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Angst, nie eine Beziehung zu haben

PinaColada

Mitglied
Hallo zusammen,

ich hatte vor einer Woche schon mal ein bisschen über meine Situation geschrieben. Aber irgendwie ist das Gefühl in den letzten Tagen wieder so unerträglich geworden, dass ich nochmal schreiben muss.

Ich bin 26 und hatte noch nie eine Beziehung. Das wäre es selbst nicht, aber ich fühle mich dadurch so unendlich ungeliebt und ungewollt. Die einzigen zwei Kerle, bei denen bisher (so dachte ich:kopfgegenwand🙂 gegenseitiges Interesse vorhanden war, haben sich beide mehr oder weniger grundlos von heute auf morgen nicht mehr gemeldet. Das fühlt sich noch schlimmer an, als wenn von Grund auf keiner Interesse an mir hat.

Mein Selbstbewusstsein wird dadurch auch immer geringer und ich habe das Gefühl, dass es sowieso immer noch schwerer wird jemanden zu finden.
1. man wird sich fragen, wo der Haken ist
2. ob man mit jemand ohne Beziehungserfahrung eine "erwachsene" Beziehung führen kann
3. immer weniger sind Singles - mein ganzer engerer Freundeskreis ist z.B. inzwischen vergeben

Mir geht es schon sehr sehr lange so, ich glaube seit ich 18 bin, dass ich das Gefühl habe, dass ich nie eine Beziehung haben werde, da man sich in mich offensichtlich nicht verlieben kann. Dieses Gefühl wird von Jahr zu Jahr immer mehr zur Gewissheit.

Dabei möchte ich doch auch einfach nur jemand, mit dem man abends oder am Wochenende auch mal kuscheln kann und sich einfach geborgen fühlt. Einfach Dinge, die Freunde einem nicht geben können.

Ich werde dadurch auch richtig depressiv (ich möchte damit nicht(!) sagen, dass ich Depressionen habe. Ich glaube damit kämen sich Leute, die wirklich krank sind, verarscht vor). Ich schlafe dann an Tagen, an denen ich keine Termine habe, auch mal bis abends durch, usw.

Ich kann es mir auch nicht 100% erklären, ich bin ein wirklich offener, humorvoller und normalerweise (wenn ich in Gesellschaft bin) sehr lebensfroher Mensch. Mir kommt es vor als gäbe es zwei verschiedene Ichs. Das traurige, hoffnungslose, deprimierte Ich und das "lasst uns feiern", andere erheiternde, selbstbewusst wirkende Ich. Ich bin mir auch sehr sicher (weil das beim anderen Post mehrfach erwähnt wurde), dass ich nicht verzweifelt oder verkrampft rüberkomme (weil ich beides in Gesellschaft auch gar nicht bin, da sind meine Gedanken ja abgelenkt). 😎

Ich kann es mir deswegen wirklich nur auf Äußerlichkeiten erklären. Mein Selbstwertgefühl für mein Äußeres ist dadurch auch über die Jahre kontinuierlich gesunken und an manchen Tagen komplett im Eimer. Objektiv gesehen (habe heute nen halbwegs guten Tag :verlegen🙂 kann das aber nicht die einzige Erklärung sein, so katastrophal ist's nun auch wieder nicht und ich wurde beim Weggehen auch schon öfters angesprochen.

Ich weiß gerade einfach nicht mehr weiter. Ich möchte einfach nur dieses scheiß Gefühl der absoluten Ungeliebtheit und diese Hoffnungslosigkeit loswerden (oder noch besser wäre es natürlich jemanden zu finden 😉).

Habt ihr irgendeinen Rat für mich? Würde mich sehr freuen. :blume:
 
Hallo PinaColada,

dies könnte das Problem sein:

ich glaube seit ich 18 bin, dass ich das Gefühl habe, dass ich nie eine Beziehung haben werde, da man sich in mich offensichtlich nicht verlieben kann. Dieses Gefühl wird von Jahr zu Jahr immer mehr zur Gewissheit.

Hier könnte die Ursache liegen:

Die einzigen zwei Kerle, bei denen bisher (so dachte ich:kopfgegenwand🙂 gegenseitiges Interesse vorhanden war, haben sich beide mehr oder weniger grundlos von heute auf morgen nicht mehr gemeldet. Das fühlt sich noch schlimmer an, als wenn von Grund auf keiner Interesse an mir hat.

Oder anders formuliert:

Mein Selbstbewusstsein wird dadurch auch immer geringer und ich habe das Gefühl, dass es sowieso immer noch schwerer wird jemanden zu finden.
1. man wird sich fragen, wo der Haken ist
2. ob man mit jemand ohne Beziehungserfahrung eine "erwachsene" Beziehung führen kann
3. immer weniger sind Singles - mein ganzer engerer Freundeskreis ist z.B. inzwischen vergeben

Kurzum: Ich glaube, dass durch die negative Erfahrung und das daraus resultierende geringe Selbstbewusstsein das festgefahrene Denken resultiert ist, dass du
a) keine Beziehung mehr findest
b) nicht liebenswert genug für eine Beziehung bist.

Nicht gut tut dir dabei dein Umfeld, weil es deine Lebenslage nicht spiegelt, sondern dir vorhält, was du nicht hast bzw. genau dein Problem spiegelt.
Wenn a) und b) eintreten, dann nur, weil du a) und b) denkst.
Deswegen könnte es sich lohnen, sich die (nach meiner Ansicht) Ursache für die Gedanken a) und b) anzusehen:

Die Frage ist, ob du mit den "gescheiterten" Beziehungen wirklich für dich abgeschlossen hast (Ursache für das Denken). Haben sie nicht noch viele Auswirkungen auf dein Denken ? Wenn dem so ist, solltest du von einer Beziehung zunächst - so sehr du sie dir auch wünschst - absehen, und dich lieber mit den alten Beziehungen auseinandersetzen, so lange, bis sie dich nicht mehr berühren/verletzen. Das kann mitunter lange dauern, zumindest war das bei mir immer so. Danach, so ging es mir, wenn eine Beziehung vorbei war und ich sie wirklich verarbeitet hatte, kommt eine Phase, in der man alleine zufrieden ist, bevor man dann, wenn man am wenigsten damit rechnet und von dem Gedanken abgelassen hat, jemanden trifft, mit dem man in eine lange Beziehung stolpert.

Sicherlich bist du liebenswert und man kann sich in dich verlieben ! 🙂 Warum denn nicht ????? 😕
 
Hi PinaColada,

ich weiß nicht, ob das ein richtiger Rat ist und ob dir das überhaupt weiterhilft, aber ich kann sehr gut nachempfinden wie du dich fühlst.
Mir ging es ähnlich, die Gedanken, Empfindungen und das alles und auch wenn ich nicht unbedingt behauptet würde, dass ich nur so vor Selbstbewusstsein strotze, hat es sich in den letzten Jahren doch sehr gebessert.
Was mir sehr geholfen hat von diesen negativen Gedanken über das eigene Äußere oder das Gefühl ungeliebt zu sein etwas wegzukommen, war eine sehr gute Freundin.
Sie ist eine sehr selbstbewusste Person und ich habe mir mit der Zeit einiges von ihr abgeschaut.
Dazu hatte mir stetig das Gefühl gegeben, dass man mich gern haben kann.
Sie war ehrlich zu mir, positiv und negativ, weshalb ich ihr dann auch besser glauben konnte, wenn sie was Gutes über mich zu sagen hatte.
Und das hat sie so lange gemacht, bis ich es auch geglaubt habe, iwann gingen mir die Argumente aus, warum ich doch nicht so gut bin wie sie mich sieht.
Sehr oft hat sie mich aus dem Haus "geprügelt" (sinnbildlich), mich unter Leute gebracht und zu erleben was sie vorhergesagt hat, eben dass man mich mögen kann, hat mir persönlich auch sehr gut getan.

Sein eigenes Selbstbewusstsein wiederzufinden ist, denke ich, nichts was über Nacht geschieht.
Aber wenn man es alleine nicht so gut hinbekommt, wäre es vll eine Möglichkeit sich mit Leuten zu umgeben, die einem dabei helfen können.
Entweder weil sie selbst das Bewusstsein besitzten und man es sich, plump gesagt, "abschauen" kann und/oder weil sie einem dabei helfen den eigenen Blickwinkel etwas zu verrücken, vom Schlechten zum Guten.
Ich denke, dass jeder etwas Gutes besitzt, man selbst es nur sehr schnell aus den Augen verliert.
Meiner persönlichen Erfahrung nach geben solche Leute einem dann so auch das Gefühl geliebt zu werden, liebenswert zu sein.
Und ich sehe es ähnlich wie machmal, auch auf Grund eigener Erfahrung: Wenn man von den Erinnerungen und Gedanken an das Vergangen ablassen kann und sich nicht zu sehr "versteift", passieren meist dann die überraschensten und schönsten Dinge.

Meine ältere Schwester hat mir immer gesagt: Jeder Topf findet irgendwann seinen Deckel, aber vorher verprennt sich jeder auf verschiedenen Herdplatten den Hintern.
So blöd der Spruch auch irgendwo ist, aber da ich´s selbst erlebt habe, glaube ich mittlerweile auch auf ne gewisse Art und Weise dran.
Wie die Typen mit dir umgegangen sind war echt nicht schön.
Unabhänging davon ob es was festes war oder nicht.
Es ist nicht deine Schuld, sonder ihre.
Denn sie sind diejenigen, die etwas verpassen. 😉
 
Guten Morgen,

ein paar Sachen wurden hier schon geraten. Doch eine andere Seite wurde noch nicht angesprochen was du tun könntest:

Es ertragen. Es aushalten. Dich damit abfinden. Anstatt krampfhaft an etwas festzuhalten, was du eventuell niemals finden wirst, könntest du loslassen und deine Erfüllung in etwas anderem suchen. Viele Menschen wollen dir einprügeln, dass es das höchste Ziel im Leben ist einen Partner zu finden, Kinder zu zeugen und die Fackel weiterzureichen.

Das ist es nicht. Es gibt andere Wege, die mindestens genauso erfüllend, wenn nicht sogar erfüllender sind.

Manche Menschen sind eben dafür gemacht einsame Wölfe zu sein. Das heißt nicht, dass dein Leben bedeutungs- oder ziellos sein muss. Es bedeutet nur, dass du diesem einen anderen Sinn gibst als die Norm es macht 😉

MfG
ALW
 
Ich sehe es auch so, dass man sich ein Stück weit damit abfinden muß. Ich würde nicht sagen, man muß es ertragen, oder so, das impliziert, dass es ein schrecklicher Zustand ist. Bei mir war es ja immer anders herum, die Männer waren unerträglich für mich und jedes Mal war es eher eine Befreiung, wenn sie weg waren.

Da ich allerdings keine Familie habe, bzw. nur Geschwister, die mich hassen, mache ich mir schon Sorgen, was ist, wenn ich einmal einen Unfall habe, schwer erkranke, oder sterbe. Wer kümmert sich um mich? Wer kümmert sich um die Tiere, meine Wohnung? Ich habe gesehen, wie mit meiner Mutter im Heim umgesprungen wurde, der Bruder hat sie ausgebeutet.

Das ist eigentlich der einzige Grund, ansonsten wäre es mir egal, allein auf der Welt zu sein. Ich habe ein Testament und eine Alleinerbin und eine Patientenverfügung. Hoffentlich reicht das.

Ansonsten sei einfach froh. Beziehungen können Dir so viel Leid bringen. Das ist nicht das Heil schlechthin. Auch Sex, ich finde, das wird einfach überbewertet. Das, was die Männer da bei mir abgeliefert haben, war überhaupt nichts, um einmal so ehrlich und offen zu sein. Dafür brauch ich auch niemanden. Und zudem die Gefahr von Krankheiten, wie man immer im Forum lesen kann, werden da die Geschlechter immer leichtsinniger. Es muß ja nicht HIV sein, es gibt noch genug andere Erreger, die einem Freude machen können.

Menschen sind sich gegenseitig immer weniger wert. Wenn irgendwas nicht passt, wird man aussortiert, weg gewischt, wie bei Tinder, Lovoo & Co.

Eigentlich ist das Wichtigste, dass man mit sich selbst gut auskommt.

Am Aussehen liegt es garantiert nicht. Setz Dich einmal in ein Straßencafe und beobachte die Leute. Das ist äußerst aufschlussreich.
 
Ich bin 27 und hatte noch nie eine Beziehung.
Ich weiß genau wie sich das anfühlt, wenn man nie jemanden zum Kuscheln hat, bzw. keine Nähe aufbauen kann.
Da ich nicht der Durchschnittstyp bin, kann ich sowas relativ gut wegstecken, dennoch wirkt es auf Dauer zermürbend.
Wenn man immer nur so dahintrödelt, kommt man nie in eine Beziehung, man muss da einfach aktiv werden und durchgreifen.
Deine Angst, nie eine Beziehung zu haben, ist berechtigt. Entweder man kümmert sich ernsthaft darum oder es wird nichts.
Bei mir kommt noch hinzu, dass ich keine Lust habe auf diese typischen Beziehungsspielchen, Dramen und dauerhaftes "Umwerben", mühsam.

LG.
 

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