G
Gast
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Hallo.
Ich muss mich hier jetzt mal auslassen, sonst krieg ich zuviel.
In meinem Job sollten wir im Team einen Entwurf ausarbeiten. Das Ganze soll bis Ende Dezember stattfinden und seit Herbst sind wir dabei. Zuerst waren wir nur zu dritt, ich kam später zu einer Zweiergruppe und es war von Anfang an schwierig.
Der Teamleiter und der Kollege hatten sich schon mehrmals abgesprochen, bevor ich dazukam, und so wurde ich, mehr oder weniger, vor vollendete Tatsachen gestellt. Parallel begann der Teamleiter, mich abends per Messenger vollzuquatschen, in dem ich, wie fast alle Kollegen, öfters online bin, weil man da alle erreicht. Wir laberten also seitenlang. Immer nur mit mir, der andere Kollege war ja nie erreichbar (und ist es weiterhin nicht).
Ich hatte immer das Gefühl, mir total einen abbrechen zu müssen, um auch mal gehört zu werden, und generell war die Kommunikation nicht so dolle. Wegen der Unerreichbarkeit des Kollegen (die nie groß thematisiert wurde, er hätte eben noch kein Internet bzw. noch soviel anderes zu tun), redeten wir viel aneinander vorbei und grundsätzlich wusste die linke Hand nicht, was die rechte tut.
Der Teamleiter erging sich in Details und wälzte dann kurzerhand einen Teil seiner Aufgaben auf mich ab, weil er es zeitlich nicht schaffte und angeblich sein PC beschädigt wurde in einem Epic Mega Crash.
Naja, zur Vorbesprechung bekamen wir dann nicht so gute Bewertungen, was kein Wunder ist, wenn man alle Entwürfe, die alle in Eigenarbeit daheim ausgearbeitet haben, einen Abend vorher zusammenwürfelt und keiner weiß, was der andere getan hat.
Dann beging ich den grandiosen Fehler, eine Teambesprechung zu verpassen. Das wurde mir dann erstmal ewig aufs Brot geschmiert von beiden und ich dachte nur: WTF?? Ich muss mir JEDEN ABEND Diskussionen und Blabla von Teamleiter geben, muss seine Aufgaben mitübernehmen, hab ständig das Gefühl, mich total abstrampeln zu müssen, weil der eine mit dem Kopf in den Wolken schwebt und der andere nie erreichbar ist, und dann hängen die sich daran auf? Was ist mit all dem Krempel, den ich gemacht habe, wo sie deutlich weniger Aufwand erbracht haben? Was ist mit den endlosen Seiten in dem Messenger, in dem ich mit dem Teamleiter zusammen geplant und entworfen und besprochen habe??
War dann kurz davor, das Team zu verlassen, es kamen aber weitere Mitglieder dazu. Wir haben im Internet eine Seite eingerichtet, über die man planen kann. Angemeldet haben sich bisher der Teamleiter und ich, sonst keiner, und weiterhin wälzt er Aufgaben ab ("Kannst du das mal eben machen, ich hab dazu grade keinen Nerv") und rechnet fest damit, dass ich immer online und erreichbar bin (und wehe, wenn nicht). Die restlichen sind nun alle mehr oder weniger unerreichbar, antworten vllt. einmal am Tag auf Mails.
Auch so sind wir total unstrukturiert, die Kommunikation ist mies, keiner weiß so genau, was er eigentlich zu tun hat, und was mich am meisten nervt: Wir können uns nie auf Besprechungstermine einigen.
Das gab auch Anlass für den Thread: Immer kann einer nicht. Und keiner ist bereit, sein Privatleben auch mal eine Sekunde zurückzustellen. Die Begründungen sind ein Witz. Ich hab das Gefühl, ich muss dauernd allen hinterherrennen, weil sich alles total verläuft. Der Teamleiter labert rum von großartiger Präsentation, aber kann nun nicht, weil er abends mit Freundin was vorhat. Der andere hat dann angeblich seinen Rausch noch nicht ausgeschlafen, wieder andere wollen ja den Tag nutzen, andere den Abend (weil 1. Advent und so) und nun haben sich alle gemeinsam für einen Tag abgesprochen, an dem ich nicht kann. Mein Einwand, dass ich da einen Termin habe, wurde ignoriert, es kam nur: Ja, super, wenn es euch allen lieber ist, treffen wir uns dann.
Am liebsten würde ich aus dieser Gruppe aussteigen. Diese Unorganisiertheit geht mir so auf den Keks und dass sich keiner meldet, und dass nun gesammelt ein geplantes Treffen abgeblasen wird, das eigentlich entschieden war, weil man ja seinen Rausch auspennen bzw. gammeln will, um das alles auf einen Termin zu legen, an dem ich nicht kann. GENAU DA kann ich nicht, an allen anderen Tagen schon, aber da können die anderen nicht.
Und was mich halt am meisten ankotzt, dass ich Extraaufgaben übernehmen soll bzw. herhalten muss, weil sonst keiner erreichbar ist, und dann von den unerreichbaren Leuten über meinen Kopf hinweg entschieden wird, wann man sich trifft. Ich hab das Gefühl, als sollte ich einem Wurf Welpen beibringen, mit Messer und Gabel zu essen, und immer wieder drück ich ihnen das Besteck in die Pfote und immer wieder lassen sie es fallen und schauen dumm aus der Wäsche, und fühl mich eigentlich verarscht.
ABER: Ich kann es nicht anbringen, weil ich ja einmal gefehlt habe und mir das heute noch aufs Brot geschmiert wird.
Jetzt würd ich am liebsten gar nichts mehr machen, ebenfalls unerreichbar sein bzw. die Kommunikation mit den anderen auf kurz vor Null setzen. Soll sich der Teamleiter nen anderen Dödel suchen und sollen die sehen, was sie hinkriegen. Fast jede Besprechung wurde zwanzig mal verschoben und einer hat kurzfristig abgesagt, weil er ja auf einmal mit Oma Kaffee trinken gehen muss oder sein Hund auf den Teppich gepinkelt hat.
Und während man wie ein Bekloppter allem hinterherrennt, kommt dann auf einmal der Teamleiter mit seinem Lieblingskollegen um die Ecke und hat was Krasses in Zweierarbeit entworfen, von dem NIEMAND was wusste, und alle anderen stehen da wie Idioten. Ich hab das Gefühl, das ist teilweise Absicht. Und Kritik wird nicht geäußert, weil man Leute verletzen könnte. Ich muss die anderen theoretisch fesseln und bedrohen, damit sie mich kritisieren, hier und da sind Leute unzufrieden, keiner sagt was, und wenn ich jemanden kritisiere, ist dieser persönlich beleidigt (ich nehme an, deswegen kritisiert er eben nicht, weil er denkt, das hätte was mit persönlicher Beleidigung zu tun).
Alles eine einzige Sackgasse und total falsch und nervig. Jede Woche könnte ich mindestens einmal Amoklaufen, weil wieder im Projekt was total sch*** läuft.
Was soll ich jetzt machen? Den anderen sagen, dass mich das ankotzt mit dem Termin, oder die Füße stillhalten und mich über die gewonnene Freizeit freuen, oder mich unauffällig zurückziehen und nur noch das Allernötigste machen?
Ein Team zur effizienten Zusammenarbeit zu bewegen, ohne dass man mit ihm fünf Monate in einem 40-m²-Zimmer eingeschlossen ist, ist schier unmöglich.
Ich würde mich gerne richtig reinhängen, weiß aber mal wieder absolut nicht, welche Arbeiten man sinnvollerweise tun sollte (weil ich nicht weiß, was die anderen machen), mir fehlt Kritik und Feedback, und wenn man was macht und mitbringt, schauen es sich alle zwei Sekunden an und übergehen es. Das ist generell so. Es nervt mich so.
LG,
Matthias
Ich muss mich hier jetzt mal auslassen, sonst krieg ich zuviel.
In meinem Job sollten wir im Team einen Entwurf ausarbeiten. Das Ganze soll bis Ende Dezember stattfinden und seit Herbst sind wir dabei. Zuerst waren wir nur zu dritt, ich kam später zu einer Zweiergruppe und es war von Anfang an schwierig.
Der Teamleiter und der Kollege hatten sich schon mehrmals abgesprochen, bevor ich dazukam, und so wurde ich, mehr oder weniger, vor vollendete Tatsachen gestellt. Parallel begann der Teamleiter, mich abends per Messenger vollzuquatschen, in dem ich, wie fast alle Kollegen, öfters online bin, weil man da alle erreicht. Wir laberten also seitenlang. Immer nur mit mir, der andere Kollege war ja nie erreichbar (und ist es weiterhin nicht).
Ich hatte immer das Gefühl, mir total einen abbrechen zu müssen, um auch mal gehört zu werden, und generell war die Kommunikation nicht so dolle. Wegen der Unerreichbarkeit des Kollegen (die nie groß thematisiert wurde, er hätte eben noch kein Internet bzw. noch soviel anderes zu tun), redeten wir viel aneinander vorbei und grundsätzlich wusste die linke Hand nicht, was die rechte tut.
Der Teamleiter erging sich in Details und wälzte dann kurzerhand einen Teil seiner Aufgaben auf mich ab, weil er es zeitlich nicht schaffte und angeblich sein PC beschädigt wurde in einem Epic Mega Crash.
Naja, zur Vorbesprechung bekamen wir dann nicht so gute Bewertungen, was kein Wunder ist, wenn man alle Entwürfe, die alle in Eigenarbeit daheim ausgearbeitet haben, einen Abend vorher zusammenwürfelt und keiner weiß, was der andere getan hat.
Dann beging ich den grandiosen Fehler, eine Teambesprechung zu verpassen. Das wurde mir dann erstmal ewig aufs Brot geschmiert von beiden und ich dachte nur: WTF?? Ich muss mir JEDEN ABEND Diskussionen und Blabla von Teamleiter geben, muss seine Aufgaben mitübernehmen, hab ständig das Gefühl, mich total abstrampeln zu müssen, weil der eine mit dem Kopf in den Wolken schwebt und der andere nie erreichbar ist, und dann hängen die sich daran auf? Was ist mit all dem Krempel, den ich gemacht habe, wo sie deutlich weniger Aufwand erbracht haben? Was ist mit den endlosen Seiten in dem Messenger, in dem ich mit dem Teamleiter zusammen geplant und entworfen und besprochen habe??
War dann kurz davor, das Team zu verlassen, es kamen aber weitere Mitglieder dazu. Wir haben im Internet eine Seite eingerichtet, über die man planen kann. Angemeldet haben sich bisher der Teamleiter und ich, sonst keiner, und weiterhin wälzt er Aufgaben ab ("Kannst du das mal eben machen, ich hab dazu grade keinen Nerv") und rechnet fest damit, dass ich immer online und erreichbar bin (und wehe, wenn nicht). Die restlichen sind nun alle mehr oder weniger unerreichbar, antworten vllt. einmal am Tag auf Mails.
Auch so sind wir total unstrukturiert, die Kommunikation ist mies, keiner weiß so genau, was er eigentlich zu tun hat, und was mich am meisten nervt: Wir können uns nie auf Besprechungstermine einigen.
Das gab auch Anlass für den Thread: Immer kann einer nicht. Und keiner ist bereit, sein Privatleben auch mal eine Sekunde zurückzustellen. Die Begründungen sind ein Witz. Ich hab das Gefühl, ich muss dauernd allen hinterherrennen, weil sich alles total verläuft. Der Teamleiter labert rum von großartiger Präsentation, aber kann nun nicht, weil er abends mit Freundin was vorhat. Der andere hat dann angeblich seinen Rausch noch nicht ausgeschlafen, wieder andere wollen ja den Tag nutzen, andere den Abend (weil 1. Advent und so) und nun haben sich alle gemeinsam für einen Tag abgesprochen, an dem ich nicht kann. Mein Einwand, dass ich da einen Termin habe, wurde ignoriert, es kam nur: Ja, super, wenn es euch allen lieber ist, treffen wir uns dann.
Am liebsten würde ich aus dieser Gruppe aussteigen. Diese Unorganisiertheit geht mir so auf den Keks und dass sich keiner meldet, und dass nun gesammelt ein geplantes Treffen abgeblasen wird, das eigentlich entschieden war, weil man ja seinen Rausch auspennen bzw. gammeln will, um das alles auf einen Termin zu legen, an dem ich nicht kann. GENAU DA kann ich nicht, an allen anderen Tagen schon, aber da können die anderen nicht.
Und was mich halt am meisten ankotzt, dass ich Extraaufgaben übernehmen soll bzw. herhalten muss, weil sonst keiner erreichbar ist, und dann von den unerreichbaren Leuten über meinen Kopf hinweg entschieden wird, wann man sich trifft. Ich hab das Gefühl, als sollte ich einem Wurf Welpen beibringen, mit Messer und Gabel zu essen, und immer wieder drück ich ihnen das Besteck in die Pfote und immer wieder lassen sie es fallen und schauen dumm aus der Wäsche, und fühl mich eigentlich verarscht.
ABER: Ich kann es nicht anbringen, weil ich ja einmal gefehlt habe und mir das heute noch aufs Brot geschmiert wird.
Jetzt würd ich am liebsten gar nichts mehr machen, ebenfalls unerreichbar sein bzw. die Kommunikation mit den anderen auf kurz vor Null setzen. Soll sich der Teamleiter nen anderen Dödel suchen und sollen die sehen, was sie hinkriegen. Fast jede Besprechung wurde zwanzig mal verschoben und einer hat kurzfristig abgesagt, weil er ja auf einmal mit Oma Kaffee trinken gehen muss oder sein Hund auf den Teppich gepinkelt hat.
Und während man wie ein Bekloppter allem hinterherrennt, kommt dann auf einmal der Teamleiter mit seinem Lieblingskollegen um die Ecke und hat was Krasses in Zweierarbeit entworfen, von dem NIEMAND was wusste, und alle anderen stehen da wie Idioten. Ich hab das Gefühl, das ist teilweise Absicht. Und Kritik wird nicht geäußert, weil man Leute verletzen könnte. Ich muss die anderen theoretisch fesseln und bedrohen, damit sie mich kritisieren, hier und da sind Leute unzufrieden, keiner sagt was, und wenn ich jemanden kritisiere, ist dieser persönlich beleidigt (ich nehme an, deswegen kritisiert er eben nicht, weil er denkt, das hätte was mit persönlicher Beleidigung zu tun).
Alles eine einzige Sackgasse und total falsch und nervig. Jede Woche könnte ich mindestens einmal Amoklaufen, weil wieder im Projekt was total sch*** läuft.
Was soll ich jetzt machen? Den anderen sagen, dass mich das ankotzt mit dem Termin, oder die Füße stillhalten und mich über die gewonnene Freizeit freuen, oder mich unauffällig zurückziehen und nur noch das Allernötigste machen?
Ein Team zur effizienten Zusammenarbeit zu bewegen, ohne dass man mit ihm fünf Monate in einem 40-m²-Zimmer eingeschlossen ist, ist schier unmöglich.
Ich würde mich gerne richtig reinhängen, weiß aber mal wieder absolut nicht, welche Arbeiten man sinnvollerweise tun sollte (weil ich nicht weiß, was die anderen machen), mir fehlt Kritik und Feedback, und wenn man was macht und mitbringt, schauen es sich alle zwei Sekunden an und übergehen es. Das ist generell so. Es nervt mich so.
LG,
Matthias