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Angst

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    angst
B

Bellevue

Gast
hallo,

bin 27. studiere englisch/französisch auf lehramt realschule. habe vorher dieselben fächer auf magister studiert, aber vor magisterarbeit gewechselt, da sich mein berufswunsch geändert hat. nun habe ich extreme panik, dass ich mein studium nicht schaffe. mir fehlt ein einziger schein, bin im 7. semester. nach dem 11 (spätestens) muss ich zum ersten mal zum staatsexamen antreten. ich habe dieses semester versucht, mein erziehungswissenschaftliches examen vorzuziehen. die stoffmenge war erdrückend. ich hatte eine 70h-woche, bin an weihnachten kollabiert, dann panikattacken, weinkrämpfe. seit beginn des semesters konnte ich bereits nicht schlafen. ich werde mich abmelden müssen, da ich seit 10 tagen nichts mehr lernen kann. sobald ich mich hinsetze, geht mein puls wieder auf 120, ich kriege schüttelfrost und muss weinen. ich weiß nicht mehr weiter. ich will mein studium abschließen, aber fühle mich im moment echt überfordert und schiebe zukunftsängste, dass ich es nicht schaffe. dabei bin ich schon 27 und habe nur meine zwischenprüfungen, einen auslandsaufenthalt und 2 praktika in der wirtschaft hinter mir. bin spätaussiedler-kind und bin ein wirklich fleißiger mensch, gönne mir nichts. bislang ging es auch im studium okay voran, habe tutorien an der uni halten dürfen usw. aber nun habe ich einfach nur ANGST und ich weiß nicht weiter. angst, die mich lähmt. prüfungsangst, versagensangst🙁. ich habe das gefühl, dass ich mein studium einfach nciht schaffe.
wer weiß rat?
 

Hallo Bellevue,

schau mal hier: Angst. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Du.

Hört sich beim ersten lesen erstmal ziemlich heftig an. Bin aber nach dem zweiten mal lesen eher der Meinung, dass Du schon weiter machen kannst. Allerdings auf etwas andere Art. Auch wenn es verdammt viel ist, was Du lernen und/oder wissen musst bis zu den Prüfungen solltest Du Dir Auszeiten gönnen. Versuch abzuschalten ich weiß, dass es nicht einfach ist aber Du wirst sehen, es geht dann auch wieder. Außerdem würde ich Dir raten, mit einem Deiner Professoren zu sprechen zu dem Du vertrauen hast. Die können Dir bestimmt auch gewisse Ängste nehmen und Dir bestimmt auch sagen, dass diese unbegründet sind. Abgesehen davon solltest Du nach diesem Gespräch mit Deinem Hausarzt kontakt aufnehmen. Schildere Ihm einfach mal Deinen Tagesablauf und was dann so passiert, zwecks Schüttelfrost und so.
Unterstützung der Familie oder Freunde wirkt manchmal Wunder. Jeder darf mal verzweifeln oder ausflippen, Du darfst Dich blos nicht zu sehr reinsteigern. Ich denk mal Du hast jetzt schon Angst, bevor Du versuchst das Lernen anzufangen, was passiert. So wird es nichts - Du machst Dich selbst wahnsinnig und dann kann es nur im Desaster enden. Hol Dir Hilfe von Professoren und Deinem Hausarzt und versuch mit der Familie oder guten Freunden über Deine Ängste zu sprechen und lass dann Deinen Gefühlen einfach mal freien Lauf.
Viel Glück - Du schaffst es - Du hast den Willen und die Kraft dafür - Du musst nur lernen sie wieder richtig einzuteilen.
Alles liebe.
 
hallo Bellevue,

nim dir eine auszeit von ein paar tagen. wirklich gar nichts machen, nur für dich allein, zum kräfte sammeln.
nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

such dir hilfe. gibt es nicht an der uni eine anlaufstelle, die dich stützen kann?

tief durchatmen!
lg lydia
 
hallo,

vielen dank euch beiden für eure antwort.😱 tut gut, mit jemandem auf diesem wege zu sprechen.

ich war in der tat beim arzt. dieser attestierte mir angstzustände und einen erhöhten blutzuckerspiegel, weshalb ich jetzt diabetes-tests durchführen muss.🙁

was die uni anbelangt, so schiebe ich angst, da ich noch eine zulassungsarbeit schreiben muss und die sprachpraxis in englisch und französisch viel zu kurz kommt. wir lernen alles mögliche, was viel zeit kostet, aber nie hat man zeit, die sprachen zu pflegen. das ist traurig und beängstigend. man fühlt sich schlichtweg unsicher. die dozenten (muttersprachler) korrigieren von 10 abgegebenen aufsätzen 2, weil sie keine zeit haben. so fehlt es an ordentlichem feedback. leider. das verschlimmert das ganze zusätzlich. ich hoffe, ich schaffe es trotzdem.

ganz liebe grüße und danke🙂
 
ich hoffe, ich schaffe es trotzdem.
klar doch🙂
zu dem fachlichen kann ich dir nichts weiter sagen. ich denke du solltest sehen, dass du eine entspannungstechnik lernst, oder mach wenigstens sport. ein ausdauernder spaziergang hilft auch schon mal gut.

wünsch dir was🙂
lg lydia
 
Hallo Bellevue,

was du schreibst, hört sich nach einem Burnout an:
die stoffmenge war erdrückend. ich hatte eine 70h-woche,
(...)
bin spätaussiedler-kind und bin ein wirklich fleißiger mensch, gönne mir nichts.
Das passiert gar nicht so wenigen Studenten, also nicht nur dir - und es ist kein Grund sich Sorgen zu machen, weil man da auch ganz gut wieder rauskommen kann.
Es hört sich so an, als ob du dir keinen Ausgleich zur Arbeit gegönnt hast. Das kann man eine Zeit machen, aber irgendwann muss man seinen Akku auch wieder aufladen. Es ist darum nicht nur für dich, sondern auch für deine Arbeit ganz gut, wenn du dir regelmäßig selbst etwas Gutes gönnst. Google mal unter Burnout und Perfektionismus, da wirst du eine Menge finden.

Du kannst mit deinem Arzt sprechen, ob er dich krank schreiben kann, damit du Urlaub machen kannst. Das du erfolgreich arbeiten kannst, hast du ja schon bewiesen - da kannst du dich jetzt etwas entspannen.

die dozenten (muttersprachler) korrigieren von 10 abgegebenen aufsätzen 2, weil sie keine zeit haben.
Es hat einen guten Grund, warum die das so machen. Wenn sie versuchen würden 10 Aufsätze zu korrigieren, wären sie irgenwann so überarbeitet, dass sie nur noch langsamer und weniger effektiv arbeiten könnten.
 
hi benjamin,

danke für dein feedback 🙂

ich bin im grunde kein perfektionist. tue mein bestes, klar, freue mich auch, wenn eine gute note dabei rausspringt, aber mein ziel ist es stets nur zu bestehen, mehr nicht, wennauch ich mir mühe gebe. bei meiner zwischenprüfung im zweitfach war ich so k.o. vom erstfach, dass ich auf sparflamme gelernt habe.

was die korrekturen anbelangt. hmm. ich denke, es macht wenig sinn, studiengebühren zu zahlen, nur damit mir mein dozent sagt, dass mein banknachbar ja auch meine aufsätze korrigieren kann. ähm, ja. kann er nicht, da er student ist und nicht muttersprachler. 10 aufsätze aufzugeben, einzusammeln und dann in die tonne kicken, macht auch keinen sinn. klar, man übt, aber das feedback fehlt. keine sonderlich effektive vorbereitung für´s examen.🙄

liebe grüße 😉
 

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