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Angst vor einem Herzinfarkt mit 20 Jahren

D

Doubt

Gast
Guten Morgen,

jetzt ist es so früh, aber mich beschäftigt es schon wieder. Und zwar meine (wahrscheinlich sehr unbegründete) Angst vor einem Herzinfarkt.

Dazu ein paar Informationen: Wegen einem Zeckenbiss vor mehr als einem halben Jahr bekam ich ein Antibiotika, das ich nicht vertrug. Davon wurde mir richtig schwindelig und Co. Da fing es mit der Brustenge und der dazugehörigen Luftnot an. Wie ein Korsett quasi. Mir ging es zu dem Zeitpunkt aber seelisch sowieso nicht so gut, vielleicht lag es daran. Und den einen Morgen zu der Zeit wurde ich auch einmal beinahe ohnmächtig deshalb.

Jedenfalls hab ich seit jeher eine richtig abnormale Angst vor einem Herzinfarkt. Ich reagiere sowieso sensibel und teils stark hypochondrisch auf kleinste Signale meines Körpers. Weshalb ich immer einen kleinen Tod sterbe, sobald mein Herz mal stolpert, oder schmerzt, oder ich mir einbilde, Schmerzen im linken Arm zu spüren.

Manchmal hab ich dann sogar das Gefühl, meine Brust wird eng und ich kann nicht richtig atmen. Also quasi alle Symptome eines Infarkts. Wenn das passiert, werde ich richtig panisch und kann mich nur langsam und schlecht beruhigen. Ich muss dann in der Nähe von anderen Menschen - besser noch Ärzten, arbeite in einem Krankenhaus btw - sein, falls ich dann wirklich einen Anfall bekomm. Ich mal mir dann die ganze restliche Geschichte dazu aus und mach mir noch mehr Panik.

Ich habe aber auch zu sehr Angst, es beim Arzt anzusprechen. Ich meine, mit 20 Jahren ist man ja normalerweise kein Risikopatient und meine Blutwerte vor zwei Wochen z.B. waren auch total in Ordnung. Ich komm mir dumm und lächerlich vor; und mein Umfeld macht sich sowieso schon lustig über mein hypochondrisches Verhalten.

Ich glaube, dass dieser "Infarkt" eh nur psychosomatisch ist. Weil mein Leben voller Baustellen und momentan wirklich frustrierend und stressig ist.

Eigentlich weiß ich besser, was ich tun sollte (zum Arzt gehen, mit der Therapeutin darüber sprechen...), aber irgendwie musste ich das mal abladen. Vielleicht kann ja jemand ein paar nette Worte dalassen, oder ein paar Ratschläge, um damit besser umzugehen.

Vielen Dank für euer Ohr und liebe Grüße
 
Hallo, 🙂

Du vermutest ja, dass es sich um ein psychosomatisches Problem handelt. Auch ein psychosomatisches Problem ist ein Problem, dass bei Deinem Hausarzt und bei der Therapeutin bestens aufgehoben ist. Denn dazu sind sie da. Der eine zum Abklären körperlicher Ursachen und die andere für die seelischen Streicheleinheiten und Übungen🙂, die Dir ja nur guttun und Dich eventuell beruhigen können. Ich glaube, dass Du sehr ernst genommen wirst. Dein Problem ist keines, dass weder Ärzte noch Therapeuten nicht kennen. Du trägst die Lösung ja schon in Dir, ich möchte Dich nur bestätigen.

Und falls es Dich beruhigt: ich habe schon seit vielen Jahren Herzstolpern, Schwindel und Co. Und ja, bei mir und vielen anderen Menschen ist es psychosomatisch und ungefährlich. Nur, das muss trotzdem medizinisch abgeklärt werden.

Dass Du auf jede kleine Veränderung oder Regung Deines Körpers achtest, kann schon für eine Somatisierungsstörung oder Hypochondrie sprechen (muss aber nicht; bin kein Mediziner). Klär das doch bitte ab! Danach wird es Dir auf jeden Fall besser gehen. Was spricht dagegen? Doch gar nichts, oder? 😉🙂

Lieben Gruß
 
Guten Morgen,

jetzt ist es so früh, aber mich beschäftigt es schon wieder. Und zwar meine (wahrscheinlich sehr unbegründete) Angst vor einem Herzinfarkt.

Dazu ein paar Informationen: Wegen einem Zeckenbiss vor mehr als einem halben Jahr bekam ich ein Antibiotika, das ich nicht vertrug. Davon wurde mir richtig schwindelig und Co. Da fing es mit der Brustenge und der dazugehörigen Luftnot an. Wie ein Korsett quasi. Mir ging es zu dem Zeitpunkt aber seelisch sowieso nicht so gut, vielleicht lag es daran. Und den einen Morgen zu der Zeit wurde ich auch einmal beinahe ohnmächtig deshalb.

Jedenfalls hab ich seit jeher eine richtig abnormale Angst vor einem Herzinfarkt. Ich reagiere sowieso sensibel und teils stark hypochondrisch auf kleinste Signale meines Körpers. Weshalb ich immer einen kleinen Tod sterbe, sobald mein Herz mal stolpert, oder schmerzt, oder ich mir einbilde, Schmerzen im linken Arm zu spüren.

Manchmal hab ich dann sogar das Gefühl, meine Brust wird eng und ich kann nicht richtig atmen. Also quasi alle Symptome eines Infarkts. Wenn das passiert, werde ich richtig panisch und kann mich nur langsam und schlecht beruhigen. Ich muss dann in der Nähe von anderen Menschen - besser noch Ärzten, arbeite in einem Krankenhaus btw - sein, falls ich dann wirklich einen Anfall bekomm. Ich mal mir dann die ganze restliche Geschichte dazu aus und mach mir noch mehr Panik.

Ich habe aber auch zu sehr Angst, es beim Arzt anzusprechen. Ich meine, mit 20 Jahren ist man ja normalerweise kein Risikopatient und meine Blutwerte vor zwei Wochen z.B. waren auch total in Ordnung. Ich komm mir dumm und lächerlich vor; und mein Umfeld macht sich sowieso schon lustig über mein hypochondrisches Verhalten.

Ich glaube, dass dieser "Infarkt" eh nur psychosomatisch ist. Weil mein Leben voller Baustellen und momentan wirklich frustrierend und stressig ist.

Eigentlich weiß ich besser, was ich tun sollte (zum Arzt gehen, mit der Therapeutin darüber sprechen...), aber irgendwie musste ich das mal abladen. Vielleicht kann ja jemand ein paar nette Worte dalassen, oder ein paar Ratschläge, um damit besser umzugehen.

Vielen Dank für euer Ohr und liebe Grüße



Hallo,
deine intuitive Angst vor einem Herzinfarkt und die dazugehörigen Symptome sind nicht aus der Luft gegriffen.

Geh bitte umgehend in ein Krankenhaus und lasse dich im Hinblick auf den Zeckenbiss, auf Borellien untersuchen.
Leider ist das nicht über eine normale Blutuntersuchung festzustellen.

Vielleicht hilft dir ein zu tiefst traumatisches persönliches Drama, dass ich erlebte, den Ernst deiner Lage zu erkennen.

Meine Tochter wurde mit ca. 3Jahren hinter dem Ohr von einer Zecke gebissen, die offensichtlich nach dem Biss abstarb. Ich zog auf jedenfall eine fast leere Hülle von einer Zecke raus.
Nach ein paar Tagen wurde meine Tochter sehr weinerlich und klagte immer wieder mit Ohrenschmerzen.ich ging sofort zum Arzt, der leider keine Diagnose stellen konnte.

Weitere zwei Tage vergingen und meine sonst so fröhliche Tochter war nur noch weinerlich, bis sie eines Tages mit einem schiefen Gesicht aufgewacht ist. Wir fuhren sofort in eine sehr gute Kinderklinik und durch eine Rückenmarkspunktion wurde festgestellt, dass sie eine GEhirnhautentzündung mit einer Gesichtslähmung ausgelöst durch Borellien hatte. Die Übertragung der Borreliose war diese Zecke, die zwar während des Festbeißens abstarb, aber genügend Erreger noch in das Nervensystems meiner Tochter absondern konnte.


Eine Bekannte die ich nach einigen Jahren wieder sah, erzählte mir, dass sie immer wieder massivste Herzschmerzen und Herzattacken hatte und die damit verbundenen Todesängste. Immer wieder mußte der Notarzt kommen. Sie war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Kaum mehr belastbar. Bis eines Tages der Herzanfall so stark war, dass sie in das Krankenhaus musste. Dort wurde festgestellt, dass ihre Herzattacken durch Borrelien ausgelöst wurde und die Übertragung letztendlich durch einen Zeckenbiss stattfand. Ihr Leidensweg bis zu dieser Diagnose war fast unbeschreiblich.

Um Gewissheit zu haben, ob du an Borreliose erkrankt bist,kann nur eine liquorpunktion abklären.

Ich hoffe sehr, dass ich dir helfen konnte und du deine Herzschmerzen nach einem erfolgten Zeckenbiss nicht weiterhin als psychische Unzulänglichkeiten abtust.

Alles Gute für Dich
 
Zum Körper: Mit einem Zeckenbiss ist nicht zu spaßen. Ich schließe mich den Vorrednern an.
Zur Psyche: Genieße jeden Tag. Mir ist beim Lesen deines Beitrags ein Spruch eingefallen, den ich mal gelesen habe: Nur der lebt wahrhaft frei, der jeden Tag zum Sterben bereit ist.
Das hat wohl mal ein Mönch gesagt. Ob der Spruch hilft um deine Ängste in den Griff zu kriegen, weiß ich nicht
 

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