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Alles in einem - ich weiß nicht mehr weiter

momeo

Neues Mitglied
Okay, also...ich hoffe mal, dass ichhier im richtigen Bereich bin, da ich mehrere Probleme habe, da auchmit Liebe und Beruf zu tun haben, aber da es für mich eher wie meineLebenskrise wirkt und mich sehr stark betrifft, denke ich, ist dashier der richtige Ort.
Also, wo soll ich anfangen?
Es begann eigentlich alles letztes Jahrnach meinem Schulabschluss. Bis dahin war alles in bester Ordnung.Ich hatte mir mein Leben nach dem Abschluss vorgestellt; ein Ausflugin eine andere Stadt, dann drei Wochen an meinem (damaligen)Lieblingsort, dem Flughafen ein Praktikum machen zu dürfen.....eserschien alles perfekt und ich freute mich wahnsinnig darauf. AlsInformation: Ich habe damals die Flugzeuge, den Flughafen, einfachalles was damit zu tun hat, geliebt und es war einfach meine Welt.Ich dachte, das ist das, was ich im Leben brauche, um glücklich zusein. Es wäre das Richtige. Tja....
Der Abschluss kam. Und es kam ganzanders als ich gedacht hatte. Ich hatte es gleich nach demAbschlussball gespürt. Sicher, da war erstmal die Gewissheit, dassnun alles vorbei sei, das ist ja noch normal und das hat ja jeder.Aber schon auf den Ausflug, auf den ich mich eigentlich so gefreuthatte, hatte ich dann irgendwie gar keine Lust mehr. Es war komischfür mich. Ich fragte mich selbst, warum ich so eine Lustlosigkeitverspürte, wo ich mich doch so lange darauf gefreut hatte. Aber sowar es dann eben.
Zudem gab es da auch noch eine andereSache, die mich am meisten belastete. Es klingt jetzt sicher totalblöd, aber ich hatte mich damals in der siebten Klasse in meinenLehrer verliebt. Ich habe dieses Gefühl all die vier Jahre, in denenich ihn im Unterricht hatte unterdrückt und mir eingeredet, dass esnicht so wäre. Ich versuchte mich abzulenken, dachte an andereJungs, bildete mir ein, sie zu lieben usw. Aber immer wieder, wennich ihn sah, merkte ich, dass ich eben nicht von ihm los kam. Aberich wollte es all die Jahre nicht einsehen. Nach dem letztenUnterrichtstag bei ihm ließ ich die Gefühle dann zu und sieerschlugen mich förmlich! Ich hatte nicht gedacht, dass ich mich soin ihn verliebt hätte. Tag und Nacht, Sekunde um Sekunde dachte ichan ihn. Ich fieberte dem Abschlussball entgegen, an dem er erscheinenwürde. Ich hätte an diesem Tag mit ihm reden müssen, aber ich tates nicht. Ich tat es auch nicht am Sommerfest, weil ich einfach zufeige war. Es war meine letzte Möglichkeit und ich war zu feige.Nicht bereit, einfach nur mit dem Menschen zu reden, den ich liebe,was ich dann damals zu dem Zeitpunkt bereits wusste. Es ist dasGrößte, was ich bis heute bereue und wofür ich mich selbst hasse.Und als ob man es nicht dümmer hätte machen können, gab ich ihmdann am allerletzten Tag einen Brief. Allerdings nicht persönlich,da ich ja nicht mehr in die Schule musste, sondern ließ den Briefmeinen Bruder abgeben, eine weitere feige Tat also. Nachdem er nichtantwortete, wusste ich, dass es vorbei war.
Und dann kam eine Zeit, in der ich oftdachte, dass es schlimmer doch gar nicht gehen kann. Gleich nach demTag, an dem das Sommerfest war, fuhr ich mit einer Freundin weg. Ichdachte, es würde mich ablenken, aber mir ging es da so schlecht,dass ich meine Laune fast nicht unterdrücken konnte. Eigentlich wares mir immer gelungen, meine schlechte Laune, wenn ich sie hatte, zuüberspielen, wenn ich mit Freundin zusammen war, in der Schule usw.Aber dieses Mal war es anders. Es gelang mir nicht. Und der Augustletztes Jahr war dann der schlimmste Monat in meinem ganzenbisherigen Leben. Ich hatte auf nichts mehr Lust. Ich spürte nichtsmehr außer Schmerz und Trauer. Ich sagte das Praktikum ab undschloss mich in meinem Zimmer ein, obwohl draußen wunderschönesWetter war. Aber ich wollte einfach nur den ganzen Tag in meinemZimmer sitzen und in Depressionen versinken. Ich heulte jede Nacht,konnte nicht mehr schlafen und dachte immer wieder darüber nach,einfach alles sein zu lassen. Was hatte mein Leben für einen Sinn?
Es wurde nicht besser, im Gegenteil,nur immer schlimmer. Ich spürte unglaubliche Schmerzen in meinemHerz und ich dachte, dass ich jeden Moment daran zerbrechen würde.Natürlich fiel das meinem Umkreis auch mal auf und alle schimpftenund bedrängten mich, was denn los sei. Aber ich konnte es nichtsagen. Irgendwann, im September, als ich dann einen ziemlich großenStreit mit meiner Mutter hatte, sagte ich es ihr. Aber obwohl sieVerständnis zeigte, war ihre Antwort eben wie die von allen: Vergissihn, er ist es nicht wert, es gibt noch andere, es wird besser, blabla bla. Nett gemeint, aber geholfen hat es eben gar nichts und ichwusste, dass meine Eltern mich nicht verstehen würden. Also war ichallein mit diesem rießen Problem. Und als dann die FOS anging, dieich nach meinem Abschluss besuchte, da wurde es noch schlimmer. Eswar eben nicht mehr dasselbe und ich kam damit überhaupt nicht klar,vor allem, weil ich immer wieder an ihn dachte und mir nichtvorstellen konnte, ihn nicht mehr zu sehen (meinen Lehrer). Ichüberlegte dauernd, was ich tun könnte, doch es fiel mir nichtssein. Doch es blieb nicht das Einzige. Ich hatte ja oben geschrieben,dass die Flugzeuge und alles das gewesen sein, dass ich mir für meinLeben wünschte. Und so bewarb ich mich dann für eineAusbildungsstelle für dieses Jahr als Fluggerätmechanikerin.Allerdings war es dann so, dass ich im Oktober ein Praktikum von derFOS aus machte, technisch. Und schon nach der ersten Woche merkteich, dass es so gar nicht meins war und dass ich mich unglaublich inallem getäuscht hatte. Klar, ich hatte in der 9. Klasse einPraktikum in dem Betrieb gemacht, für den ich mich beworben hatte,aber dieses Praktikum hatte mir, wie ich im Schulpraktikum merkte,nicht das gezeigt, was mich wirklich erwarten würde. Und so war icheinfach nur jeden Tag fertig nach dem Praktikum, weil es mir so garkeinen Spaß machte. Plötzlich war alles nur noch schei...Ich weißnicht, woher dieses schreckliche schlimme Gefühl dann kam, aber eswar dann da. Ich fühlte mich so schlecht, noch lustlose als sowiesoschon und wollte alles hinschmeißen. Mir ging es dann so schlecht,dass ich jeden Tag in der Früh Bauchkrämpfe hatte und meine Elternmich dann zu Hause ließen. Ich sagte ihnen das und auch, dass ichdas nicht mehr weitermachen wollen würde. Ich musste es einfachsagen, egal ob sie mich verstehen würde oder nicht, hauptsache siewussten es. Und tatsächlich durfte ich dann dieses Jahr abbrechen. Dieses Praktikum hatte mich richtig unglücklich gemacht. Es wareinfach so. Und nun bin ich hier. Weil alles den Bach runtergeht.Weil alles so anders geworden ist. Wenn ich daran denke, wie es voreinem Jahr noch war. Ich war glücklich, schaute voller Begeisterungauf die Zukunft und hatte keine Sorgen. Unglaublich wie schnell sichso was ändern kann. Ich habe ihn seitdem nicht mehr gesehen.Unvorstellbar für mich, aber leider wahr. Und ich merke es und fühlemich von Tag zu Tag schlechter. In mir drin....es ist manchmal soleer. Es gibt so oft Momente, wo ich denke ich will nicht mehr. Ichhabe keine Lust mehr. Es sind keine Selbstmordgedanken, eher solche,wo ich am liebsten abhauen würde, weit weg von hier und ein neuesLeben beginnen möchte. Es geht sogar oft so weit, dass ichirgendetwas machen möchte. Etwas Verbotenes, etwas kriminelles. Dasist verrückt, aber diese Gedanken kommen immer öfter, meistdeswegen, weil ich mir Aufregung in meinem Leben wünsche. Risiko.Diese Gedanken lassen mich nicht mehr los und ich habe jeden TagAngst, dass der Punkt erreicht ist, wo ich das wirklich tue. Ich habejeden Tag Angst, dass der Moment kommt, wo ich wirklich einfachlosziehe oder etwas tue, was ich nicht mehr rückgängig machen kann.Meine Eltern und meine Freunde halte ich nicht mehr alsBezugspersonen, was meine Probleme angeht. Ich weiß, dass sie esnicht verstehen. Ich fühle mich vor allem auch so schlecht, weil ichdauernd Falsches tue. Ich habe damals so viel falsch gemacht. Ichhabe mich nicht getraut, mit ihm zu reden, ich habe mich für denfalschen Beruf entschieden. Ich sehe diesem Jahr mit Angst entgegen,weil ich Angst habe, dass es mir in meiner Ausbildung wieder genausogeht wie in dem Praktikum. Ich weiß es eigentlich schon, dass es sosein wird. Aber ich kann nichts dagegen tun, meine Eltern drohen mir,dass ich diese Ausbildung knallhart durchziehen muss. Und ich trauemich auch wirklich nicht, das irgendjemandem zu sagen, dass ich dasgar nicht mehr will, weil ich weiß, dass es verdammt großen Ärgergeben wird und ich da nicht mehr raus komme. Ich fühle mich sohilflos. Ich will das nicht machen, lieber was anderes. Ich habeerkannt, was ich wirklich will, doch dafür hätte ich mein Abiturmachen müssen, weil ich es studieren hätte müssen. Ich habe dieSchule auch nicht wegen der Schule abgebrochen, nur in dieser FOS wares eben so, dass das Praktikum Teil der Schule war und ich habe es indiesem Praktikum aber einfach nicht mehr ausgehalten und da es diesesJahr weitergegangen wäre, habe ich abgebrochen, weil ich es einfachnicht mehr geschafft hätte. Ich wäre daran zerbrochen. Es hörtsich dumm an, aber es ist so. Ich sehe mein Leben dahingehen. An mirvorbei, aber nicht so, wie es sein sollte. Alles falsch und ich binschuld daran. Das Einzige, was mich mal glücklich macht und wo ichentspannen kann, ist die fiktionale Welt. Es gibt da einen Film, dermich letztes Jahr sehr abgelenkt hat. Ich bin oft ins Kino gegangen,einfach weil ich dann an nichts anderes gedacht habe und für einenMoment keine Sorgen hatte. Und nun kommt zum Glück jede Woche eineSerie, bei der es genau so ist. Diese Sachen sind auch der einzige Grund, weshalb ich noch hier bin, weshalb ich noch nicht alles hingeworfen habe und nicht abgehauen bin. Weil ich es nicht mehr hätte, würde ich es tun. Doch es ist eben wirklich nicht so stark, dass es mich hier halten würde, wenn eine gewisse Grenze erreicht werde, die ich kommen sehe. Denn sobald das dann vorbei ist, kehrt derAlltag und der Stress und die Sorgen natürlich zurück. Einzigeallein nachts kann ich manchmal noch abschalten. Dann bin ich allein,dann muss ich mich auf nichts konzentrieren. Ich freue mich ammeisten auf meine Träume, weil ich dort immer in andere Welteneintauchen kann und alles weg ist, was mich belastet, so als wäre esnie da gewesen. Doch nur in meinen Träumen. Ich wünsche mir jedenTag, einfach nicht mehr aus so einem Traum aufzuwachen. Aber das gehtja leider nicht. Es ist wirklich das Einzige. Diese beiden Sachen.Mit der Realität hat das ja nichts mehr zu tun, denn die Realitätist für mich einfach nicht erträglich.
Aber andauernd habe ich Kopfschmerzen,andauernd Magenschmerzen, andauernd ist mir schwindelig oder übel.Ich hätte nie gedacht , dass es mir einmal so gehen würde. Nie. Undich weiß auch gar nicht, wie ich da wieder raus kommen soll. Dienächsten Jahre, wo ich die Ausbildung machen muss aufjedenfallnicht. Und deswegen suche ich Hilfe. Ich weiß nicht, wie man mirhelfen soll, aber ich weiß einfach nicht mehr weiter. Irgendwiemusste ich das alles mal loswerden. Ich kann mit niemandem reden.Mein Leben ist eine einzige Aschewolke, die sich nicht auflöst. Ichbin am Boden. Meine Freunde haben mich auch im Stich gelassen. Diesind alle beschäftigt und haben sogar meinen Geburtstag vergessen.Ich fühle mich allein gelassen und deswegen kommen auch immer dieseGedanken auf, die ich ich oben schon aufgezählt habe.
Naja, das war es erstmal. Vielleichtfällt mir noch etwas ein, das werde ich dann ergänzen. Es ist aberein ziemlich langer Text, dafür Entschuldigung. Ich hoffe, es istirgendwie übersichtlich. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen odermir sagen, bei wem ich Hilfe bekommen kann. Denn ich verspüre nichtmal den Drang, alles geben zu wollen, damit es besser wird, deswegendenke ich, ist es dringend notwendig, dass ich das mal allesaufschreibe. Aber ich weiß, dass ich etwas tun muss. Denn es fehlt mir die Freude. Es fehlt mir die Hoffnung. Die Dinge, auf die ich mich freue, sind so klein und so kurze Momente und wenn sie vorbei sind, geht es mir wieder so schlecht.
Wenn etwas unklar ist oder Fragen sind,bin ich dazu natürlich offen.
Danke erstmal, falls ihr bis hierhergelesen habt.
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
"Vergiss ihn, er ist es nicht wert, es gibt noch andere, es wird besser.."
Ja, das sind sie, diese Ratschläge von Müttern und guten Freunden! Sie meinen es wirklich gut, helfen aber nicht wirklich weiter!
Mir scheint, dass aus einem anfänglichen Mädchenschwarm eine Liebe erwachsen ist, die man vielleicht auch als die erste Liebe seines Lebens bezeichnen kann. Und die ist immer heftig und erschütternd bis ins Innerste.
Darum möchte ich also nicht den Rat Ihrer Mutter wiederholen.
Aber eines möchte ich gerne sagen:
Der Lehrer hat auf Ihren Brief nicht geantwortet und das war genau die richtige Reaktion.
Er durfte sich nicht auf die schwärmerischen Zeilen einer Schülerin einlassen.
Wenn Sie Ihren Lehrer immer noch sehr gern mögen, dann versuchen Sie einmal, sich in seine Sitation zu versetzen.
Für ihn waren Sie eine Schülerin, die sich in einer schwärmerischen Gefühlslage befand.
Dies darf er als verantwortungsvoller Lehrer nicht ausnützen.
Da Sie ihn ja mögen, wollen Sie ihm bestimmt nicht schaden!
Und deshalb akzeptieren Sie sein Verhalten, sein Nichtbeantworten.
Klugheit beginnt manchmal damit, dass man versucht loszulassen, was man nicht haben kann!
Auf die berufliche Situation kann ich jetzt im Moment nicht näher eingehen.
Mir war erst einmal wichtig, das Thema "verliebt in den Lehrer" zu behandeln.
 
Hallo Cella, danke für deine Antwort und deinen Ratschlag. Du hast recht, als Lehrer sollte man nicht auf sowas eingehen. Dessen bin ich mir sehr bewusst, nur ist er eben nicht mehr mein Lehrer. Ich weiß auch, dass es keineswegs klug ist, daran festzuhalten, das tue ich auch nicht. Mein Problem ist nur, dass ich ohne irgendwas da stehe. Dem Nichtbeantworten nach bin ich ihm ja völlig egal, aber er mir eben nicht. Ich will auch gar nicht noch irgendetwas tun, doch ich vermisse ihn einfach so sehr. Meine ehemalige Schule, auf der er ist, ist in der Nähe von meinem Wohnort und meine ehemalige Klassenlehrerin hat mir angeboten, sie jederzeit zu besuchen. Mir geht es gar nicht mehr darum, dass ich irgendeine Antwort von ihm bekomme oder Ähnliches, eigentlich ist alles, was ich mir wünsche und was ich brauche, ihn wenigstens noch einmal zu sehen. Aber das scheint schier unmöglich. Ich müsste nur die Schule besuchen, doch dazu fehlt mir der Mut. Es ist verrückt, denn normalerweise sollte man meinen, dass das ziemlich wenig ist, was man tun muss für etwas, dass man so sehr will, aber ich bin dazu einfach zu feige, zu ängstlich. Das macht mich wahnsinnig. Ich habe einfach zu sehr Angst, davor, was passieren wird. Es wäre mir nur wichtig, ihn noch ein einziges Mal zu sehen, um in jenem Augenblick sagen zu können, das ist wirklich vorbei jetzt. Das kann ich so nicht. Ich weine nicht, weil ich mir wünsche, mit ihm zusammen zu sein, ich weine, weil ich mir wünsche, ihn wieder zu sehen. Ich habe ja auch gar kein Recht darauf, mir das zu wünschen, da es niemals gehen wird. Das weiß ich. Aber wenigstens Sehen. Ich wünschte, ich würde von irgendjemandem den Mut bekommen, diesen Schritt zu wagen und einfach in die Schule zu spazieren, meine Lehrerin besuchen und ihn sehen. Doch dieser Mut fehlt. Selbst wenn ich es mir sage, wie wichtig es doch ist, ich bringe es nicht fertig. Wenn ich kurz davor bin, dann ergreift mich wieder diese Angst und ich mache einen Rückzieher. Mein Problem ist, dass es mir einfach zu viel bedeutet. Ich habe in den letzten Jahren so viele Fehler gemacht und ich will einfach nicht noch einen machen.
 
"Ich weine nicht, weil ich mir wünsche, mit ihm zusammen zu sein, ich weine, weil ich mir wünsche, ihn wieder zu sehen. Ich habe ja auch gar kein Recht darauf, mir das zu wünschen, da es niemals gehen wird. Das weiß ich. Aber wenigstens Sehen."
Hier möchte ich einwenden: Doch Sie haben ein Recht darauf, sich etwas zu wünschen. Der Wunsch ist nun einmal da und lässt sich nicht unterdrücken, nur weil man denkt, man hätte kein Recht darauf.
Wünsche zu haben ist nicht verboten!

"Ich wünschte, ich würde von irgendjemandem den Mut bekommen, diesen Schritt zu wagen und einfach in die Schule zu spazieren, meine Lehrerin besuchen und ihn sehen. Doch dieser Mut fehlt. Selbst wenn ich es mir sage, wie wichtig es doch ist, ich bringe es nicht fertig."
Vielleicht ist es nicht nur der mangelnde Mut, der Sie hindert, einfach in die Schule zu spazieren.
Es könnte auch ein inneres Gespür dafür sein, dass dieser Schritt einfach nicht angemessen ist.
Vorgeblich eine Lehrerin zu besuchen, nur um in Wahrheit jemand anders sehen zu können, ist menschlich zwar verständlich, dennoch irgendwie Ihrer "unwürdig".
Ich weiß nicht, ob Sie verstehen, was ich meine?
Wie würde es auf den Lehrer wirken? Er wüsste genau, dass Sie nur seinetwegen gekommen sind.
Vielleicht würde er Ihnen ein freundliches "Hallo" zurufen und das war´s dann!
Was wäre aber, wenn er peinlich berührt wäre? Würde diese Vorstellung Ihnen gefallen?

"...dass es mir einfach zu viel bedeutet. Ich habe in den letzten Jahren so viele Fehler gemacht und ich will einfach nicht noch einen machen.!"
Er bedeutet Ihnen viel! Okay! Das glaube ich Ihnen sofort!
Sehnsucht ist ein mächtig starkes Gefühl!
Aber bei Ihnen habe ich das Gefühl, dass diese Sehnsucht ein Symptom ist für ganz anderes.
Diese Leere und Unsicherheit, die Sie empfinden, füllen Sie mit einem Gefühl der Sehnsucht auf.
Alles können Sie auf ihn, den geliebten Lehrer, projizieren. Dieser Mann erfüllt gewissermaßen eine Aufgabe.
Sie sollten sich jetzt aber den Aufgaben widmen, die jetzt anstehen und die in Angriff genommen werden wollen.
Sie schreiben selber, dass Sie viele Fehler gemacht hätten und nun keine mehr machen wollten.
Dies wird Ihnen nicht gelingen. Fehler machen wir dauernd und lässt sich nicht vermeiden.

Doch vermeiden Sie wenigstens diesen speziellen Fehler und handeln Sie klug!
Lassen Sie Ihr geliebtes Objekt sein, was es ist: Ein Lehrer und nichts anderes.
Man darf einen Lehrer gern haben, man darf sogar für ihn schwärmen oder mehr.
Aber man darf sich an nichts ketten, was nicht zu haben ist.
Werden Sie sich dessen klar bewusst!
Es ist ein Prozess, der dauert. Geben Sie sich diese Zeit!
Alles Gute für Sie!
 

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