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arbeitslos und verzweifelt

G

Gast

Gast
Hallo!
Ich hoffe hier kann man mir einen Rat geben.
Meine Situation ist folgende:

Bin depressiv und habe vor 2 Jahren eine Reha gemacht und auf eine Umschulung gehofft.Damals hatte ich ja nach der Reha auf eine Umschulung gehofft, weil die Ärzte meinten ich hätte gute Chancen auf eine Umschulung, denn ich habe Diätassistentin gelernt und hatte damals auch noch Essstörungen.
Die Rentenversicherung sah das aber anders und ließ mich aber lieber für ein Jahr Praktikas machen in der Hoffnung das mich dort einer behält.

Leider bin ich seit 4 Monaten nun Arbeitslos und werde immer dpressiver weil ich nicht mit der Situation klar komme. Ich würde am liebsten in den Verkauf.

Nun hatte mir letztens einer von den Job Paten (ehrenamtliche Sache) helfen wollen, aber nun bin ich noch depremierter. Dieser Job Pate sagte mir das ich bei meinen Lebenslauf (Diätassistentin Ausbildung, Küchenhilfe, Verkauf, Call Center und dann Praktikumsmaßnahmen im Verkauf), kaum Chancen auf etwas Vernünftiges habe, aber er ist Chef einer Zeitarbeitsfirma und könnte mir etwas besorgen.
Nun bin ich sehr verwirrt, denn ich wüßte nicht ob ich schon soweit wäre Vollzeit zu arbeiten.

Nun mache ich mir Sorgen das mich wegen meines miesen L
ebenslauf keiner nimmt und das ich nur schlechte Arbeiten machen kann.
Mein Freund sagt ich solle halt beim Arbeitsamt mich weiterbilden lassen und nicht rummjammern. Ich weiss nicht als was weiterbilden und das Arbeitsamt mag mich nicht sonderlich weil ich von der Rentenversicherung komme.
Ich bewerbe mich ständig und es kommen nur Absagen. Mein Freund tut so als ob ich nichts mache, denn ich müsse mich ja nur informieren und weiterbilden. Aber wie und wo da sagt er auch nichts zu.

Habt ihr Tipps für meine Lage?
 
Hallo Gast,

Hallo!
Bin depressiv und habe vor 2 Jahren eine Reha gemacht und auf eine Umschulung gehofft.Damals hatte ich ja nach der Reha auf eine Umschulung gehofft, weil die Ärzte meinten ich hätte gute Chancen auf eine Umschulung, denn ich habe Diätassistentin gelernt und hatte damals auch noch Essstörungen.
Die Rentenversicherung sah das aber anders und ließ mich aber lieber für ein Jahr Praktikas machen in der Hoffnung das mich dort einer behält.

Zunächst einmal, kann ich gut nachvollziehen wie störned es ist, wenn man zu Hause sitzt und einfach nichts zu tun hat. Du sagt, 2 Jahre vorher hast du eine Reha gemacht und wolltest danach eine Umschulung machen.
So weit zu gut, allerdings glaube ich nicht, das dass Arbeitsamt nach GUtdüngen vermitteln darf/annehmen oder ablehnen darf, schließlich wäre das ja noch schöner wenn es jetzt noch Regel gäbe, die bestimmte "Amtsgruppen" ausschließen. Wenn das wirklich so ist, würde ich mich an eine Stelle weiter oben wenden, weil das kann und DARF nicht sein.
Natürlich ist es schade, wenn man sich 1 Jahr lang ein Praktika nach dem nächsten antut und dann trotzdem nichts hat. Leider geht aus deinem schreiben nicht hervor, ob du direkt nach der Lehre in die Depressionen gerutscht bist, oder ob die erst später kamen.


Nun hatte mir letztens einer von den Job Paten (ehrenamtliche Sache) helfen wollen, aber nun bin ich noch depremierter. Dieser Job Pate sagte mir das ich bei meinen Lebenslauf (Diätassistentin Ausbildung, Küchenhilfe, Verkauf, Call Center und dann Praktikumsmaßnahmen im Verkauf), kaum Chancen auf etwas Vernünftiges habe, aber er ist Chef einer Zeitarbeitsfirma und könnte mir etwas besorgen.
Nun bin ich sehr verwirrt, denn ich wüßte nicht ob ich schon soweit wäre Vollzeit zu arbeiten.

Das ist doch etwas Gutes. Ich würde mir sein Angebot einfach nochmal anhören und schauen ob er wirklich etwas machen kann, wenn es denn so ist wie er gesagt hat. Möglicherweise ist das eine Chance für dich, auch wenn ich persönlich nicht viel von Zeitarbeitfirmen halte. Doch schließlich kann man eine oder 2 nicht auf eine ganze Masse reflektieren. (Mein Vater war in einer und wurde eigentlich ziemlich verarscht und ein Bekannter von mir ebenfalls)
Die Chancen darüber an eine Stelle zu kommen, in der eine Stelle frei ist, sind wesentlich höher, als ein Praktikumsplatz. Vielleicht ist ja auch eine dabei die dir wirklich Spaß macht. Natürlich ist es schwer für dich abzuschätzen, ob du bereits wieder soweit bist 8h zu arbeiten, aber die andere Seite wäre, vielleicht ist es auch genau das was dir hilft aus deinem Tief wieder heraus zu kommen? Du kannst dich ja auch während du in einer Zeitarbeiterfirma tätig bist umhören.

Nun mache ich mir Sorgen das mich wegen meines miesen L
ebenslauf keiner nimmt und das ich nur schlechte Arbeiten machen kann...
Ich glaube nicht das man Lebensläufe als mies bezeichnen sollte, schließlich ist das nur ein Einblick in das Leben eines Bewerbers und sollte nicht soviel wiegen, wie ein persönliches Gespräch. Falls du dir unsicher sein solltest, ob das was du schreibst, auch dem entspricht was du ausdrücken möchtest, kann du dich gern im Internet darüber informieren, dir ein paar Vorlagen ansehen und dir so vielleicht noch den ein oder anderen Tipp holen. UNter Umständen kannst du auch im AA nachfragen ob du an einem Bewerbungstraining teilnehmen kannst. Meines Wissens sollten solche Kurse angeboten werden.

Mein Freund sagt ich solle halt beim Arbeitsamt mich weiterbilden lassen und nicht rummjammern. Ich weiss nicht als was weiterbilden und das Arbeitsamt mag mich nicht sonderlich weil ich von der Rentenversicherung komme.
Tut mir leid, aber das ist nun genau das was du nicht gebrauchen kannst. Ich denke nicht das dein Freund dich darauf hinweisen muss, das du dich ja beim AA weitebilden lassen kannst. Hat er eine Vorstellung davon wie affig die sich manchmal haben können? Davon abgesehen finde ich es nicht gerade toll wie er dich NICHT unterstützt. Vielleicht ist das auch ein Grund wieso du deine Motivation nicht so schnell zurück erlangen kannst. Da ist einer der dich ausbremst...finde ich nicht in Ordnung, schließlich muss er doch sehen das es dir nicht gut geht wenn du den ganzen Tag zu Hause sitzt.

Ich bewerbe mich ständig und es kommen nur Absagen. Mein Freund tut so als ob ich nichts mache, denn ich müsse mich ja nur informieren und weiterbilden. Aber wie und wo da sagt er auch nichts zu.

Wie schon erwähnt, ich würde versuchen mir ein paar Vorlagen anzusehen oder mich ggf zu einem Bewerbungstraining bewerben, damit auch die kleinste Unstimmigkeit erkannt werden kann. Allein ist das immer ein bisschen schwierig und WERBUNG für SICH muss nicht gleich richtig ausgedrückt sein.
Du kannst auch eine Freundin bitten sich dein Schreiben anzusehen, vielleicht fällt der schon etwas auf.
Aber versuch dich nciht zu sehr auf das zu konzentrieren was dein Freund für eine Meinung hat, weil die hilft dir nicht gerade weiter. Er könnte dir ja auch helfen, aber ganz offensichtlich hat er dazu ja kein Interesse.

Ich wünsche dir viel Erfolg und weiterhin viel Glück
 
Hallo Gast,

Bin depressiv und habe vor 2 Jahren eine Reha gemacht und auf eine Umschulung gehofft.
die Ärzte meinten ich hätte gute Chancen auf eine Umschulung, denn ich habe Diätassistentin gelernt und hatte damals auch noch Essstörungen.

Die Rentenversicherung sah das aber anders
Mit welcher Begründung😕
Hast Du keine Berichte (von ärztlicher Seite), die dazu beigetragen hätten, eine Umschulung zu bekommen😕
Nun bin ich sehr verwirrt, denn ich wüßte nicht ob ich schon soweit wäre Vollzeit zu arbeiten.
Wurde denn von ärztlicher Seite,vor der Reha bzw. seit der Reha bestätigt, dass Du Vollzeit arbeiten könntest😕


Entschuldige meine Fragerei, ich möchte gerne bei Dir dahintersteigen.
(Ich hatte nämlich Tests vor einer Umschulung(Arbeitsamt), machte sie dann mit Abschluss, konnte dann nicht arbeiten, wurde vom Rentenversicherer wieder getestet,die Arztberichte trugen dazu bei, dass ich jetzt Rente bekomme)

Doch Du bist nicht chronisch krank, oder😕
Theoretisch ist Deine Essstörung behoben und deshalb bist Du jetzt fit für den freien Arbeitsmarkt😕

Ich weiss nicht als was weiterbilden und das Arbeitsamt mag mich nicht sonderlich weil ich von der Rentenversicherung komme.
Das verstehe ich jetzt nicht so ganz:
Du bist vom Rentenversicherungsträger zum Arbeitsamt geschickt worden😕

Ich weiß ja, dass der Rentenversicherungsträger und die Bundesagentur für Arbeit zwei verschiedene paar Schuhe sind.
(Ich bin ja jetzt beim Arbeitsamt abgemeldet u. beim Rentenversicherungsträger angemeldet)

Du stehst also, umgekehrt jetzt, beim Arbeitsamt als arbeitslos bzw. arbeitssuchend im Computer😕

Gruß

Jenny
 
Hallo!
Danke für eure Antworten.

Also die Depression war eigentlich schon immer da, ist aber extrem geworden wo ich anderthalb Jahre im Callcenter gearbeitet hatte um bloß nicht arbeitslos zu sein. Ich bekam 3 Euro die Stunde und es gab etwas Provision was schwer zu bekommen war. Ich hatte zum Schluß bei 80 Stunden im Monat nur ca 200, Euro verdient und kam mir so wertlos vor.
Es ist mir auch so peinlich mit 29 Jahren mein Leben immer noch nicht im Griff zu haben.

Also die Ärzte meinten ich soll eine Umschulung machen, die Rentenversicherung lehnte ein paar mal ab, dann wollten die das ich erst ein paar Praktikas mache und wenn ich fit genug bin sollte ich die Umschulung machen. Dann waren sie aber der Meinung ich könnte ja auch als Ungelernte arbeiten, da die Praktikas im Verkauf waren.

Nach der Praktikumsmaßnahme sollte ich mich arbeitslos melden, beim Arbeitsamt heißt es wegen vielen Dingen ich soll mich an die Rentenversicherung wenden und die meinen ich muß mich an das Arbeitsamt wenden.
Ich wollte auch eine Bewerbertrainingsmaßnahme, aber es hies ich sollte die Rentenversicherung fragen, denn das Arbeitsamt fühlt sich nicht zuständig. Die Rentenversicherung auch nicht.

Eigentlich hieß es in der Reha und das kam auch bei der Praktikumsmaßnahme raus, am besten solle ich nur max 6 Stunden pro Tag arbeiten. Ich weiss, bei einer Umschulung muß man mehr aushalten.
Beim Arbeitsamt mußte ich mich unter Vollzeit suchend eintragen lassen, weil es sonst weniger Geld gegeben hätte.

Von Zeitarbeitsfirmen habe ich auch schlechte Erfahrungen damals gemacht und ich habe Angst es nicht zu schaffen.

Momentan weiss ich echt nicht mehr weiter und jede Absage die kommt (heute waren es wieder 2) macht mich depressiver.
 
Nach der Praktikumsmaßnahme sollte ich mich arbeitslos melden, beim Arbeitsamt heißt es wegen vielen Dingen ich soll mich an die Rentenversicherung wenden und die meinen ich muß mich an das Arbeitsamt wenden.
Momentan weiss ich echt nicht mehr weiter und jede Absage die kommt (heute waren es wieder 2) macht mich depressiver.

Hallo Gast,

hole Dir ärztlichen Rat ein, erkläre diesem , weswegen Du depressiv bist, vielleicht verweist Dich dein Hausarzt dann an einen Neurologen.
Du brauchst Arztberichte, dass Du nicht so kannst.
Vielleicht sagt er Dir auch eine Anlaufstelle, wo Du dir noch unabhängig von beiden Trägern, Ratschläge holen kannst, für Deine Lage.

Ich als Laie, kann Dir nichts raten;
bei mir half mir mein Neurologe Rente zu bekommen und ein anderer Arztbericht half mir vorher zu einer Umschulungsmaßnahme.

Ich weiß nicht, wie es in Deinem Fall aussieht.

Gruß

Jenny
 
Falls du von den Berufspaten der Caritas redest, würde ich darauf nicht sonderlich viel Hoffnung geben. Ich war da auch in dem Programm drin als ich das erste Mal arbeitslos war. Ist ja alles schön und nett, dass sich da ein paar Leute engagieren wollen, aber meiner Erfahrung nach haben die wenigsten eine Ahnung, was auf dem Arbeitsmarkt los ist.

Bei mir war es eine Rentnerin, die Hotelfachfrau war und mir bei meinen Bewerbungen helfen wollte. Erst hat sie alles shclecht geredet, was ich in den Bewerbungsratgebern (Hesse/Schrader) gefunden habe, dann fand sie den Bewrbungskurs von der Arbeitsagentur "nicht renommiert genug" und als sie meine Bewrebungsunterlagen "optimieren" wollte, kam dabei Mist raus wie es in den 70ern üblich war inklusive Handschriftprobe.....

Bei dir ist es leider so, dass kein roter Faden erkennbar ist in deinem Lebenslauf. Darunter leide ich auch, da ich mich im Existenzkampf nicht um die Reihenfolge meiner Karriereplanung kümmern konnte...also ähnlich wie bei dir.

Auch wenn der soziale Abstieg mittlerweile Standard ist, raffen es die Personalabteilungen nicht, dass es Lehre-Rente-im-selben-Betrieb nun mal nicht mehr gibt.
Deshalb solltest du es mittels guter Formulierungen irgendwie hinbiegen alles als großes Ganzes da stehen zu lassen. Statt Praktikum 1 und dann Prkatikum 2 kannst du sie zusammenfasesn als "mehrere Praktika im Verkauf. Aufgaben: erstens, zweitens, drittens.

Du kannst deinen Lebenslauf hier ja mal anonym reinstellen und wir checken das mal durch.
 
Noch was: du hast doch eine Ausbildung im Bereich Lebensmitteln. Wie wäre es mit gezielter Kombination deiner Fähigkeiten?

Verkauf in einem Feinkostladen, in einem Reformhaus in dem zbsp auch was für Diabetiker dabei ist et cetc lass deine Ideen mal ein bisschen springen.

Du musst aber auch wissen, dass der Einzelhandel ein knochenharter Job ist. Langes Stehen, freundlich sein zu Arschlochkunden, die meinen, sie seien König und nicht wissen, dass Deutschland keine Monarchie, sondern eine Republik ist, evtl frühes Aufstehen und Heben schwerer Lasten.

Wie wäre es mit einer erneuten Lehre zbsp Groß- und Außenhandelskauffrau => das hat eher Perspektive als Einzelhandel.
 
Hallo!

Wieder einmal Dankeschön für die Antworten.

Ich habe auch schon öfters nachgedacht, nochmal eine Ausbildung zu machen. Aber ich bin fast 29 Jahre alt und fühle mich für so etwas zu alt.

Das mit den Lebenslauf einstellen ist eine gute Idee.

Durch meine Praktikas im Verkauf weiss ich schon, das es harte Arbeit ist (war es besonders im Plus) und das es echt fiese Kunden gibt. Ich möchte halt nur in den Verkauf, weil mir der Kontakt zu Menschen gefällt.

Ich habe es schon in vielen Bereichen versucht Arbeit zu kriegen, nur leider will mich bisher keiner. Im Reformhaus oder Bioladen zu arbeiten, das wäre mein Traum.

Das mit den Jobpaten, da habe ich mir wohl wirklich zu viel Hoffnungen gemacht.
Donnerstag habe ich jedenfalls einen Termin beim Arbeitsamt und will mal nachfragen, ob es vielleicht eine gescheite Maßnahme für mich gibt. Viel Hoffnung habe ich aber nicht.

Lg
 

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