Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Angst vor der Alkoholabstinenz

XYZ1999

Neues Mitglied
Hallo Leute,

Ich habe ein vielleicht etwas ungewöhnliches Problem. Und zwar denke ich zur Zeit sehr oft darüber nach, in Zukunft komplett auf Alkohol zu verzichten. Ich merke immer mehr, dass mein Umgang mit Alkohol nicht optimal ist. Ich trinke nicht unbedingt oft, aber ich merke einfach, dass ich mein Limit nicht wirklich einschätzen kann. Ich trinke jetzt nicht bis zur Ohnmacht oder werde aggressiv und baue betrunken scheiße oder was weiß ich, aber Erinnerungslücken sind, wenn ich denn am Wochenende mal trinke, häufiger dabei.

Ich habe jetzt schon öfters mit dem Gedanken gespielt, komplett auf Alkohol zu verzichten, weil ich diese Erinnerungslücken und dieses Gefühl nicht sicher zu wissen, was man am Vorabend alles gemacht hat, einfach schrecklich finde und nicht mehr "hinnehmen" will.

Jedoch habe ich furchtbare "Angst" davor, mit meiner Entscheidung für die Alkoholabstinenz "nicht akzeptiert zu werden" und dadurch meine Freunde zu verlieren. Ich wohne auf dem Dorf und hier gehört es quasi zum guten Ton etwas zu trinken. Wenn man sich diesem "gesellschaftlichen Zwang" entzieht wird man nur dumm angeschaut, ganz nach dem Motto: “Was stimmt mit dem denn nicht?“

Ich war nun schon öfters an dem Punkt, dass ich kurz vor dem "aufhören" war, aber am Ende durch den gesellschaftlichen Zwang und der Angst vor den Auswirkungen doch wieder einen Rückzieher gemacht habe.

Hat jemand von euch denn schon Erfahrung mit dem kompletten Verzicht auf Alkohol gemacht und kann vielleicht ein paar Tipps geben oder einfach erzählen, wie es sich auf den Freundeskreis etc. ausgewirkt hat?

Das würde mir schon sehr weiter helfen.
 
Ja, auf dem Dorf wird viel gesoffen.
Wenn du aufhören willst, musst du auf Medikamenteneinnahme verweisen, falls du nicht vollgequatscht werden willst.
Die ersten Wochen ist es nervig, dann haben die Dörfler sich dran gewöhnt.

Oder du sagst, der Alkoholverzicht gehörtzu einer Schlankheitsdiät. Dann geben die Leute auch Ruhe.

(Warum postest du das Problem doppelt?)
 
Naja, ob es sinnvoll und praktikabel ist, ewig auf eine angebliche Medikamenteneinnahme zu verweisen weiß ich nicht.

Das doppelt posten war nicht geplant, mein Browser hat nicht reagiert und ich ein zweites Mal auf Posten gedrückt, dadurch ist es zweimal da.
 
Hallo Leute,


Hat jemand von euch denn schon Erfahrung mit dem kompletten Verzicht auf Alkohol gemacht und kann vielleicht ein paar Tipps geben oder einfach erzählen, wie es sich auf den Freundeskreis etc. ausgewirkt hat?

Das würde mir schon sehr weiter helfen.

Einfach aufhören, so wie ich seit Anfang des Jahres. Ich war dann noch auf 'Weiberfastnacht' und habe dort aber nur festgestellt dass ich es gar nicht mehr will. Alk verursacht nachweisslich schwerwiegende gesundheitliche Schäden, Alk ist in 25% aller Fälle der Grund dafür das Leute vorzeitig sterben (wissenschaftliche info aus dem Internet). Also trinke und lebe deutlich weniger lang...

Du musst Dich, wenn Du aufhörst mit deinem Leben ausseinandersetzen. Wirst feststellen das viele Dinge so keinen Spass mehr machen, dass Du früher ins Bett gehst, weniger lang auf Party's gehst und über kurz oder lang Dir wahrscheinlich neue Hobbies und auch Freunde suchs, und dass es Dir besser so geht. Denke mal drüber nach was es ist was Du wirklich immer schon wolltest und wie Du das bekommst...

Aufhören an sich ist leicht, nach 3 Tagen bis eine Woche, hast Du das gröbste hinter Dir. Nach 10 Tagen bist Du praktisch körperlich ganz raus. Ab dann fängst Du an Dich zu erholen, vielleicht auch einiege Kilos abzunehmen und wirst sehr viel Leistungsfähiger.
 
Erstmal danke für die Antwort.

Dass Alkohol absolut nicht gesund ist, ist mir bewusst und auch ein Grund, warum ich gerne nichts mehr trinken würde.

Ich bin jetzt auch an einem Punkt angelangt, wo sich anbieten würde, aufzuhören. Ich habe meinen alten Job gekündigt und beginne im September meine Ausbildung bei der Polizei, was schon immer mein Traum war. Da bin ich unter der Woche eh hunderte Kilometer von zuhause entfernt.

Das aufhören an sich ist für mich kein Problem, persönlich fällt es mir nicht schwer auf Alkohol zu verzichten. Das einzige, was mich noch vom aufhören abhält, ist wie schon gesagt die Angst, meine Freunde verlieren.

Du schreibst, dass du selbst seit diesem Jahr nicht mehr trinkst. Wie hat sich das auf dein Sozialleben ausgewirkt wenn ich fragen darf?
 
Erstmal danke für die Antwort.

Dass Alkohol absolut nicht gesund ist, ist mir bewusst und auch ein Grund, warum ich gerne nichts mehr trinken würde.

Ich bin jetzt auch an einem Punkt angelangt, wo sich anbieten würde, aufzuhören. Ich habe meinen alten Job gekündigt und beginne im September meine Ausbildung bei der Polizei, was schon immer mein Traum war. Da bin ich unter der Woche eh hunderte Kilometer von zuhause entfernt.

Das aufhören an sich ist für mich kein Problem, persönlich fällt es mir nicht schwer auf Alkohol zu verzichten. Das einzige, was mich noch vom aufhören abhält, ist wie schon gesagt die Angst, meine Freunde verlieren.

Du schreibst, dass du selbst seit diesem Jahr nicht mehr trinkst. Wie hat sich das auf dein Sozialleben ausgewirkt wenn ich fragen darf?

Finde ich super geil dass Du deinen Traum wahr machst und die Ausbildung bei der Polizei machst. Für die Aufnahme musst Du eh Körperlich Fit sein. Also Sport...

Ich glaube dass Du neue Freunde finden wirst insbesondere durch die Änderungen die Du jetzt schon eingeplant hast. Das ist definitiv der richtige Weg.

Ich hab's ja schon angedeutet, die üblichen dörflichen Saufveranstaltungen interessieren mich nicht mehr, also öden mich an.

Das ist ja genau die Frage an der es zu arbeiten gilt, was ist wirklich ein 'Sozialleben' und was bringt das einem so?
Ich lese bei Dir heraus dass Du aus 'sozialen" Gründen trinkst, das ist jedenfalls viel besser wie wenn Du nur für Dich alleine trinken würdest. Bei Dir geht es um das Thema Angst, was andere über Dich denken und ob Du so akzeptiert wirst wie Du wirklich bist. Setze Dich damit ausseinander. Offenbar ist da sozialer Druck. Viele gehen aus solchen 'sozialen' Situationen weg, fangen woanders ein neues besseres Leben an.

Ich geh viel direkter für das was ich wirklich haben will und bekomme es auch.
 
Finde ich super geil dass Du deinen Traum wahr machst und die Ausbildung bei der Polizei machst. Für die Aufnahme musst Du eh Körperlich Fit sein. Also Sport...

Ich glaube dass Du neue Freunde finden wirst insbesondere durch die Änderungen die Du jetzt schon eingeplant hast. Das ist definitiv der richtige Weg.

Ich hab's ja schon angedeutet, die üblichen dörflichen Saufveranstaltungen interessieren mich nicht mehr, also öden mich an.

Das ist ja genau die Frage an der es zu arbeiten gilt, was ist wirklich ein 'Sozialleben' und was bringt das einem so?
Ich lese bei Dir heraus dass Du aus 'sozialen" Gründen trinkst, das ist jedenfalls viel besser wie wenn Du nur für Dich alleine trinken würdest. Bei Dir geht es um das Thema Angst, was andere über Dich denken und ob Du so akzeptiert wirst wie Du wirklich bist. Setze Dich damit ausseinander. Offenbar ist da sozialer Druck. Viele gehen aus solchen 'sozialen' Situationen weg, fangen woanders ein neues besseres Leben an.

Ich geh viel direkter für das was ich wirklich haben will und bekomme es auch.

Ja, ich freue mich auch schon wahnsinnig darauf und kanns kaum noch abwarten.

Du hast auf jeden Fall recht, ich trinke vor allem aus gesellschaftlichen Gründen, alleine trinke ich absolut garnicht und habe auch kein Verlangen nach Alkohol.

Und ich gebe dir auch recht, dass sicherlich auch eine gewisse Angst mitschwingt nicht akzeptiert zu werden. In meinem Freundeskreis bzw. eigentlich in meinem ganzen Heimatort spielt Alkohol eine sehr sehr große gesellschaftliche Rolle und Leute, die bewusst nichts trinken werden wirklich teilweise blöd angeschaut. Ich habe auch nicht wirklich Angst davor, dass ich persönlich als Mensch nicht akzeptiert werde, sondern viel mehr, dass ich durch den bewussten Verzicht aus dem gesellschaftlichen Leben und aus dem Freundeskreis herausfalle bzw nach und nach einfach "rausgedrängt" werde. Ich gehe eigentlich gerne feiern, auch wenn ich mal nichts trinke aber ich habe eben Bedenken, dass ich dann nicht mehr eingeladen werde weil man sagt "der Langweiler, der trinkt ja eh nichts, die Spaßbremse fragen wir erst garnicht, ob er mit will".

Danke für deine Antworten, das hilft mir echt weiter
 
Bestell doch Bitburger 0.0 das schmeckt gut und du hast auch ein Bier in der Hand. Erzähl dass Du an der Grenze mit den Blutwerten zu Diabetes bist und drauf verzichten sollst.
 
Keine gute Idee, sorry. Sobald der Geschmack von Alk da ist, löst das bei Alkis auch den Wunsch nach der Wirkung des Alks aus.

Wenn man wirklich wegkommen will vom Alk, dann nur ganz.
 
Nicht alle Alkoholiker funktionieren gleich.

Bei meinem Bruder hat es mit "Autofahrerbier" prima geklappt.

Er ist kontrollierter Trinker; mittlerweile kann er auch mal ein Glas Wein trinken, ohne sich zulaufen zu lassen.

Wenn der Grund für die Sucht therapiert ist, kann auch manch ein Ex-Trinker irgendwann normal mit Alkohol umgehen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Milla Vor was habt ihr am meisten Angst. Sonstiges 58
G Angst vor KI Sonstiges 47
P Angst vor dem Tanken Sonstiges 6

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben