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Alkoholkranker Vater geht fremd

  • Starter*in Starter*in Mariechen
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Mariechen

Gast
Hallo, ihr Lieben,
ich wende mich an euch, weil ich denke, ich bin hier gut aufgehoben. Ich denke, mein Beitrag wird ziemlich lang sein, drum bin ich für jeden dankbar, der mir sein offenes Ohr bis zum Schluß leiht.
Es geht um meine Eltern, bzw. möchte ich meiner Mutter helfen, sie unterstützen. Sie hat leider in der Welt des worldwideweb keinerlei Erfahrung, deshalb nehme ich das für sie in die Hand.
Meine Eltern sind seit fast 30 Jahren verheiratet. Probleme gab es imer schon, mein Vater ist schwer akoholkrank. Er tut mittlerweile gar nichts mehr, das Eigenheim ist stark renovierungsbedürftig, seine Gesundheit steht nicht zum besten und sein Job, den er noch hat, nimmt er nicht ernst. Oft kommt er einfach betrunken nach Hause, angeblich ist keine Arbeit mehr da, oder es geht ihm nicht gut. Irgendeine Ausrede fällt ihm immer ein. Es vergeht auch schon kaum eine Woche, die er ganz auf der Firma durcharbeitet.
Ich wohne mit im Haus meiner Eltern, mit meinem Mann, meinen beiden Kindern (3 Jahre und 9 Monate alt). Da ich jeden Morgen meine große Tochter in den Kindergarten bringe, kann ich immer gut einen Blick in die Garage werfen. Meine Mutter arbeitet von morgens bis nachmittags, deshalb ist ihr Auto frühmorgens nicht da.
In letzter Zeit ist mir aufgefallen, daß auch morgens das Motorrad meines Vaters fehlt. Und tagsüber. Normalerweise wäre es plausibel, daß er zum Arzt gefahren ist. Aber es ist mir zu merkwürdig, normalerweise ist er nie unterwegs, nicht so häufig, nicht so früh am Morgen. Er läßt sich sonst immer von meiner Mutter hinkutschieren, weil er zu betrunken ist.
Also sprach ich gestern einfach meine Mutter im stillen Moment an, ob sie wüßte, wo er sich den ganzen Vormittag von Morgens bis Mitags rumtreibt. Sie gestand mir, daß er mal wieder eine andere hätte.
"Mal wieder". Das erste Mal wars noch lustig, da hat er sich als Hubschrauberpilot ausgegeben .... man müßte dazu wissen, daß er ohne Brille blind wie ein Maulwurf ist und einen Behindertenschein von 80% besitzt. Die war keine Gefahr, sie kam aus Bayern (also weit weg) und als sie mal versehentlich meine Mutter am Telefon erwischte, war die ganze Sache schnell aufgeflogen und von der Frau aus Bayern schnell beendet.
Die zweite Frau kam aus der benachbarten Großstadt, aber auch die kriegte versehentlich meine Mutter ans Telefon nd die Sache war schnell erledigt.
Die aktuelle Nebenbuhlerin allerdings, wohnt ebenfalls in unserer Ortschaft. Das bekam meine Mutter heraus, als eine immer wiederkehrende unbekannte Nummer auf der Telefonabrechnung stand. Sie kaute das ganze Telefonbuch durch, bis sie zu der passenden Nummer auf den passenden Namen und Adresse fand. Vor einigen Wochen erwischte sie ihn nachts, wie er mit dieser Frau am telefonieren war. Auch SMS schreiben die zwei miteinander.
Da er jetzt auch vormittags unterwegs ist, nehmen Mama und ich an, daß er sie besuchen fährt. Da er alles abstreitet, ist es schwierig ihn in flagranti zu erwischen. Angeblic hat er es auch beendet, aber mein lieber Herr Vater redet leider viel, wenn der Tag lang ist.
Ich könnte zu der Adresse hinfahren und schauen, ob sein Motorrad da steht, aber er stellt es an der Firma ab und geht zu Fuß zu ihr. Leider habe ich vormittags auch was anderes zu tun, als mich im Auto an das Haus zu stellen und zu kontrollieren, ob er rein- oder rauskommt. Ich bekomme auch nicht immer mit, wenn er losfährt, also weiß ich auch nicht, wielange er dann schon weg ist.
Meine Mutter hat auch schon versucht, mit ihr am Telefon zu sprechen, aber die Frau sagt dann ganz hastig: Sie haben sich verwählt.
Da wir in einer überschaubaren Ortschaft wohnen und die Frau einen seltenen Nachnamen hat, habe ich vorhin auf gut Glück im Telefonbuch noch einen Eintrag unter diesem Namen gefunden. Schnell auf die Karte geschaut, habe ich gesehen, die beiden mit denselben Namen wohnen nur eine Strasse auseinander, wohin ich eigentlich nur kombinieren kann, daß er entweder ihr Vater, ihr Sohn, Bruder oder Exmann sein muß.
Und hier komme ich nicht mehr weiter. Ich habe überlegt, diesen Mann anzurufen, aber als fremde Person kann ich nicht erwarten, daß er mir bereitwillig Auskunft über verwandtschaftliche Verhältnisse gibt oder gar, daß er mit dieser Frau sich mal näher unterhält, darüber daß sie sich in eine Familie einmischt.
Ich habe heute morgen auch mitbekommen, daß mein Vater wieder am telefonieren war, also habe ich an meinem Handy kurzerhand die Rufnummer unterdrückt und auf ihr Festnetz angerufen, um zu schauen, ob bei ihr besetzt ist. Leider ist es der Fall nicht gewesen, was entweder heißt, sie kann beim Telefongespräch einen weiteren Anruf entgegen nehmen, oder sie haben mit dem Handy telefoniert. Von seiner Wortwahl aber kann ich davon ausgehen, daß es ein Gespräch war, daß man nicht mit seinem Arzt, Arbeitgeber oder Kollegen führt.
Noch etwas fällt mir grad ein, aber bitte nicht lachen jetzt. Er ist diese Woche schon 2mal duschen gewesen! Körperpflege war bei ihm bisher ein Fremdwort.
Nun an diesem Punkt kommen meine Mutter und ich nicht mehr weiter. Irgendwie müssen wir ihn erwischen wobei wir ihm hieb- und stichfest was nachweisen können, daß er sich mit dieser Frau trifft. Ich trau mich auch nicht, bei ihr selbst anzurufen und der Sache nachzugehen.
Heute wäre wieder eine Möglichkeit gewesen, wo er zu ihr hinfahren könnte, aber er mußte von meiner Mutter gestern abend von der Arbeit abgeholt werden, weil er so besoffen war, daß er nicht mehr selbst Motorrad fahren konnte. Also ist das Motorrad heute auf der Firma und ich kann nicht kontrollieren, ob er unterwegs ist, er kann ja auch betrunken im Bett liegen, dann geht er weder ans Telefon, noch an die Tür. Und JA, er fährt auch betrunken, wenns sei muß.
Leider kann ich Ratschläge wie, dann sollen sich deine Eltern trennen, nicht gebrauchen. Meine Mutter ist damals als Bürgin eingesprungen, bei den Hypotheken am Haus. Im Falle einer Scheidung oder Trennung, muß sie weiterzahlen, was bei ihrem geringen Gehalt nicht einfach ist und bei meinem Vater ist dann auch nichts zu holen. Ausserdem sind sie vertraglich so abgesichert, daß weder er noch sie den anderen vor die Tür setzen kann. In dieser Richtung besteht also eine Zwickmühle.
In seiner Alkoholsucht haben wir ihm schon oft genug Hilfe angeboten, aber er nimmt sie nicht an, will nicht. Er ist nicht so weit, daß er es wollen würde. Es geht ihm ja gut dabei. Mehere Therapien wuden auch abgebrochen.
Da das Alkoholproblem auch so massiv besteht, habe ich mich schlau gemacht. Es gäbe die Möglichkeit, ihn entmündigen zu lassen und zwangseinzuweisen, aber auch die Idee mußte ich verwerfen, es ist eine jahrelange Prozedur und die Anwälte kann ich nicht zahlen.
Aber eine Lösung muß her, in dem einem wie in dem anderen Fall. Meine gute Mum macht diese jahrelange Erniedrigungen schon lang genug und jetzt muß irgendwie schluß sein.
Wer von euch kann uns Rat geben oder Anlaufstellen nennen, wo ich mich hin wenden kann, ich sehe, Mama hat keine Kraft mehr und das kann so nicht weitergehen.
Ich bedanke mich bei jedem, der mir bis hierhin zugelesen hat und vielleicht noch ein gutes Wort übrig hat.
Sollte euch aufgefallen sein, daß einige Buchstaben fehlen, es liegt an meiner Tastatur, die nicht ganz optimal zu tippen ist, ich hab schon aufgepasst, daß nicht allzuviele Buchstaben fehlen...
Lieben Gruß
ein ratloses Mariechen
 
die Mutti darf sich auf keinen Fall hängen lassen. Sie soll gut auf sich aufpassen und z.B. mal auf Kur fahren, sich erholen. Wenn sie es schafft, eine Fortbildung zu machen und einen besseren Job zu bekommen, dann könnte man die Hypothek schneller abzahlen und so zumindest finanziell Freiheit bekommen?
 
Hallo Gast,

nein, hängen lassen wird sie sich nicht. Ich bin ja immer da und vor allem in ihrer Nähe, um sie aufzufangen. Hmm, vielleicht sollte ich noch anfügen, daß sie gefühlsmäßig mit ihm abgeschlosen hat (wie ich ebenfalls).
Ich muß so ehrlich sein, ich weiß, wenn er nicht mehr leben würde, dann würde sie aufblühen und leben können.
Ich habe ihr auch schon vorgeschlagen, daß sie allein mal ein paar Tage verreist, aber leider sind ihre Urlaubstage auf ihrer Firma sehr begrenzt und alle schon verplant. Und soweit ich sie kenne, ausser wenn sie auf der Arbeit ist, traut sie sich ansonsten nicht, ihn einige Tage allein zu lassen. Er macht ja nur Unsinn, er würde sogar die Tiere verhungern lassen. Ist dann schon schwierig, zwei Hunde, eine Katze, einen Papagei und Fsche unterzubringen. Ich könnt es ja auch machen, aber wenn er so besoffen ist, versuche ich meine Kindern von fern zu halten und werde mich hüten, selbst in seine Nähe zu kommen.
Dein Lösungsansatz mit der Fortbildung ist an sich, wie ich finde, sehr gut. Den Vorschlag werde ich ihr mal unterbreiten. Ansonsten hat sie sich schon in den vergangenen Jahren um eine andere Arbeitsstelle bemüht, aber alles scheiterte letztendlich da dran, daß sie mit ihren 48 Jahren kaum noch einer nimmt, schon gar nicht mit einer abgebrochenen Lehre als Schneiderin.
Ich wage es noch, einen Schritt weiter zu denken. Man stelle sich vor, die Hypotheken wären abbezahlt und sie würde dann gehen. Dann sähe die folgende Szenerie so aus, da das Haus ja auch laufende Unkosten hat, mein Vater ist vom Denken nicht mehr in der Lage, sich darum zu kümmern. Quasi würde meine Mutter, auch wenn sie hier nicht mehr leben würde,trotzdem weiterbezahlen, plus Miete, die dann auf sie zukommt und sämtliche Lebensunkosten. Ich denke, die Spirale dreht sich dann so oder so noch weiter.
Weißt du, ich habe grade das Gefühl, meine Familie und ich treten auf einer Stelle herum und kommen keinen Schritt weiter. Für mich gibts grad nur eine Lösung, aber wenn ich sage, was ich denke, könnte ich in den Knast gehen für. Bleibt nur die Hoffnung, daß der Alkohol ihm den Rest gibt.... nächste Frage, wie lange hält ein Körper eine jahrelange, fast täglich eine Flasche Korn aus? Das muß ja schon extreme Höchstleistungen sein, was da sein Körper vollbringt.
Mama hat ihm letztens gesagt, er mit seinem Schnaps, er wäre ja schon tot, er wäre nur zu faul zum Unfallen.

Weißt du, es tut grad so gut, sich den ganzen Mist von der Seele zu reden. Es an Leute zu bringen, die Abstand davon haben und es konkret von aussen betrachten. Deswegen schreib ich soviel, weil ich versuche, alles so zu beschreiben, wie es ist.
 
Mir drängt sich eine - zugegebenermaßen nicht hilfreiche - Frage auf.

Wie kann dein Vater noch arbeiten, wenn er selbst von der Arbeit betrunken nach Hause kommt?

Toleriert sein Arbeitgeber seinen Alkoholismus? Kann ich mir nicht vorstellen. Was passiert, wenn er evtl. seinen Job verliert?
 
Hallo Mariechen,

die Situation muss für deine Mutter unerträglich sein. Wie du sagst, hat sie mit ihrem Mann auch innerlich abgeschlossen. Daher sollte sie überlegen, die Scheidung einzureichen. Ich meine das ist doch so kein Leben mehr, geschweige denn eine Ehe.
Ihr müsstet halt bereit sein, das Haus aufzugeben. Mit ihr meine ich deine Mutter und dich mit Familie. Besteht die Möglichkeit, dass du woanders hinziehst?

Wegen der Bürgschaft solltet ihr euch nicht so Gedanken machen, da gibt es Lösungen.

Was meinst du, wie viele Menschen sich scheiden lassen, nachdem sie ein Haus gekauft haben.

Überlege, ob das mit dem Umziehen für euch akzeptabel ist, dann können wir die Tipps wegen der Finanzen geben. Wäre zwecklos das jetzt schon zu schreiben, falls ihr unbedingt das Haus halten wollt.

Was die andere Frau angeht, frage ich mich, ist es deiner Mutter wirklich noch wichtig zu wissen, wer es ist?

Gemini
 
Hallo Viktoria,

diese Frage stelle ich mir auch desöfteren. Ich sollte vielleicht dazu erwähnen, daß er wegen Hüftprobleme 2005/2006 fast ein ganzes Jahr lang krank gefeiert hatte. Dann hat er eine Wiedereinführungsmaßname gemacht, die sich über mehrere Wochen hinzog und angeblich hat der Arbeitgeber gesagt, mein Vater könne jederzeit nach Hause, wenn es ihm nicht gut geht. Nunja, das nutzt er bislang wirklich schamlos aus.
Normalerweise arbeitet er diese Woche bis 22.00 Uhr. Gestern abend hat er ja schon um 18.00 Uhr Feierabend gemacht, angeblich hatten sie nichts zu tun.
Heute mußte meine Mutter ihn dann um 21.00 Uhr von der Arbeit abholen, er hätte sich verhoben. Aber verhoben sieht anders aus und hört sich anders an, er war natürlich wieder sturzbetrunken.
Aber weißt du, Viktoria, mich ärgert das maßlos. Da gibt es Menschen, denen es wirklich schlecht geht, die händeringend nach Arbeit suchen und der "Alte" macht sich aus dem Ernst des Lebens einen Spaß draus.
Ich wundere mich ebenfalls, wie der Arbeitgeber das tolerieren kann, vor allem, wie mein Vater die Möglichkeit hat, sich während der Arbeitszeit so abzuschießen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das keiner merkt, oder mal was sagt. Es muß doch Konsequenzen geben. Oder etwa nicht? Ich glaube schon.
Vielleicht aber fühlt er sich zu sicher, er denkt, wegen seines Behindertengrades wäre er unkündbar. Und weil er schon etwas über 30 Jahre an der Firma ist, denkt er, denen ist die Abfindung zu groß, als das sie ihn so raustun würden.
Naja, wie ich dieses Thema drehe und wende, ich kann da eigentlich auch nur noch verwundert den Kopf schütteln.
 
Hallo Mariechen,

Nun, Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit. Demzufolge könnte sein Arbeitgeber ihm die Pistole auf die Brust setzen und einen Entzug mit anschließender Therapie verlangen. Anderenfalls erfolgt die fristlose Kündigung. Und in diesem Fall dann ohne Abfindung.

Aber wenn er schon 30 Jahre bei dieser Firma ist, verstehe ich, dass die sich schwertun. Ich hatte selbst einmal solch einen Kollegen, der abhängig war und zudem in leitender Position. Er war fast jeden zweiten Tag "krank" oder erschien erst mittags... ...die Firma hat ihn mitgeschleppt. Er ist dann aber relativ früh gestorben...

Doch letztendlich tun sich solche Firmen und vor allen Dingen auch dem entsprechenden Mitarbeiter absolut keinen Gefallen. Sie müssten und könnten den nötigen Druck ausüben. Denn wenn der Verlust der Arbeit droht, kommt vielleicht auch ein Alkoholabhängiger ins Grübeln.

Dass dein Vater fremdgeht, wundert mich gar nicht. Er sucht sich die Anerkennung, die er innerhalb der Familie und wohl auch innerhalb der Firma nicht mehr hat, an anderer Stelle.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat deine Mutter sich gefühlsmäßig bereits von ihm entfernt. Dann soll er doch... ...oder stört sie/euch nur das Gerede?
 
Hallo Mariechen,

die Situation muss für deine Mutter unerträglich sein. Wie du sagst, hat sie mit ihrem Mann auch innerlich abgeschlossen. Daher sollte sie überlegen, die Scheidung einzureichen. Ich meine das ist doch so kein Leben mehr, geschweige denn eine Ehe.
Ihr müsstet halt bereit sein, das Haus aufzugeben. Mit ihr meine ich deine Mutter und dich mit Familie. Besteht die Möglichkeit, dass du woanders hinziehst?

Wegen der Bürgschaft solltet ihr euch nicht so Gedanken machen, da gibt es Lösungen.

Was meinst du, wie viele Menschen sich scheiden lassen, nachdem sie ein Haus gekauft haben.

Überlege, ob das mit dem Umziehen für euch akzeptabel ist, dann können wir die Tipps wegen der Finanzen geben. Wäre zwecklos das jetzt schon zu schreiben, falls ihr unbedingt das Haus halten wollt.

Was die andere Frau angeht, frage ich mich, ist es deiner Mutter wirklich noch wichtig zu wissen, wer es ist?

Gemini

Guten Abend Gemini,
jetzt muß ich über dieses Thema das erste mal weinen. Ach, darüber kann ich dir eine Menge schreiben.
Mich verbindet nichts mit dem Haus. Ehrlich gesagt, sehe ich hier nur eine Menge Arbeit, um liegengebliebene Reparaturen zu beheben. Alles hat er angefangen zu reparieren, nichts zuende gebracht. Es fängt mit dem Hauseingang (die Veranda) an und hört mit den Stromleitungen auf. Sicherlich haben sich die Eltern meines Vaters das anders vorgestellt, als sie damals das Haus aufgebaut hatten. Es gab schon immer Ärger in der Familie meines Vaters, insbesonders zwischen ihm und seiner Schwester, die heute keinerlei Kontakt zueinander haben. Angeblich hatte meine Oma (oder mein Opa...egal) auf dem Sterbebett gesagt, mein Vater soll das Haus bekommen, bloß nicht die Schwester.
Könnten das meine Großeltern sehen, wie von ihnen das damals so liebevoll errichtete Haus heute so zugrunde geht, ich glaube, die würden im Grabe routieren, wenn sie könnten.
Da ich in diesem Haus den Großteil meiner Kindheit verbracht habe, aber immer in Angst vor meinem Vater, habe ich nur schlechte Erinnerungen daran. Ich wohne aber trotzdem wieder mit im Haus, einfach nur um Mama zu stützen, um für sie da zu sein. Ich hatte es ihr versprochen, immer für sie dazu sein, ich kann das nicht wieder brechen. Ich würde ihr das Herz brechen, wenn wir wieder ausziehen würden, abgesehen von unseren Finanzen im Augenblick, wäre für mich das absolut kein Thema besser gestern als heute hier die Segel zu streichen. Das kannst du mir glauben!
Aber mein Mann hat aus mir einen Menschen gemacht, der selbstbewußt ist, der nach vorn prescht. Mit ihm an meiner Seite weiß ich, ich brauche vor keinem Menschen Angst zu haben, schon gar nicht vor meinem Vater. Da hats hier auch schon mehrfach geknallt, zwischen dem und mir.
Woran ich bei Mama zu knacken habe, sie will nicht hier weg. Sie sagt, hier in diesem Haus fühlt sie sich zuhause. Sie hat den großen Garten, wo die Hunde laufen können, sie hat sich hier so eingerichtet, wie sie es so haben will. Sie lebt nun seit fast 20 Jahren hier und will nicht woanders neu anfangen. Sie sagt, ohne ihre Tiere geht sie nicht und mit ihrem "Zoo" findet sie sowieso keinen Vermieter.
Ach, Mamas Schwester und ich haben ihr schon oft genug angeboten, ihr die Tiere abzunehmen solang. Sie kann auch bei ihrer Schwester wohnen, auch kein Problem. Mein Mann und ich haben auch keine Probleme damit, mit ihr zusammen eine große Wohnung zu beziehen, wo Platz für meine Kinder und ihre Tiere ist. Aber es kommt von ihr immer dann nur ein halbherziges ja und hmm. Zumindest ist es ihr bewußt, sollte mein Vater doch mal den Job verlieren, daß wir hier schleunigst die Koffer packen werden, bevor wir im schlimmsten Fall wegen Zwangsversteigerung auf der Strasse sitzen. Dann wird sogar sie türmen müssen, daß ist für sie so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Aber weißt du, ich glaube sie hat nicht den Mut, ihn vor vollendeten Tatsachen zu stellen. Sie hat nicht den Mumm in den Knochen, zu gehen. Noch scheint sie nicht genug bekommen zu haben. Glaub mir, ich hätte meinem Mann längst schon seine Klamotten in den Vorgarten geschmissen und das Schloss ausgetauscht. Aber ich hab ja auch leicht reden, mein Vater hat genau wie Mama ein Wohnrecht, von daher kann keiner den anderen vor die Tür setzen. Dumm nicht wahr? Aber es täte mich interessieren, wer hier wen als erstes vor die Tür gestellt hätte.
Nein, ich wäre bereit das Haus aufzugeben. Ich kann auch genausogut den Rest meines Lebens Miete zahlen. Das hab ich nie anders gemacht bisher.
Auch habe ich Mama schon unterbreitet, das es Lösungen aus der Bürgschaft gibt, geben muß. Sie solle ihren Anwalt ruhig mal fragen, aber das ist wieder zuviel für sie. Sie ist schon immer kurz davor, einen Termin zu machen, aber dann macht sie wieder einen Rückzieher. Ich fasse mir grade an den Kopf und kann nicht beschreiben, was da in ihr vorgeht. Ich hätte auch kein Problem damit, selbst für sie zum Anwalt zu gehen, aber ich kenn die ganzen Unterlagen nicht und ich weiß nicht, wie weit ich da ohne sie kommen würde, täte ich den Anwalt sprechen. Ich weiß ja nicht, wie der mir Auskunft geben kann und es tun wird. Ich hab auch keine Ahnung, was genau da in den Unterlagen steht, ich hab es nur immer erzählt bekommen, von meiner Mutter, sowie auch von meinem Vater.
Definitiv hat sie Angst vor ihm, keine Frage! Definitiv hat sie auch keinen Mut, entsprechende Schritte in die Wege zu leiten. Aber, das muß ich ihr hochanrechnen, sie trägt das Übel mit erstaunlicher Fassung. Ich wäre da schon zusammengebrochen. Trotzdem mache ich mir sehr große Sorgen, wielang sie das noch schafft. Ich weiß nur, allein daß mein Mann und ich hier in ihrer Nähe sind, das gibt ihr Kraft zu überleben und das zu überstehen. Sie wäre am Ende, würden wir nicht hier sein.
Im Augenblick ist sie an einem Punkt, wo sie sagt, sie ist bereit, das ganze auszusitzen, es kann so nicht mehr lange gut gehen. Ich hab es selbst gesehen, wie mein Vater durch den Alkoholkonsum in den letzten zwei Jahren körperlich massiv abgebaut hat. Insgeheim hofft sie auf einen LKW, der ihn vom Motorrad holt. Aber das Monster Alkohol wird ihn eher holen, denke ich.
Tja und zu deinem letzen Punkt. Lapidar ausgedrückt, wollen wir eigentlich nur wissen, wie tief eine Person sinken muß, die sich an meinen Vater ranmacht, der in meinen Augen optisch so was von widerlich ist, daß ich nicht ohne Kneifzange ihn anfassen mag. Wie fertig muß ein Mensch sein, sich mit einem einzulassen, der sich verbal unter der Gürtellinie bewegt und sich zudem nur aggressiv verhält (Gott sei Dank schlägt er nicht!!)? Mama hat ihn damals mal geliebt, er hat ihr damals die Sterne vom Himmel geholt. Damals war er auch nicht so. Wirklich so schlimm ist es erst seit den letzten 5 Jahren.
Mama ist es egal, wenn er durch andere Betten hüpft, das glaube ich ihr auch. Zwischen meinen Eltern läuft die letzten 5 Jahre auch fast gar nichts mehr zwischenmenschliches. Von daher kann ich es ihr getrost glauben, da hat er in ihr zuviel kaputt gemacht. Lieben tut sie ihn nicht mehr. Sie hasst es nur wie die Pest, wenn man ihr in die Augen lügt. Er ist selbst der größte Feigling unter der Sonne, es würde ihm ja nicht mal was passieren, wenn er es zugeben würde. Also kann er es wenigstens zugeben. Die Telefonrechnung heute hats mal wieder bewiesen. Kein Mensch ruft mitten in der Nacht bis in Morgengrauen bis zu zehn mal eine Nummer an, der zu einer im Telefonbuch stehenden Frau gehört. Aber da ist Mama wieder zu feige, ihm den Wisch mal unter die Nase zu halten. Abstreiten kann er es dann nicht mehr. Ich würd ihn dann noch mit gepackten Taschen und roter Schleife um den Hals bei dieser Dame vor die Tür stellen und ihm noch ein schönes Leben wünschen.
Sie hat nur massiv Panik, weil sie nicht weiß, was passiert, wenn sie ihn mit den Rücken an die Wand stellt. Wir rechnen doch noch mal damit, daß er in seinem Suff auf sie losgeht. Deswegen hält sie sich so zurück.

Gut, bei dem Schreiben hier grad fällt mir auf, beide haben Angst voreinander, beide haben Panik, beide sind feige.
Aber neben meinem Mann und meinen Kindern ist mir meine Mama die wichtigste Person in meinem Leben, die in meiner Kindheit immer für mich da war. Ich liebe sie und ich möchte ihr die 18 Jahre Rückhalt zurückgeben, bedingungslos. Und wenn man nüchtern rechnet, habe ich da noch 16 Jahre vor mir. Aber bis dahin schafft mein Vater das gesundheitlich nicht mehr.

So, nun muß ich ins Bett. Ich werde abschalten, ich kann meine Tür, wenn ich will, von dem ganzen verschliessen. Ich habe Mama nur gesagt, sie solle entspannen und die Beine hochlegen und versuchen zu schlafen, wer weiß, wann er in der Nacht wieder auf der Matte steht. Ihr Papa im Himmel hat auch ein Auge auf sie und dessen bin ich mir sicher, der passt auf sie auf!
 
Hallo Mariechen,

Nun, Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit. Demzufolge könnte sein Arbeitgeber ihm die Pistole auf die Brust setzen und einen Entzug mit anschließender Therapie verlangen. Anderenfalls erfolgt die fristlose Kündigung. Und in diesem Fall dann ohne Abfindung.

Genau das ist der Punkt. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie der Arbeitgeber das so hinnimmt. So wie ich mitbekommen habe, soll er wohl schon auf der Abschußliste stehen. Aber es passiert einfach nichts! Ich kanns ja selbst kaum glauben. Die Abfindung, mir ist die ja wurscht, er würde sie eh nur in Altglas umwandeln.
Ich habs erlebt, als ich im vorletzten Sommer nach Hause kam, da lag er besoffen im Hausflur und war kaum ansprechbar. Da wurd er von Kollegen nach Hause gebracht und auf die Treppe gesetzt. Mama wars superpeinlich und ich (hochschwanger) kam mir vor, wie die Polizisten im Fernsehen die besoffene Penner aufsammeln. Der lag ja so vor der Haustür, das ich kaum mit meinem Kugelbauch reinkam. Hinterher ist er auf dem Hintern die Treppen runter in den Keller gerutscht, daß er ins Bett kam.

Aber wenn er schon 30 Jahre bei dieser Firma ist, verstehe ich, dass die sich schwertun. Ich hatte selbst einmal solch einen Kollegen, der abhängig war und zudem in leitender Position. Er war fast jeden zweiten Tag "krank" oder erschien erst mittags... ...die Firma hat ihn mitgeschleppt. Er ist dann aber relativ früh gestorben...

Dein letzter Satz... ich wüßte nicht, was ich dem Pastor Gutes über ihn erzählen soll, wenn der mal hier sitzt und den Bestattungsgottesdienst leitet. Soweit bin ich schon, daß ich darüber nachdenke.

Doch letztendlich tun sich solche Firmen und vor allen Dingen auch dem entsprechenden Mitarbeiter absolut keinen Gefallen. Sie müssten und könnten den nötigen Druck ausüben. Denn wenn der Verlust der Arbeit droht, kommt vielleicht auch ein Alkoholabhängiger ins Grübeln.

Nun, früher war die Firma eine riesige Produktion. Sie ist hier im Ort auch immer noch der größte Arbeitgeber. Allerdings steht die Zukunft arg auf der Kippe, da der neue Käufer versucht sämtliche Produktionen nach und nach ins Ausland zu versetzen. Über kurz oder lang, seit einigen Jahren steht es schlecht um diese Firma und deren Mitarbeiter und war immer wieder kurz vor der Schließung. Allein der Gedanke treibt meinen Vater weiter in die Sucht. Durch den Alkohol vergißt er das. Und er weiß genau, er wird so niemals mehr einen Job finden... zack und gleich den Rest der Flasche hinterher. Du, der säuft das Zeug, wie andere Cola.
Ich muß grad schmunzeln bei dem Gedanken, wo der sein Altglas hortet... die leeren Flaschen müssen ja verschwinden. Ich hatte die Handwerker in meiner Wohnung, die rissen einen toten Kamin ein. Da wußte ich dann, warum wir das erst nicht durften, weil der Herr Papa seine Pullen oben in die Kaminklappen schmiß. Ich hab noch nie so schnell einen Handwerker von seiner Leiter flitzen sehen, als der sah, wie klirrend das Glas von oben wie Schnee herabrieselte. Als der Herr Papa den Schutt mitsamt Pullen sah, wurd der gleich rot wie ein Pavianhintern. Die sind nicht von mir, sagte er schneller, als wir ihn drauf ansprechen konnten. Das sind Situationen und Erinnerungen wo ich eigentlich nur schallend drüber lachen kann. Und das tat mir eben ganz gut.

Aber egal, zurück zum Thema. Also ins Grübeln kommt er ja, soweit ist er, dann ist sein Griff gleich zur Flasche. Und man kann es nicht kontrollieren, weil er es heimlich macht. Wie ein Eichhörnchen im Herbst, versteckt er seinen Vorrat an allen möglichen Orten, und wie das Eichhörnchen im Winter, wenn es Hunger hat, irgendwo findet es immer die kleinen vergessenen Nüsschen.

Dass dein Vater fremdgeht, wundert mich gar nicht. Er sucht sich die Anerkennung, die er innerhalb der Familie und wohl auch innerhalb der Firma nicht mehr hat, an anderer Stelle.

Da triffst du allerdings genau ins Schwarze. Nein, hier bekommt er auch nichts mehr. Keine Liebe, keine Zuwendung. Selbst meine große Tochter lässt ihn links liegen. Und sie ist erst drei Jahre alt und hat davon keine Ahnung, warum der Opa dann und wann mal komisch ist. Mein Mann hat ihr mal erzählt, Opa häte die Vogelgrippe. Aber soweit ist sie selten in seiner Nähe, da pass ich schon drauf auf.
Klar, das er woanders Zuwendung sucht. Aber wenn man mit ihm darüber spricht, betrunken sowie nüchtern, er findet das in Ordnung, er will es nicht anders, er will es nicht ändern. Er weiß, er ist Alkoholiker (ist ja schon mal was), aber er will sich von keiner Seite helfen lassen. Mein Mann und ich sind ja noch bereit dazu, das weiß er! So wie ich es schreibe, so sagt er es auch. Er will ganz einfach nicht. Gut! Aber dann kann er aber nicht erwarten, daß wir ihn lieben können oder akzeptieren, so wie er ist, wenn er mittlerweile zu jeder Zeit betrunken ist. Wenn er seinen Rausch nicht im Bett ausschläft, dann beleidigt er, pöbelt er. Uns, sowie auch wildfremde Menschen. Und das geht unter die Gürtellinie. Er verhält sich wie ein Schwein, er isst so, er riecht so. Da kann man wirklich nicht mehr anders, als aufzuhören ihn lieb zu haben, verstehst du, wie ich das meine? Wenn er übrigens nüchtern aus dem Bett steigt, dann trinkt er sich erst mal einen Schluck.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat deine Mutter sich gefühlsmäßig bereits von ihm entfernt. Dann soll er doch... ...oder stört sie/euch nur das Gerede?

Du, das Gerede anderer Leute ist mir egal. Ich hab es 18 Jahre meiner Kindheit totgeschwiegen. Aber die Zeiten sind vorbei. So offen, wie ich erstmals im Internet mit euch darüber rede, so rede ich auch mit Personen Auge in Auge. Ich bin die Geheimniskrämerei leid. Stellt man mir Fragen, so sag ich es, wie es ist. Warum auch nicht? So oder so ändert sich doch nichts dran. Natürlich haben die Nachbarn sein lallendes Geschrei schon mitbekommen. Na und, sollen sie doch fragen... sollen sie doch reden. Sie haben eh recht und erkennen die Sache richtig. Was gibt es da noch zu verstecken? So denke ich.
Mama hälts natürlich anders. Ihre Eltern damals haben sie oft genug vor ihm gewarnt (ihr Papa lebt leider nicht mehr) und ihre Mutter sagt dazu nur, sie hätte es ja vorher schon geahnt und wer nicht hört, der muß fühlen. Naja, meine Oma war schon immer ziemlich engstirnig. Aber auf Hilfe von der Familie meines Mannes, ihrer Schwestern oder ihrer Arbeitskollegen kann Mama immer zählen.
Meine Oma hat sie tatsächlich so weit gebracht, zu denken, Mama wär ja an alles schuld. Und so denkt sie von allen anderen. Und es ist verdammt schwierig, sie davon zu überzeugen, daß es dem nicht so ist. Mein Vater war ja schon vor ihrer Zeit Alkoholiker, aber es hielt sich noch in Grenzen und Mama hat jahrelang geglaubt, ja festgehalten, sie könnte ihn ändern. Das alles so schlimm wie heute wird, konnt ja damals keiner ahnen. Ausser meiner Oma natürlich.
Aber wenigstens ihrer Arbeitskollegin vertraut sie sich ausser mir noch an.
Du sagst es richtig: DANN SOLL ER DOCH! Soll er auch, wenn er meint, bitteschön. Dann gebe ich ihm nur noch zwei Jahre, bis ihn der Alkohol dahinrafft.
Danach wird hier aufgeräumt!

So ein Mist, ich wollt vor einer Stunde im Bett sein...

Ich muß jetzt an alle von euch schon mal Danke sagen, die sich meinen Sorgen und Gedanken, mir und meine Mutter, annehmen und meinen langen Texten zulesen. Es tut gut, es tut einfach nur gut, alles zu schreiben. Tausend dank!
Und ich weiß, hier gibt es soviele Menschen, die soviele Probleme und Sorgen haben, die über mich ihre etwas vergessen können. Und ich mir auch über eure, wenn ich euch zulese. Seid nicht böse, wenn ich eure Probleme aber nicht hier aufnehme und euch in anderen Beiträgen nicht schreibe. Ich habe im Augenblick den Kopf nicht frei genug dafür, aber wenn ich euch lese, dann denke ich im Stillen für mich nach.
 
Hallo Mariechen,

es ist großartig, dass du für deine Mutter immer da sein möchtest und sie unterstützt.
ABER, die Gefahr, dass sie dadurch weiter in der Co-Abhängigkeit bleibt, ist sehr groß. Eigentlich vorgegeben.
Es hilft nichts, wenn sie dich und andere Leute hat, bei denen sie sich ausweinen kann, das bringt sie nicht weiter. Sie müsste dringend etwas für sich tun.
Schau mal im Netz unter AL-Anon und unter Co-Abhängigkeit nach.

Deine Mutter will die Sache aussitzen und warten, bis dein Vater stirbt. Aber was ist, wenn er nicht so schnell stirbt. Vielleicht noch Jahre weiter so macht, bis er zum Pflegefall wird.
Will deine Mutter wirklich nur wegen eines renovierungsbedürftigen Haus und den Tieren ihr Leben in den Sand setzen? (ihr könnten ein Haus mit Garten zusammen mieten)
Ich weiß nicht, wie alt sie ist, aber für etwas Glück und Zufriedenheit im Leben ist es nie zu spät.

Du willst ihr helfen, dann informiere dich bitte mal über die Co-Abhängigkeit und mach ihr klar, dass sie nicht so weiter machen sollte wie bisher.

Gemini
 
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