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Angststörung/Panikattacken BITTE Tipps,Ratschläge etc.

G

Gast

Gast
Hallo ihr,

Ich bin hier jetzt gerade zufällig auf diese Seite gestoßen!!!aber was ich bis hierher gelesen habe,dafür das größte Lob!Es gibt wirklich noch normale Menschen,die einem "nur" durch den guten Zuspruch,wieder auf die richtige Bahn bringen.

DANKE dafür Hilferuf + Mitglieder!!!


Nun zu mir:

Ich bin männlich,25 Jahre alt,Single und wohne noch daheim. Vor 2 Monaten (ca. Juli 2014) hat sich allerdings etwas ergeben,was mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat.

Eigentlich war ich bis zu dem genannten Zeitpunkt mit meinem Leben sehr zufrieden!Klar,der normale Alltagsstress ist immer da (bin selbstständig) und das alles schnell - schnell gehen muss,ist auch kein Geheimniss!An manchen Tag hab ich diesen Stress gut weggesteckt,an anderen Tagen war mir dann eher zum heulen zumute (ala`"Ich will nicht mehr"). Aber ich dachte bis dahin, das es so "normal" ist.Nicht jeder Tag ist gleich,es kommen gute und eben auch bescheidene Tage.

Was mich viel mehr belastet hat über die Jahre,war,das ich keine Frau gefunden habe!Es gab immer mal wieder was, aber eben nie das richtige! Zum jetztigen Zeitpunkt kann ich leider sagen,das ich bis JETZT!!! keine Freundin hatte.

Das setzt mir bis heute am meisten zu!!!! Unglücklich verliebt,dann wieder eine traurige Phase,weil der Schuss wieder nach hinten los (da man für diese Person extrem viel empfunden hat,sie es aber nicht erwidert hat).....usw.




Und dann hat es angefangen 🙁 ...Das war glaub ich das letzte Juli Wochenende,bessergesagt ein Samstag!Ich war auf einer Baustelle,und da hatte ich schon ein komisches Gefühl.Schwindel,teilweise Atemnot - mir gings einfach nicht gut!!!bin dann mittags schlafen gegangen (was normal nie passiert,außer wenn ich krank werde) dann hab ich bis Abends geschlafen,es war aber immmer noch nicht gut....ein komisch/ungutes Gefühl einfach.....und dann war es soweit!!Samstag Nacht bzw. Sonntag morgen 2:00 Uhr aufgewacht,und absolut keine Luft mehr bekommen!!!Ich dachte wirklich dass es das jetzt war,und ich ersticke!!!Bin dann mit meinen Eltern in die Notfallaufnahme vom Krankenhaus gefahren!!!!die Ärzte haben alles durchgecheckt - Lunge,Herz,Puls,Niere,ob ich eine Allergie habe etc. mir fehlt aber absolut gar nichts!!!!!!

Dann wurde mir gesagt,das ich doch bitte mein Hausarzt am Montag aufsuchen soll!!!Hab ich dann gemacht (der Arzt kennt mich von klein auf) ....und beim erste treffen,hat er mir schon gesagt,das dieser Anfall nur von der Psyche kommt.Organisch wäre ich TOP fit.......er meinte,das es eher eine Angst/Panikattacke gewesen ist!!!

Ich war ziemlich baff,da ich immer von ausgegangen bin,das wenn die Luft wegbleibt,dann muss irgendwas mit meinem Herz/Lunge sein,das da was ist,was nicht richtig funktioniert (1. Schritt Richtung Angst!!!!)


Dann sind 2 Wochen vergangen,und ich hatte immer diese Atemnot,in Verbindung mit Zittern,Unruhe,kalte Hände etc immer!!!dieser Zustand war immer da...beim arbeiten,beim Sport,beim Auto fahren (das Gefühl in mir war so in etwa,wie beim schwimmen als kleiner Junge,wenn die plötzlich jemand getunkt hat,ohne Vorwarnung) da dannach fühlst du dich ja auch irgendwie komisch + aufgeregt,müde,zittern etc.


Es war immer eine "Angst" da....was wäre wenn jetzt was passiert beim Auto fahren(z.B. Atemnot),du bist alleine,kommst du schnell in ein Krankhaus,wirst du ohnmächtig,ich habe das Gefühl das ich verrückt werde.


Ich möchte das jetzt auch nicht bis ins letzte Detail besprechen!!Fakt ist,ich habe mir eingestanden,das ich eine psychische Erkrankung habe,ich bin mittlerweile seit 4 Wochen beim Psychologen (was mir sehr gut tut) ....und mittlerweile kann ich auch wieder Auto fahren!!!

Wenn so ein Gefühl kommt,dann nicht dagegen ankämpfen!!!Zu dir selber sagen "So Angst jetzt bist du da,dann zeig mal ob du tatsächlich soviel Macht über mich hast" ....und dann geht das ganze eigentlich recht "normal" über die Bühne.


Aber,und deswegen will ich euch fragen: Bleibt dieser Zustand jetzt für immer?also diese Ängste,und das ich mich immer selbst beruhigen muss?oder wird das wieder wie früher,als ich mir über sowas noch kein Kopf gemacht habe!?!?!


Sind hier Menschen,die diese Krankheit besiegen konnten,die mir Tipps geben können??......Ich hab 1x die Woche ein Termin beim Psychologen....das es mir richtig gut wieder,hält 2 Tage,dann kommt wieder dieses komische Gefühl in mir (war das bei euch auch so) hoch!!!!



Danke auf jeden Fall für diese Plattform(tut verdammt gut,sich das von der Seele zu schreiben),evtl. über Feedback`s,Meinugen,Tipps/Ratschläge,ob ihr auch gerade so etwas durchmacht etc.



Vielen Dank schon mal 🙂
 
hallo Gast!
Finde es super das du gleich alles abklären lassen hast und auch beim Psychologen bist.
Lass dir gesagt sein das du damit Leben kannst. Entweder verschwindet es wenn du die Wurzel deiner angst irgendwann durch die Therapie entdeckst oder du behälst diese Ängste, lernst aber damit umzugehen.

Deswegen HUt ab das du sofort dagegen ankämpfst, so kannst du es schneller in den griff bekommen. Ich sage das bewußt da ich selbst seit ca.15 Jahren unter Angststörungen leide. Da ich im Krankenhaus damals gesagt bekommen habe (bin auch mit schwindel, atemnot, unruhe, zittern hin) das das ok ist und andere das jeden Tag haben. Ich habe nichts unternommen, die angst hat sich dann verselbstständigt und die angst vor der angst wurde immer größer. Das kann das Leben extrem beeinflussen.
Jetzt bin ich in Therapie und arbeite daran und es wird besser ;-)
Alles GUte dir!
 
Hallo,

ja, keine schöne Sache, solche Panikattacken. Habe so etwas nur mal für ein halbes, dreiviertel Jahr gehabt als Folge unbewussten und unfreiwilligen Drogenkonsums. Was sicher eine andere Indikation ist als die Paniakttacken, die Du beschreibst, also solche "endogenen", die aus der Psyche selbst heraus entstehen.

Ich kenne aber einige Männer (das ist insofern bemerkenswert, weil ich keine einzige Frau kenne, die sowas hat), die Panikattacken haben. Da kann ich Dir leider keine so frohe Botschaft überbringen: keiner von denen ist seine Panikattacken gänzlich losgeworden bislang, alle hatten zumindest Zeiten von Arbeitsunfähigkeit.
Aber doch lässt sich sagen, dass man auch damit leben lernen kann und es einen Entwicklung geben kann hin dazu, dass man damit immer besser umgehen kann.

Deine Festplatte/Systemsteuerung jedenfalls hat Dir gerade deutlich mitgeteilt: runterfahren!

Entspannungstechniken, Mediation, Sport und Bewegung, alles was Dir gut tut und vor allem auch bewusste Ruhezeiten in den Alltag einplanen sind so Tricks und Techniken.
Einer meiner Bekannten meint, Panikattacken wären sowas wie das Hängenbleiben zwischen Flucht und Angriff.

Was ich von mir pers. damals berichten kann ist, dass ich sehr sehr bewusst mich Situationen gestellt habe, die Auslöser für die Attacken waren. Nicht hardcore, aber so in ganz winzigen Häppchen habe ich mich dem ausgesetzt. Nicht lange, aber eben doch so, dass ich es wenigstens mal für einen Augenblick aushalten musste. Und mir erst dann die Flucht genehmigt habe. Irgendwann wurde das immer besser und schlussendlich wars dann halt weg. Aber bei mir war der Auslöser halt benennbar und auch die Situationen ziemlich begrenzt, die als Auslöser galten.

Viel Erfolg und gut, dass Du Dich da professionell begleiten ist. Ist wirklich ein lästiges und beeinträchtigendes Übel!

Die Gästin
 
hallo Gast!
Finde es super das du gleich alles abklären lassen hast und auch beim Psychologen bist.
Lass dir gesagt sein das du damit Leben kannst. Entweder verschwindet es wenn du die Wurzel deiner angst irgendwann durch die Therapie entdeckst oder du behälst diese Ängste, lernst aber damit umzugehen.

Deswegen HUt ab das du sofort dagegen ankämpfst, so kannst du es schneller in den griff bekommen. Ich sage das bewußt da ich selbst seit ca.15 Jahren unter Angststörungen leide. Da ich im Krankenhaus damals gesagt bekommen habe (bin auch mit schwindel, atemnot, unruhe, zittern hin) das das ok ist und andere das jeden Tag haben. Ich habe nichts unternommen, die angst hat sich dann verselbstständigt und die angst vor der angst wurde immer größer. Das kann das Leben extrem beeinflussen.
Jetzt bin ich in Therapie und arbeite daran und es wird besser ;-)
Alles GUte dir!



Hallo Drehwurm79 🙂


Danke für die Antwort!!!tut gut mit jemand da drüber zu schreiben,der das gleich durchmacht. Was ich auf jeden Fall sagen muss,das ich bis dahin noch nie so gut auf meinen Körper gehört habe!!!Mittlerweile bin ich nur noch mit Menschen zusammen,die mir gut tun,mit den ich Spaß habe etc.

Gerade dieser Zwiespalt,ob ich etwas am Wochenende machen soll,ob ich auf die und die Personen Lust habe,ob jemand von mir schlecht denkt,das ich doch nicht dabei bin.....das ist mir mittlerweile völlig egal 🙂 nur mit den Menschen zusammen,die dich so nehmen wie du bist!!

Aber was mich noch Interessieren würde (vielleich ist das bei dir auch so) am Anfang dachte ich immer,warum werde ich so "bestraft",warum passiert mir sowas!!!Mittlerweile bin ich aber der Meinung,das es genau "richtig" war.Jetzt kann ich endlich sagen,glaub an dich,du bist jemand,du kannst/packst das!!

Also das sein eigenes Selbstvertrauen wieder steigt!!!und das hatte ich bis dahin gar nicht mehr (zwecks Frauengeschichten etc) .....immer den Kopf oben behalten!!!!War oder ist das bei dir auch so???



Und dann gibt es noch eine Sache,vor der ich aber immer irgendwie ein komisches Gefühl habe!!!und das ist schlichtweg Abends.Da hab ich in der Ruhephase immer eine Art Gefühl von innerlicher Unruhe/aufgeregt sein!!!....ist das bei so einer Krankheit normal?

Über den Tag,wenn ich arbeite oder auch frei hab,passiert mir sowas nicht!Immer nur Abends....was hat das zu bedeuten?Ist es bei dir auch vielleicht so,oder ist das nur eine bestimmte zeit lang......das würde mich mal Interessieren,wie das bei dir ist 🙂


Großen Dank auf jeden Fall,das du dich gemeldet hast!Das gibt mir viel 🙂


Liebe Grüße
 
Hey,

bin so alt wie Du. Leide seit etwa 2 Monaten an Panikattacken.

Um diese Panikzustände zu bekämpfen, das kann man am allerbesten mit dem richtigen Medikament !
Hat man Dir etwas verschrieben ? Ich nehme Opipramol. Die Tabletten bringen einen auf sanfte Weise runter. Bei geringer Dosierung nehmen sie einem die innere Unruhe und machen nicht müde.

Die Panikzustände sind schrecklich und sehr unangenehm. Da ist ein Medikament, das hilft, ein wahrer Segen.

Bekämpft jedoch nicht die Ursachen...
Um von Medikamenten nicht mehr abhängig zu sein und geheilt zu werden, dafür ist dann ein Psychologe da.
Man muss die Wurzel des Übels finden und ausmerzen.
Und das dauert seine Zeit. Zur Überbrückung werden die Beschwerden mit den richtigen Medikamenten bekämpft.

Ich stecke auch noch inmitten meiner Therapie.
Ich bin jedoch davon überzeugt, dass man komplett geheilt werden kann, wenn die Panikattacken einen Grund haben durch einen äußeren Einfluss.
Wären die Attacken grundlos, dann wären sie "krankhaft", quasi angeboren und dann denke ich, würde man niemals richtig geheilt werden.
Dass Dich gerade etwas bedrückt und Du scheints weißt, weshalb Du an einer Angststörung leidest, scheint es bei Dir auch an einem Grund außerhalb zu liegen.

Ich denke wir können beide komplett wieder gesund werden.
Man muss die Gründe aufarbeiten und verarbeiten. Dann ist man geheilt.

Und, wie gesagt, mein Tipp gegen akute Panikattacken: ein gutes Medikament !
Solche Gedankengänge und "Denktaktiken" sind viel weniger effektiv.
Es gibt wirklich gute Medis, die die Angstsymptome komplett unterbinden.
Wenn ich merke, ich werde langsam nervös, dann nehme ich eine halbe Opipramol.
Nach 15 min. bin ich entspannt. Falls es nicht gereicht hat, noch ne halbe.
So kann man je nach Bedarf immer gerade richtig dosieren.
Dieses Zeug ist ein Segen bei Angststörungen.
Und vor allem : Es macht nicht abhängig !
Es gibt auch noch andre Medis, aber ich empfehle Opipramol. Lass es Dir verschreiben.

Und viel Glück. Das wird wieder.
 
Hey,

bin so alt wie Du. Leide seit etwa 2 Monaten an Panikattacken.

Um diese Panikzustände zu bekämpfen, das kann man am allerbesten mit dem richtigen Medikament !
Hat man Dir etwas verschrieben ? Ich nehme Opipramol. Die Tabletten bringen einen auf sanfte Weise runter. Bei geringer Dosierung nehmen sie einem die innere Unruhe und machen nicht müde.

Die Panikzustände sind schrecklich und sehr unangenehm. Da ist ein Medikament, das hilft, ein wahrer Segen.

Bekämpft jedoch nicht die Ursachen...
Um von Medikamenten nicht mehr abhängig zu sein und geheilt zu werden, dafür ist dann ein Psychologe da.
Man muss die Wurzel des Übels finden und ausmerzen.
Und das dauert seine Zeit. Zur Überbrückung werden die Beschwerden mit den richtigen Medikamenten bekämpft.

Ich stecke auch noch inmitten meiner Therapie.
Ich bin jedoch davon überzeugt, dass man komplett geheilt werden kann, wenn die Panikattacken einen Grund haben durch einen äußeren Einfluss.
Wären die Attacken grundlos, dann wären sie "krankhaft", quasi angeboren und dann denke ich, würde man niemals richtig geheilt werden.
Dass Dich gerade etwas bedrückt und Du scheints weißt, weshalb Du an einer Angststörung leidest, scheint es bei Dir auch an einem Grund außerhalb zu liegen.

Ich denke wir können beide komplett wieder gesund werden.
Man muss die Gründe aufarbeiten und verarbeiten. Dann ist man geheilt.

Und, wie gesagt, mein Tipp gegen akute Panikattacken: ein gutes Medikament !
Solche Gedankengänge und "Denktaktiken" sind viel weniger effektiv.
Es gibt wirklich gute Medis, die die Angstsymptome komplett unterbinden.
Wenn ich merke, ich werde langsam nervös, dann nehme ich eine halbe Opipramol.
Nach 15 min. bin ich entspannt. Falls es nicht gereicht hat, noch ne halbe.
So kann man je nach Bedarf immer gerade richtig dosieren.
Dieses Zeug ist ein Segen bei Angststörungen.
Und vor allem : Es macht nicht abhängig !
Es gibt auch noch andre Medis, aber ich empfehle Opipramol. Lass es Dir verschreiben.

Und viel Glück. Das wird wieder.




Hi inn3B 🙂

schön das du dich gemeldet hast!das freut mich sehr. Über die letzen 3 Tage war es wieder "ekelhaft".Aber nicht so das ich wieder eine akkute Panikattacke hatte,aber immer ein komisch,innerliches Gefühl!...und dazu kam dann immer ein wenig Atemnot,das ich aber mittlerweile recht gut unter Kontrolle habe.

Ist bei dir auch immer so ein "komisches" Gefühl da?Innerliche Unruhe,fast schon aufgeregt sein?und einfach zu wissen,das in deinem Inneren irgendwas nicht so ganz stimmt.


Ich nehme mittlerweile Serotonin und DHEA (war bei einem Hormonarzt) das hilft auf jeden Fall,aber der Arzt meinte das es eine Gewisse Zeit braucht - bis es wirkt,da meine Werte ziemlich im Keller waren.


Ich habe mal nach diesem Opipramol gegoogelt.Und das hört sich echt vielversprechend an 🙂 nimmst du das Medikament in Form vom Tabletten (50mg,100mg oder 150mg) oder in Tropenform?


Aber bitte beantworte mir,ob du auch immer so ein komisches Gefühl mit dir rumträgst!!oder ob das nur Zeitweise bei dir ist.

Das ist gerade so mein Hauptproblem....einfach dieses beschi**ene Gefühlschaos 🙁




Liebe Grüße und ihc bin mir sicher,das wir das schaffen!

Alles gute
 
Ich habe auch mithilfe einer Psychotherapie die Panikattacken ganz gut im Griff. Und ich bin sehr dankbar über die erfahrene Hilfe.

Sie kommen jetzt nur noch sehr selten. Insbesondere, wenn ich nicht auf meinen Körper höre und mich zwinge, für mich nciht aushaltbare Situationen auszuhalten oder eben stark erschöpft bin, so daß kleine Auslöser reichen.

Wenn eine kommt, kann ich inzwischen ganz gut damit umgehen, weil sie irgendwie ihren Schrecken verloren hat.
Ich weiß, sie kommt und sie geht. Ich sterbe nicht daran. Es ist wie eine Welle, die durch mich hindurchgeht und auch wieder verschwindet. Dadurch kann ich sie relativ gut handhaben und die Attacken sind auch viel kürzer geworden. Höchstens noch wenige Minuten lang.

Ob sie jemals ganz weggehen, weiß ich nciht. Aber die Frage beschäftigt mich auch nicht mehr, weil sie ihre Bedeutung und ihren Schrecken verloren haben. Ich habe das einfach als eine weitere körperliche und geistig/seelische Reaktion akzeptiert, die mir gelegentlich passiert und irgendwie zu mir gehört.

Da es für mich besonders schambehaftet war, wenn mir das in der Öffentlichkeit passiert ist, habe ich ein großes Stück Souveränität dadurch zurück erhalten, daß ich aufgehört habe, das zu verbergen. Aufgrund meiner eigenen Akzeptanz, ist die Scham automatisch verschwunden. Heute kann ich offen dazu stehen, daß eine gelegentliche Panikattacke geschehen kann und kann mein jeweiliges Umfeld "vorwarnen" und informieren, wie es dann mit mir umgehen kann, um mir zu helfen. Dadurch hat das ganze viel an Peinlcihkeit verloren und ich fühle mich dem ganzen nicht mehr so ausgeliefert.


Das unruhige Gefühl, daß Du ständig mit Dir herumträgst und Dich so verunsichert, hat vielleicht damit zu tun, daß die Situation ja noch sehr neu für Dich ist. Auch die Therapiesituation. Da ist Gefühlschaos und Unsicherheit sehr normal. Und auch die Beobachtung Deiner Selbst ist für Dich ja neu. Da liegst Du quasi am Anfang richtig auf der Lauer und beobachtest Dich, was mit Dir los ist und ob sich da wieder was tut. Das kannst Du sicher mit zunehmender Erfahrung und Akzeptanz in den Griff bekommen. Und auch wieder Abstand zu den Panikattacken bekommen und ihnen so die Dominaz in Deinem Leben wieder nehmen.

Regelmäßige Meditation hat mir sehr viel dabei geholfen. Und die damit verbundene Erfahrung Gedanken und Gefühle wie Wolken an einem blauen Himmel vorbeiziehen zu lassen, ohne sie weiter zu beachten oder zu bewerten.
 
Hey,

bin so alt wie Du. Leide seit etwa 2 Monaten an Panikattacken.

Um diese Panikzustände zu bekämpfen, das kann man am allerbesten mit dem richtigen Medikament !
Hat man Dir etwas verschrieben ? Ich nehme Opipramol. Die Tabletten bringen einen auf sanfte Weise runter. Bei geringer Dosierung nehmen sie einem die innere Unruhe und machen nicht müde.

Die Panikzustände sind schrecklich und sehr unangenehm. Da ist ein Medikament, das hilft, ein wahrer Segen.

Bekämpft jedoch nicht die Ursachen...
Um von Medikamenten nicht mehr abhängig zu sein und geheilt zu werden, dafür ist dann ein Psychologe da.
Man muss die Wurzel des Übels finden und ausmerzen.
Und das dauert seine Zeit. Zur Überbrückung werden die Beschwerden mit den richtigen Medikamenten bekämpft.

Ich stecke auch noch inmitten meiner Therapie.
Ich bin jedoch davon überzeugt, dass man komplett geheilt werden kann, wenn die Panikattacken einen Grund haben durch einen äußeren Einfluss.
Wären die Attacken grundlos, dann wären sie "krankhaft", quasi angeboren und dann denke ich, würde man niemals richtig geheilt werden.
Dass Dich gerade etwas bedrückt und Du scheints weißt, weshalb Du an einer Angststörung leidest, scheint es bei Dir auch an einem Grund außerhalb zu liegen.

Ich denke wir können beide komplett wieder gesund werden.
Man muss die Gründe aufarbeiten und verarbeiten. Dann ist man geheilt.

Und, wie gesagt, mein Tipp gegen akute Panikattacken: ein gutes Medikament !
Solche Gedankengänge und "Denktaktiken" sind viel weniger effektiv.
Es gibt wirklich gute Medis, die die Angstsymptome komplett unterbinden.
Wenn ich merke, ich werde langsam nervös, dann nehme ich eine halbe Opipramol.
Nach 15 min. bin ich entspannt. Falls es nicht gereicht hat, noch ne halbe.
So kann man je nach Bedarf immer gerade richtig dosieren.
Dieses Zeug ist ein Segen bei Angststörungen.
Und vor allem : Es macht nicht abhängig !
Es gibt auch noch andre Medis, aber ich empfehle Opipramol. Lass es Dir verschreiben.

Und viel Glück. Das wird wieder.

zitat
Um von Medikamenten nicht mehr abhängig zu sein und geheilt zu werden, dafür ist dann ein Psychologe da.
zitat ende

weiter unten schreibst du dann,die medis machen nicht abhängig...
nur ma so als überdenksanstaz....
was machst du wenn du deine medis nicht dabei hast?...
 
Hallo Gast,

ich weiß nicht genau was Du meinst.

Mit "nicht abhängig machen " meinte ich, dass der Patient keine Sucht entwickelt.
Sprich keine Entzugserscheinungen.
Diacepam beispielsweise ist ein Beruhigungsmittel, das schon nach mehreren Wochen süchtig macht. Man ist dann abhängig davon, wie ein Alkoholiker nach Alkohol.
War doch verständlich oder ?

Hallo TE,

Ja, genau dieses unangenehme, mulmige Gefühl kommt bei mir auf, müsste dasselbe sein wie bei Dir.
Dieses Gefühl kommt bei mir ganz langsam, steigert sich nach und nach zu Panik.
Wenn dieses Gefühl aufkommt, dann kann ich mit Opipramol sofort dagegensteuern.
Eine halbe Tablette nehm ich dann, normalerweise ist diese innere Unruhe sofort weg. Hält für mehrere Stunden an.
Seitdem sind diese Zustände bei mir im Griff.

Dass Du dieselbe Dosis nehmen solltest, das muss nicht sein ! Solltest Du natürlich mit Deinem Arzt absprechen !
Nur zur Info bei mir:
Nehme je nach Bedarf eine halbe 50mg Tablette, also 25 mg.
Ich kann laut Arzt bis zu 2 Tabletten täglich nehmen und kann mir die Dosis nach belieben über den Tag einteilen.
Je nachdem wie stark meine innere Unruhe ist und wie oft sie auftritt nehme ich entsprechend so viel bis es gerade hilft. Komme mit den 2 Tabletten am Tag gut aus.
Das Medi wirkt wirklich sehr sanft, man ist weder benebelt, noch müde. Kenne das von anderen Mitteln anders.

Ob dieses Medikament auch für Dich geeignet ist, musst Du mit Deinem Arzt abklären. Sprich dieses Medi ruhig mal an und frag ihn was er davon hält.

Der große Vorteil ist, wie gesagt, dass Du dieses Medikament so lange nehmen darfst wie Du willst, da es nicht abhängig macht. Das ist bei nur sehr wenigen beruhigenden Mitteln so.
Ich bekam in der ersten Woche Diacepam, aber man kann es halt nur ein paar Tage einnehmen, sonst ist man schon süchtig.

Du wirst direkt mit Serotonin behandelt ?
Wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.
Normalerweise verschreibt man einen Serotoninwiederaufnahmehemmer, dadurch steigt die Serotoninkonzentration im Gehirn von selbst an.
Ich nehme sowas.

Beachte: Bei einem Anstieg des Serotoninspiegels können sich die Angstsymptome in den ersten zwei Wochen stark verstärken ! Dir wirds in dieser Gewöhnungsphase eventuell noch deutlich schlechter gehen ! Gerade in dieser Phase sollte man nicht ohne Beruhigungsmittel.Da muss man leider durch. Es wird allmählich besser.
Bei mir war es dasselbe mit meinem Antidepressivum.

Hat der Arzt Dir kein Beruhigungsmittel verschrieben ?
 

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