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Angst vor dem Tod der Großeltern

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Gast

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Ich(25) habe tierische Angst vor dem Tod meiner Großeltern(73 & 69) 🙁 Ich steiger mich da total rein, das macht mir totale Angst, hatte diese Ängste früher schon aber konnte irgendwann damit umgehen, als ich heute mal geguckt habe was die durchschnittliche Lebenserwartung ist da ist mir fast alles zusammen gebrochen, da stand original 73 Jahre.
Meine Großeltern sind für ihr Alter noch sehr Fit, sind 2-3 mal im Jahr für einen Monat in Spanien im Urlaub, mein Opa ist schon 15-20 Jahre lang Rentner wegen einem Arbeitsunfall und hatte vor 5 Jahren einen Schlaganfall, da dachte ich schon das die Zeit jetzt gekommen ist, zum Glück hat er alles gut weggesteckt, er fährt jeden Tag noch mit dem Fahrrad 2-3 Kilometer zu einem Haus wo er Hausarbeiter-Arbeiten erledigt, und meine Oma ist seit 5 Jahren Rentnerin, beide quasi in der "Blüte ihres Lebens", bis Abends um 1 oder 2 Fernsehen gucken, bis 10 Schlafen, und immer gute Laune, aber ich habe trotzdem so sehr Angst vor dem Tag an dem sie von mir gehen 🙁 ich wohne noch bei meinen Großeltern weil es Platzmässig passt, bestimmt ist das einer der Gründe warum ich denke dass es mich so treffen wird dann, ich weiss auch dass mir bei sowas niemand helfen kann, aber keine Ahnung, ich wollte das einfach mal nieder schreiben 🙁 mich macht das ganze Aktuell sehr fertig
 
Lieber Gast,

Angst zu empfinden ist etwas ganz schreckliches. Letzten Endes ist es so dass gelernt werden muss mit dieser Angst umzugehen. Dies ist oft wirklich nicht leicht. Ich denke jedem Menschen steht es frei sich Hilfe bei einem Therapeuten zu holen. Je nachdem wie sehr dein Leben davon beeinflusst wird ist dies dann auch ratsam.
Vielleicht aber hilft es dir wenn du dir in diesen Angstphasen einfach mal vor Augen hälst wie fit deine Großeltern noch sind. Es liest sich nämlich so wunderschön. Zwei Menschen die vor Ewigkeiten einmal zusammengefunden haben, bekommen die Möglichkeit nach Jahren schwerer Arbeit ihr Leben in vollen Zügen geniessen zu können. Das ist wundervoll. Und Statistiken sind eben nur Statistiken. Kein Mensch passt sich einer Statistik an. Dem solltest du absolut keine Beachtung schenken. Viel besser kannst du die Zeit die dir mit deinen Großeltern bleibt geniessen und dich an ihrem so schönen Leben erfreuen.
 
Diese Angst teile ich mit dir nur, dass es nicht meine Großeltern sondern Eltern sind. Ich bin 30 und meine Mutter ist 73 und meine Tante wird bald 68. Mein Vater interessiert mich nicht.
 
Lieber Gast,

Angst zu empfinden ist etwas ganz schreckliches. Letzten Endes ist es so dass gelernt werden muss mit dieser Angst umzugehen. Dies ist oft wirklich nicht leicht. Ich denke jedem Menschen steht es frei sich Hilfe bei einem Therapeuten zu holen. Je nachdem wie sehr dein Leben davon beeinflusst wird ist dies dann auch ratsam.
Vielleicht aber hilft es dir wenn du dir in diesen Angstphasen einfach mal vor Augen hälst wie fit deine Großeltern noch sind. Es liest sich nämlich so wunderschön. Zwei Menschen die vor Ewigkeiten einmal zusammengefunden haben, bekommen die Möglichkeit nach Jahren schwerer Arbeit ihr Leben in vollen Zügen geniessen zu können. Das ist wundervoll. Und Statistiken sind eben nur Statistiken. Kein Mensch passt sich einer Statistik an. Dem solltest du absolut keine Beachtung schenken. Viel besser kannst du die Zeit die dir mit deinen Großeltern bleibt geniessen und dich an ihrem so schönen Leben erfreuen.


Ich geniesse die Zeit auch, ich wohne halt noch hier und der Tod meiner Großeltern würde bedeuten dass sich alles ändert, ich denke oft auch egoistisch, aber dass ist nicht der Grund, ich bin es einfach nur gewohnt dass, egal wie scheisse es ist oder egal was auch gerade los ist, wenigstens waren sie immer da, ich hatte solche Gedanken schon vor 10 Jahren, da sagte ich mir immer, ach komm, du wirst noch mindestens 10-15 Jahre haben, und ja, keine Ahnung, das macht mich extrem Depressiv.

Meine Großeltern führen auch ein sehr entspanntes Rentnerleben, 3 mal im Jahr für mind. 4 Wochen in Spanien, keine großen Geldsorgen, bis auf die Diabetes meiner Oma auch sonst keine Krankheiten, meine Oma hat 50 Jahre als Krankenschwester gearbeitet, und joa, aber trotzdem habe ich Angst 🙁
 
Ein gewisses Maß an Angst ist, so denke ich zumindest, auch in Ordnung und vor allem verständlich. Deine Großeltern sind dein zu Hause und wenn man sich dann Gedanken darüber macht eben dies nicht mehr zu haben dann bekommt man es auch mit der Angst zu tun. Aber diese Gedanken solltest du lernen zur Seite zu schieben. Es ist so eine Art Teufel-Engel Spiel die beide auf deiner Schulter sitzen. Wenn der Teufel wieder zuschlägt kannst du ihm z.B. deutlich zu verstehen geben das er nichts bei dir zu suchen hat. Denn deinen Großeltern geht es gut. Die momentane Angst ist nicht begründet...
 
Ich weiss 🙁 Mein Opa kam vorhin zu mir und sagte wenn ich irgendwas habe was mich bedrückt soll ich denen das aufjedenfall sagen, die merken auch dass es mir zur Zeit nicht gut geht, habe das aber nicht angesprochen, will nicht dass die sich Sorgen machen, habe gesagt dass mir der Cannabisentzug gerade ein wenig zu schaffen macht, das kennen die schon und das beunruhigt die auch zum Glück nicht, ist ja bestimmt schon das 4. oder 5. mal jetzt.

Meine Angst ist halt auch weil das schon so ein Alter ist wo manche Leute so sterben, mir ist aber vorhin mal so eingefallen dass meine Ur-Oma (Mama von Oma) gerade mal vor 5 Jahren gestorben ist, also auf der Seite der Familie werden die Leute wohl ziemlich alt, zum Glück! 🙂
 
@TE: Welche Menschen gibt es denn sonst noch so in Deinem Leben? Weitere Verwandte? Geschwister?
Was ist mit Deinen Eltern?
 
Meine Mutter wohnt 50 KM entfernt, der Kontakt ist sporadisch, aber sehr gut.

Sonst gibt es nur meine Freunde, es war mal ein sehr großer Freundeskreis, mittlerweile sind noch ca 4 Leute da die zum "harten Kern" gehören.

Geschwister habe ich auch, aber da gibt es 0 Kontakt, man sieht sich, sagt sich hallo, unterhält sich nett, aber man schreibt sich nicht bei Whatsapp oder sonst wo, ist auch nicht tragisch, der Kontakt ist auch nur sporadisch, aber auch kein negativer Kontakt.


Ich bin hier mit 10-11(kann mich auch täuschen..) hergezogen, das war damals eine sehr seltsame Geschichte, ich war als Kind oft bei meinen Großeltern weil meine Mutter oft gearbeitet hat und mein Vater sich verpisst hat als ich 4 war, und irgendwann sind wir weggezogen und meine Großeltern wollten dass ich unbedingt bei denen wohne, mir hats dort ja auch sehr gefallen. Und dann hat der Umstand dass der damalige Freund meiner Mutter, der der Vater meines Bruders ist, ein ziemlicher W****** war, und dass meine Großeltern sowieso wollten dass ich bei ihnen wohne, dafür gesorgt dass ich dort hingezogen bin.
War damals auch echt gut, ich ging hier ja schon in den Kindergarten und meinte Großeltern haben dass dann so gedeichselt dass ich in die Klasse meines besten Freundes aus dem Kindergarten kam, das war so in der 3. Klasse.
 
Hi,

ich würde an deiner Stelle mit deinen Großeltern über deine Ängste sprechen. Das zeugt auch von Vertrauen, was du ihnen gegenüber hast.

Ich kann dich gut verstehen, auch wenn ich nicht bei meinen Großeltern aufgewachsen bin, aber mein Opa war immer für mich da und hat mich so geliebt, wie ich war, deswegen war unsere Bindung besonders eng.

Lg
 
Lieber Gast,

so gut wie Deine Grosseltern "erhalten" sind, der Grossvater sogar nach einem Schlaganfall wieder solche grosse körperliche Leistungen vollbringt ( also viele jüngere, gesunde Menschen schaffen nicht mal einen Kilometer...),
und vor allem beide lebenslustig und positiv ohne chronische Beschwerden sind, denke ich, dass Deine Aengste
nicht wirklich begründet sind. Ausserdem gehören Deine Grosseltern altersmässig zu den "Jungen Alten" , und
die Dich erschreckende Lebenserwartung ( allerhand so was zu veröffentlichen !!!) stimmt überhaupt nicht. Noch
werden die Menschen ihrer Generation zunehmend älter...bzw . Deine Grossmutter ist richtig richtig jung !Wichtig jedoch, wie erwähnt, ist die Lebenshaltung und Lebensweise, die auch über Leben und Tod mitbestimmen.

Ausserdem ist zu hoffen, dass beide nicht gleichzeitig sterben werden..Du also auch nicht beim Abschiednehmen und Trauerprozess ganz allein sein wirst. Man kann sich gegenseitig sehr helfen dabei !

Trotzdem nehme ich Deine nun stärker werdenden Ängste sehr ernst. Möglicherweise könnten diese damit zu tun haben, dass Du das Gefühl hast, mit 25 Jahren unabhängiger zu sein...ev. Dir auch irgendwie beweisen möchtest, dass Du auch stark genug wärst, z.B . allein oder mit einem Partner ( dessen Tod theoretisch noch jahrelang entfernt ist ) zu leben. Vielleicht geht es darum, Dir zu beweisen, dass Du imstande bist auch OHNE Deine Grosseltern zu existieren ? Denn Ängste haben mitunter ja auch einen Sinn.

Könntest Du Dir vorstellen, bei den Grosseltern auszuziehen ( es muss ja nicht über alle Berge sein...) und ein eigenständiges Leben zu führen ? Ich kann mir vorstellen, dass dann Deine Bedenken weniger stark werden,
denn altersmässig wäre die Zeit schon reif dazu...wäre sowas vorstellbar für Dich ??? Liebe Grüsse, Judith
 

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