K
Kronleuchterin
Gast
hallo liebe Community,
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. seit einigen jahren zieht sich ein und dasselbe schema durch mein leben. ich verliebe mich, die liebe wird nicht erwidert, mein herz wird gebrochen und selbstbewusstsein verletzt. die ablehnung die ich von männern erfahren habe, hat sich in die angst entwickelt, nicht gut genug für jemanden zu sein und das überträgt sich leider auch auf meine freundschaften und andere wichtige teile in meinem leben. ich hab mich natürlich schon selbst auf ursachenforschung begeben, also fangen wir mal weiter hinten an.
meine mutter leidet an depressionen, mal mehr mal weniger, weil sie in unserer heimat nie von den leuten akzeptiert wurde, die sie mochte. das hat sich leider nie verarbeitet und stattdessen immer mit der angst gelebt, dass ich und meine schwestern dasselbe erleben könnten. wenn ich mal nicht eingeladen oder zum spielen verabredet war, hatte sie gleich angst, dass ich ausgeschlossen werde. rückblickend betrachtet war ich nie ein außenseiter. ich hatte immer freunde und später in der schule war ich relativ beliebt bei vielen meiner mitschüler. ich stand nie im mittelpunkt, aber ich hatte meine engen freunde und jeder kannte und akzeptierte mich. trotzdem war ich bereits damals verunsichert, wenn partys stattfanden und ich nicht eingeladen war - selbst, wenn ich rückblickend betrachtet gar nicht so viel mit dem gastgeber zu tun hatte
schon in der schulzeit hat es bis auf eine kurze beziehung, die ich dann beendet habe, nie wirklich mit männern funktioniert. damals war mir das egal. ich war sehr eingespannt in meine hobbies und freunde und wenn ich mal zeit für mich hatte, habe ich die wirklich genossen. zweimal war ich verliebt, aber beide male waren die kerle vergeben und es wurde nichts erwiedert. damals dachte ich noch okay, der richtige kommt irgendwann. dann ging es in ein fsj und anschließend reisen, sodass sich auch da nie die chance geboten hat. ich war zwar immer männer kennen gelernt, aber keinen der mich so wirklich umgehauen hat.
zurück zu hause ging es zum studieren in eine neue stadt und auch hier passierte dasselbe schema. ich lernte männer kennen, war aber entweder nicht interessiert oder umgekehrt. ich hatte selten mehr als zwei dates mit der selben person. und wieder verliebte ich mich unglücklich in jemanden, der diese nicht erwiedert. so langsam wurde es zum muster und jedesmal litt mein selbstwert erheblich.
hinzu kam dann noch, dass sie nach einige monaten mein freundeskreis sehr dramatisch änderte, nachdem ein teil der gruppe sich vom anderen teil distanziert und neue freunde gefunden hatte. ich hab nie verstanden woran es lag, hatte aber unterschwellig das gefühl, vlt zu langweilig gewesen zu sein und habe lange gebraucht, um es zu verarbeiten.
und da fing es an, dieses gefühl nicht gut genug zu sein. von da ab an reagierte ich super empfindlich auf jede form der ablehnung und mit kerlen lief es von da ab an noch schlechter. ich war oft traurig und auf partys mürrisch, sodass ich kaum anziehend auf menschen wirkte und mich sehr zurückzog.
eigentlich bin ich eine frohnatur, man kann sich sehr gut mit mir unterhalten, weit über normalen smalltalk hinaus. ich reise gerne, habe viele hobbies und probiere andauernd neue sachen aus. und auch äußerlich bin ich recht anschaubar und kriege viele komplimente. also an sich nichts, womit man nicht arbeiten kann - oberflächlich.
jetzt bin ich in eine neue stadt zum studieren gezogen und habe neue leute kennen gelernt. an sich bin ich in meinem freundeskreis gefestigt und angekommen, aber trotzdem werde ich andauernd einfersüchtig, wenn sich leute untereinander besser verstehen, als ich mich mit ihnen verstehe. ich brauche immer eine weile, um eine enge beziehung zu einer person aufbauen zu können, vor allem weil ich so sehr fürchte, durch eine coolere, interessantere oder hübschere person ersetzt zu werden. und es passiert mir auch immer wieder, dass genau dies geschieht.
auch mit kerlen wurde es nicht besser. ich dachte, jemand besonderen getroffen zu haben, aber im endeffekt war er unzuverlässig und auf nichts ernstes aus. zwei kerle, die sich sehr für mich interessiert haben, habe ich abblitzen lassen, weil mich dieses gefühl so sehr in panik versetzt hat. im nachhinein bereue ich es, weil beide ohne den druck eines dates sich als sehr interessante personen rausgestellt haben. aber jetzt ist es zu spät und ihc habe angst wieder abgewiesen zu werden, wenn ich die initiative ergreife.
ich sehe kein vor und kein zurück. und darüber bin ich echt unglücklich. oftmals verlasse ich partys traurig, weil ich mich einsam und nicht zugehörig fühle. ich habe dann plötzlich die idee, dass alle einander viel lieber mögen, als mich. und von kerlen will ich gar nicht erst anfangen ... mitlerweile bin ich 23 und kann auf keinen nennenswerten exfreund zurückschauen. jeder kann von einer verflossenen liebschaft erzaehlen und nur ich fühle mich wie eine absolute beziehungsjungfrau. ich komm zwar gut alleine klar, aber ich hätte gerne jemanden an meiner seite, jemand auf den ich mich verlassen kann. und ich habe das gefühl, dass dies für mich nie war werden wird.
für ähnliche geschichten, aufmunternde worte oder anderen anregungen wäre ich euch sehr dankbar!!
liebe grüße,
kronleuchterin
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. seit einigen jahren zieht sich ein und dasselbe schema durch mein leben. ich verliebe mich, die liebe wird nicht erwidert, mein herz wird gebrochen und selbstbewusstsein verletzt. die ablehnung die ich von männern erfahren habe, hat sich in die angst entwickelt, nicht gut genug für jemanden zu sein und das überträgt sich leider auch auf meine freundschaften und andere wichtige teile in meinem leben. ich hab mich natürlich schon selbst auf ursachenforschung begeben, also fangen wir mal weiter hinten an.
meine mutter leidet an depressionen, mal mehr mal weniger, weil sie in unserer heimat nie von den leuten akzeptiert wurde, die sie mochte. das hat sich leider nie verarbeitet und stattdessen immer mit der angst gelebt, dass ich und meine schwestern dasselbe erleben könnten. wenn ich mal nicht eingeladen oder zum spielen verabredet war, hatte sie gleich angst, dass ich ausgeschlossen werde. rückblickend betrachtet war ich nie ein außenseiter. ich hatte immer freunde und später in der schule war ich relativ beliebt bei vielen meiner mitschüler. ich stand nie im mittelpunkt, aber ich hatte meine engen freunde und jeder kannte und akzeptierte mich. trotzdem war ich bereits damals verunsichert, wenn partys stattfanden und ich nicht eingeladen war - selbst, wenn ich rückblickend betrachtet gar nicht so viel mit dem gastgeber zu tun hatte
schon in der schulzeit hat es bis auf eine kurze beziehung, die ich dann beendet habe, nie wirklich mit männern funktioniert. damals war mir das egal. ich war sehr eingespannt in meine hobbies und freunde und wenn ich mal zeit für mich hatte, habe ich die wirklich genossen. zweimal war ich verliebt, aber beide male waren die kerle vergeben und es wurde nichts erwiedert. damals dachte ich noch okay, der richtige kommt irgendwann. dann ging es in ein fsj und anschließend reisen, sodass sich auch da nie die chance geboten hat. ich war zwar immer männer kennen gelernt, aber keinen der mich so wirklich umgehauen hat.
zurück zu hause ging es zum studieren in eine neue stadt und auch hier passierte dasselbe schema. ich lernte männer kennen, war aber entweder nicht interessiert oder umgekehrt. ich hatte selten mehr als zwei dates mit der selben person. und wieder verliebte ich mich unglücklich in jemanden, der diese nicht erwiedert. so langsam wurde es zum muster und jedesmal litt mein selbstwert erheblich.
hinzu kam dann noch, dass sie nach einige monaten mein freundeskreis sehr dramatisch änderte, nachdem ein teil der gruppe sich vom anderen teil distanziert und neue freunde gefunden hatte. ich hab nie verstanden woran es lag, hatte aber unterschwellig das gefühl, vlt zu langweilig gewesen zu sein und habe lange gebraucht, um es zu verarbeiten.
und da fing es an, dieses gefühl nicht gut genug zu sein. von da ab an reagierte ich super empfindlich auf jede form der ablehnung und mit kerlen lief es von da ab an noch schlechter. ich war oft traurig und auf partys mürrisch, sodass ich kaum anziehend auf menschen wirkte und mich sehr zurückzog.
eigentlich bin ich eine frohnatur, man kann sich sehr gut mit mir unterhalten, weit über normalen smalltalk hinaus. ich reise gerne, habe viele hobbies und probiere andauernd neue sachen aus. und auch äußerlich bin ich recht anschaubar und kriege viele komplimente. also an sich nichts, womit man nicht arbeiten kann - oberflächlich.
jetzt bin ich in eine neue stadt zum studieren gezogen und habe neue leute kennen gelernt. an sich bin ich in meinem freundeskreis gefestigt und angekommen, aber trotzdem werde ich andauernd einfersüchtig, wenn sich leute untereinander besser verstehen, als ich mich mit ihnen verstehe. ich brauche immer eine weile, um eine enge beziehung zu einer person aufbauen zu können, vor allem weil ich so sehr fürchte, durch eine coolere, interessantere oder hübschere person ersetzt zu werden. und es passiert mir auch immer wieder, dass genau dies geschieht.
auch mit kerlen wurde es nicht besser. ich dachte, jemand besonderen getroffen zu haben, aber im endeffekt war er unzuverlässig und auf nichts ernstes aus. zwei kerle, die sich sehr für mich interessiert haben, habe ich abblitzen lassen, weil mich dieses gefühl so sehr in panik versetzt hat. im nachhinein bereue ich es, weil beide ohne den druck eines dates sich als sehr interessante personen rausgestellt haben. aber jetzt ist es zu spät und ihc habe angst wieder abgewiesen zu werden, wenn ich die initiative ergreife.
ich sehe kein vor und kein zurück. und darüber bin ich echt unglücklich. oftmals verlasse ich partys traurig, weil ich mich einsam und nicht zugehörig fühle. ich habe dann plötzlich die idee, dass alle einander viel lieber mögen, als mich. und von kerlen will ich gar nicht erst anfangen ... mitlerweile bin ich 23 und kann auf keinen nennenswerten exfreund zurückschauen. jeder kann von einer verflossenen liebschaft erzaehlen und nur ich fühle mich wie eine absolute beziehungsjungfrau. ich komm zwar gut alleine klar, aber ich hätte gerne jemanden an meiner seite, jemand auf den ich mich verlassen kann. und ich habe das gefühl, dass dies für mich nie war werden wird.
für ähnliche geschichten, aufmunternde worte oder anderen anregungen wäre ich euch sehr dankbar!!
liebe grüße,
kronleuchterin