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Angst vor dem Tanken - warum?

L

Lizzy24

Gast
Hallo ihr Lieben,
mal wieder schleiche ich mit den letzten Tropfen Benzin im Tank dahin und kann mich nicht länger davor drücken: ich muss tanken.

Nur habe ich jedesmal panische Angst davor! Ich muss nicht oft tanken, da ich mein Auto kaum benutze, der Weg zur Arbeit ist kurz genug um auch mal mit dem Fahrrad zu fahren.
Leider kann ich euch auch gar nicht sagen WOVOR ich Angst habe. Ich kann tanken, ich habe es schon gemacht. Ich weiß was ich tanken muss und ich habe auch keine allzu große Menschenscheu.
Also warum das? Warum gerade das Tanken? Was macht mich daran so nervös, so unsicher?
Es nervt mich ja mittlerweile echt selbst.... mir ist auch noch nie etwas peinliches an einer Tankstelle passiert.

Vielleicht wisst ihr ja, was dahinter stecken könnte.
Vielen Dank 🙂
 
Zerleg den Tankvorgang in Gedanken mal in ganz viele kleine Schritte. Geh ihn genau durch und versuche herauszufinden, welcher Moment genau Dir Unbehagen bereitet.

Stell Dir vor, Du gehst zuhause zu Deinem Auto, steigst ein, machst Dich auf den Weg zur Tankstelle, fährst auf das Gelände der Tanstelle ein, sucht Dir die passende Zapfsäule, mußt vielleicht noch warten, weil da noch besetzt ist. Als der vor Dir wegfährt, fährst Du vor zur Zapfsäule, stellst den Wagen ab, steigst aus. An der Zapfsäule nebenan steht vielleicht auch jemand. Hinter Dir kommt der nächste Wagen. Du schließt den Tankdeckel auf, kontrollierst noch mal, welcher der richtige Schlauch ist, nimmst den richtigen Schlauch, hängst ihn ein, arrettierst ihn, wartest. Riechst die Gerüche. Nimmst die Umgebung wahr. Beobachtest die Menschen um Dich herum. Irgendwann nimmst Du den Schlauch raus, hängst ihn zurück. Richst vielleicht noch an Deinen Händen oder wischt sie ab. Gehst zum Bezahlen. Bezahlst und fährst weg.

Wenn Du Dir das vorstellst, gibt es irgendeinen unangenehmen Moment?
 
Evtl vererbte Gene oder schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit, die du verdrängt hast?!

Mit jedem Mal an der Tankstelle sollte das schlechte Gefühl langsam verschwinden; der Tankvorgang wird zur Routine. Alternativ gäbe es ein Auto, das man unter Strom setzen kann. Der Tankvorgang an der Steckdose dauert allerdings aktuell noch etwas länger.
 
Hallo Lizzy,

wenn du das technisch alles beherrscht, also dort hinfahren, tanken, bezahlen usw. musst es doch etwas anderes sein, was dir Angst macht.

Hast du vielleicht Angst, dass dort etwas passieren könnte? Dort lagert viel hochexpulsiver Kraftstoff. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich auch deshalb keine Tankstelle neben meinem Haus haben.

Sind es die Menschen dort, die dir Angst machen? Viele Männer, Fernfahrer, raue Gestalten …

Ist es der Geruch von Diesel und Benzin mit dem du vielleicht unbewusst eine negative Erfahrung verknüpfst? Besonders angenehm ist der Gestank sowieso nicht.

Ist es etwas anderes an der Tankstelle, was bei dir eine unangenehme Erinnerung auslöst? Warst du früher mit anderen Menschen tanken? Ist damals vielleicht etwas passiert?

Ist das an jeder Tankstelle so? Bist du mal zu einer anderen gefahren?

Liebe Grüße
Andreas
 
Guten Morgen,

vielen Dank für die Tipps mit dem Analysieren des Tankvorgangs! Ich hab das ausgetestet und mir gemerkt, was genau ich wann gefühlt habe.

Zunächst das Wissen, dass ich jetzt zu Tankstelle muss hat mich unruhig gemacht, aber ich hab das Kribbeln im Magen verdrängt und bin hingefahren.
Dann hatte ich einen kurzen Schockmoment, als ich überlegt habe auf welcher Seite mein Tankdeckel ist, es ist mir aber fast sofort wieder eingefallen, eigentlich kein Grund zur Panik.

Jetzt das eigentlich interessante: ich bin an die vorderste Zapfsäule gefahren und hab hinter mich geguckt, ob da noch jemand hin will.
Die ganze Zeit über, wollte ich nur schnell weg und hab gedacht "hoffentlich stellt sich keiner hinter mich und drängt mich!"
Das Tanken ging perfekt, ich hab mir einen Spaß daraus gemacht EXAKT einen bestimmten Betrag hinzubekommen - dann bin ich zahlen gegangen, alles prima.
Als ich raus kam wieder "Steht da schon jemand hinter mir?"

Mir ist eingefallen, dass ich als Fahranfängerin ziemlich langsam abgebogen bin und immer Angst hatte "Das schaff ich nicht mehr." Daraufhin hat man mich oft angehupt, was mich nur noch nervöser gemacht hat. Das Problem hab ich heute nicht mehr, ich fahre sehr zügig und TROTZDEM! Ich kann es nicht leiden, wenn andere mich hetzen.
Ist mir schon in der Fahrschule passiert, dass ungeduldige Fahrer gehupt haben und an mir vorbei gerauscht sind, mein Fahrlehrer meinte ich soll die einfach ignorieren.

Sooooooo, vielleicht liegt es daran, dass ich nicht gehetzt werden möchte und das ist schon alles 🙂
 
He, das hast Du prima gemacht!

Vielleicht bleibst Du das nächste Mal mal bewußt etwas länger bis mal jemand hinter dir steht. Dann machst Du die Erfahrung, daß das ganz gut aushaltbar ist, wenn mal jemand wegen Dir warten muß und vielleicht sogar etwas ärgerlich wird oder den Kopf schüttelt. Das ist nämlich ganz ok, jemandem mal warten zu lassen. Auch wenn der unruhig ist. Du hast natürlich das Recht, Deinen Tankvorgang in aller Ruhe zu beenden.

Wenn Du das auch in anderen Situationen hast, wo jemand ärgerlich werden könnte, weil er deinetwegen warten muß (z.B. an der Supermarktkasse), dann würde ich solche Situationen ganz bewußt wahrnehmen und mir ganz bewußt in Erinnerung rufen, daß das das Problem des anderen ist, wenn er keine Geduld hat und ärgerlich reagiert. Aber Du Dich dadurch nicht aus der Ruhe bringen läßt!
 
Diese Gefühl, von anderen gehetzt zu werden, hasse ich im Straßenverkehr auch wie die Pest. Immer diese ungeduldigen und extrem unverschämten Drängler- als würde es auf die paar Sekunden ankommen.
Klar...solche Leute gibt es dann natürlich auch an der Tanke. Kann ich schon verstehen, dass man da Angst hat. Ich finde es immer unangenehm, weil ich denke, ich könnte was falsch machen und dann würde mich irgendso ein BMW-Snob auslachen...
Vielleicht solltest Du versuchen, eher später am Abend, oder sehr früh zu tanken- also dann, wenn wenig Leute da sind. Du findest sicher eine Zeit, zu der grad Flaute ist und wenn Du dann tankst, sind ja noch mehr Säulen frei. Vielleicht fühlst Du Dich dann weniger gehetzt?
 
Hallo Lizzy24.

So einen Fall wie dich kenne ich auch 😀. Die fährt extrem unsicher und wird regelmäßig ausgehupt, was die Situation natürlich keineswegs verbessert und dem Selbstwertgefühl auch nicht zuträglich ist. Aber hey so fahren manche eben, ist nix schlimmes dabei nicht der ultrabeste Fahrer zu sein.

Was dein Fahrlehrer sagt ist absolut richtig, nur die Umsetzung ist schwierig.
 

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