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Gast
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Hallo zusammen,
eigentlich bin ich kein Forenschreiberling aber irgendwie gibts ja wohl für alles ein erstes Mal. Erstmal danke ich allen, die sich hier herumtreiben und eventuell Hifestellung leisten können! Während das also mein erster Eintrag ist, habe ich zum zweiten Mal dasselbe Problem: Ich liege mit meinem Studium daneben. Ne kurze Vorgeschichte ist wohl angebracht Nach dem Abi 2008 hab ich ein Fsj in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung gemacht. Mehr aus Zufall weil meine Eltern durch ihren Beruf ne Menge Kontakte hatten. Viel Arbeit und ich war damit glücklich. Aus irgendeinem Grund hat mir dieses Jahr aber mehr Verwirrung als Klarheit verschafft. Mir war nämlich immer klar, dass ich nicht in den sozialen Bereich wollen würde. Wohl einfach aufgrund meines Charakters, still zurückgezogen und kein Durchsetzungsvermögen. Alles das hat sich im Laufe des Jahres geändert nur wohl nicht genug, als dass ich es selbst bemerkt hätte. Als die Entscheidung dann anstand und bei eine Studienberatung gar nichts ergeben hatte habe ich mich einfach durch die Fächerbeschreibung der Unis und bin danach gegangen was ich in der Schule gut konnte. Mein Abi ist übrigens mäßig 2,5 dank einer kontinuierlich miserablen Leistung in Mathe und so gut wie nicht vorhandener mündlicher Beteiligung in allen Fächern (ist auf ner Gesamtschule nämlich fatal). Trotzdem riet mir mein Geschichtslehrer wegen meiner sehr guten Klausuren zu diesem Studium. "Aus dir wird was, auch wenn das ein schwieriger Weg wird") Meine Deutschlehrerin sagte dasselbe und mein Erdkundeleherer hielt sich auch nicht zurück. Was hab ich gemacht...Geographie. War natürlich gar nicht mein Ding, schon nach vier Wochen war ich unglücklich. Prüfung nicht geschrieben, wieder zur Studienberatung. Da habe ich den zweiten Fehler begangen und mich an meinen Geschichtslehrer erinnert und irgendwie muss ich eine nicht vorhandene Faszination dafür überzeugend rübergebracht haben, denn anders kann ich mir nicht erklären warum mir dann dazu geraten wurde noch ein Semster in der Uni eingeschrieben zu bleiben und mich zum nächsten WS dann in Geschichte einzuschreiben. Irgendwie bin ich aber ein merkwürdiger Charakter, denn während ich das also tat und um dem Nichtstun zu entgehen nebenher jobbte, schrieb an Texten für die Bewerbung an einem einen kreativen Studiengang am Literaturinstitut Leipzig. Einfach so aus einer Eingebung heraus. Ein paar Wochen nach Abgabefrist war dann tatsächlich eine Einladung zum Eignungsgespräch im Briefkasten woraufhin eine Zeit träumerischer Höhenflüge folgte, die natürlich damit beendet wurde, dass ich das Gespräch nicht bestand. War so ziemlich mein Verschulden, ich konnte mein "ernsthaftes Bestreben" Schriftstellerin zu werden nicht rüberbringen weil ich noch immer den Kopf schütteln muss wenn ich an so ein unsicheres Auskommen denke. Aber natürlich war die Anerkennung schmeichelhaft. Noch im Gespräch wurde ich aufgefordert es bei Absage wieder zu versuchen. Die tatsächliche schriftliche Absage beinhaltete eine ähnliche Formulierung und verwies auf "den falschen Zeitpunkt zur Aufnahme des Studiums" All das hat mich etwas erfahren lassen, dass mir bisher selten zukam. Anerkennung von Leuten zu denen ich aufsehe; und wieder habe ich einen Fehler gemacht. Ich zog nach Leipzig, das Geschichtsstudium stand ja eh zur Debatte und warum dann nicht einfach da. Weil ich mich geschmeichelt fühlte, habe ich mich in den Gedanken gebissen im nächsten Jahr genommen zu werden und es als Doppelstudium neben dem B.A Geschichte zu absolvieren. Traumtänzerei, darin bin ich eben gut..Dieses Fach macht mich fertig, mittlerweile ertrage ich es nicht im TV versehentlich in eine historische Doku zu zappen. In den Seminaren drifte ich dermaßen ab...oft gehe ich einfach nicht hin. Zusammengefasst empfinde ich den Stoff als vollkommen irrelevant und ich bin am Boden angekommen. Nicht, dass ich nicht länger schreiben möchte, aber in mir ist zusehens der Wunsch gewachsen etwas ganz anderes zu machen, dass mir Freude bereitet in dem Moment in dem ich es tue. Seit ein paar Wochen arbeite ich für eine eine kaum sichtbare Vergütung wieder nebenher mit Jugendlichen mit geistiger Einschränkung. Es ist das einzige worauf ich mich in der Woche wirklich freue. Ich habe anhaltende depressive Phasen und Ängste. Ich bin was das Autorenstudium angeht vielleicht eher eine Ausnahme in diesem Forum aber ich würde mich freuen wenn es vielleicht Leute gäbe, die Erfahrung oder Meinungen oder Tipps irgendwelcher Art für einen dermaßen schwerwiegenden Gesinnungswechsel haben. Egal zwischen welchen Fachrichtungen. Denn jetzt stehe ich wieder an so einem Punkt, wechseln?..zu Beginn würde ich 23 sein. Und mein mittelprächtiges Abi, ich kann nicht mal sicher sein zu einem pädagogischen Studiengang zugelassen zu werden. Meine Eltern sind extrem verständnisvoll, es tut mir dreifach weh, aber finanziell unterstützt würde ich auch diesmal. Bestimmt merkt ihr, dass das runterschreiben der verfahrenen Situation irgendwie den Selbstzweck erfüllt, aber über Antworten würde ich mich dennoch sehr freuen!
eigentlich bin ich kein Forenschreiberling aber irgendwie gibts ja wohl für alles ein erstes Mal. Erstmal danke ich allen, die sich hier herumtreiben und eventuell Hifestellung leisten können! Während das also mein erster Eintrag ist, habe ich zum zweiten Mal dasselbe Problem: Ich liege mit meinem Studium daneben. Ne kurze Vorgeschichte ist wohl angebracht Nach dem Abi 2008 hab ich ein Fsj in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung gemacht. Mehr aus Zufall weil meine Eltern durch ihren Beruf ne Menge Kontakte hatten. Viel Arbeit und ich war damit glücklich. Aus irgendeinem Grund hat mir dieses Jahr aber mehr Verwirrung als Klarheit verschafft. Mir war nämlich immer klar, dass ich nicht in den sozialen Bereich wollen würde. Wohl einfach aufgrund meines Charakters, still zurückgezogen und kein Durchsetzungsvermögen. Alles das hat sich im Laufe des Jahres geändert nur wohl nicht genug, als dass ich es selbst bemerkt hätte. Als die Entscheidung dann anstand und bei eine Studienberatung gar nichts ergeben hatte habe ich mich einfach durch die Fächerbeschreibung der Unis und bin danach gegangen was ich in der Schule gut konnte. Mein Abi ist übrigens mäßig 2,5 dank einer kontinuierlich miserablen Leistung in Mathe und so gut wie nicht vorhandener mündlicher Beteiligung in allen Fächern (ist auf ner Gesamtschule nämlich fatal). Trotzdem riet mir mein Geschichtslehrer wegen meiner sehr guten Klausuren zu diesem Studium. "Aus dir wird was, auch wenn das ein schwieriger Weg wird") Meine Deutschlehrerin sagte dasselbe und mein Erdkundeleherer hielt sich auch nicht zurück. Was hab ich gemacht...Geographie. War natürlich gar nicht mein Ding, schon nach vier Wochen war ich unglücklich. Prüfung nicht geschrieben, wieder zur Studienberatung. Da habe ich den zweiten Fehler begangen und mich an meinen Geschichtslehrer erinnert und irgendwie muss ich eine nicht vorhandene Faszination dafür überzeugend rübergebracht haben, denn anders kann ich mir nicht erklären warum mir dann dazu geraten wurde noch ein Semster in der Uni eingeschrieben zu bleiben und mich zum nächsten WS dann in Geschichte einzuschreiben. Irgendwie bin ich aber ein merkwürdiger Charakter, denn während ich das also tat und um dem Nichtstun zu entgehen nebenher jobbte, schrieb an Texten für die Bewerbung an einem einen kreativen Studiengang am Literaturinstitut Leipzig. Einfach so aus einer Eingebung heraus. Ein paar Wochen nach Abgabefrist war dann tatsächlich eine Einladung zum Eignungsgespräch im Briefkasten woraufhin eine Zeit träumerischer Höhenflüge folgte, die natürlich damit beendet wurde, dass ich das Gespräch nicht bestand. War so ziemlich mein Verschulden, ich konnte mein "ernsthaftes Bestreben" Schriftstellerin zu werden nicht rüberbringen weil ich noch immer den Kopf schütteln muss wenn ich an so ein unsicheres Auskommen denke. Aber natürlich war die Anerkennung schmeichelhaft. Noch im Gespräch wurde ich aufgefordert es bei Absage wieder zu versuchen. Die tatsächliche schriftliche Absage beinhaltete eine ähnliche Formulierung und verwies auf "den falschen Zeitpunkt zur Aufnahme des Studiums" All das hat mich etwas erfahren lassen, dass mir bisher selten zukam. Anerkennung von Leuten zu denen ich aufsehe; und wieder habe ich einen Fehler gemacht. Ich zog nach Leipzig, das Geschichtsstudium stand ja eh zur Debatte und warum dann nicht einfach da. Weil ich mich geschmeichelt fühlte, habe ich mich in den Gedanken gebissen im nächsten Jahr genommen zu werden und es als Doppelstudium neben dem B.A Geschichte zu absolvieren. Traumtänzerei, darin bin ich eben gut..Dieses Fach macht mich fertig, mittlerweile ertrage ich es nicht im TV versehentlich in eine historische Doku zu zappen. In den Seminaren drifte ich dermaßen ab...oft gehe ich einfach nicht hin. Zusammengefasst empfinde ich den Stoff als vollkommen irrelevant und ich bin am Boden angekommen. Nicht, dass ich nicht länger schreiben möchte, aber in mir ist zusehens der Wunsch gewachsen etwas ganz anderes zu machen, dass mir Freude bereitet in dem Moment in dem ich es tue. Seit ein paar Wochen arbeite ich für eine eine kaum sichtbare Vergütung wieder nebenher mit Jugendlichen mit geistiger Einschränkung. Es ist das einzige worauf ich mich in der Woche wirklich freue. Ich habe anhaltende depressive Phasen und Ängste. Ich bin was das Autorenstudium angeht vielleicht eher eine Ausnahme in diesem Forum aber ich würde mich freuen wenn es vielleicht Leute gäbe, die Erfahrung oder Meinungen oder Tipps irgendwelcher Art für einen dermaßen schwerwiegenden Gesinnungswechsel haben. Egal zwischen welchen Fachrichtungen. Denn jetzt stehe ich wieder an so einem Punkt, wechseln?..zu Beginn würde ich 23 sein. Und mein mittelprächtiges Abi, ich kann nicht mal sicher sein zu einem pädagogischen Studiengang zugelassen zu werden. Meine Eltern sind extrem verständnisvoll, es tut mir dreifach weh, aber finanziell unterstützt würde ich auch diesmal. Bestimmt merkt ihr, dass das runterschreiben der verfahrenen Situation irgendwie den Selbstzweck erfüllt, aber über Antworten würde ich mich dennoch sehr freuen!