Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Angst meine Eltern zu enttäuschen.

  • Starter*in Starter*in nini3182
  • Datum Start Datum Start
N

nini3182

Gast
Hallo,

ich (21) habe letztes Jahr meine Ausbildung abgeschlossen, wurde danach aber nicht übernommen. Bin dann 400 km von zu Hause weggezogen weil ich eine recht gute Stelle bekommen habe. Ich war/bin immer die "Kleine" in der Familie, die einen sehr "vernünftigen" Lebenslauf hat, meine Eltern waren/sind immer sehr stolz auf mich. Meine Eltern unterstützen mich auch immer wo sie können, mein Vater, der nicht mehr der jüngste ist, hat auch alleine mit mir den Umzug gemeistert.

In dem Jahr hat sich allerdings viel verändert. Ich habe gemerkt, dass ich absolut meinen Beruf verfehlt habe, dass ich die Ausbildung rein aus "Absicherung" gemacht habe und mit meinem Wohnort werde ich auch nicht warm. Zudem habe ich ganz üblem Stress mit meinen WG-Mitbewohnern. Kurz: Mir gehts sehr schlecht hier. An die Arbeit geh ich mit Bauchschmerzen, weil ich auch nicht so gut mit meinen Kollegen kann, auf den Feierabend kann ich mich nicht freuen, weil ich mich in der WG unwohl fühle. Ein gutes hatte mein Umzug aber: Ich habe meinen Freund kennengelernt, der aber leider auch weiter weg wohnt. Er tut mir sehr sehr gut und er wird zum Wintersemester anfangen zu studieren. Die Stadt ist allerdings noch unklar, aber ich habe nach langem Überlegen entschlossen, dass ich mit ihm gehen will. Ich will meinen Beruf aufgeben und nochmal von vorne anfangen, in einem Beruf, der mir wirklich gefällt und den ich nicht aus Vernunft ausübe.

Ich habe meiner WG schon vor einem Monat gekündigt und die Kündigung beim Arbeitgeber wird auch demnächst erfolgen, da mir sogar mein Arzt mir das empfohlen hat (hab durch die Arbeit schon gesundheitliche Probleme bekommen).

Naja und jetzt zum eigentlichen Thema:
Ich habe sehr große Angst meinen Eltern davon zu berichten. Ich bin zwar schon voll selbstständig, aber irgendwie bin ich dann doch noch sehr auf meine Eltern angewiesen und wir verstehen uns ja auch sehr gut. Ich weiß nicht direkt, wieso ich angst habe, schließlich geht es mir schlecht. Aber wenn ich an das Gespräch denke, krieg ich richtige Bedenken. Ich habe auch Angst dass sie mir einreden, noch ein Jahr weiter zu arbeiten oder so. Ich habe nämlich noch nichts Neues in Aussicht und würde erstmal von Arbeitslosengeld leben (wobei ich nicht glaube, dass ich lange arbeitslos bleibe).

Ich weiß nicht wie ich ihnen das beibringen soll und wie ich reagieren soll, wenn sie mir das ausreden.

Hat jemand vielleicht einen Rat?

Danke.
 
Nun, wenn die eigenen Eltern so viel für einen getan haben, hat man schon Gewissensbisse, wenn man sich entschließt den bisherigen Lebensweg über den Haufen zu werfen und etwas anderes zu machen. Aber in erster Linie triffst du deine Entscheidungen für dich und ob deine Eltern evtl. enttäuscht reagieren, ist im Grunde nebensächlich - auch wenn sie dir geholfen haben.

Jemandem zu helfen bedeutet ja in der Konsequenz nicht dass die Person der geholfen wurde nun bis auf ewig in der Schuld der Helfer steht oder alles weitere im Leben mit ihnen absprechen (und genehmigen lasen) muss.

Deine Eltern haben dir aus freien Stücken geholfen, weil sie dich lieben, und wenn du ihnen von deinem Frust und deiner Unzufriedenheit erzählst, ist es genauso wahrscheinlich dass sie verständnisvoll reagieren und dich erneut unterstützen. Also zumindest, dass sie nicht enttäuscht reagieren.

Dass du kurzfristig ohne Job sein wirst, ist aus meiner Sicht durchaus übel, aber wenn du davon überzeugt bist, schnell einen neuen Job zu finden und dort wo du bist definitiv nicht klar kommst, dann ist es eben so und du solltest den Schritt wagen, denke ich.

Ist es eigentlich wirklich das Berufsbild, was du verfehlt hast, oder ist es vielleicht eher ein beschissenes Arbeitsklima oder so etwas?
 
Hallo Du;


Wieso fragen eigentlich immer die Kinder, ob sie ihre Eltern enttäuschen könnten?!


Haben sich schon mal Eltern gemeldet, die fragen, ob sie ihre Kinder enttäuschen?...
Weil sie sie in diese Welt gesetzt haben.... Ohne zu fragen....
Weil sie einen neuen Menschen gezeugt haben, der eine EIGENE PERSÖNLICHKEIT ist und EIGENE Entscheidungen zu treffen hat.

Meine Mama (70) sagt mir heute noch, ich solle: was anziehen, die Haare föhnen oder schön "Guten Tag" sagen........ Hallooooo.....?
Ist wohl ein Naturgesetz.....

Nur: Keiner, außer DIR SELBST lebt DEIN Leben, mit allen Konsequenzen!
DU fühlst Deine Gefühle; DU denkst Deine Gedanken. DU lebst Dich selbst, nicht Deine Eltern!

Sie können Dich fragen, wie es Dir geht, aber sie haben nicht zu erwarten, daß Du so lebst und denkst und fühlst, wie SIE es gern hätten!!!
Ich weiß, daß das als Kind praktisch nicht möglich ist, aber: Sei Du selbst und vertrete das auch!!!

Mag sein, daß das nicht angenehm ist für sie und für Dich, aber bei aller Liebe; DU bist ein eigenständiger Mensch; kannst für alles dankbar sein, was Deine Eltern für Dich gemacht haben, aber Du lebst NICHT ihr Leben, sondern DEINS!!!

Lieben Gruß

Marcus




 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
F Lügen aus Angst Familie 33
G Verheiratete Partnerin - Angst vor Scheidung und den Konsequenzen Familie 55
G Massive Angst vor der Familie.. Familie 9

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben