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Am Ende

G

Gast

Gast
Ich weiß nicht mehr weiter:

Ich studiere im 3. Semester auf Lehramt! Ich bekomme im Studium überhaupt nichts gebacken! Ich hab mir auch das falsche Studium ausgesucht! Habe Geldprobleme.

Mein ganzes Leben lang leide ich schon unter sozialer Phobie! Ich war immer mehr oder weniger eine Außenseiterin! Niemand versteht mich und ich fühle mich so einsam! Meine Familie hasst mich, dass haben sie mir erst an Weihnachten wieder gesagt!

Ich fühle mich mit dem ganzen Leben überfordert! Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, privat wie beruflich! Ich fühle mich hier so fehl am Platz...

Ich habe nur noch Depressionen, habe Angst mein Zimmer zu verlassen und bin nur noch im Internet und träume mich in eine Traumwelt...

Was soll ich sagen ich bin am Ende! Will nur noch Tod sein und weiß einfach nicht, wie ich mein Leben in den Griff kriegen soll???

Ich war auch schon beim Psychologen und in einer Selbsthilfegruppe aber das hat mir nicht geholfen...

24 w
 

Hallo Gast,

schau mal hier: Am Ende. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Gast,
wenn du Angst hast, dein Zimmer zu verlassen solltest du wenigstens regelmäßig mit jemand telefonieren, der dich durch und aus deine Krise begleitet - zur Not die Telefonseelsorge. Besser wäre natürlich ein Arzt, dem du auch deutlich sagst, wie es dir geht. Dafür sind Ärzte da und ausgebildet.
Frage/Tipp von meiner Seite noch zusätzlich (bin kein Arzt, aber kenne mich mit diesem Thema gut aus): Wie ernährst du dich so? Die Menge und Art der Nährstoffe hat einen großen Einfluss auf die Befindlichkeit und auch auf Motivation. Deine Beschreibung klingt für mich, als ob du unter Zinkmangel leiden könntest (Zink ist in Rindfleisch und Innereien enthalten und wird bei Stress oder durch starke Beanspruchung der Augen mehr verbraucht als normal). Mach vielleicht mal den www.zinktest.de und schreib mir die Punktezahl.
Schön, dass du hier geschrieben hast - immerhin ein Anfang!
Dranbleiben bitte ...
Werner
 
Hi,

versuch ein Urlaubssemester zu machen. Evtl. kannst du auch aufgrund deiner psychischen Probleme ein Krankheitssemester beantragen. Dann bist du von den Studiengebühren erstmal befreit und hast 6 Monate Zeit dein Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen.
Such die therapeutische Hilfe und geh jobben. So hast du erstmal etwas Geld und bist von deinen Problemen abgelenkt. Dann kannst du dir klar darüber werden, was dir in deinem Studium so zu schaffen macht und evtl eine Alternative dazu suchen.
 
Offensichtlich bist du an einem Punkt angelangt,
wo es nicht mehr weitergeht. In einem solchen
Falle bist du am Besten in einer Klinik aufgehoben.

Mach dich auf dem Weg zum Hausarzt und
bespreche dort alles.

Leite ohne Umwege eine sofortige Einweisung ein.

Herzlichst

Germ
 
hallo gast

wie lange warst du denn beim psychologen?
hat es überhaupt nichts gebracht?

ich bin damals auch zum psychologen, weil ich auch überfordert war mit allem.
die paar sitzungen haben mir natürlich nicht geholfen, alles von grund auf zu
lösen und auf ne klare linie zu kommen.
ich war bei zwei unterschiedlichen. die eine war gut. bei der fühlte ich mich
verstanden und bei der konnte ich mich öffnen, und vieles besprechen, was
mich bedrückte, ja halb in den wahnsinn trieb.

geldsorgen hatte ich auch. das gehört zum studileben. nicht für alle, aber für
viele. ich hatte immer nebenjobs. ging nicht ohne. habe die ollsten jobs gemacht.
gratiszeitung auf der strasse verteilt. als kellnerin. als büroaushilfe. als irgendwas.

und mit meiner familie hatte ich auch stress. ich will da nicht auf näheres eingehen,
weil es den rahmen sprengen würde.

nur soviel. ich kenne viele, denen es gleich geht wie dir und mir. manchmal krasser
manchmal weniger krass.

aber du selber bist grad in einer akuten situation und ich würde dir raten sofort nen
psychologen aufzusuchen! es gibt eine phase, wo einem die negativen gedanken nur
noch runterreissen. wo man selber einfach nicht mehr schafft, positive gedanken
zu haben, die helfen, die eignen probleme schritt für schritt zu lösen, anzugehen.

es ist manchmal schwer, überhaupt zu verstehen, was für konflikte man hat. und dann
diese auch noch anzugehen, und nicht davor zu flüchten.
aber es ist wichtig. ob jetzt oder später, man muss sich den konflikten und den problemen
stellen. da ist begleitung/unterstützung wichtig. ansonsten .. es ist wie ein teufelskreis,
wo man reingerät und es einen immer weiterrunterzieht. obwohl es gar nicht sein müsste.
dass du mal nen ort hast, wo du erzählen kannst, klarheit schaffen kannst.

wieso hasst dich deine familie?
manchmal "hassen" die anderen einen, weil man nicht das tut, was sie wollen.
sie schieben dann einem die schuld für ihre schlechte laune in die schuhe.
davon sollte man sich nicht beirren lassen. sowas kommt häufig vor.
oder manchmal sind sie einfach so drauf und können nicht anders.
klar, wir wollen alle geliebt werden: also respektiert, angenommen, dazugehören.
aber man sollte sich deshalb nicht in seinen eigenen fundamenten zerstören lassen.
ich hatte jahrelang schuldgefühle. wollte es mir und der familie recht machen.
überhaupt den mitmenschen. aber das geht halt einfach nicht.

wegen den ängsten.. wenn dich zur zeit alles überschwemmt und dir vieles angst einjagt, du dich völlig blockiert fühlst, dann bitte ich dich jemanden aufzusuchen!!
mag sein, dass es beim ersten psychologen nicht so geklappt hat. und auch nicht in der selbsthilfegruppe. das will nichts heissen.
ich habe ne alte bekannte, die sich so zurückgezogen hat aus angst, ganz allein war mit
ihren problemen, dass sie dann psychosen bekommen hat.
man kann konflikten nicht aus dem weg gehen. auch nicht, indem man zu hause bleibt.
im letzten jahr des studiums, fiel es mir superschwer zu den vorlesungen zu gehen.
ich hatte null zugang zu meinen mitstudenten. ich hatte zuviele negative gedanken und gefühle die ich in mir mitschleppte. ich war schlapp. ich war irgendwie am ende. unfähig.
ich ging dann fort.
wie gesagt, ich kenne (kannte) einige studenten. man fragt sich lauter dinge. über das studium. über das zwischenmenschliche. man muss ja auch leistungen erbringen. manchmla ist man nicht zufriedern über die art der ausbildung, oder was einem beigebracht wird.
lauter konflikte.
BITTE: vergrab dich nicht im zimmer. such dir jemanden (psychologen), der dir bei deinen problemen hilft.
warte nicht, bis alles den bach runter ist.

mir war oft bewusst, dass ich massive probleme hatte. ich habe versucht irgendwie alles alleine zu regeln. ich wusste damals auch gar nicht, dass ich psychologische hilfe holen könnte (falsche bescheidenheit, wie bei vielen anderen dingen auch..).

bezüglich familie hat es mich zeit und kraft gekostet gewisse dinge zu bereinigen.
ablösung von der familie. sich durchsetzen. streitgespräche führen können.

wir haben viele gedanken - die einem nicht immer sehr bewusst sind - die uns abhalten.

ich bin mal zu einem therapeuten, wo ich zeichnen musste. es war keine gesprächstherapie, wo man nur dahockt und redet. als ich meine zeichnung "sah", war ich sehr geschockt.
über all das negative, das abgeschnitten sein.
psychologie bedeutet auch oft, dass man mit sich selber auseinandersetzt.
ich konnte meine familie nicht ändern. die welt auch nciht. die vorgaben auch nicht. egal wie idiotisch ich es finde. aber eine positivere einstellung zu mir gewinnen. selbstvertrauen entwickeln. mich als mensch mit fehlern betrachten. lernen, mit den konflikten umzugehen.
wir haben dann auch mal mit so zettelchen gearbeitet. auf diese musste ich spontane gedanken aufschreiben. wir haben uns die dann angeschaut. alles war sehr emotional, also ging mir ans eingeweihte. entweder heulte ich oder schrie halb rum. all die aggressionen fingen an zu überschäumen. erwartungsängste.. und und und.
ich fand es interessant. ich hatte neue einsichten. ich hatte neue punkte, an denen ich zu arbeiten begann.
ich arbeite noch immer.
zum beispiel auf meiner arbeit: wenn mich jemand mit dem A**** anschaut oder irgendnen scheiss kommentar vom stapel lässt. lernen damit umzugehen. das heisst auch auf seine gedanken zu achten. verlustängste. man will geliebt werden. dagegenhalten. nciht immer das schlimmste annehmen, das schlimmste denken (>katastrophendenken).
als ich mein unistadt verliess, dachte ich, dass ich dümmste wesen auf der welt bin.
dass ich die unendlich grösste versagerin war.
ich war nicht nur gedanklich von diesem gedanken erfüllt, sondern auch emotional.

so kann man sich natürlich auch fertig machen! da braucht man keine mitmenschen mehr, die einen fertig machen. sondern da erledigt man sich selber. mit eigenen gedanken und bewertungen.

ich habe umgelernt.

ich habe alles liegenlassen und bin weg.
vielleicht hätte ich diese tolle therapie schon damals machen sollen.
aber damals sah ich das nicht, oder begriff ich nicht, in was ich alles verstrickt war. wie negativ ich vieles sah, wie ich voller angst war, mit ganz wenig selbstvertrauen. ich habe mich für vieles beschuldigt. und habe viel zu viel von mir erwartet.

es ist schwer so ganz alleine für sich.

hol dir hilfe. es ist möglich. es ist wichtig.

mir hat alles im kopf gedreht. ich war unfähig ein problem zu erkennen und dann
schritte für dessen lösung einzuleiten. ok, gewisse schon. aber irgendwie war alles zuviel.
vorallem auch die persönlichen probleme.

heute, jetzt, ich habe vier jahre gejobbt und bin einiges durch, sehe ich meine situation anders. viele ängste, die ich damals durchlebte, wären gar nicht nötig gewesen. oder ich habe in der zwischenzeit, einige ängste verloren, weil ich mich ihnen gestellt habe. daran gearbeitet habe. ich hätte mich halb so viel stressen sollen. aber es ist natürlich schwer, dies zu sehen, wenn der eigene körper von diesen gedanken ausgefüllt ist und der körper permanent stresshormone ausschüttet.

BITTE: nimm dir hilfe. lass dir bei deinen ängsten helfen. es geht. wenn nötig checkst du mehrere psychologen ab.

oder zuerst zum hausarzt gehen und sagen, dass du nicht mehr rausgehen kannst.

tu es jetzt, damit man dir helfen kann, deine problemlösefähigkeit zu aktivieren. denn das hast du. das kannst du.

mit ängstigenden gedanken ist es so ein ding. je mehr man an die sachen denkt, die einen ängstigen, umso mehr angst kriegt man. je mehr man die dinge denkt, wo man glaubt, es nicht zu können, umso mehr verliert man den blick für die eigene kraft. das man auch was tun kann, handeln kann. dass man nicht allem einfach so ausgesetzt ist. man verliert den blick für das positive, für die eigenen stärken.
oft sieht alles sehr extrem aus. schwarz/weiss. immer/nie. alle/niemand.

es gibt im netz (ich habe jetzt keine adresse, aber die kannst du googeln) so tests bezüglich depression (ich glaube sogar hier auf der HP.. links im navigator: TESTS-depression).
fülle es aus, druck es aus, nimm es mit zum arzt.

mir hat mal - aber ich weiss nicht, ob es für dich auch sinnvoll ist - so ein mediationskurs enorm geholfen. durch die stille und die meditation wurde ich plötzlich sehr ruhig, weil man die gedanken mal ausblendet, tief atmet, nur da ist. das hat mcih ein wenig ausatmen lassen.
so gedanken können enorm störend sein, weil sie sich verselbständigen und auf einen rumhacken.

was ich auch oft mache. ich nehm ein blatt papier. und versuche drauf aufzuzeichnen, was mir durch den kopf geht. was mich stresst, womit ich ein problem habe, was ich möchte, wo ich bin, etc...

du hast einige wichtige punkte, die natürlich sehr essentiell für dich sind:
zum beispiel das "falsche studium".

da müsstest du für dich klären, warum es das falsche ist, ob es wirklcih das falsche ist, und wenn ja, dann was das richtige und machbare für dich wäre.

etc.

wie du dein leben in "griff" kriegen sollst?

indem du es "anpackst".

indem du deine probleme anpackst, dir helfen lässt und unterstützung holst.

viel kraft
und gute gedanken
und glauben an dich
und deine fähigkeiten

gast
 
Therapie

Die subjektive Beschreibung deiner Lebenssituation umschreibt in seinen Zügen die Symptomatik einer klinischen Depression. Es handelt sich hierbei um eine Krankheit, die dringend behandlungsbedürftig ist und mit unter auch medikamentös zu therapieren ist.

Eine Depression kann verschiedene Symptome haben, die durch individuelle Lebensumstände ungünstig beeinflusst werden können.

Soziale Phobien können Teil des Krankheitsbildes sein, aber eben auch ein überwältigendes Gefühl der eigenen Wertlosigkeit und der eigenen Bestandslosigkeit. Die Krankheit kann schubweise verlaufen und zeigt meist eine Progression, also Verstärkung der Symptomatik. Solltst du zu irgendeinem Zeitpunkt suizidale Gedanken gehabt haben, ist es notwendig, dass Du Dich schnellstmöglich an einen Arzt!!! mit psychotherapeutischem/psychatrischen Schwerpunkt wendest aber auch dein Hausarzt wird wissen an wen er Dich in einem solchen Falle zu überweisen hat. (als Ärztin sag ich Dir: Das gehört zu unserem Alltag) Nur er kann die notwenige Therapie einleiten. Ein Psychologe darf keinerlei Medikamente verordnen und verfügt nicht über das notwendige Instrumentarium zur Behandlung einer Depression.

Und noch eins: Dein Leiden ist nicht notwendig, es ist behandelbar, dir kann es besser gehen, wenn du dich in professionelle Hände begibst; Du kannst wieder gesund und glücklich leben, wenn es auch etwas Zeit braucht. Denk über diese Möglcihkeit nach.

Und frage dich: Warum möchtest Du Lehrerin werden, wenn du an einer, wie Du es nennst "Sozialen Phobie" leidest? Warum möchstet du in einem so hoch-sozialen, hoch kommunikativen und hochgradig konfrontativen Beruf arbeiten?

Ich wünsche Dir alles Gute,


Dagmar.
 
Ein ganzes Leben lang Aussenseiter? Jeder hasst Dich?
Du gegen die ganze, böse, feindliche Welt?


Glaub' mir: die Welt ist weniger schlecht, als man von ihr denkt und Du unterstellst allen, böse und ungerecht über Dich zu urteilen. Du bist aber weniger wichtig, als Du denkst, die meisten werden sich vielmehr überhaupt keine Gedanken über Dich machen, sondern offen sein und bereit für Dich (und vielleicht dieselben Ängste: komme ich gut an? usw), gehst Du nur auf sie zu. Aber das musst Du machen, auf Dich wird nie jemand zukommen, nicht, weil Du so besonders hassenswert bist, sondern, weil Du auch nicht wichtiger bist, als der Mensch, von dem Du ebendies erwartest.

Wenn Du Dir eine soziale Phobie attestierst, solltest Du dringend zum Neurologen, Dir unterstützende Antidepressiva holen und dann zum Psyhologen, eine unterstützende Therapie machen. Aber Du musst es selbst wollen! Der Neurologe kann Dich nicht ändern und aus Dir eine andere Person formen. Du selbst musst dieses Elend beenden wollen und Dich mit aller Kraft da reinhängen, nur dann schaffst Du es, aber dann schaffst Du es auch!

Im übrigen wäre ein Urlaubssemester wohl echt angebracht und Klinik wohl echt nicht schlecht! Aber Du musst definieren, wer Du sein willst und was Du dafür tuen willst, das kann niemand für Dich, kein Psychiater, kein Neurologe, niemand hat diese Macht über Dich, nur Du allein!

Alles Gute!
 

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