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Alltagsprobleme, Haushalt und Co

  • Starter*in Starter*in Ann-Marie
  • Datum Start Datum Start
A

Ann-Marie

Gast
Guten Abend,

Ich bin 25, habe eine anderthalb Jahre alte Tochter und einen arbeitenden Mann. Ich bin zu Hause, um für das Kind da zu sein, um den Haushalt zu machen und täglich anstehende Aufgaben, Termine und weiteres zu absolvieren.
Leider fehlt mir hier sowohl der Antrieb, als auch die Motivation und vieles andere. Bislang hatte ich Angst, mit diesem Thema auf jemanden zuzugehen, da ich persönlich Panik habe, meine Tochter zu verlieren, wenn sich herausstellt, dass ich es nicht schaffe...
Bislang wollte ich versuchen, das Problem alleine in den Griff zu bekommen.
Aber es hilft einfach nichts und so erbitte ich hier um Hilfe.

Bereits, als ich meine erste eigene Wohnung besaß, lebte ich nach einiger Zeit in einem absoluten Chaos. Der Boden war nicht mehr zu sehen und ich fühlte mich unwohl, hatte jedoch dennoch nichts getan und mich einfach in meine eigene Welt des Internets verkrochen. Habe dort meine Freunde getroffen, mit Ihnen Dinge unternommen (gespielt, gemeinsame Projekte aufgestellt usw.) und machte dadurch, dass ich nichts tat, aber weiterhin dort lebte, natürlich noch mehr Chaos. Ich trug den Müll nicht runter, wusch weder das Geschirr, noch die Wäsche (wenn, dann nur notgedrungen, weil ich etwas brauchte) und hatte wortwörtlich eine Gammelbude.
Ich hatte beim Umzug Hilfe von meinem Freund, mit dem ich noch immer zusammen bin. Ich hatte mir geschworen, dass ich nie wieder eine Wohnung so verunstalte und alles gammeln lasse, ich schäme mich selbst dafür.
Trotz alledem fängt es nun hier in unserer gemeinsamen Wohnung genauso an.
Die Küche ist kaum betretbar, wir haben Haustiere,... Ich habe anfangs vernünftig aufgeräumt, sauber gemacht usw, mit der Zeit wurde alles wieder schlimmer.
Die Küche hat inzwischen seit zwei Jahren nur kaum Fortschritte in Sachen Chaosbewältigung gemacht. Ja, Leute - ich schäme mich in Grund und Boden, nicht nur wegen meiner Familie hier, auch wegen mir selbst.
Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als eine saubere, vernünftige Küche, in der man Spaß haben kann, zu kochen oder zu backen. Ich schaffe es nicht einmal, die Spülmaschine anzusetzen, mich ekelt es davor, in die Küche zu gehen und ich schäme mich zutiefst. Ich kann kaum verstehen, warum mein Freund mich noch liebt und nicht alles beendet, wenn ich frage, heißt es meist nur "Ich habe schlimmeres gesehen" - schlimmeres als Maden, Fliegen und schwarze Käfer und eine Art von Tausendfüßler? Ich weiß ja nicht...
Leider kann er mir kaum helfen, er arbeitet viel und ist meist den gesamten Tag außer Haus.

Ich habe es mit Checklisten probiert.
Ich habe es mit Planung probiert.
Ich habe es mit Schrittweisem Ausräumen probiert.
Ich habe gefühlt tausend Methoden ausprobiert, das Internet durchforstet...
Ich habe Angst, darüber mit Menschen oder gar Therapeuten zu reden, ich will aber definitiv!!! Etwas an dieser Situation ändern.

Bitte lyncht mich jetzt nicht. Es kann die pure Faulheit sein, was ich eher weniger glaube, da ich ansonsten nicht sehr faul bin, es kann die Vergangenheit und/oder Erziehung sein - was ich weiß, ist, dass mir der Antrieb, die Motivation fehlt.
Ich versuche es fünf Minuten und fühle mich dann nicht dazu in der Lage, setze mich dann weg von der Küche und mache lieber etwas mit meiner Tochter, sehe fern oder bin am PC. Ich lenke mich immer mit irgendetwas ab, um dieser Arbeit zu entgehen....
Gott, bitte lasst mich diesen Beitrag nicht bereuen. 🙁 ich schäme mich selbst, bitte glaubt es mir.
Ich ersuche euch um Hilfe. Ich möchte so nicht mehr leben, möchte versuchen, mich in dieser Art zu bessern, allerdings... Ich weiß nicht. Ich bin verzweifelt... Bitte... Schickt nicht das Jugendamt her 🙁 ich möchte meine Tochter nicht verlieren. Ich liebe sie über alles und versuche alles daran, ihr ein schönes Leben zu bescheren... Aber so... Ich weiß ich muss etwas ändern... Ich will es auch.. Aber kaum versuche ich mich an den Gedanken "Küche aufräumen" zu gewöhnen, plagt mich alles und mein Drang nach Ablenkung von diesem Thema ist so groß, dass ich jede Situation dafür ausnutze um nicht in der Küche aufzuräumen..... Hilfe 🙁


Bitte...
Eure Ann-Marie
 
Mir geht es ähnlich wie dir. Ich hab zwei kinder, die eine 6 jahre die andere 1 1/2. ich schaff auch kaum etwas. Muss mich zu allem zwingen. Ich schau manche stellen in der wohnung schon nicht mehr an. Allerdings sieht meine küche wohl nicht ganz so schlimm aus, liegt aber wohl daran das ich für beide kochen muss.
Bei mir liegt das alles an depressionen die ich schon 23 jahre mit mir herum schleppe.
Hast du den die möglichkeit dir einen psychotherapeuten zu suchen und mal zu ergründen woran es bei dir liegen könnte?
 
Hallo Ann-Marie🙂
Ja, es ist mutig, hier sowas zu gestehen und zum thema zu machen.
Ich bin 20 jahre älter, habe 3 (fast erwachsene) kinder, und mir ging es immer ähnlch wie dir...wenn auch bei weitem nicht so "schlimm", weil sich doch ein paarmal im jahr besuch ankündigt und ich dann (gezwungener massen) einen großputz starte. (Und spätestens wenn ich was lebendes finden würde, würde ich das sowieso tun. Ausser spinnen, die dürfen teilweise bleiben...aber auch nicht im wohnbereich.)
Und mittlerweile schleppen meine töchter sowieso fast täglich irgendwelche freunde an, sodass ich schon schaue, dass es wwnigstens immer so lala ist.
Wo kochst du denn, wenn deine küche so i-bäh ist?
Hat dein freund demnächst mal urlaub? Dann würde ich ohn bitten, gemeinsam mal ne küchenaufräumaktion zu starten. Zu zweit geht dass besser als allein. Oder sonst jmd. den du bitten kannst? Mutter, sxhwester, freundin?
Mein mann und ich haben heute eine küchendecken -mal-aktion getartet (das letztemal ist 12 jahre her^^) und in dm zuge wird die ganze küche auch grundgereinigt...
Und danach halt ommer versuchen zumindest einen gund-standard zu halten. Der muss nicht dem von anderen entsprechen. Aber sowas wie (mindestens) wochentlich müllnrausbrongen, saugen, täglich spülmaschine aus und einräumen, arbeitsfläche wischen, ab und zu kühlschrank und backofen wischen...
Und wenn ea doch mal tage oder wochen gibt wo es nicht klappt, soch nixht verurteilen und resignieren, sondern dazu stehen und es wieder versuchen.
Ich hab die erfahrung gemacht, sich zwingen wenn absolut nix geht, bingt nicht viel. Dann eher mal ne weile "faulsein" geniessen, aber am ball bleiben...und 1, 2 tage später flutscht es fast wie von selbst.
Was hast du denn für haustiere?
Lass dich bitte nicht entmutigen von einigen antworten hier!!
Wie dein freund damit umgeht, hört sich gut an.
Druck bringt nix. Entmutigt nur.
 
Hallo Ann-Marie,

ich war früher, als Studentin, auch sehr chaotisch und unordentlich. Ich habe sehr ungern aufgeräumt und geputzt. Heute bin ich sehr ordentlich und sauber. Auch wenn ich Hausarbeit immer noch nicht gern mache. Es ist also möglich sich zu ändern! (Das es so kommt hätte ich früher selber nicht gedacht. Heute schäme ich mich für das Chaos früher und wünsche mir, dass ich das damals schon hinbekommen hätte. Wie schön hätte ich leben können ?)

Was mir geholfen hat war zum einen, dass ich es verinnerlicht habe, dass niemand anders die Aufgabe übernehmen wird! Und zum anderen zwei Bücher. Eines zum Thema entrümpeln und eines zum Thema Selbstdisziplin. Ich weiß leider nicht ob ich die Titel hier schreiben darf. Ist ja irgendwie Werbung.

Kannst du du dir denn Hilfe holen? Also ich meine nicht vom Jugendamt, sondern von deiner Mutter, deiner Schwester, einer Freundin oder so? Dein Freund passt auf eure Tochter auf und ihr zwei entrümpelt die Küche? Ich denke ohne Hilfe schaffst du es an diesem Punkt nicht. Du musst dich da wohl jemanden öffnen. Ich wünschte ich könnte vorbei kommen, ich liebe entrümpeln (ja, soweit ist es bei mir inzwischen schon ??). Bitte such dir Hilfe und lass dich nicht von einigen negativen Reaktionen hier abschrecken.

Alles Gute,
Sassa
 
Hallo Ann Marie, wenn du in der Nähe von Würzburg wohnst komme ich vorbei und helfe dir - ganz ohne Gegenleistung. Aufräumen mag ich gerne, putzen nicht so. Mein Trick im Alltag ist es möglichst alles sofort aufzuräumen, so dass vieles an Putzarbeit schon weg fällt. Feuchte Tücher hier und da ersparen auch viel Arbeit, auch wenn der Müll mehr wird. Mit drei kleinen Kindern und Beruf sieht es bei uns auch nicht immer perfekt aus. Mit wenigen RICHTIGEN Handgriffen hält man das Chaos im Griff. Vorher ist bei dir aber eine komplette Räumung angesagt mit Großputz. Deinem Kind zu Liebe...
 
Bitte... Schickt nicht das Jugendamt her 🙁 ich möchte meine Tochter nicht verlieren. Ich liebe sie über alles und versuche alles daran, ihr ein schönes Leben zu bescheren... Aber so...

Doch, da muss das JA alamiert werden! Wenn Deine Tochter im Müll aufwächst weil Du nicht aufräumen kannst, muss das JA eingreifen um Schaden von Deiner Tochter abzuwenden.

Lebst Du mit Deinem Freund zusammen? Wie sieht er das?
 
Das liest sich für mich nach einem psychischen Problem, das dir die Motivation nimmt. Du soltlest in Therapie. Das ist nicht abwertend gemeint. Begleiterscheinung einer Depression bzw depressiven Verstimmung ist oft Antriebslosigkeit. Gefällt dir deine Rolle als Hausfrau und Mutter? Würdest du gerne wieder arbeiten? Damit könnte das zusammenhängen. Ich kenne das Ordnungsproblem von mir selbst. Bei uns sieht es zwar nciht so schlimm aus, wie du beschriebst, aber ich bin auch nicht ordentlich. Vor allem dann, wenn es mir nicht so gut geht, fehlt mir die Motivaiton zum Aufräumen. Meine Unordnungi ist immer wieder ein Streittehema mit meinem mann. Ich hätte sehr gerne einen Bereich alleine für mich, in dem ich meine Sachen leigenlassen kann, wie ich will. Aber wir haben nur 3 Zimmer, die wir leider alle teilen. Meine Eltern, v.a. meien Mutter ist extrem ordnungsfanatisch. Das ist auch oft ein Streitpunkt, wenn cih zu besuch bin. Sie kommt schon nicht mehr in unsere Wohnung, weil es sie so stört. Und wir laden deshalb auch ungern Freunde ein. (Aber wir haben eh kaum Freunde). Ich weiß, ich werde nie superordentlich und ein Putzteufel sein. Und wenn es mir nciht so gut geht, wie jetzt, wo ich arbeitssuchend bin, ist meine Unordnung noch größer. Andere essen aus Frust oder lassen sich äußerlich gehen, bei mir ist es eben die Ordnung.
 

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