Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Angst zur Arbeit zu gehen

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
G

Gast

Gast
Hallo!

Ich arbeite seit knapp 7 Monaten in meinem Betrieb. Bis zum Ende meiner Probezeit war auch alles in Ordnung. Nur danach ging das Theater dann los.

Unsere Verwaltungskraft wurde einfach grundlos gekündigt, dann meine Arbeitskollegin. Nun ist es so, dass unser ganzes Team auseinander gerissen wurde. Ich habe eine neue Aufgabe und ein neues Arbeitsfeld erhalten. Ich denke die wollen die Leute loswerden, weil der Betrieb nun weniger Geld einfährt und die Belegschaft zu teuer geworden ist.

Mich nimmt das alles sehr mit. Ich bin traurig, wegen der Kollegen mit denen ich mich immer super verstanden und bei denen ich mich wohlgefühlt habe.
Darüber hinaus leider ich an Antriebslosigkeit. Ich habe Angst vor diesem Vorgesetzten, der das alles veranlasst hat. Leider unterstehe ich ihm nun direkt, seit meinem Arbeitsbereichswechsel.

Ich kriege kaum Anerkennung und viele Aufgaben aufgedrückt. Ich bin gestresst, muss mich neu einarbeiten. Darüber hinaus scheint mein Chef auch nur vornherum "nett" zu sein.

Ich habe Angst gleich ins Bett zu gehen, weil ich dann "gleich" wieder arbeiten muss.

Ich könnte nur noch heulen. Mein Freunde merken auch, dass ich mich auch in privater Hinsicht verändert habe. Ich bin schneller gereizt, weine mehr.

Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass manche Mitarbeiter den Rest der Belegschaft beobachten und es gleich in die Chefetage tragen. Man kann keinem mehr vertrauen und mit keinem mehr offen sprechen. Ich vertraue nur den Kollegen, mit denen ich die 7 Monate zusammen gearbeitet haben und die der selben Meinung sind wie ich.

Ich kann nun auch nicht ohne weiteres kündigen. Ich arbeite noch nicht lange, dass heißt ich krieg kein ALG I und es ist einfacher eine neue Stelle zu finden, wenn man noch angestellt und nicht arbeitslos ist.

Am liebsten würde ich direkt hinschmeißen, aber ich brauche das Geld und die Berufserfahrung.

Allerdings merke ich auch, wie es an meinen Nerven zieht und ich keine Lust mehr habe mich wirklich sehr zu engangieren. Ich habe Angst vor morgen. Wenn ich dran denke, könnte ich schon wieder weinen.

Ich weiß nicht weiter. Habe mich auf zwei andere Stellen beworben, aber noch kein Bescheid. Es sind leider auch nicht so viele tolle Stellen ausgeschrieben, wo mich die Tätigkeit sehr interessiert.

Ich hasse mein jetziges Berufsleben und dabei bin ich noch nicht lange im Beruf. Wie soll ich sowas 40 Jahre oder mehr durchstehen, ohne gesundheitliche Einbußen hinnehmen zu müssen?!

Was soll ich bloß tun?

Danke fürs zuhören!

LG Juliana
 
Hi, mein Tipp ist: Schmeiß hin. Ich habe ähnliche Erfahrungen wie du gemacht. 3 Jahre habe ich psychisch gelitten bis ich letztes Jahr gekündigt habe. Null Anerkennung, schlechte Bezahlung, unbezahlte Überstunden, jeden Tag, bei kleinsten Fehlern=Weltuntergang, u.v.m.
Ich bin nicht mehr fähig ein neuen Job anzutreten. Ich habe kein Vertrauen mehr zu anderen Arbeitgebern.
Bevor es dir evtl. ähnlich ergeht, kündige und lass dich nicht kaputt machen. Das ist das wertvolle Leben nicht wert. Meine Meinung...
 
Hi!

Vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, dass du Recht hast. Ich werd nun noch ein bisschen die Zähne zusammenbeißen und dann abhauen, sobald ich ALGI-Anspruch habe. Ich hasse mein Leben, wie es im Moment ist.

Manchmal denke ich, dass es besser ist sich von einem Bus überfahren zu lassen, als dort noch einmal hinzugehen.

Danke! 🙂
 
Kann dich nur zu gut verstehen. Allerdings hast du dann das Problem, dass dir das Arbeitslosengeld gesperrt wird, wenn du selbst kündigst. Ev. kannst du nachweisen, dass dort die Arbeitsbedingungen für dich unzumutbar sind.
 
Liebe Juliana,

seit 5 Monaten bin ich nun schon wegen Burnout krankgeschrieben, und tja, also, als ich mich krankgeschrieben wurde, hatte ich schon ne reihe an psychsomatischen Beschwerden. Lass es nicht soweit kommen! Deine Gesundheit sollte Dir so wichtig sein!

Wenn Du es natürlich noch bis zu der Grenze der Berechtigung zum ALG1-Bezug dort aushalten kannst, dann tu das natürlich! Als ich krank wurde, war ich gerade etwas über ein Jahr bei meinem Arbeitgeber! Ich bin froh, dass ich nach meinem Krankengeld-Bezug erstmal in ALG1-Bezug rutschen werde und nicht gleich ALG2!!

Ích hatte mich vor der Krankschreibung noch eine Woche lang zur Arbeit geschleppt, aber dann ging nix mehr! Also achte auf Deine Gesundheit.

Solltest Du doch wegen Burnout o.ä. krankgeschrieben werden, gute Besserung! Ich habe in diesen 5 Monaten un eine ehmals sehr gute Freundin und meinen Partner verloren, weil diese nicht verstehen können, dass die Arbeit einen so krankmachen kann und man nicht innerhalb kurzer Zeit wieder gesund wird.

Also Dir alles Gute! Hoffentlich hast Du liebe Menschen an Deiner Seite, die Dich unterstützen!

Kannst Dich bei mir auch gern über ne Private Nachricht melden, falls Du irgendeine Art von Hilfe brauchst oder ein paar Tipps. 🙂
 
Hallo, Gast!

Du solltest immer abwegen, was für Dich persönlich besser ist...
Deine Gesundheit oder Deine berufliche Situation, in der Du zur Zeit steckst.
Was Du schreibst, ist heutzutage sicherlich nicht selten... viele Konzerne und Arbeitgeber behandeln ihre Mitarbeiter leider nicht mehr menschenwürdig, solange sie diese nicht als Mensch, sondern als Kostenfaktor betrachten.
Letztendlich sehe ich kaum eine Lösung für Dich, denn wenn Du immer mit Magenschmerzen zur Arbeit gehst, wird Dich die Angst um Deine Arbeit psychisch so belasten, daß Du dadurch irgendwann noch krank wirst.
Dadurch wird es nicht besser, denn Dein Arbeitgeber hat ein Ziel... und das ist, die Mitarbeiter rauszuekeln, die ihm zu teuer sind.
Von diesem Ziel wirst Du ihn nicht abhalten können.
Ich weiß das, weil meine Cousine sowas auch schon miterlebt hat und sich hinterher sogar in psychische Behandlung begab, nachdem sie immer öfter krank wurde.
Am Ende ist sie trotz vieler Hoffnungen, daß sich was ändert, dennoch arbeitslos geworden und hatte noch lange an den psychischen Folgen dieses Mobbings durch den Arbeitgeber zu leiden.
Vielleicht wäre es in Deinem Fall am besten, Du nimmst Krankenscheine, bleibst der Arbeit fern und hoffst, daß Du gekündigt wirst.
Nur solltest Du keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben... ist ja immer die fiese Masche einiger Arbeitgeber, denn dann bekommst Du hinterher keine Abfindung und noch dazu eine Sperre beim Arbeitsamt.
Du solltest auf alle Fälle Deine Sorge um Deinen Arbeitsplatz nach hinten schieben und in erster Linie an Deine eigene Gesundheit denken.
Alles Gute!
 
Und noch ein weiterer Tip vielleicht...
Geh zur Gewerkschaft (zum Beispiel Verdi) und mach mit denen einen Termin.
Dort erzählst Du dann einem Verdi-Mitarbeiter, was sich auf Deinem Arbeitsplatz so zuträgt.
Die helfen Dir bestimmt.
Ich war damals auch bei Verdi, meine Chefin meinte, mir meinen Lohn nicht mehr bezahlen zu müssen und hatte mir auch keine Abfindung zahlen wollen.
Daraufhin bin ich dann zur Gewerkschaft und habe vor Gericht alles gewonnen, wogegen ich geklagt habe.
Gut, Deine Situation ist eine andere...
dennoch hast auch Du Deine Rechte!
Zwar mußt Du dann bei der Gewerkschaft monatlich einzahlen, aber dafür lohnt es sich, wenn es hart auf hart kommt. 🙄
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
S Angst vor Zukunft... Beruf 5
D Frage zur Dynamik im Büro Beruf 32
G Soll ich zur Arbeitsfeier? Beruf 25

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben