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Angst davor, Frauen zu belästigen

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S

Sonderfall

Gast
2006-2007 arbeitete ich als einziger Mann unter lauter Frauen in einem Seniorenheim. Es gab zuerst keine Probleme dort, die Kolleginnen waren allgemein nett, und mit einer verstand ich mich auf Anhieb ganz besonders gut. Wir waren eine Wellenlänge und hatten viel Spaß miteinander. Irgendwann fragte ich, ob wir mal die Nummern tauschen könnten, da wurde sie plötzlich abweisend. Was ich mir einbilde, sagte sie mir, sie so blöd anzumachen. Man kennt das ja schon zu Genüge, dass Frauen abweisend reagieren, wenn man sich für sie zu interessieren beginnt, aber in der Form hatte ich das noch nicht erlebt. Schließlich sagte sie, ich sollte künftig auf Abstand zu ihr achten, was im Pflegeberuf ja gar nicht umsetzbar ist, und überhaupt wurden auch die anderen Kolleginnen nach und nach immer abweisender mir gegenüber. Ich war echt froh, wo mein praktisches Jahr zu Ende war, und erst irgendwann später erfuhr ich, dass die Kolleginnen regelrecht Angst davor gehabt haben sollen, ich könnte sie verbal oder körperlich sexuell belästigen, und zwar in einem Ausmaß, von dem ich keine Ahnung hatte. Inzwischen wohne ich zwar längst woanders, habe aber seitdem keine Beziehung mehr zu einer Frau aufbauen können, weil mir diese Erfahrung immer noch im Kopf rumschwirrt. Die Situation belastete mich, denn einerseits soll der Mann beim Kennenlernen die Initiative ergreifen, andererseits kann aber selbst eine ganz normale Annäherung als Belästigung empfunden werden. Schließlich wurden Sexismus, Feminismus und sexuelle Belästigung öffentlich großes Thema, und ich dachte mir, dass dadurch endlich mehr Klarheit käme. Aber das Gegenteil war der Fall, die Gesetze wurden verschärft und die Verunsicherung wuchs immens. Aber so groß der Wunsch auch ist, jemandem seine Liebe zu schenken, ich darf keine Frauen belästigen und bin im Alltag sehr ernst und zurückhaltend geworden. Da gibt es keinen Flirt, kein Date, einfach gar nichts. Es ist nicht die Angst vor Zurückweisung, aber nicht zu wissen, wie ich jemals im Leben eine Frau kennenlernen kann, ohne eventuell deren persönliche Grenze zu verletzen, überfordert mich. Dabei habe ich gar keine überzogenen Anforderungen und glaube auch nicht, dass ich irgendwie ein unangenehmer Typ bin, aber es ist wie verflucht, denn selbst in den sozial schwachen und bildungsfernsten Bevölkerungsschichten wollen die Frauen nichts mit mir zu tun haben. Dazu kommt meine Angst vor der Zukunft. Ist es normal, dass sich meine Gedanken nur noch darum kreisen, oder ist das schon krankhaft?
 
Wenn man sich an eine Frau im beruflichen Umfeld ranmacht, wie du es versucht hast, sollte man schon ganz genau wissen, was man tut.
Das kann bös ins Auge gehen, weit schlimmere Geschichten gibt es da, als die deine.

Kurzum, was ist passiert:
Du hast ihre Signale, wahrscheinlich aus Unerfahrenheit, falsch gedeutet. Hast sie angegraben, sie hat dich abgewiesen.
Die Story hat im Kollegenkreis einmal die Runde gemacht (alles Damen) und man hat danach ungerne mit dir gearbeitet, da man Wiederholung befürchtete. Durch ihr "Komisch sein" signalisierten dir die anderen Damen, dass sie nichts von dir wollen (definitiv) und von deiner "Needynes" wussten.

Belästigt hast du freilich niemand, aber du hast dich ungeschickt angestellt. Und du hast freilich auch kein Gesetzt gebrochen, weder damals noch heute, deine Annahme ist lächerlich und strotzt vor Unerfahrenheit.
Du dramatisierst hier ziemlich, zumal das schon 2006 / 2007 war. Die kann sich gar nicht mehr an dich erinnern.
Wenn du seitdem keinerlei Erfahrungen mehr auf dem Bereich Flirten, Beziehung etc. gesammelt hast, wirds ohnehin arg schwierig für dich.

Sei auf der Arbeit künftig höflich, hilfsbereit, aber lasse amoröse Abenteuer ein Privileg deines Privatlebens sein und schon ist alles gelöst.
Letzteres gilt speziell dann, wenn du es mit einer Mehrzahl an Frauen zu tun hast auf der Arbeit. Du kannst sicher sein, dass der Buschfunk da schneller funktioniert als jedes Glasfaserkabel.

Hake es als Erfahrung ab.

Und tue unbedingt was gegen deine enorme Unsicherheit, deine vorauseilende Konformität und deine teils irrationalen Frauenbilder... dein Beitrag tut teilweise weh beim Lesen.

Du hast keine Grenze verletzt und auch niemanden belästigt. Du warst bei der Falschen, am ganz falschen Ort zu einer ganz falschen Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist heute leider usus geworden, daß alles was Beziehungsanbahnend ist, bei nichtgefallen seitens der Frau automatisch als sexuelle Belästigung aufgefasst wird.
Als Mann mus man sich daran gewöhnen wie selbstverständlich permanent als potentieller perverser Triebtäter dazustehen.

In den 80/90 Jahren galt der Slogan

"Soldaten sind (potentielle) Mörder"

in den 20ern dieses Jahrhunderts ist es

"Männer sind (potentielle) V***"

Witzigerweise ist dieser Ruf mit zunehmendem "gleichgestelle/gegendere" immer vehementer zu vernehmen, soviel zum Thema niemand darf bloßgestellt und diskriminiert wetrden, aber (alle) Männer sind...Schweine.

Wilkommen im ersten Viertel des 3ten Jahrtausends.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht lernst du besser Frauen kennen, wenn du dich gemeinsam mit ihnen für Sachthemen interessierst und ihr euch zunächst einmal unverbindlich damit beschäftigt.

Sport, Hobby, Malkurs, Ehrenamt, da Interesse zeigen und auf das Interesse anderer eingehen. So kommt man ins Gespräch und kann sich erst einmal ganz unverbindlich aneinander annähern und einander kennenlernen.

Direkt nach der Telefonnummer zu fragen würde auch auf mich aufdringlich wirken. Da würde ich auch abwinken. Wenn du Kolleginnen näher kennenlernen möchtest, kannst du ja erst einmal nach etwas Fachlichem fragen, dir etwas zeigen und erklären lassen und den Rat der Person einholen. So kann man sich ein Bild von seinem Gegenüber machen ohne sich direkt auf dünnes Eis zu begeben.

Wenn keine Sympathie offensichtlich ist, kann man sich jederzeit unverbindlich und ohne Gesichtsverlust aus der Affaire ziehen.

Man braucht Geduld und auch Glück bei der Partnersuche. Auf keinen Fall sollte man bedürftig rüberkommen. Am besten tritt man so auf, dass nicht zu erkennen ist, dass man auf Partnersuche ist.

Am Anfang steht immer ein unverbindliches Zugehen auf die andere Person, diese kann entscheiden, ob sie den Kontakt vertiefen will oder nicht.

Nichts persönlich nehmen! Und mach dir immer klar, dass dein Wert als Mensch nicht davon abhängt, ob du eine Partnerin hast oder nicht und wie dein Erfolg bei Frauen ist.
 
Das alte Problem.
Wenn eine Frau einen Kollegen in der Arbeit freundlich und nett behandelt, überlegt der sich dann immer automatisch, ob die Frau eventuell mehr von ihm möchte? Es ist sicher klüger, am Arbeitsplatz Abstand zu halten. Besser für das Betriebsklima.
So wie du es beschreibst, klingt ihre Reaktion allerdings etwas überzogen.
 
Nach meiner Erfahrung muss man kein Adonis sein, um von Frauen zumindest so viel Feedback zu bekommen, dass man weiß, ob der nächste Schritt erwünscht ist oder nicht. Die Grenze zur sexuellen Belästigung ist ja noch weit außer Sichtweite, wenn du dich mit einer Frau nur unterhältst, dich mal verbal ein bisschen vom reinen Smalltalk wegbewegst und guckst, wie sie reagiert. Aber so funktioniert Beziehungsanbahnung ja grundsätzlich, unabhängig vom Geschlecht.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich um "Social Justice Warriors", für die ein Blick sexuelle Belästigung ist, wenn er 0,5 s zu lange dauert, wie die meisten Männer einen großen Bogen mache.
 
Ich kann deine Sorgen nachvollziehen und teile sie. Es gibt vier einfache Grundregeln die ich deswegen immer befolge:

1. Denk nicht einmal daran auf der Arbeit zu flirten. Sei professionell, höflich, zurückhaltend. Die Arbeit ist keine Singlebörse.
2. Sprich Frauen nur an Orten an, die ausdrücklich dafür gedacht sind. Dazu gehören Singleparties und Datingseiten. Bars, der Supermarkt oder Parks gehören NICHT dazu.
3. Wenn du dir unsicher bist ob ein Satz oder ein Kommentar in Ordnung ist, dann frag dich ganz ehrlich ob du es okay finden würdest, wenn deine (hypothetische) Tochter in dieser Situation mit einem Fremden wäre. Wenn ja, ist alles okay. Wenn nein, weißt du das dein Verhalten unangebracht ist.
4. Frag bei Dates vor jedem Schritt nach. Frag, ob du sie berühren darfst. Frag, ob du sie umarmen darfst. Frag, ob du sie küssen darfst. Gehe NIEMALS davon aus, dass sie dir entsprechende Signale gesendet hat.

Insbesondere die dritte Regel halte ich für elementar wichtig um das eigene Verhalten zu prüfen.
 
Ach Jungchen, ich muss mich den anderen anschließen, denn mit einer Kollegin zu flirten ist wirklich die schlechteste Idee überhaupt! Bei uns gabs auch mal so einen Fall, die sind dann beide entlassen worden, als das aufflog. Mein Tipp ist, wenn du kein Frauentyp bist und auf der sicheren Seite bleiben willst, lass die Mädels einfach in Frieden. Und allein lässt sich es auch gut leben, glaub mir das.
 
Frag, ob du sie küssen darfst.
Also in Filmen ist das aber immer anders xD zerstört irgendwie auch die ganze Atmosphöre, wenn man davor nochmal nachfragen muss und es eigentlich der perfekte Moment ist. Ich find, man kann es auch übertreiben mit den ganzen Höflichkeiten. Man sollte einfach man selbst sein, egal ob man dann verrückt oder kindisch rüberkommt, wenigstens ist man authentisch und ehrlich.
 
Also in Filmen ist das aber immer anders xD zerstört irgendwie auch die ganze Atmosphöre, wenn man davor nochmal nachfragen muss und es eigentlich der perfekte Moment ist. Ich find, man kann es auch übertreiben mit den ganzen Höflichkeiten. Man sollte einfach man selbst sein, egal ob man dann verrückt oder kindisch rüberkommt, wenigstens ist man authentisch und ehrlich.
In Filmen gibt es auch Menschen die fliegen können, Stürze überleben die jeden mindestens ins Krankenhaus bringen würden und man kommt mit Selbstjustiz regelmäßig davon ;-)

Filme sind kein gutes Argument, im realen Leben schützt einen nicht die undurchdringliche Plot Armor. Lieber einmal zu oft nachfragen als etwas zu tun, was einer von beiden nicht will. Woher willst du zum Beispiel wissen, dass das was du als perfekten Moment empfindest, von der anderen Person auch so empfunden wird?
 

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