das was. Ausgebrannt bist du,w eil du dich aufgegben hast. Willst du so bis zur Rente existieren?
 
Ich reduziere das alles mal auf das wichtigste.

Ich würde an deiner Stelle sofort deinen Arzt anschreiben und diesem mitteilen, dass du die Schweigepflichtsentbindung ohne Zeitbegrenzung Widerrufst. Dann würde ich ebenfalls an deiner Stelle, sollte wieder eine Einladung kommen, einen Beistand mitnehmen, denn dazu hast du ein Recht.

Im übrigen würde ich dir für die Zukunft empfehlen, gehe immer mit einem Beistand dort hin, dazu hast du ein Recht, denn dann sind die Töne von solchen Sachbearbeitern in der Regel Kleinlauter, da ein Zeuge dabei ist.
 
Hallo Werner,

danke für deine Antwort.

Hallo Sirius1,
wenn ich dich richtig verstehe, ist dein Ziel "in Ruhe gelassen
zu werden" und trotzdem deinen Lebensunterhalt von der
Behörde (also der Allgemeinheit) bezahlt zu bekommen.

Das hört sich für mich so an, als ob ich ob ich der Allgemeinheit was wegnehmen wollte, ohne ein Gegenleistung zu erbringen. Klingt sehr klischehaft und provozierend. (Bitte denk daran, dass ich kaum Kraft habe, überhaupt noch leben zu wollen. Meine Seele ist so wund, dass ich so empflindlich bin, dass ich Provokation sehe, wo keine ist. Dann entschuldige bitte.)

Wahr ist, dass ich keine Kraft mehr habe, und dass ich nicht mehr kann. Aktiv zu werden ist also das genaue Gegenteil. Hast du denn gelesen, ohne zu verstehen? Mir geht es nicht gut! Ich habe kaum Kraft, alltägliche Aufgaben durchzuführen. Wie stellst du dir denn vor, dass ich aktiv werden soll? Bin ich denn im falschen Forum? Ich dachte, hier bekommt man Verständnis. Hab vieles hier durchgelesen. Ich brauche keine Heruntermache.

Sozialhilfe und Hartz 4 sind Rechte in unserem sogenannten Sozialstaat. Dieses Recht muss man sich trotz Notlage (und wer H4 bezieht ist meist in Notlage) noch verdienen, auf Biegen und Brechen. Ich war füher selbständig, habe in über 10 Jahren über 2 Millionen DM (ist schon etwas her, da gabs noch keinen Euro) an Umsatz gemacht und entsprechende Steuern an "die Behörde (also die Allgemeinheit)" bezahlt. Und in den anderen mehr als 20 Jahren habe ich auch schön brav bei Saarberg und was weiß ich wo gearbeitet und Steuern an "die Behörde (also die Allgemeinheit)" bezahlt.

Am Ende meiner Selbständigkeit bin ich das erste Mal ausgebrannt, musste Konkurs anmelden und war zudem noch leichte Beute für einen Betrüger (da will ich hier nicht weiter drauf eingehen, hat mich schon lange genug belastet). Bin dann in die Insolvenz geraten und habe alles verloren. Nicht nur meine Geschäfte, sondern auch mein Vermögen, meinen Lebensinhalt und meine Rentenansprüche. Als Selbständiger war ich privat versicher. War alles verloren, oder wurde gepfändet. Von der Lebensversicherung bis zum Bausparvertrag.

Hab mich von ganz unten wieder "nach oben" geschafft. "Nach oben" heißt, auf 0 (Null). Für mich war das schon ein Erfog, hab eine Insolvenz durchgestanden und dank zweier Freunde die Hoffnung nicht aufgegeben. Obwohl ich schon richtig, richtig tief unten war.

Um wieder auf gleiche Augenhöhe zu kommen wäre mein Tipp, dass du ebenso aktiv auf die Behörde zugehst und sie dazu drängst, ihren Job komplett zu machen - also dir einen Job zu besorgen oder dir eine Weiterbildung zu bezahlen, nach der du dann auch wirklich eine Arbeit finden kannst.

Verstehst du überhaupt den Sinn von "ich kann nicht mehr"?

Und falls du wirklich in Ruhe gelassen werden willst, hast du natürlich die Möglichkeit, selbst weiter nach einer Arbeit zu suchen, die dich unabhängig macht, z.B. über Zeitarbeit.

Sag mal, bin ich so fern der Realität, dass ichs nicht mehr raffe? Ich will von der AV in Ruhe gelassen werden. Aber das kann doch nicht sein, dass das erreicht wird, indem ich mir selbst Druck auflade! Verstehst du nicht, was Ruhe ist, oder versteh ich nicht, wie du das meinst?

Es gibt ja Orte und Gegenden, wo Arbeitskräfte gesucht
werden - da könnte sich das Umziehen durchaus lohnen.

Ich weiß nicht, was du willst. Ich will nicht umziehen, ich will mal ein wenig Ruhe. Und das ist mehr als eine halbe Woche, in der ich vor Angst vor der nächsten Forderung vergehe. Ich will keine Existenz-Angst mehr haben, weil die AV mir die H4 bezüge kürzt! Ich will nicht mehr in einer 18° kalten Wohnung den Winter durchstehen müssen, vor Angst weil ich nicht weiß, wie ich die gestiegenen Nebenkosten zahlen soll!

Wichtig finde ich, dass du aus der "Opferrolle" heraus fin-
dest und deine Sache und dein Ziel aktiv angehst, dir da-
für (!) Unterstützung suchst, ...

Das tue ich ja hier.

... und dich nicht weiter von anderen Leuten herumkommandieren lässt und dann darüber jammerst.

Ich jammere nicht, ich suche verzweifelt Hilfe!

Du bist ein freier Mensch und kannst auch Nein zu etwas sagen, das du nicht willst.

Dafür wünsche ich dir die notwendige Kraft!
Werner

Danke Dir!
 
Hallo chrismas,

deine Antwort gibt mir das Gefühl, verstanden zu werden! Danke!

Ich würde an deiner Stelle sofort deinen Arzt anschreiben und diesem mitteilen, dass du die Schweigepflichtsentbindung ohne Zeitbegrenzung Widerrufst.

Vielleicht hört sich das jetzt komisch an, aber ich habe Angst, die AV damit zu verärgern und dass es dann noch schlimmer wird.

Dann würde ich ebenfalls an deiner Stelle, sollte wieder eine Einladung kommen, einen Beistand mitnehmen, denn dazu hast du ein Recht.

Im übrigen würde ich dir für die Zukunft empfehlen, gehe immer mit einem Beistand dort hin, dazu hast du ein Recht, denn dann sind die Töne von solchen Sachbearbeitern in der Regel Kleinlauter, da ein Zeuge dabei ist.

Den Gedanken hatte ich schon oft. Jetzt werde ich es auch wieder versuchen, in die Wege zu leiten. Ich gehe sei 10 Jahren kaum noch aus dem Haus, und habe nur wenige, fast garkeine Kontakte mehr. Es wird schwer, jemand zu finden, der mitgeht. Ich weiß nicht, wie ich's machen soll, aber ich werde es versuchen.
 
Informiere dich doch einmal bei der Caritas oder anderen Einrichtungen dieser Art, ob die nicht jemanden haben oder einen Verein kennt, der dich mit Ärger mit dem Jobcenter unterstützen bzw. begleiten kann.

So würdest du nämlich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen und hast einen an deiner Seite der deine Rechte kennt und dich entsprechend beraten kann und jemanden der dir bei Terminen Beistand leistet.

Und im übrigen, nein, das hört sich nicht komisch an. Ich hatte ebenfalls sehr große Überwindungsprobleme mir Hilfe zu suchen, denn obwohl die Sachbearbeiter wussten, dass das Recht auf meiner Seite war und ich die darüber ebenfalls informierte, haben die mich schikaniert bis zum geht nicht mehr. Irgendwann wurde es mir zu dumm und ich habe mir jemanden gesucht der mich mit dem Ärger unterstützt und es dauerte keine 2 Monate und ich bekam dann endlich das, was ich wollte.
 
Hallo nochmal, Sirius1,
ich kann nur auf das antworten, was ich lese und was
sich daraufhin in meinem Kopf ergänzt. Da ich weder dich
und dein Leben, geschweige denn deine Biografie, kenne,
darfst du das auch nicht zu persönlich nehmen. Was ich
geschrieben habe, sind meine (!) Ideen auf das hin, was
ich lese und zu verstehen glaube. Außer dir selbst kann
dich niemand wirklich verstehen - das schließt aber nicht
aus, dass du von außen Impulse bekommst, die dich auf
neue Ideen oder Haltungen bringen - dass du dafür auch
90% "Mist" ablehnen musst, gehört zur Foren-Kultur da-
zu. Du darfst also gerne alles, was ich geschrieben habe,
als "Mist" oder "verständnislos" vergessen.

Es könnte natürlich sein, dass ich mich durch deine Um-
stände in die Irre haben führen lassen. Wenn dein Ziel ist,
wieder mehr Kraft zu bekommen, hätte ich etwas anderes
geschrieben. Ich hatte das "in Ruhe gelassen werden" im
Vordergrund gesehen und das was ich geschrieben habe,
ist eben das, was mir dazu eingefallen ist. Vielleicht hat
jemand anderes hier bessere Ideen, die für dich passender
sind.

Wo du mich wirklich missverstanden hast ist die Frage, ob
du das Recht auf Leistungen hast. Das steht ja völlig außer
Frage. Nur sitzt eben "das Amt" am längeren Hebel, weil sie
die Leistungen genehmigen müssen. Noch haben wir kein
bedingungsloses Grundeinkommen, dann wäre das anders.
Deshalb denke ich, man kann kooperieren, gegen das Amt
arbeiten oder sich ihm entziehen. Mehr grundsätzliche Mög-
lichkeiten sehe ich nicht.

Noch einen Satz zur Kraft: Nach meiner Erfahrung aus dem
Coaching hängt Kraftlosigkeit häufig damit zusammen, dass
kein attraktives Ziel mehr im Leben ist. Anstatt nach "mehr
Kraft" zu suchen ist es dann oft nützlicher, nach einem Ziel
Ausschau zu halten, das motivierend ist und das in sich selbst
schon die Kraft mitbringt, es anzustreben. Nur ist halt "in
Ruhe gelassen werden" kein Ziel, sondern nur der Wunsch,
von einer Belastung befreit zu werden. Deshalb gibt dieser
Wunsch auch keine Kraft, sondern Ärger (über den, der die
gewünschte Ruhe verweigert).

Wie würdest du denn den Satz beenden: "Ich möchte in Ruhe
gelassen werden, um ..."?

Gruß, Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
............

Vielleicht hört sich das jetzt komisch an, aber ich habe Angst, die AV damit zu verärgern und dass es dann noch schlimmer wird.
.....

Hallo Sirius,

für mich hört sich das garnicht komisch an.
Und es ist so, dass die meistens keine weiteren Zeugen wünschen und wenn Du auf Deine Rechte pochst, denen wieder etwas neues einfällt.
Und wenn man Dir einen Psycho diagnostiziert (Burnout) z.B. dann, ja dann haben sie ja auch wieder neue Massnahmen, durch die sie Dich schleusen können.
Wenn Du dann eines Tages endgültig zusammenbrichst, dann haben sie Dich aus ihrer Statistik. 🙁
Nur wer stark ist, überlebt.
Die Leute die da in ihren Jobs sitzen, die haben selber Angst. Denn sie wissen genau, was ihnen passiert, wenn sie ihre Statistiken nicht erfüllen..... .

Die seit einigen Jahren schon üble Kopplung dieser Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik macht es gerade Menschen in unserem Alter besonders schwer, so mein Eindruck.
Noch viel zu jung für die Rente und zu alt, um ständig immer wieder neu an zu fangen.

Die einzige Chance, die ich sehe, ist die, der ARGE zuvor zu kommen, irgendeinen Job an zu nehmen, möglichst ämterunabhängig zu werden.

Bitte, Sirius, mache Dir klar: Du hast schon sooo viel geschafft! Du kannst stolz darauf sein!
Wer so einen Marathon hinter sich hat wie Du, kann auch ´mal erschöpft sein.
Dann gehe zum Arzt, lasse Dich krankschreiben und nehme die gewonnene Zeit wirklich als Verschnaufpause! 🙂 Baue soziale Kontakte wieder auf, pflege Deinen Körper, Deine Psyche, tue Dir Gutes! Vielleicht musst Du das erst wieder lernen?!
Aber das ist der Weg.

Vielleicht kann dieses Forum Dir dabei helfen.... .

GLG
Landkaffee
 

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