Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Angst vor Wasser nach Badeunfall...HILFE!!!

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
G

Gast

Gast
Hallo erstmal 🙂

Also, ich habe ein ziemlich großes Problem, ich traue mich nämlich nicht ins Wasser. Nicht einmal bis zur Hüfte trau ich mich rein, sogar in der Badewanne krieg ich es nicht einmal hin meinen Kopf unterzutauchen. Dabei kann ich eigentlich schwimmen!!! Mit 16, also letzten Sommer hatte ich aber einen ziemlich schlimmen Badeunfall, bei dem ich fast gestorben bin, und seitdem bin ich nie wieder ins Wasser gegangen. Damals bin ich im Meer in irgendeinem doofen Netz hängen geblieben fast ertrunken (eigentlich bin ich sogar wirklich ertrunken, bis mich dann jemand rausgeholt hat). Hatte dann das volle Programm mit Herz-Lungen-Wiederbelebung, Elektroschocks, zwei Wochen im Krankenhaus und so weiter...und naja, heute geht es mir wieder gut, nur dass ich eben richtige Angst vor Wasser hab. Jedes mal wenn ich im Wasser bin kommen diese Bilder wieder hoch, und das Gefühl wie es war da unten festzustecken und keine Luft mehr zu bekommen... Eigentlich will ich sogar wieder schwimmen, ich war vor dem Urlaub sogar im Schwimmverein und alles...aber ich habs ein paar mal versucht und ich kriegs nicht hin. Alleine schaff ich es nichtmal bis zur Hüfte. Einmal hat mein bester Freund versucht mir zu helfen, aber das ergebnis war nur, dass ich fast nochmal abgesoffen bin und ihn beinahe auch noch ertränkt hätte, weil ich mich so an ihm festgeklammert hab. Naja, und seitdem hab ich es nicht nochmal probiert.

Glaubt ihr ich sollte es einfach weiterprobieren und irgendwann gewöhne ich mich dran? Oder habt ihr bessere Vorschläge???

Ich will wieder schwimmen! Es ist bescheuert anderen beim Schwimmen zuzuschauen und sich selbst nicht reinzutrauen!

Sorry für den langen text 😀

Hoffe ihr könnt mir helfen 🙂

Lg Amelie
 
Du hängst in einem Trauma fest. Wenn du es nicht alleine schaffst , solltest du dir therapeutische Hilfe holen.
Ich hatte damals Autofahrangst, bin zum Hypnosetherapeuten. Der hat das Ding aufgelöst und ich konnte wieder fahren.
Es gibt auch so CDs wo man die Angst besiegen kann. Schaue mal bei Amazon oder so. , da gibt es jede Menge. Das ist Tiefenenttspannung. Muss man nartürlich regelmässig hören und deine Angst wird besser.
 
Auch ich hatte mal ein ähnliches Erlebnis und hab mich danach kaum noch ins Wasser getraut...was mir allerdings geholfen hat war die Unterstützung von anderen. Nimm doch einfach mal deinen besten Freund mit oder versuch einfach mal im Beisem einer Freundin den Kopf in die Badewanne zu tauchen...wenn du das Problem ohne professionelle Hilfe angehst solltest du aber vorsichtig sein, da kann eben ziemlich schnell etwas schiefgehen. Als letzter ausweg bleibt dann wohl nur noch die Therapie.
Viel Erfolg
Amy
 
Hallo,

ohja, das kenne ich auch. Bin als Kind beim Schwimmen lernen, also unter prof. Hilfe, von der Schwimmlehrerin beim Sprung vom Rand auf den Rücken gedreht wurde und landete auf dem Rücken und kam nicht mehr hoch... da das Becken hinten immer tiefer wurde und meine Füsse stiessen sich ab, aber ich kam nicht mehr hoch... man sagte mir dann, sie hätte mich an den Haaren rausgezogen und ich wurde beatmet.... Ich schaffte trotzdem 2 Schwimmstufen noch in derselben Woche - aber mit Angst vor der Tiefe!!!
Dann hatte ich beim schwimmen 2 Krampfanfälle im offenen Gewässer und ich war weit draussen und brüllte um mein Leben... Weiss nicht, ich lag also wieder unter Beatmung, bis ich erwachte... Seitdem mag ich gern schwimmen, aber ich mag keine Tiefe unter mir und bekomme Horrorängste, wenn ich strampele und unten fehlt der Grund. Ich hasse auch Wasserpflanzen... das kam noch dazu! Und wenn mich irgendwelche sinnlosen Menschen mit Wasser bespritzen, werde ich zur Furie!!! Da gehe ich nun auch schon unter.
Fazit: ich kann bestens schwimmen, aber nur im Kinderplanschbecken (nein ich gehe auch in die See), ich habe Angst vor Tiefe und Pflanzen und vor Menschen in meiner Nähe...
Tatsächlich helfen kann gewiss Dir nur ein Therapeut, denn Deine Ängste sind ja echte Wasserängste. Und auch Dein Freund ist da keine Hilfe, denn er spürte ja schon mal Deine Angst am eigenen Körper...
Was ist, wenn Du mal im Spa Bereich mit so ´ner Schwimmnudel übst? Suchst Dir den Bademeister, berichtest von Deinem Problem, sagst, Du würdest es gern mit Unterstützung durch ihn versuchen. Da bist Du nicht allein und hast Profihände, die Dir helfen können...
"Ich kann auch nicht mit Dir üben"... ich glaube, ich würde Dich in meiner Nähe zur Schnecke machen... Und da Du mich auch nicht anfassen darfst und ich Dich nicht - sind wir ein heilloses Unterfangen , was evtl. nur lustig ausschaut - aber auch nur für Zuschauer!!!
Ich schreie ja schon, wenn in der Wildwasserbahn das Wasser reinflutscht wie am Spiess.... Also, ich bin auch ne Ausnahme im Bezug Wasser. Aber wenn Du wieder richtig loslegen kannst und schwimmst wie ein Fisch - gib mir bitte Dein Rezept, o.k.?
Alles Gute für Dich!!!
 
Hallo Gast,
erst einmal, dass du nach so einem schrecklichen Unfall, der dir fast das Leben gekostet hätte, Angst hast wieder ins Wasser zu gehen, ist mehr als verständlich. Eine Therapie ist sicher hilfreich.
Auch ich hatte in meinem Leben einige Begegnungen mit dem Sterben, ich leb noch. Ich hatte einen Reitunfall, der mir fast das Leben genommen hätte, an dem ich mich Bruchstückweise erinnere. Ja ich reite wieder. Ich bin tatsächlich wieder aufs Pferd gestiegen, obwohl ich mal dachte ich werdees nie wieder tun.
Kannst du dichnoch gut an die Zeit erinnern als du gern im Wasser warst und geschwommen bist? Bist du vor deinem Unfall oft baden gewesen?
Mir hatte es sehr geholfen, die vielen Male ins Gedächtnis zu holen in denen ich auf einem Pferd saß, mit dem Pferd unterwegs war, ohne dass etwas passiert ist. Ich habe mir dass sehr oft vorgestellt. Trotzdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es auch heute noch passieren kann, dass ich, ich habe seit vielen Jahren ein eígenes Pferd, reiten will, das Pferd komplett fertig geputzt, gesattelt und aufgezäumt habe und wenn ich dann aufsteigen will es nicht kann. Ich erlaube es mir, das Pferd wieder abzusatteln, im vollen Bewusstsein der Angst. Dann reite ich eben später oder an einem anderen Tag. Oder ich gehe an solchen Tagen nur mit dem Pferd spazieren, lasse si gesattelt, dann knn es sein, das ich es noch am selben Tag doch noch schaffe aufzusteigen. Den Reitunfall hatte ich viele Jahre, bevor ich überhaupt an ein eigenes Pferd dachte.
Wichtig ist, das sagt mir meine Erfahrung, keinen Druck aufbauen, langsam sehr langsam sich heranzutasten. Ich reite selten noch alleine, zu groß ist die Angst, es könne, falls doch etwas passiert, jede Hilfe zu spät kommen.
Es gibt aber noch andere Situationen, so wäre ich als Kind fast erstickt, ich kann mich eigentlich nicht wirklich erinnern, das heißt, die Erinnerungen, sind jetzt erst gekommen, ich weiß aber, davon und das passt zu dem was ich fühle. Ich will diese und andere Situationen in einer Therapie bearbeiten. Denn ich hatte erst vor ein paar Tage die Badewanne auf schnellstem Weg verlassen müssen, nicht wegen möglichem ertrinken oder doch auch das aber nicht nur, es war etwas was ich mit Wasser und baden etc. in Verbindung bringe, es kam einfach so und ich schaffte es gerade noch heraus und konnte so verhindern einen Flashback in der Wanne zu kriegen. Ich will auch deshalb noch einmal eine Therapie machen.
Pass auf dich auf. Bringe dich nicht in Situationen, die dem des Ertrinkens zu sehr ähneln, ohne das du geschützt bist. Geh langsam voran und hol dir Hilfe. Setze dich auf keinen Fall unter Druck, es ist wichtig es langsam und behutsam zu überwinden, die Angst, die dich verständlicher weise begleitet, weil sie dich schützen will. Versuch mit ihr zu sprechen, versuch ihr die schöne Zeit, in der nichts passiert ist zu zeigen. Hierfür kannst du auch in einer T
Therapie Hilfe finden.
Nun wünsche ich dir viel Erfolg beim wiederfinden der Freude am und im Wasser.
LG
Mittendurch
 
Hallo Amelie,
ist ja wirklich schrecklich was dir da passiert ist. Ein guter Freund von mir ist als kleines Kind mal in einen Pool gefallen und beinahe ertrunken, und auch jetzt (mit 23) traut er sich kaum ins Wasser. Wenn es sein muss schwimmt er schon wiederwillig ein paar züge, aber den spaß am schwimmen hat er irgendwie komplett verloren.
Ich denke falls du es im alleingang nicht schaffst solltest du vielleicht über eine therapie nachdenken. Dass das was dir passiert ist keinen unbeschadet lässt ist ja klar.
viel erfolg
Julie
 
Also erstmal, das ist wirklich schlimm was dir passiert ist und es ist völlig normal, dass du jetzt Ängste verspürst. Aber wenn du wirklich etwas dagegen unternehmen willst, dann wirst du es auch definitiv schaffen, diese Angst zu überwinden.

Hast du schonmal an eine Hypnosetherapie gedacht? Ich weiß das klingt oft unseriös aber les dich mal etwas in das Thema ein (hier z.B.). Es hat schon seit Jahren den "Hokus-Pokus" Status in der Ärzte-Welt abgelegt und ist mittlerweile eine wirklich anerkannte Therapie Methode. Eine Freundin von mir hat nach einem traumatischen Erlebnis monatelang nicht mehr im Dunkeln schlafen können. Es musste wirklich taghell im Zimmer sein, damit sie ihre Ängste etwas dämmen konnte aber unter solchen Verhältnissen ist das schlafen natürlich schwer. Nach einer wirklich langen und qualvollen Zeit ist sie irgendwann auf die Idee gekommen eine Hypnosetherapie zu probieren (auch aus Mangel an wirkungsvollen Alternativen) und es hat zwar eine gewisse Zeit und einige Sitzungen gebraucht, aber mittlerweile hat sie das Trauma fast vollständig überwunden und ist durch Selbstkontrolle und Mediationsverfahren auch in der Lage, sich selber zu beruhigen.

Überleg es dir, viel verlieren kann man eigentlich nicht! 🙂
 
Hallo 🙂

ich weiß nicht, ob das hier noch gelesen wird, aber ich wollte trotzdem noch was hinschreiben.

Ich weiß was du durch machst. Als ich 7 Jahre alt war, bin ich im Schwimmbad fast ertrunken. Ich kann mich nicht mal erinnern wie es passiert ist. Ich habe nur aus späteren Gesprächen mitbekommen, dass mein Vater kurz weg war und kein Bademeister in der nähe war. Ich bin dann halt aufgewacht und um mich rum waren Ärzte. Ich wurde dann ins Krankenhaus geschickt. Früher war es so, dass ich mich gar nicht ins Wasser getraut habe. Da meine Mutter mich immer mit kleinen Schritten ans Wasser geführt hat, verlor ich die Angst etwas. Heute ist es so, dass ich mich nicht ins tiefe traue obwohl ich schwimmen kann. Ich traue mich nur noch ins Nichtschwimmerbecken (bis 1,50m und ich bin 1,60m groß). Ich habe einige male mit einer Person meines Vertrauens versucht, in tiefes Wasser zu schwimmen, jedoch kann bei mir sofort die Angst hoch, ich bekomme ein lähmendes beklemmendes Gefühl und ich atme schwerer.

Ich bin jetzt 19 Jahre alt und schwimme lieber im Nichschwimmerbecken. Wenns nach mir ginge wuerde ich gar nicht schwimmen, da es aber für meinen Rücken sehr gut ist, mache ich es.

Auch ich wünsche dir viel Erfolg.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Paruresis - Angst vor Toiletten Ich 69
G Ich habe Angst vor Krankheiten Ich 8
G Angst vor einem normalen Leben? Ich 3

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben