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Angst vor berufsschule

joefox

Neues Mitglied
Hi
Ich hab ein kleines großes Problem und will euch um hilfe fragen.
Ich muss im september in die berufschule. Zur info ich mache eine integrative lehre als elektriker. Ich war 1 monat in einer psychiatrischen Klinik weil ich depressiv war. Es wurde auch eine schulphobie diagnostiziert. Jetzt habe ich das Problem seit dem ich den Brief von der Berufsschule bekommen habe habe ich wieder angstzustände und andere schlimme Gedanken. Die schule ist nämlich 1 stunde von mir zu hause entfernt und das macht mir auch schon große sorgen, weil ich ganz alleine bin. Gibt es eigentlich etwas anderes statt berufsschule? Danke im vorraus.
 
Hallo joefox,

wenn du eine betriebliche Ausbildung machst gehört die Berufsschule mit dazu, daher kommt auch der Begriff "Duale Ausbildung". Wenn die Angst so groß ist, dass du nicht zur Berufsschule gehen kannst, könnte vielleicht eine überbetriebliche Ausbildung in einem Berufsförderungswerk eine Alternative sein. Dort wäre praktische Ausbildung und Schule in einer Einrichtung.

Viele Grüße und alles Gute!
 
Um die Berufsschule wirst du wohl nicht herum kommen. Wenn du aber eine integrative Ausbildung machst, dann hast du bestimmt Ansprechpartner vor Ort. Rede mit diesen über deine Ängste.
 
Und wie sähe die Lage für Leute aus, die keine integrative Ausbildung machen, aber ein genauso großes Problem mit Schule haben? Gibt es da irgendwelche Möglichkeiten, die Berufsschule nicht besuchen zu müssen und sich den Stoff selbst beizubringen oder so?
Was sollen denn die Leute machen, die aufgrund von extrem schlechten Erfahrungen mit Mitschülern und auch Lehrern einfach nicht mehr richtig in der Lage sind eine Schule zu besuchen? Wie sollen die denn regelmäßig zur Schule gehen und dann noch Kraft finden, in einem Betrieb die geforderte Leistung zu erbringen?
 
Hast du vielleicht die Möglichkeit, dir die Schule, auf die du gehen sollst, einmal vor Beginn ganz in Ruhe anzuschauen?

Wen du einmal dort warst, weit du schon mal, was dich erwartet, das nimmt dir vielleicht schon einige Ängste.

Woran macht sich die Angst denn genau fest? Sind es die Schulkameraden, die Lehrer oder das Lernen?

Weiß dein Ausbilder davon? Ich würde mit ihm reden, eventuell kann er mit der Schule klären, dass du von dort Unterstützung bekommst?
 
Hab keine Angst, mit Dir gehen gefühlte 100.000 andere Azubis in die Berufsschule.

Ich selber empfand meine Berufsschule ziemlich ätzend. Ich habe Bankkaufmann gelernt und hatte neben den wichtigen Fächern ständig Sport, Religion, Solzialkunde, Erdkunde, Geschichte. Und in diesen Fächern, insb. Sozialkunde und Geschichte, die, wie sicherlich bemerkt, 0,0 mit der Ausbildung zu zun haben, wurden ganz hoch aufgehängt, um die Daseinsberechtigung
der damaligen Lehrer zu validieren.

Soll heissen, Berufsschule empfand ich oft (nicht immer, aber oft) als totale Zeitverschwendung.
Hätte ich mir in der Zeit, in der ich da rein gelaufen bin, mehrere gute Fachbücher durchgelesen,
hätte ich mit Sicherheit nicht besser oder schlechter abgeschnitten als durch diese frontale
Berieselung, die oftmals an Monotonie nicht mehr zu überbieten war.

Aber wie die Vorredner schon sagten - es gehört dazu, jeder Azubi muss da durch.

Oftmals trifft man hier auch Gleichgesinnte und es bauen sich Freundschaften auf, Du musst
der Schule und Deinen Mitschülern nur eine Chance geben.

Du schaffst das!


Heinz
 
Es sind sowohl die Klassenkameraden als auch die Lehrer, die einem alle Energie entziehen. Vorrangig aber sind es die Mitschüler. Glücklicherweise hab ich schon eine Ausbildung. Da hatte ich täglich Schule und es ging auch. Sogar nicht mal schlecht.
Aber Berufsschule ist anders. Bezüglich der Schüler und Lehrer eben. Es ist viel schwieriger meiner Ansicht nach. Die Atmosphäre da erinnert mich viel mehr an die Atmosphäre, die ich vom Gymnasium her kannte. Vielleicht hab ich es aber auch einfach nur schlecht erwischt mit meiner Berufsschulklasse, was weiß ich.

Die Ausbildung, die ich angefangen hatte, war als Weiterqualifizierung gedacht, aber es hat leider nur einige Monate geklappt. Dieses duale System war wohl einfach zu anstrengend für mich. Dieses ständige Umswitchen finde ich ziemlich heftig. Ein kräftezehrender Schultag und am nächsten Morgen wieder im Unternehmen voll funktionieren. Ich war nach so nem Schultag erstmal so erledigt, dass ich mindestens einen Tag Urlaub gebraucht hätte.

Lernen war nie das Problem.
 

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