PlanlosPlanlos
Neues Mitglied
[FONT="]Hey Leute, [/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]bräuchte mal ein paar Meinungen zu einem Problem mit meiner "Schwiegermutter". [/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Kurze Beschreibung zu Ausgangssituation: Mein Freund und ich sind seit fast 10 Jahren zusammen und leben mittlerweile auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinen Eltern.[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]An sich komm ich mit ihr recht gut klar, wäre da nicht ihr Alkoholproblem. Dies besteht schon seit Jahren. Es ist allerdings nicht so, dass sie jeden Tag oder schon morgens blau ist. Sondern eher:Sobald irgendein zwischenmenschliches Problem auftaucht (mit Mann, Sohn, Freunden oder auch mir) zieht sie sich zurück und trinkt größere Mengen Hochprozentiges.[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Der Höhepunkt des Problems gab es vor ca. 3 Jahren. Meist beschränkten sich die Vorfälle auf den Abend oder späten Nachmittag. Nach starkem Konsum lag sie danach besinnungslos im Bett oder auf der Couch. Wenn es nicht so arg war, kam sie auch mal zu uns rüber und hielt uns wirre und recht sinnlose Gespräche. Keine Problemeinsicht war vorhanden. Mein Freund und ich versuchten sie dann möglichst schnell wieder auf unsrer Wohnung zu bekommen. Wir drückten auch explizit aus, dass wir ihr Verhalten nicht gutheißen und tolerieren wollten. Wenn sie sich Hilfe suche wollte, würden wir sie unterstützen, aber definitiv nicht in ihrer Sucht.
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[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Im Sommer 2014 bemerkte ich das erste Mal (ich war zu Fuß im Dorf unterwegs und sie kam zufällig vorbei und nahm mich mit), dass sie zumindest angetrunken Auto fährt.[/FONT]
[FONT="]Natürlich stritt sie alles ab, auch ihrem Ehemann war es egal. Öffentlich (auch vor uns) streitet er ab, dass seine Frau ein Problem hat. Hinter verschlossenen Türen provoziert er sie pausenlos mit ihrer "Schwäche". Trinkt demonstrativ selbst größere Mengen Wein vor ihr, um ihr vorzuhalten, wie toll er seinen eigenen Konsum im Griff hat. Verführt sie in der Öffentlichkeit zum Trinken – Denn, was sollen die Leute denken, wenn die Frau plötzlich keinen Alkohol mehr trinkt. Man würde doch merken, dass etwas bei denen nicht stimmt, und sowas darf nicht sein. Der schöne Schein nach außen muss gewahrt werden.[/FONT]
[FONT="]Der Sohn ist auch hilflos, kommt nicht mit Vernunft seinen Eltern bei.
[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Dann kam ein Tag im Winter, seine Mutter war zu einem Termin abends unterwegs und fuhr dabei ein parkendes Auto an und beging Fahrerflucht. Laut ihrer Aussage wollte sie die Sache später regeln, denn es sei ja nur ein Kratzer gewesen, aber der Termin superwichtig.
[/FONT]
[FONT="]Nur blöd für sie, dass die Aktion jemand mit bekommen hatte und die Polizei rief. Noch bevor sie wieder zuhause war, standen auch schon die Beamten vor ihrer Tür und nahmen Schwiegermutti mit. Ihr Mann war nur sauer, weigert sich irgendwas zu tun. So blieb es an meinem Freund und mir hängen, sie von der Wache abzuholen. Zu dem Zeitpunkt wussten wir nur dass sie alkoholisiert gefahren und der Führerschein ist erstmal weg sei.
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[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Wir ahnten nicht, wie stark sie alkoholisiert war. Da ich sie in verschieden Alkoholisierungsgraden bereits erleben durfte, sie noch halbwegs verständlich reden konnte und auch kaum sonstige Ausfallerscheinungen zeigte, ahnten wir nicht, dass sie dennoch 1,8 Promille (Bluttest) hatte.
[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Die Höhe ihres Alkoholpegels war uns erstmal lange nicht bekannt. Der ganze Papierkram (inkl. festgestelltem Blutwert, Sperrzeiten etc.) wurde vor uns verheimlicht, wir fragten auch nicht nach. Ist ja schließlich ihre Sache gewesen. Positiv war, dass sie sich zumindest ihrem Hausarzt anvertraute und der dieser anscheinend (genaueres bekamen wir nie mittgeteilt) weitere Stellen zur Hilfe empfahl.
[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Insgesamt war in dem Jahr nach dem polizeibekannten Vorfall die Entwicklung ihrer Suchterkrankung positiv.Sie hatte eine gewisse Problemeinsicht (wobei die Polizei und der Besitzer des demolierten Autos für sie immer noch eine Teilschuld trugen - die hatten ja schließlich "total überreagiert"). Naja sie war in ärztlicher Behandlung, es gab keine größeren Vorfälle, bei der wir sie betrunken angetroffen hatte.
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[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Dann ca. ein Jahr später (anscheinend war Sperrfrist abgelaufen) wollte sie den Führerschein neu beantragen/wieder zurück. Und da kam "plötzlich" für sie raus, dass das mit dem Wiedererhalt des FS gar nicht so einfach ist, da bei einem solchen Blutwert die MPU unumgänglich ist. Auf dem Amt, auf dem sie es erfahren hatte, meinte anscheinend ein recht einfühlsloser Beamter zudem: "Sie müsse sich gar nicht die Mühe machen, die nötigen Anträge/Formulare auszufüllen, der Erfahrung nach schaffe die MPU ja eh so gut wie keiner".
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[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Kurz danach wurden mein Freund und ich erst in das ganze Ausmaß des Vorfalls eingeweiht (inkl. dem damaligen Alkoholwert), als sie sich bei uns über ihre Misere aufheulte. Plötzlich waren wieder alle anderen schuld, die blöden Polizisten die sie damals nicht darüber informiert hatten, dass sie zur MPU muss, der Idiot der die Fahrerflucht angezeigt hatte etc. Hätte sie das alles früher gewusst, hätte sie ja schon sich viel früher um die MPU kümmern können. Anscheinend war sie der Meinung, sie läuft nach einem Jahr aus Amt, bekommt den FS wieder und alles ist gut. Wär ich rechtzeitig informiert gewesen, hätten ich auch ihr ganz eindeutig sagen können, dass sie um die MPU nicht drum rumkommt. Nur durch ihre Geheimniskrämerei über das Thema, konnten wir nichts wissen. Wir boten ihr an sie weiterhin zu unterstützen, wenn sie neben ihrer Krankheitsbehandlung auch Vorbereitungskurse zur MPU besuchen wolle. Dies lehnte sie alles ab, da der Beamte mit der recht blöden Aussage ein Sohn/Neffe o.ä. von jemand aus ihrem Bekanntenkreis ist von dem sie sehr viel hielt, und so jemand müsse ja recht haben.
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[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Kurz darauf teilte sie uns mit, sie haben ja ihr Trinken mittlerweile "im Griff" und sich dazu entschlossen in Zukunft ohne FS Auto zu fahren. Sie sei ja in 40 Jahren mit Führerschein nie von der Polizei angehalten worden, hatte bis zu dem Vorfall nie einen Unfall gehabt. Daher sei es unnötig sich um den FS zu bemühen. Die MPU sei ja eh nur Abzocke und Schikane, sie würde ja nicht auffallen. Mein Freund und ich waren vollkommen entsetzt, konnte sie aber nicht zu Vernunft bringen. Ihr Mann unterstützte sie sogar in ihrem Vorhaben, war der gleichen Meinung wie sie. Außerdem müsse er sie nicht mehr zum Einkaufen etc. fahren und sei somit diese Belastung los.[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Vernünftige Gespräche sind vor allem mit dem Schwiegervater eh nicht möglich, er hat so eine klassische Familienpatriachen-Rolle: Seine Meinung ist Gesetz, Widerworte werden nicht geduldet. Wir hätten kein Recht darauf uns einzumischen. Da mein Freund und ich keine Möglichkeit sahen, beschlossen wir uns erst mal rauszuhalten. Gespräche sind nicht möglich und wir beschlossen es einfach zu ignorieren. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt ihr Trink-Verhalten halbwegs im Griff, wir dachten sie hätte auch noch eine Reihe weitere Hilfs- und Beratungsangebote angenommen. Wir beschlossen also, dass wenn keine alkoholisierten Vorfälle auftreten, sie bzgl. des Autofahrens zu ignorieren. Mein Freund will auf keinen Fall den Familienfrieden gefährden und wenn Mutti ohne FS Auto fährt, sei das ihre Sache. Solange sie nicht trinkt stellt sie schließlich keine größere Gefahr da, als andere Autofahrer. Die Konsequenzen wenn sie angehalten wird, in Unfälle verwickelt wird, der fehlende Versicherungsschutz müsse sie selbst tragen und sie sei ja schließlich alt genug.
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[FONT="] [/FONT]
[FONT="]So weit so gut, dieser "Beschluss" von ihr ist jetzt auch über ein Jahr her. Es ging lange genug gut und ist (wenn sie nicht trinkt) auch nicht meine Angelegenheit. Nur ist es ja mal leider so, dass sich so einen Alkoholerkrankung nicht einfach in Luft auflöst.[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]In der Zwischenzeit ist noch folgendes diesbezüglich herausgekommen: Der Hausarzt der informiert war und bemüht war ist mittlerweile im Ruhestand. Soweit ich weiß, hat sie den neuen nie über ihre Suchtproblematik informiert. Bei einem Psychologen oder Psychiater war sie trotz Empfehlung des alten Arztes nie gewesen. Auch eine empfohlene Selbsthilfegruppe hat sie, wenn überhaupt, nur wenige Male aufgesucht.[/FONT]
[FONT="]Die einzige Behandlung, die sie wirklich erfahren hatte, war dass der alte Hausarzt sie zu weitern (nicht wahrgenommen) spezialisierten Stellen weiterleiten wollte und ihr Tabletten zur Beruhigung und gegen den Suchtdruck verschrieben hat.[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Mittlerweile gibt es auch Anzeichen, dass sie wieder vermehrt trinkt. So waren wir 2 Wochen in Urlaub, als wir wieder zurückkamen fehlten größere Mengen hochprozentiger Alkohol aus unserer Wohnung (vorsichtig geschätzt 1,5-2l; aus definitiv ungeöffneten Flaschen fehlten beträchtliche Mengen, Flaschen in denen noch einiges war, standen plötzlich leer im Schrank usw.). Mittlerweile steht sie auch abends (ca. 2 x pro Woche) wieder vor unserer Wohnung und hält uns wieder wirre Gespräche. Oft dauert es eine Stunde und länger bis ich sie wieder los bin.[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Problem ist, mein Freund steht der ganzen Situation immer hilfloser gegenüber. Die Sache mit den leeren Flaschen wurde nicht angesprochen. Er wolle die Sache erst mit seinem Vater bereden, es passierte nichts. Die wirre Auftritte abends werden bagatellisiert: „Die ist halt mittlerweile so. Das kann man gar nicht mehr unterscheiden, ob sie was getrunken hat oder nicht. Die ist ja früher ja auch nie auf den Punkt genommen“. Ich finde man riecht es auch, wenn sie getrunken hat. Weniger den Alkohol selbst, als die komische Mischung aus Parfum und Bonbons, mit dem sie versucht die Anzeichen einer Alkoholfahne zu verbergen. In ihren nüchternen Phasen, riecht sie nie so penetrant. Aber leider hat mein Freund generell einen extrem schlechten Geruchssinn.
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[FONT="]Mein Problem ist, ich kann das ganze Verhalten nicht weiter tolerieren. Ich bin mir fast sicher, dass sie auch wieder manchmal angetrunken fährt. Mir ihr oder ihrem Mann lässt sich nicht reden. Mein Freund kommt mit der Situation auch nicht wirklich klar und kommt auch nicht an sie ran. Wir können halt versuchen, den Kontakt zu minimieren, aber selbst das bringt nicht viel, da wir in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen. Weitere Familienangehörige und Freunde sind entweder gar nicht eingeweiht oder wissen nur dass der FS mal kurze Zeit weg war. Aber nicht das ganze Ausmaß dahinter. Es zudem wurde auch ein Verbot ausgesprochen weiter Familienangehörige zu informieren, auch mein Freund ist die ganze Sache mehr als peinlich und gegen ein solches Vorgehen.
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[FONT="]Weitere Vertrauenspersonen die ins Gewissen reden könnten mit ins Boot zu holen, ist daher ohne gewaltigen Ärger für mich nicht möglich.
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[FONT="]Vor kurzem hab ich vor meinem Freund offen gesagt, dass ich keine Lust hab weiter zuzuschauen, wenn seine Mutter wieder zu saufen und fahren anfängt. Dass ich sie lieber anzeigen werde, als damit leben zu müssen, dass sie sich vielleicht selbst oder gar andere totfährt. War vielleicht sehr offen und direkt, aber er leugnet, dass sie alkoholisiert fahren würden, und überhaupt dass sie wieder stark trinken würde.
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[FONT="]Er bezeichnete mich als Denunziantin und dass er mit mir, im Falle einer Anzeige, Schluss machen würde. Schließlich würden auch einige Freunde von uns nach dem Trinken fahren (Ehrlich gesagt ist mir nur eine Person bekannt, die überhaupt trinkt und fährt und bei dieser ist aber auch nach 2 Bieren Schluss mit fahren). Ich sei somit nicht mehr für ihn haltbar und müsse auch damit rechnen, dass ich ein Großteil unsrer Freunde verlieren würde, wenn ich seine Mutter anzeige. Mit einer Denunziantin will ja keiner was zu tun haben. [/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Naja ich glaube nicht daran, finde seinen Umgang mit mir und meinem Gewissen mehr als abartig. Man muss dazu noch wissen, dass die Beziehung ansonsten gut läuft. Ich kann es auch verstehen, dass er den Schritt der Anzeige nicht selbst bei der eigenen Mutter tun kann. Ich will der Frau auch nicht einfach eins auswischen, dafür ist sie (wenn sie nüchtern) ist, eine sehr freundliche Person. Ich würde sie auch nicht anzeigen, wenn sie nüchtern ohne FS fährt. Das ist ihre Sache und ihr Risiko. [/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Wie seht ihr die Situation?[/FONT]
[FONT="] [/FONT]
[FONT="]Im Moment besteht mein Beschluss darin bei der Polizei anzurufen, wenn ich weiß wo sie unterwegs ist und ich den begründeten Verdacht hab, dass sie getrunken hat. Gespräche haben soweit nichts gebracht, daher sehe ich mich leider zu dem Schritt gezwungen.
Das war jetzt ein verdammt langer Text und musste mal von der Seele geschrieben werden. Ich hoffe das ganze ist denoch halb verständlich.
Liebe Grüße
Frau PlanlosPlanlos
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[FONT="]bräuchte mal ein paar Meinungen zu einem Problem mit meiner "Schwiegermutter". [/FONT]
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[FONT="]Kurze Beschreibung zu Ausgangssituation: Mein Freund und ich sind seit fast 10 Jahren zusammen und leben mittlerweile auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinen Eltern.[/FONT]
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[FONT="]An sich komm ich mit ihr recht gut klar, wäre da nicht ihr Alkoholproblem. Dies besteht schon seit Jahren. Es ist allerdings nicht so, dass sie jeden Tag oder schon morgens blau ist. Sondern eher:Sobald irgendein zwischenmenschliches Problem auftaucht (mit Mann, Sohn, Freunden oder auch mir) zieht sie sich zurück und trinkt größere Mengen Hochprozentiges.[/FONT]
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[FONT="]Der Höhepunkt des Problems gab es vor ca. 3 Jahren. Meist beschränkten sich die Vorfälle auf den Abend oder späten Nachmittag. Nach starkem Konsum lag sie danach besinnungslos im Bett oder auf der Couch. Wenn es nicht so arg war, kam sie auch mal zu uns rüber und hielt uns wirre und recht sinnlose Gespräche. Keine Problemeinsicht war vorhanden. Mein Freund und ich versuchten sie dann möglichst schnell wieder auf unsrer Wohnung zu bekommen. Wir drückten auch explizit aus, dass wir ihr Verhalten nicht gutheißen und tolerieren wollten. Wenn sie sich Hilfe suche wollte, würden wir sie unterstützen, aber definitiv nicht in ihrer Sucht.
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[FONT="]Im Sommer 2014 bemerkte ich das erste Mal (ich war zu Fuß im Dorf unterwegs und sie kam zufällig vorbei und nahm mich mit), dass sie zumindest angetrunken Auto fährt.[/FONT]
[FONT="]Natürlich stritt sie alles ab, auch ihrem Ehemann war es egal. Öffentlich (auch vor uns) streitet er ab, dass seine Frau ein Problem hat. Hinter verschlossenen Türen provoziert er sie pausenlos mit ihrer "Schwäche". Trinkt demonstrativ selbst größere Mengen Wein vor ihr, um ihr vorzuhalten, wie toll er seinen eigenen Konsum im Griff hat. Verführt sie in der Öffentlichkeit zum Trinken – Denn, was sollen die Leute denken, wenn die Frau plötzlich keinen Alkohol mehr trinkt. Man würde doch merken, dass etwas bei denen nicht stimmt, und sowas darf nicht sein. Der schöne Schein nach außen muss gewahrt werden.[/FONT]
[FONT="]Der Sohn ist auch hilflos, kommt nicht mit Vernunft seinen Eltern bei.
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[FONT="]Dann kam ein Tag im Winter, seine Mutter war zu einem Termin abends unterwegs und fuhr dabei ein parkendes Auto an und beging Fahrerflucht. Laut ihrer Aussage wollte sie die Sache später regeln, denn es sei ja nur ein Kratzer gewesen, aber der Termin superwichtig.
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[FONT="]Nur blöd für sie, dass die Aktion jemand mit bekommen hatte und die Polizei rief. Noch bevor sie wieder zuhause war, standen auch schon die Beamten vor ihrer Tür und nahmen Schwiegermutti mit. Ihr Mann war nur sauer, weigert sich irgendwas zu tun. So blieb es an meinem Freund und mir hängen, sie von der Wache abzuholen. Zu dem Zeitpunkt wussten wir nur dass sie alkoholisiert gefahren und der Führerschein ist erstmal weg sei.
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[FONT="]Wir ahnten nicht, wie stark sie alkoholisiert war. Da ich sie in verschieden Alkoholisierungsgraden bereits erleben durfte, sie noch halbwegs verständlich reden konnte und auch kaum sonstige Ausfallerscheinungen zeigte, ahnten wir nicht, dass sie dennoch 1,8 Promille (Bluttest) hatte.
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[FONT="]Die Höhe ihres Alkoholpegels war uns erstmal lange nicht bekannt. Der ganze Papierkram (inkl. festgestelltem Blutwert, Sperrzeiten etc.) wurde vor uns verheimlicht, wir fragten auch nicht nach. Ist ja schließlich ihre Sache gewesen. Positiv war, dass sie sich zumindest ihrem Hausarzt anvertraute und der dieser anscheinend (genaueres bekamen wir nie mittgeteilt) weitere Stellen zur Hilfe empfahl.
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[FONT="]Insgesamt war in dem Jahr nach dem polizeibekannten Vorfall die Entwicklung ihrer Suchterkrankung positiv.Sie hatte eine gewisse Problemeinsicht (wobei die Polizei und der Besitzer des demolierten Autos für sie immer noch eine Teilschuld trugen - die hatten ja schließlich "total überreagiert"). Naja sie war in ärztlicher Behandlung, es gab keine größeren Vorfälle, bei der wir sie betrunken angetroffen hatte.
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[FONT="]Dann ca. ein Jahr später (anscheinend war Sperrfrist abgelaufen) wollte sie den Führerschein neu beantragen/wieder zurück. Und da kam "plötzlich" für sie raus, dass das mit dem Wiedererhalt des FS gar nicht so einfach ist, da bei einem solchen Blutwert die MPU unumgänglich ist. Auf dem Amt, auf dem sie es erfahren hatte, meinte anscheinend ein recht einfühlsloser Beamter zudem: "Sie müsse sich gar nicht die Mühe machen, die nötigen Anträge/Formulare auszufüllen, der Erfahrung nach schaffe die MPU ja eh so gut wie keiner".
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[FONT="]Kurz danach wurden mein Freund und ich erst in das ganze Ausmaß des Vorfalls eingeweiht (inkl. dem damaligen Alkoholwert), als sie sich bei uns über ihre Misere aufheulte. Plötzlich waren wieder alle anderen schuld, die blöden Polizisten die sie damals nicht darüber informiert hatten, dass sie zur MPU muss, der Idiot der die Fahrerflucht angezeigt hatte etc. Hätte sie das alles früher gewusst, hätte sie ja schon sich viel früher um die MPU kümmern können. Anscheinend war sie der Meinung, sie läuft nach einem Jahr aus Amt, bekommt den FS wieder und alles ist gut. Wär ich rechtzeitig informiert gewesen, hätten ich auch ihr ganz eindeutig sagen können, dass sie um die MPU nicht drum rumkommt. Nur durch ihre Geheimniskrämerei über das Thema, konnten wir nichts wissen. Wir boten ihr an sie weiterhin zu unterstützen, wenn sie neben ihrer Krankheitsbehandlung auch Vorbereitungskurse zur MPU besuchen wolle. Dies lehnte sie alles ab, da der Beamte mit der recht blöden Aussage ein Sohn/Neffe o.ä. von jemand aus ihrem Bekanntenkreis ist von dem sie sehr viel hielt, und so jemand müsse ja recht haben.
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[FONT="]Kurz darauf teilte sie uns mit, sie haben ja ihr Trinken mittlerweile "im Griff" und sich dazu entschlossen in Zukunft ohne FS Auto zu fahren. Sie sei ja in 40 Jahren mit Führerschein nie von der Polizei angehalten worden, hatte bis zu dem Vorfall nie einen Unfall gehabt. Daher sei es unnötig sich um den FS zu bemühen. Die MPU sei ja eh nur Abzocke und Schikane, sie würde ja nicht auffallen. Mein Freund und ich waren vollkommen entsetzt, konnte sie aber nicht zu Vernunft bringen. Ihr Mann unterstützte sie sogar in ihrem Vorhaben, war der gleichen Meinung wie sie. Außerdem müsse er sie nicht mehr zum Einkaufen etc. fahren und sei somit diese Belastung los.[/FONT]
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[FONT="]Vernünftige Gespräche sind vor allem mit dem Schwiegervater eh nicht möglich, er hat so eine klassische Familienpatriachen-Rolle: Seine Meinung ist Gesetz, Widerworte werden nicht geduldet. Wir hätten kein Recht darauf uns einzumischen. Da mein Freund und ich keine Möglichkeit sahen, beschlossen wir uns erst mal rauszuhalten. Gespräche sind nicht möglich und wir beschlossen es einfach zu ignorieren. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt ihr Trink-Verhalten halbwegs im Griff, wir dachten sie hätte auch noch eine Reihe weitere Hilfs- und Beratungsangebote angenommen. Wir beschlossen also, dass wenn keine alkoholisierten Vorfälle auftreten, sie bzgl. des Autofahrens zu ignorieren. Mein Freund will auf keinen Fall den Familienfrieden gefährden und wenn Mutti ohne FS Auto fährt, sei das ihre Sache. Solange sie nicht trinkt stellt sie schließlich keine größere Gefahr da, als andere Autofahrer. Die Konsequenzen wenn sie angehalten wird, in Unfälle verwickelt wird, der fehlende Versicherungsschutz müsse sie selbst tragen und sie sei ja schließlich alt genug.
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[FONT="]So weit so gut, dieser "Beschluss" von ihr ist jetzt auch über ein Jahr her. Es ging lange genug gut und ist (wenn sie nicht trinkt) auch nicht meine Angelegenheit. Nur ist es ja mal leider so, dass sich so einen Alkoholerkrankung nicht einfach in Luft auflöst.[/FONT]
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[FONT="]In der Zwischenzeit ist noch folgendes diesbezüglich herausgekommen: Der Hausarzt der informiert war und bemüht war ist mittlerweile im Ruhestand. Soweit ich weiß, hat sie den neuen nie über ihre Suchtproblematik informiert. Bei einem Psychologen oder Psychiater war sie trotz Empfehlung des alten Arztes nie gewesen. Auch eine empfohlene Selbsthilfegruppe hat sie, wenn überhaupt, nur wenige Male aufgesucht.[/FONT]
[FONT="]Die einzige Behandlung, die sie wirklich erfahren hatte, war dass der alte Hausarzt sie zu weitern (nicht wahrgenommen) spezialisierten Stellen weiterleiten wollte und ihr Tabletten zur Beruhigung und gegen den Suchtdruck verschrieben hat.[/FONT]
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[FONT="]Mittlerweile gibt es auch Anzeichen, dass sie wieder vermehrt trinkt. So waren wir 2 Wochen in Urlaub, als wir wieder zurückkamen fehlten größere Mengen hochprozentiger Alkohol aus unserer Wohnung (vorsichtig geschätzt 1,5-2l; aus definitiv ungeöffneten Flaschen fehlten beträchtliche Mengen, Flaschen in denen noch einiges war, standen plötzlich leer im Schrank usw.). Mittlerweile steht sie auch abends (ca. 2 x pro Woche) wieder vor unserer Wohnung und hält uns wieder wirre Gespräche. Oft dauert es eine Stunde und länger bis ich sie wieder los bin.[/FONT]
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[FONT="]Problem ist, mein Freund steht der ganzen Situation immer hilfloser gegenüber. Die Sache mit den leeren Flaschen wurde nicht angesprochen. Er wolle die Sache erst mit seinem Vater bereden, es passierte nichts. Die wirre Auftritte abends werden bagatellisiert: „Die ist halt mittlerweile so. Das kann man gar nicht mehr unterscheiden, ob sie was getrunken hat oder nicht. Die ist ja früher ja auch nie auf den Punkt genommen“. Ich finde man riecht es auch, wenn sie getrunken hat. Weniger den Alkohol selbst, als die komische Mischung aus Parfum und Bonbons, mit dem sie versucht die Anzeichen einer Alkoholfahne zu verbergen. In ihren nüchternen Phasen, riecht sie nie so penetrant. Aber leider hat mein Freund generell einen extrem schlechten Geruchssinn.
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[FONT="]Weitere Vertrauenspersonen die ins Gewissen reden könnten mit ins Boot zu holen, ist daher ohne gewaltigen Ärger für mich nicht möglich.
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[FONT="]Er bezeichnete mich als Denunziantin und dass er mit mir, im Falle einer Anzeige, Schluss machen würde. Schließlich würden auch einige Freunde von uns nach dem Trinken fahren (Ehrlich gesagt ist mir nur eine Person bekannt, die überhaupt trinkt und fährt und bei dieser ist aber auch nach 2 Bieren Schluss mit fahren). Ich sei somit nicht mehr für ihn haltbar und müsse auch damit rechnen, dass ich ein Großteil unsrer Freunde verlieren würde, wenn ich seine Mutter anzeige. Mit einer Denunziantin will ja keiner was zu tun haben. [/FONT]
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[FONT="]Naja ich glaube nicht daran, finde seinen Umgang mit mir und meinem Gewissen mehr als abartig. Man muss dazu noch wissen, dass die Beziehung ansonsten gut läuft. Ich kann es auch verstehen, dass er den Schritt der Anzeige nicht selbst bei der eigenen Mutter tun kann. Ich will der Frau auch nicht einfach eins auswischen, dafür ist sie (wenn sie nüchtern) ist, eine sehr freundliche Person. Ich würde sie auch nicht anzeigen, wenn sie nüchtern ohne FS fährt. Das ist ihre Sache und ihr Risiko. [/FONT]
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[FONT="]Im Moment besteht mein Beschluss darin bei der Polizei anzurufen, wenn ich weiß wo sie unterwegs ist und ich den begründeten Verdacht hab, dass sie getrunken hat. Gespräche haben soweit nichts gebracht, daher sehe ich mich leider zu dem Schritt gezwungen.
Das war jetzt ein verdammt langer Text und musste mal von der Seele geschrieben werden. Ich hoffe das ganze ist denoch halb verständlich.
Liebe Grüße
Frau PlanlosPlanlos
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