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Angehörige Verstorben

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Was kann man tun wenn man über den Tod seines Vaters der seit zwei jahren verstorben ist nicht drüber hinweg kommt?
 
einfach den Schmerz zulassen , er benötigt seine Zeit .

Ich habe fast 10 Jahre benötigt , bis ich am Grab nicht mehr weinen mußte. es kommt auf die Bindung drauf an.
 
Was kann man tun wenn man über den Tod seines Vaters der seit zwei jahren verstorben ist nicht drüber hinweg kommt?

Es tut mir leid, wenn ich so etwas lese.
Es tut einfach weh, wenn man einen geliebten Verstorbenen verloren hat.
Bedrückt dich etwas, wenn es um deinen Vater geht?
Ich meine, wolltest du ihm etwas sagen und konntest nicht mehr?
Dann würde ich einen Brief schreiben und ins Grab buddeln oder so.
Liest sich blöd, eine Freundin machte das.....
sie las den Brief auch am Grab dem Papa vor und nachher buddelte sie ihn ein.
Man müsste bei dir etwas mehr erfahren, was in dir vorgeht, wenn du über deinen Vater nachdenkst.
Wie geht es dir? Was genau lässt dich schlußfolgern, dass du viel.
länger brauchst, als andere?
Ich meine, es gibt keine Zeit, in welcher man mit einem Tod zurecht kommen muss!
Ich würde auch sagen, lass dir Zeit.
Sollte es dein Leben sehr bestimmen, dann würde ich dir ein unverbindliches Gespräch bei einer Psychologin empfehlen.
Es gibt bei der Caritas Beratungsstellen wo man Hilfe bekommt.
Oder eine Trauergruppe so eine Art Selbsthilfegruppe, dort hättest du "Gleichgesinnte"....
Reden hilft auch da, denke ich.
Ich kenne dich nicht, deshalb ist es schwer, dir etwas zu empfehlen.
Auf jeden Fall sind meine Gedanken bei dir und ich hoffe, du findest einen Weg, mit dem Tod deines Vaters klar zu kommen.
 
Ja das was mich bedrückt ist die Ungewissheit wo mein Vater sich jetzt aufhält,wie es ihm geht und was er so macht...Diese gedanken machen mich ehrlich gesagt Wahnsinnig.Seit dem er nicht mehr da ist interessiere ich mich auch viel für das Thema "Leben nach dem Tod" ob es sowas gibt oder nicht.
Was ich auch leider nicht mehr geschafft hab,ihm zu sagen wie lieb ich ihn habe doch das mit dem Brief habe ich schon gemacht....hat ehrlich gesagt nichts geholfen :-(
Ich bin auch psychisch schon total am ende...hab jetzt auch vor kurzem einen Termin bei einer Psychologin gemacht doch die hat erst nach August zeit.Ich hoffe das es da mal etwas bringt,wenn ich da in Behandlung bin sonst weiss ich nicht weiter.
 
Was kann man tun wenn man über den Tod seines Vaters der seit zwei jahren verstorben ist nicht drüber hinweg kommt?

Du denkst sehr oft darüber nach oder? Hast du immernoch Depressionen wegen seinem Tod?

Ich kenne das jedenfalls sehr gut. Manchmal passieren im Leben Dinge, die einen sehr lange beschäftigen, weil man einfach nicht die Antwort auf seine Fragen findet.

Dich Abzulenken hilft dabei dann auch nicht viel. Du verdrängst die Sache dadurch nur und das ist furchtbar.

Ich hatte Dezember letzten Jahres vor mich wegen einer Sache umzubringen (Ich bin persönlichkeitsgestört, also psychisch sehr labil). Gott sei Dank bekam ich in letzter Sekunde psychologische Hilfe und ich bin jetzt so stabil, wie schon lange nicht mehr. In der Zeit nach meinem Vorhaben mich umzubringen bin ich in starke Depressionen verfallen.

Das ich da herausgekommen bin, verdanke ich nur meiner Ärztin für Nervenheilkunde und meiner Psychologin.

Gehe einfach in Therapie und lasse dir da weiterhelfen. Wir können hier gerne über die Dinge, die dich beschäftigen schreiben und dich beraten. Vielleicht können wir dir auch den richtigen Weg zeigen. Du musst dich aber darauf einstellen, dass es lange dauern wird, bis du wieder ein normales Leben hast.

Aber ich kann dir vielleicht etwas vorab schonmal raten:

Wenn du dir wegen irgendetwas Schuldgefühle machst, das deinem Vater passiert ist oder was du deinem Vater gesagt hast, dann ist das absolut falsch.

Jeder Mensch handelt so, wie er es für richtig hält und man lernt dann im Leben immer mehr dazu und damit wird sich auch sein Verhalten ändern.

Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und wenn es etwas gibt, weswegen du dich hasst und dir Selbstvorwürfe machst, dann musst du Lernen mit dir Selbst umzugehen.

Schreibe doch einfach mal spontan, was dir so für Gedanken durch den Kopf schießen, wenn du an deinen Vater denkst.
 
Ja denke sehr oft noch an ihn...Ich habe nicht nur Depressionen hinzu kommen noch Angst und Panikattacken.Mitlerweile denke ich auch das ich immer tiefer in ein Loch sinke wo man nur schwer wieder raus kommt.Ich möchte endlich wieder ein normales Leben führen aber davon bin ich noch sehr weit entfernt :-(
 
Ja denke sehr oft noch an ihn...Ich habe nicht nur Depressionen hinzu kommen noch Angst und Panikattacken.

Ja, Angst- und Panikattacken greifen bei Depressionen Hand in Hand. Ich weiß selbst wie das ist.

Mitlerweile denke ich auch das ich immer tiefer in ein Loch sinke wo man nur schwer wieder raus kommt.Ich möchte endlich wieder ein normales Leben führen aber davon bin ich noch sehr weit entfernt :-(

Das erinnert mich an meine Zeit vor etwa 6 Monaten. Damals hatte ich auch starke Depressionen und Angstattacken.

Ich kann dir nun folgendes Raten:

1) Du musst immer daran denken, was du wirklich brauchst. Konzentriere dich auf das Wesentliche. Achte immer auf dich. Du musst dich permanent selbst beobachten, um da wieder herauszukommen.

Konzentriere dich also auf die wesentlichen Ziele deines Alltags und behalte dabei immer deinen Weg im Blick.

Weg und Ziel bilden eine Einheit und du solltest beide Aspekte nie aus den Augen verlieren.

Ich denke mal das Erste wäre es sich darauf zu konzentrieren, dass du deinen Alltag im Griff hast.

2) Dieser einzelne Vorfall ist zwar sehr schlimm, aber du musst lernen ihn anders zu bewerten. Du musst damit umgehen können.

Auf der Welt sterben täglich Menschen. Die Umstände sind teilweise sogar noch schlimmer oder tragischer, als bei dir.

Der Tod ist ein natürlicher Bestandteil des Lebens und das musst du in dir verankern. Es ist zwar sehr schlimm, gehört aber zum Leben dazu.

Du musst aus deinem jetzigen "geistigen" Gefängnis herauskommen. Die Depressionen musst du überwinden. Hast du sie überwunden, dann nehmen auch die Angstattacken ab.

Als Hinweis: Wenn du Panikattacken hast, dann konzentriere dich immer auf das was du wirklich brauchst. Ich weiß es braucht am Anfang viel Übung, aber wenn man Panik hat, dann vergisst man schnell die Realität und du musst lernen deine Angstattacken zu bewältigen.

Körper und Geist haben eine starke Wechselwirkung. Daher rate ich dir viel Ausdauersport zu treiben. Warum Ausdauersport? Das ist die beste Möglichkeit, um deinen Gefühlshaushalt stabil werden zu lassen. Achte immer darauf, dass du dir genügend Ruhepausen gönnst und möglich genügend Nahrung zu dir nimmst.

3)
Du musst Eigenverantwortung übernehmen. Du bist die einzige Person, die dich da herausbringen kann.

Ich will jetzt nicht sagen, dass du das nicht hast, weil ich dich ja nicht kenne, aber das ist in solchen Phasen das Wichtigste überhaupt.

Du bist keinesfalls dein eigenes ein Opfer. Du bist dein eigener Wegweiser. Du entscheidest für dich selbst.

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Keiner von uns kann eine Therapie ersetzen. Du solltest dich auf jeden Fall in Behandlung geben lassen, wenn du ganz sicher da wieder herauskommen willst.

Warum? Die Therapeutin bzw. der Therapeut kann besser auf dich eingehen, als ich zum Beispiel jetzt. Ich sehe ja nur, was du mir schreibst und sonst weiter nichts.

Ich kann dir für den Anfang ein Buch empfehlen:
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Gefühle verstehen, Probleme bewältigen: Ein praktischer Ratgeber zur Bewältigung von Ängsten, Unsicherheiten, Minderwertigkeits- und Schuldgefühlen, Eifersucht, depressiven Verstimmungen.

Autoren: Doris Wolf & Rolf Merkle

ISBN-13: 978-3923614189
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So ein Ratgeber ist sehr gut, wenn man psychische Schwierigkeiten hat. Zur Selbsthilfe eignet sich dieses Buch jedenfalls sehr gut.

Noch etwas:
Du bist für deine Gefühle und Gedanken verantwortlich. Du kannst entscheiden, was du denkst und wie du dich fühlst. Das was du denkst spiegelt sich in deinen Gefühlen wieder.

Ich trage jetzt seit ein paar Tagen ein Gummiband, dass ich immer schnippe, wenn ich rückfällige Gedanken habe. Soetwas ist eine anerkannte psychotherapeutische Standardmethode zur Selbststeuerung der eigenen Gedankenwelt.

Was ich noch raten kann:
Schreibe Tagebuch. Schreibe deine ganzen Gefühle des Tages darin nieder.
Du kannst auch Gedichte schreiben.

Wieso? Das dient zur Selbstreflexion und zur Verringerung der eigenen seelischen Schmerzen.

Du wirst schnell sehen, dass das viel bringt. Du musst dich allerdings ernsthaft damit auseinandersetzen.

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Aller Anfang ist schwer.
Ich habe circa 6 Monate gebraucht, um wieder stabil zu werden. Das dauerte sehr lange, aber ich hatte die Geduld und die musst du auch aufbringen.

Du musst geduldig mit dir selbst sein !

Ich bin persönlichkeitsgestört und ich muss daher sehr stark darauf achten, dass meine Psyche stabil bleibt. Deswegen kann ich mich so gut in deine Lage hineinversetzen.

So weit erstmal bis hierhin.
 
Danke für die Tipps werde ich mir zu Herzen nehmenund versuchen um zu setzen.Hab schon ein Buch das ich im moment am lesen bin auch über Angst und Panikattacken.Werde mir dann als nächstes das Buch von dir bestellen und durch lesen.
Hoffe das es dann irgendwann völlig weg ist...
 
Hallo,

mein Vater ist letztes Jahr in noch jungem Alter mit 57 Jahren auch verstorben. Und ich weiß ganz genau das es jahrelang dauern wird bis ich darüber hinweg bin.

des problem was dabei hinzukommt ist, dass ich noch eine mutter habe mit einer schweren krankheit, des macht die sache nochmal einen brocken schwerer. von daher kann ich dich sehr gut nachvollziehen!!!
 

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