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Absolvent will aussteigen - Studium bitte zurück an Absender

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O

out_of_order

Gast
Hallo allerseits,

Ich habe einen Job den ich nicht ausstehen kann. Aber vielleicht ist die Vorgeschichte hier sinnvoll:

Ich bin 24 und habe ein Ingenieurs-Studiengang absolviert. Das Studium habe ich gemacht weil ich nach der Schule nicht auf Anhieb eine Ausbildungsstelle gekriegt habe (waren vielleicht 10 Bewerbungen), und da dachte ich mir "na gut, dann eben Studium".

Das Studium ging dann recht reibungslos ab da die Lehrinhalte für mich sehr interessant waren und es mir somit nicht all zu schwer fiel zu lernen. Die Prüfungen habe ich alle im Erstversuch geschafft und das Studium in der Regelzeit mit einer Diplomarbeit abgeschlossen.

Da ich kein großer Networker (Stichwort Softskills, komm ich noch drauf) bin war ich nach dem Studium erst mal arbeitslos für 3 Monate. Ich hab mich in meinem Bereich auf alles mögliche Beworben, vom Ingenieur über Trainee bis hin zum Arbeiter. Dann hab ich eine befristete Stelle als Schichtarbeiter gekriegt. Das hat mir ganz gut gefallen, ich verstand mich super mit den Kollegen und die Arbeit war auch halbwegs abwechslungsreich und es gab genug zu tun. Die Stelle war jedoch an einen Auftragsaufschwung gekoppelt. Als dieser Einbrach gabs die Stelle dann auch nicht mehr und so wurde ich nach 4 Monaten nicht mehr gebraucht.
Nach weiteren 3 Monaten und zahlreichen Bewerbungen bekam ich dann die Zusage für eine Ingenieursstelle, womit wir dann jetzt endlich in der Gegenwart angelangt sind. Ich habe nie großen Wert darauf gelegt unbedingt Ingenieur zu werden, das Studium war mehr aus Interesse und weil ich keine Ausbildungsstelle bekam. Aber ich dachte mir, och wenn ich jetzt schon Diplom hab dann kann ich das ja mal probieren. Natürlich haben auch meine Eltern mich dahingehend gedrängt, dass ich doch n super Diplom habe und jetzt ein ganz erfolgreicher Ingenieur werden muss weil das super toll ist... Na was ich so bisher an Abteilungsleitern gesehn hab und wie die Leben (müssen) ist das alles andere als super toll für mich... Wie dem auch sei...
Im ersten Monat wurden mir noch, so zu sagen zum Aufwärmen, vom Chef Aufgaben gestellt wie "Rechne dies aus, rechne das aus, stell diese Formel auf etc...". Das hat noch ganz gut geklappt. Danach ging aber die "richtige" Arbeit los. Koordinierung der Arbeitsabläufe in Zusammenarbeit mit Kollegen und Unterstellten. Das funktioniert aber so was von gar nicht weil Softskills bei mir praktisch nicht vorhanden sind. Ich kann überhaupt nicht gut mit den Leuten umgehen, habe Schwierigkeiten auf sie zuzugehen und verstehe vieles nicht oder falsch, ganz einfache Dinge. Ich hab das Gefühl bei mir gibt es einen Knick in der Leitung und Informationen kommen gar nicht erst an. Es widerstrebt mir auch anderen Anweisungen zu geben. Das geht zum Teil soweit dass ich wirklich ne halbe Stunde im Büro sitze und mich selbst versuche dazu zu zwingen solche Interaktionen einzugehen. Diese halbe Stunde mache ich also praktisch gar nichts... Kurz gesagt ich bin so was von nicht als Führungspersönlichkeit geeignet, viel ungeeigneter könnte man kaum sein! Nun bin ich aber in der Situation dass ich ja eigentlich genau diese Aufgabe übernehmen soll... So wache ich also jeden Morgen auf und alles in mir weigert sich wieder zu dieser Arbeit zu gehen. Das geht nun seit beinahe einem halben Jahr so und ich will nicht mehr. Es hat sich mittlerweile sowieso eine Art Dauerblackout-Zustand eingependelt sodass ich zum Teil einfachste Aufgaben nicht mehr hinkriege und mein Gedächtnis zum Sieb geworden ist und ich alles mögliche vergesse und Aufgaben schlicht und ergreifend nicht erledige. Ich will einfach nur noch raus und hoffe jeden Tag dass endlich die Kündigung kommt aber scheinbar ist es nicht so einfach Ingenieure zu finden.
Jetzt könnte ich noch einige Absätze schreiben dass die Kollegen alles andere als hilfreich sind, die Arbeitsatmosphäre völlig unterste Schublade ist und eine Einarbeitung praktisch nicht stattfand... aber soweit ich bisher gelesen und von ehemaligen Mitstudenten gehört habe ist das in der Arbeitswelt absolut üblich, vor allem bei Jobs mit hoher Qualifikation, daher erspare ich euch das.

Ich habe angefangen mich für andere Stellen zu bewerben, beschränke mich dabei nur noch auf Jobs ohne Führungsposition. Da ich schon mal solch eine Arbeit gemacht habe, weiss ich dass ich damit eigentlich klar komme. Das Aufstehen am Morgen und dabei genau zu wissen was in der Arbeit kommt und zu wissen nicht überfordert zu werden, ist für mich mittlerweile unbezahlbar geworden und ich würde alles was ich jetzt habe sofort für so etwas wegschmeißen!
Dass jeder mit einer Ausbildung für die entsprechenden Jobs bessere Chancen hat als ich ist mir klar. Das Studium wird mir dabei zum Fluch. Die Frage, wieso ich denn keinen Beruf meiner Ausbildung entsprechend haben will, kommt 100%tig. Und da kann ich schlecht antworten "weil ich keine Softskills und Führungsqualitäten habe und meiner Meinung nach auch jetzt schon etwas ausgebrannt bin", damit fliege ich doch sofort aus dem Rennen. Ich möchte nicht meinen Job kündigen und dann arbeitslos sein, aber auf keinen Fall will ich noch länger als die Probezeit dauert bleiben, und die ist bald um. Nur tue ich mich eben bei meinen Bewerbungen schwer weil ich über meinen aktuellen Job dabei heftig stolpere und erklären muss wieso ich trotz meines bisher glänzendem Lebenslaufes keine entsprechenden Berufe mehr haben will. Ich wünschte mir ich hätte das Studium nicht geschafft oder gar nicht erst angefangen und ich würde mein Studium im Lebenslauf am liebsten verschweigen (nur hätte ich dann eine 4 jährige Lücke auszufüllen :-/).
Ich würde am liebsten sofort kündigen, nur leider weiss ich auch nicht genau wie ich das dann vermitteln soll... ok eigentlich muss ich in der Probezeit gar keinen Grund angeben, aber gefragt werde ich sicherlich und da muss ich ja irgendwas sagen...

Naja, es hat ein bischen gut getan das alles los zu werden, auch wenn dadurch nichts gelöst ist. Ich freue mich sehr darüber wenn ihr eure Meinung dazu schreibt und vielleicht hat der ein oder andere ja sogar eine Idee wie ich diese miserable Geschichte doch noch halbwegs wenig negativ darstellen kann in Bewerbungen, denn positiv lässt sich das bestimmt nicht mehr abschließen. Sicher bin ich mir nur, dass die letzten Monate die mit Abstand schlimmste Zeit in meinem Leben waren!

Gruß

out_of_order
 
Hallo,
ich kann dich gut verstehen - meine Situation ist auch ein wenig ähnlich, obwohl es eine andere Branche ist.
Auch ich habe ein Studium hinter mir (war allerdings mein Wunsch), auch mir hat das Studium gut gefallen und ich habe einen guten Abschluss. Auch bei mir könnten die Softskills noch besser ausgeprägt sein und - tatsächlich - kenne auch ich die Situation, dass ich eine halbe Stunde Zeit vertrödele, bevor ich einen unangenehmen Anruf tätige.
Ja, auch ich träume manchmal von einfachen und überschaubaren Tätigkeiten, wo ich stets zur gleichen Zeit nach Hause gehe und sagen kann "Gut, alles erledigt!".

Manches an menschlichen Interaktionen macht mir aber auch Spaß, zum Beispiel Mitarbeiter meine Kenntnisse weiterzugeben und sogar an das Präsentieren vor dem Team habe ich mich gewöhnt. Mein Problem mit der Arbeit ist eher ein anderes (wenn es dich interessiert, lies dir den Thread "Unglücklich mit Arbeit allgemein..." durch)

Meine Gedanken zu deiner Situation:

Eine überschaubare Tätigkeit wird auch schnell langweilig und öde. Ob du dann zufriedener bist?

Oft beobachte ich bei Mitarbeitern mit Ausbildung, dass sie offen oder im Geheimen neidisch auf die Akademiker sind (nicht alle, aber manche). Da hört man dann Sätze wie "Ach ich hätte auch gern ein eigenes Projekt" oder "Ihr habt doch alle Aufstiegschancen, wir müssen uns unser Leben lang vom Chef rumkommandieren lassen". Gehalt spielt für manche natürlich auch eine Rolle, und es gibt sogar einige, die nach der Ausbildung noch das Studium im entsprechenden Fach anfangen. Manche mit viel Erfahrung halten sich auch für fähiger als die frisch von der Uni gekommenen (und sind es meistens auch) und man merkt ihnen die Verbitterung darüber an, dass gewisse Dinge für sie immer unerreichbar bleiben werden, während sie ständig dumme Uni-Praktikanten betreuen müssen. Du musst dich also schon fragen, ob du dauerhaft mit einer Tätigkeit zufrieden wärst, in der du nie "Chef" sein wirst.

Außerdem stellt sich mir die Frage, inwieweit dir Geld im Leben wichtig ist. Du verdienst momentan sicher deutlich mehr als mit einem Ausbildungsberuf möglich wäre, und hast auch noch Chancen auf Aufstieg und ordentliche Gehaltserhöhungen. Träumst du von Familie, von Einfamilienhaus, vom Sportwagen oder einem teuren Hobby? Insbesondere falls du einmal Alleinernährer sein wirst, wird die Frage nach dem Gehalt ein Thema werden. Bist du dir sicher, dass du bereit bist, dauerhaft weniger zu verdienen, als du könntest? Wenn du erst einmal mehrere Jahre in einem Beruf unter deiner Qualifikation gearbeitet hast, könnte eine Umkehr schwierig werden.

Wäre es vielleicht doch einen Versuch wert, erst einmal einen zweiten, "angemessenen" Beruf auszuprobieren, bevor du endgültig eine Entscheidung fällst? Scheinbar ist das Arbeitsklima doch so schlecht bei euch, dass es durchaus Besseres geben könnte.

Weiterhin stellt sich mir die Frage, ob du eventuell einfach noch Zeit brauchst, um in den Beruf "hineinzuwachsen". 6 Monate ist noch nicht besonders viel, um Erfahrungen zu sammeln. Ich bin jetzt 2 Jahre dabei und kann durchaus behaupten, dass mir mittlerweile viele Dinge leichter fallen, mit denen ich am Anfang komplett überfordert gewesen wäre. Man lernt die Menschen kennen, weiß an wen man sich wenden muss, schaut sich Dinge von anderen ab und weiß "wie der Hase läuft". (Dafür bekomme ich ständig Aufgaben dazu, so dass ich trotzdem latent überfordert bin)

Wenn es wirklich so schrecklich ist, dann such dir etwas Neues, aber ich würde jedenfalls nicht kündigen, ohne etwas Neues zu haben. Vielleicht doch nochmal ein längerer neuer Versuch in einem besseren Unternehmen? Oder eine Weiterbildung, die einen Einstieg in einen anderen Bereich ermöglicht, der dir eher entgegenkommt? Ein anderer Master vielleicht sogar?
Heutzutage können auch gut Ausgebildete leicht in Armut abrutschen durch die Arbeitslosen-Gesetze. Überleg dir deine nächsten Schritte daher gut, nicht dass du es hinterher bereust!
 
Vielen dank für deine ausführliche Antwort. Es tut schon gut zu wissen dass jemand sich das alles wirklich durchgelesen hat.
Dein Thread hat mich definitiv sehr interessiert und es gibt durchaus Parallelen aber auch einige entscheidende Unterschiede.
Angenommen ich würde morgen kündigen (der Gedanke ist verlockend, ein Muster für das Schreiben dazu hab ich sowieso schon) dann gäbe es nichts, rein gar nichts, das ich an Tätigkeit die ich derzeit mache vermissen würde. Die Arbeit umfasst sehr viel Organisieren und Planen, genau wie bei dir, nur das mir so was überhaupt keine Freude bereitet. Fachliches gibt es schon auch und meine Ausbildung hilft mir da prinzipiell schon was. Aber vieles was gebraucht wird kommt schlicht und ergreifend aus der Erfahrung der Leute die dort arbeiten. Daher, man kann sich diese Infos nirgends nachlesen sondern nur durch eine Einarbeitung aneignen, die aber leider nicht wirklich stattfindet. Also muss man eben auf die Leute zugehen und sich das alles erfragen was mir wiederum erhebliche Probleme bereitet, aus den bereits genannten Gründen und der herrschenden Arbeitsatmosphäre.
Ich denke wenn ich wieder diesen Zustand erreiche wie damals als Schichtarbeiter, dann wäre ich doch zufriedener. Dort hatte ich niemals Kündigungsgedanken und derartige Frustrationen wie jetzt, und ich musste mich am morgen auch nicht dazu zwingen zur Arbeit zu gehen sondern es war eigentlich normal, obwohl die Chefin nicht sonderlich umgänglich war und selbst mit der Frühschicht kam ich klar obwohl ich um 3 Uhr morgens aufstehen musste. Auf die Frage, ob ich mit einer überschaubaren Tätigkeit zufriedener wäre, würde ich also jetzt auf jeden Fall mal mit "Ja" antworten... bezugnehmend auf meine Tätigkeit als Arbeiter (auch wenns mal nur 4 Monate waren). Nach den ersten Wochen kam ich dort mit der Arbeit klar und der Stress war echt nicht schlimm sodass ich innerlich immer recht gelassen sein konnte und auch während meiner Freizeit den Job vergessen konnte. Denn derzeit hab ich eine permanente Anspannung in mir weil ich ja weiss dass es bald wieder losgeht. Sowas gabs "damals" nicht und ich habe erkannt dass mir das sehr wichtig ist. Nenne es von mir aus den "inneren Frieden".
Ich kann doch nicht immer nur für die Zukunft leben und mich jetzt quälen in dem Glauben dass irgendwann schon alles gut wird obwohl es für mich derzeit kein Stück danach aussieht. Der Gedanke, ich würde mir die Karriere verbauen (der ja völlig zutrifft), hält mich in Gefangenschaft. Aber wer sagt dass Karriere gut für mich ist? Meine bisherigen Erfahrungen und meine Selbsteinschätzung zeigen genau in die entgegengesetzte Richtung. Karriere macht mich unglücklich und depressiv. Ich fühl mich schrecklich während der Arbeit und auch meine Freizeit kann ich nicht richtig genießen. Und wenn ich mir deinen Thread so durchlese... top ausgebildet, hat sich durchgekämpft und sich im Job bewährt und hat was erreicht. Dennoch bist du auch nach 2 Jahren noch immer unglücklich. Auch du hast es doch kommen sehen dass es sich nicht so schnell bessern wird, dennoch hast du dich von dem Gedanken leiten lassen "das wird schon", aber es wurde nicht 🙁. Oder sehe ich das falsch?
Aber du bist nicht das einzige Beispiel für mich, nicht dass du dir noch Vorwürfe machst wenn ich kündige 😀. Nein... wenn ich so meinen ehemaligen Chef anschaue, bei dem ich Diplomarbeit gemacht hab... Über den Nachfolgerdiplomanden, den ich eingearbeitet habe, hab ich erfahren dass der mitten in dessen Diplomarbeit für 4 Monate krank geschrieben war wegen burnout. Auch allgemein war er immer völlig gestresst und am Rande eines Nervenzusammenbruchs, der ja dann auch tatsächlich eintrat. Und dieser Chef war alles andere als Berufseinsteiger, der war schon seit etlichen Jahren im Job! Und mein jetziger Chef ist auch heftig am treten im Hamsterrad. Habe schon auch Wutausbrüche miterlebt die ebenfalls nicht mehr wirklich gesund waren...
Und ich soll meinen "inneren Frieden" aufgeben um genau auf so was zuzusteuern? Das sind so meine derzeitigen Aussichten.
Es steht also das Dogma "Karriere ist super" gegen meine restlichen Ausführungen.
Ich glaube nicht dass es "schon besser" wird. Ich denke es bleibt im Prinzip gleich, und man muss für sich erkennen ob man damit klar kommt und vielleicht irgendwann sogar gut damit leben kann oder eben nicht.

Das Thema "Geld" ist mir nicht so wichtig. Meine Hobbies sind alle äußerst finanzenfreundlich und ich habe auch kein großes Interesse an Autos und Klamotten oder ein eigenes Haus. Ich bin was das betrifft sehr genügsam und lebe da eher nach: "Arm ist nicht wer wenig hat, sondern wer nicht genug kriegen kann". Daher ist das für mich keine große Motivation, womit meine Motivationen für Karriere recht überschaubar bleiben :-/. Die einzige Motivation ist, das erlernte und meine Fähigkeiten einzusetzen. Aber leider werden überall auch die Fähigkeiten gefordert die ich nicht habe, Softskills, und daher kommt der Rest gar nicht erst zum tragen.
Irgendwann muss ich mich entscheiden. Ich will nicht ständig weitergehen immer mit dem Gedanken "das wird schon, das wird schon" und dann irgendwann feststellen dass ich sozusagen die besten Jahre meines Lebens unglücklich verbracht habe.
Natürlich kann es auch sein dass ich mich mit einer Kündigung ins Bodenlose stürze. Ich fürchte das ist jetzt eben ein Scheideweg. Egal für was ich mich entscheid, so richtig ne Rückfahrtkarte gibts bei keiner der möglichen Entscheidungen.
Eine Weiterbildung zu machen um in einem anderen Bereich einzusteigen, würde das Problem nicht lösen. Denn wie gesagt ist es nicht der Fachbereich der mir zum Verhängnis wird.
Ich glaube auch nicht dass ich noch längere Zeit zum Hineinwachsen brauche, ich meine nämlich den weiteren Verlauf schon absehen zu können, und ich sehe da nichts motivierendes.

Gruß

out_of_order
 
Hallo out_of_order,

wir teilen die Ansicht, nicht Karriere in dem landläufigen Sinne machen zu wollen, sich seine Position im Unternehmen sichern zu wollen, etwas anleiten zu müssen, hinter dem man nicht wirklich steht und in dem sozialen Kollegengefüge bestehen zu müssen sowie es ertragen zu müssen, keine richtige schriftliche Informationsquelle zu haben sondern stattdessen andere erfahrenere Mitarbeiter fragen zu müssen.

Was uns unterscheidet, ist, dass ich kein abgeschlossenes Studium habe ( Studium abgebrochen 🙁 ) - aber dennoch glaube ich, dass sich die Situation mehr gleicht als unterscheidet. Ich war stellvertretende Filialleitung und wurde letzten August mit der Diagnose Burnout krankgeschrieben. In meinen alten Beruf will ich so nicht mehr zurück. Meine Perspektive besteht darin, etwas Neues lernen zu wollen und mich langfristig selbständig zu machen.

Was mir beim Lesen Deines zweiten Beitrages aufgefallen ist - und das ist auch der Grund, warum ich Dir wirklich schreiben möchte - ist Dein Ansatz, dass bei Dir das Fehlen der Soft Skills so entscheidend wäre. Ich glaube, dass Du Dich irrst. Ich versuche, das mal zu erklären.

Wir leben ja in einer dynamischen Welt, wo alles einander bedingt. So könnte der Mangel an sozialen Fähigkeiten darin begründet sein, dass Dein Umfeld dieses auch nicht fördert oder auch nur ansatzweise positiv beeinflusst, und Du Dein berufliches Umfeld aus verschiedenen Gründen auch nicht so magst (weil es eben nicht optimal zu Dir passt), weshalb Du Dir auch nicht unbedingt Mühe geben magst.

VIELLEICHT
hast Du tatsächlich nicht so gute soziale interagierende Fähigkeiten. Aber Du hast so viele Qualitäten, und Du solltest Dich nicht kleinmachen. Und solange Du unter keinen sozialen Störung leidest (die Dir also als therapierwürdig erscheinen KÖNNTE), kannst Du weiterhin an Deinen "Soft Skills" arbeiten und davon ausgehen, dass sie entweder bei einem anderen Arbeitgeber (zusätzlich vielleicht mit einer anderen Philosophie, Mitarbeiterschulung/ -führung) anders aufblühen könnten oder in einem ganz anderem Berufsfeld. Denn, und das halte ich für die wichtige Erkenntnis, genau so wie Du mit ALLEN Menschen umgehst kannst Du auch beruflich agieren. Dir fehlen nicht Soft Skills, will ich damit sagen, sondern Du bist in einer "Beziehung", die Dir SO nicht gut tut, befindest Dich in einem Teufelskreis des Sich-klein-Fühlens und kannst daraus nur ausbrechen, indem Du an Dir arbeitest. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen: "Soft Skills" brauchst Du auch in einem "einfacheren" Job. Es wird immer schwierige Konstellationen unter verschiedenen Charakteren geben, wo Deine Integrität gefragt ist.

Meine Erkenntnis war jedenfalls: ich will in SO einer Art Betrieb nicht arbeiten, der nur auf Profitmaximierung unter dem Deckmantel der vollsten Bedürfnisbefriedigung der Kunden aus ist, während der Betrieb seine Mitarbeiter unter ständigen Druck setzt. Ich muss in einer "Beziehung" nicht ausgebeutet werden, um zu merken, dass das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen nicht stimmt.

Hoffe, ich habe es nicht zu abstrakt erklärt. Ich denke nur, dass man OBWOHL man schlecht von seinen Soft Skills dachte, diese vielleicht nur in einer anderen Konstellation besser ausleben kann. Mein Fazit: ich mag Mitarbeiter nicht führen und anleiten, wenn ich hinter dem großen Ganzen nicht stehe und KANN das dann auch NICHT, halte mich aber trotzdem für einen potentiell führenden Menschen, wenn ich mich selbständig mache und vorher darauf hinarbeite - dann wird mir mein Beruf Spaß machen und ich wieder mehr Selbstvertrauen haben.

Glaub an Dich! Such Dir eine Arbeit, die Dich motiviert und nicht eine, wo Du Dich verstecken willst, um möglichst unbeschadet zu bleiben. Auf dauer wird Dich das dann nämlich auch nicht glücklich machen.
 
Vielen dank für deine Antwort, und sorry für die späte Rückmeldung. Aber war eine etwas turbulente Zeit. Das Umfeld war und ist sicherlich alles andere als optimal, da hast du auf jeden Fall recht. Ich habe mich jetzt aber zu einer Entscheidung durchgerungen. Ich habe die Probezeit ja jetzt quasi hinter mich gebracht und erkannt dass Leute anleiten überhaupt nicht mein Ding ist. Weder will ich das, noch kann ich das. Vermutlich bedingt das eine das andere. Klar sicher, nicht alle Kollegen sind so, ich sag mal widerlich, wie diejenigen an die ich jetzt leider geraten bin. Aber ich möchte das nicht mehr machen, das hab ich mit mir vereinbart. Es ist kein Kurzschlussgedanke oder sowas, sondern ein permanent anhaltender. Ich werde so nicht glücklich werde. Ich habe es also gestern beendet und gekündigt. Das war vielleicht eine Überwindung!
Ich bin heilfroh darüber dass ich es endlich gemacht habe. Ich habe es mir schon seit Wochen vorgenommen. Bisher keine Spur von Reue oder Versäumnisgefühlen. Jetzt muss ich nur noch die verbleibenden zwei Wochen durchziehen, aber mit dem Licht am Ende des Tunnels in Sichtweite schaffe ich das. Ich bewerbe mich jetzt auch nicht mehr auf Ingenieursstellen, sondern nur noch auf einfachere Jobs in technischen Bereichen. Wie du schon gesagt hast, sind das Jobs in denen ich mich verstecken will. Aber mir ist es lieber ich stehe am morgen auf und weiss was mich erwartet, als das ich jeden morgen dieses fürchterliche Kribbeln im Bauch habe, kurz vorm brechen bin. Mein Körper und mein Verstand senden mir damit eindeutige Signale und daran will ich mich nicht gewöhnen oder diese Signale mit irgendwelchen Pillen unterdrücken. Bisher hab ich immer das getan was mir andere gesagt haben. Tu dies, tu das, zieh dir einen Anzug an in dem du dich unwohl fühlst, verkauf dich im Vorstellungsgespräch wie es die Experten im Buch sagen, stell dies so dar, dies so... das mach ich jetzt nicht mehr. Das hat mich nämlich genau dahin geführt wo ich jetzt stehe und wo ich nie hinwollte. Ich will nicht einer von denen werden die sich ruhelos quälen weil sie hoffen dass es sich irgendwann auszahlt, obwohl ich natürlich sehr gut verstehen kann was diese armen Seelen antreibt.

Mir ist bewusst, ich habe jetzt einen gewaltigen Knick im Lebenslauf. Mir ist bewusst dass ich aufgegeben habe. Andererseits war die Abteilung sowieso am absaufen, aber ich hät mich ja dennoch als Ingenieur weiter bewerben können. Aber ich will das nicht. Die Kündigung fühlt sich absolut richtig an. Mit Hartz4 werde ich klar kommen, aber ich hoffe es klappt auch ohne und dass ich noch innerhalb der Sperrzeit was kriege. Habe am Donnerstag schon ein Vorstellungsgespräch und die Bewerbungsmaschinerie, die ich mittlerweile richtig gut beherrsche, ist bereits am Laufen.
Ich weiss ich werde es schwerer haben einen einfachen Job zu kriegen wie diejenigen die eine entsprechende Ausbildung haben und dieses "Glücksgefühl" derzeit könnte von der erfolgten Flucht sein die mein Belohnungssystem anspricht. Ich werde nach einigen Wochen auf jeden Fall wieder hier schreiben ob es mir doch noch leid getan hat oder ob es das Richtige war.

Eins ist aber sicher. So gut wie jetzt habe ich mich seit erschreckend genau 5 Monaten und 2 Wochen nicht mehr gefühlt (denn solange bin ich schon in der Firma 😉).

Gruß
out_of_order
 
Hallo out_of_order,

erstmal: ist es so, daß es keine Ingenieurs-Stellen ohne Führungsaufgaben gibt? Ich persönlich finde Leute, die ihre eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen und im Bewerbungsgespräch auch selbstbewußt vertreten, sehr gut - die lassen sich entsprechend einsetzen.

Sprich: wenn jemand vor mir säße, der mir sagt: "Ich bin im Entwicklungsbereich gut und möchte das machen, während Projektplanung mir nicht liegt" - grob gesagt wäre das ein hervorragender "2. Mann". Wie ist das in deinem Bereich? Dein Studium hat dich ja interessiert, wenn ich dich richtig verstanden habe, wäre es nicht schade, wenn du dein Können nicht in einem Bereich, der dir Spaß macht, einsetzen könntest, nur weil der personelle/Führungsbereich dir nicht liegt?

Du schreibst übrigens sehr gut - hab noch nicht genug von dir gelesen, aber hast du dich schonmal in die Richtung "Schreiben zu technischen Themen" gedacht?
 
Hallo out_of_order!

Denke so wie Du es beschreibst war es die richtige Entscheidung! Die Formulierung "sich verstecken" muss man auch nicht nur negativ konnotieren, letztendlich war ich auch "glücklicher" als ich so für mich arbeitete und mich in eine Aufgabe vertiefen konnte OHNE noch zusätzlich für andere Mitarbeiter verantwortlich zu sein. Dennoch möchte ich keinen Job, in dem ich mich "hauptsächlich" verstecke, sondern im dem ich aufgehe und der mir WIRKLICH Spaß macht, auch wenn ich da einen relativ hohen idealistischen Ansatz habe... ich wünsche Dir jedenfalls dass Du einen besseren Arbeitsplatz findest, an dem Dir Deine Aufgaben vollkommen zusagen und Du Dich nicht unwohl fühlst! Melde Dich gern mal wieder! Wünsche Dir alles Liebe!

dear_reader
 
Ja, dann melde ich mich doch noch mal zurück 😀. Ok es waren jetzt nicht nur "einige Wochen" wie versprochen sondern wohl eher ein paar Monate... nicht so wichtig.

Ich habe noch innerhalb der Sperrzeit eine neue Anstellung gefunden. Im Prinzip habe ich genau das bekommen was ich wollte, nämlich einen Arbeiterjob. Und das auch noch in einer großen, sehr bekannten Firma. Die Stelle ist zunächst befristet, aber das ist dort immer so (ich weiss gar nicht ob es das Wort "unbefristet" wirklich noch gibt im Berufsleben). Der Job ist relativ vielseitig, obwohl sich mittlerweile schon einige Dinge beginnen zu wiederholen. Leider hat es nicht mehr all zu viel mit Chemie zu tun womit mir meine Kenntnisse aus meinem Chemiestudium nicht sooo irrsinnig viel bringen. Durch meine doch recht hohe Auffassungsgabe kann ich aber schon jetzt im Prinzip alles alleine erledigen. Die Arbeitsatmosphäre ist der Hammer, es ist fast als würde man in sich mit ein paar Kumpels in einer gemütlichen Bar treffen, nur ohne Alkohol und laute Musik 😉. Dementsprechend schnell war ich auch eingearbeitet. Es ist das erste mal in meinem bisher doch recht kurzem Berufsleben, dass ich mich doch schon so langsam unterfordert fühle. Gut, das war wohl abzusehen. Ich hoffe dennoch dass es keine Endstation ist. Im Vorstellungsgspräch habe ich meine Story im Prinzip unverfälscht wiedergegeben... ja nur ohne begriffe wie "widerliche Kollegen" etc. die habe ich natürlich gemieden 😉. Für die war das wohl wie ein 6er im Lotto als die meine Unterlagen gesehen haben, 1,5 Diplom etc. weil die Stelle war schwer zu besetzten: Absolventen bewerben sich da normalerweise nicht drauf und viele Mechaniker oder Leute mit Ausbildung kommen mit dem Job nicht klar weils eben ich sag mal keine "Standardarbeit" ist, für die es eine konkrete Ausbildung gibt. Nun gut, mir wurde gesagt dass Sie es bedauern dass ich da wohl in "soetwas" geraten bin und dass sie aber mein Potential nicht verschwenden wollen. Ich soll nach einer gründlichen Einarbeitung (da wär ich beinahe vom Stuhl gefallen 😀😀) zunehmend weiterführende Aufgaben zugeteilt bekommen. Die Tatsache dass ich im Gegensatz zu den anderen Arbeitern einen richtigen Login im Intranet-System hab lässt mich hoffen... Obwohl ich aus einem ganz anderem Fachbereich komme habe ich mich schon gut einbringen können, schön zu sehen wie ich in einer positiven Arbeitsatmosphäre aufgehe. Hier wird mir nicht ständig die Kompetenz abgesprochen und ich werde nicht hängen gelassen. Traurig dass man sich über sowas freuen kann, eigentlich sollte das doch selbstverständlich sein... das ist es aber nicht. Und das weiss ich jetzt.
Na mal sehn, vielleicht wirds ja doch noch was mit Ingenieur. Ich habs in 4 Jahren zum Chemiker geschafft, da schaff ichs auch zum Techniker.

Gruß, und vielen Dank an alle die das lesen und ihre Meinung hier mitteilen und mitgeteilt haben.

out_of_order
 
Guten Tag allerseits,
es hat mir damals sehr viel geholfen hier zu schreiben, über meine Situation und über mich selbst. Eigentlich wollte ich mir nur meinen Frust von der Seele schreiben und habe dann festgestellt, dass ich während dessen eine regelrechte Selbstreflexion durchgeführt habe. Und dann gab es hier auch tatsächlich Menschen, die sich die ellenlangen Texte durchgelesen haben und ihre Meinung dazu schrieben, was ich richtig Klasse finde. Ich hoffe es lassen sich nicht alle von den langen Texten und dem Startdatum des Ursprungthreads abschrecken :O.

Sieben Jahre sind nun vergangen und es waren sieben recht schöne Jahre. Meine Zeit in der großen Firma verlief überwiegend gut (ich bin aktuell immer noch dort). Zwar waren besonders die ersten Jahre immer wieder durchzogen von Selbstzweifeln: Was zur Hölle mache ich denn da?! Zuhause steht ein Diplom (Fachbereich Chemie) im Regal mit hervorragender Abschlussnote und ich bin in einem völlig fremden Fachbereich als Arbeiter an einer großtechnischen Anlage tätig…. Das hat mir lange Zeit zu schaffen gemacht. Hervorragende Arbeitsatmosphäre, gute Kollegen, ein kompetenter einigermaßen umgänglicher wenn auch etwas soziopathischer Chef und meine schlechten Erfahrungen zuvor haben jedoch überwogen. Obwohl die Tätigkeit so gar nichts mit meinen Kenntnissen und Interessen zu tun hatte, habe ich mich dann irgendwann so nach zwei Jahren endgültig damit abgefunden und war zufrieden. Wurde sogar nach drei Jahren befördert und habe nur positives Feedback zu meiner Arbeit erhalten.

Anfang dieses Jahres kam eine Änderung auf. Der Verlauf dieser Änderung war ehm… unorthodox… Der neue Werksleiter hat personelle Änderungen festgelegt und mit Druck durchgesetzt. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich soll die Abteilung leiten, happy birthday! Ganz davon abgesehen, dass ich mich dafür als ungeeignet halte (sollte jedem klar werden, der sich die Mühe macht den Ursprungsthread zu lesen), ist auch das Personalkonzept nicht tragfähig. Aufgaben die zuvor von zwei Leuten erledigt wurden, sollen jetzt von einem (oh ratet mal wem) gestemmt werden. Natürlich heißt das auch, dass es keine Vertretung für mich gibt bis ich mir jemanden (den ich erst noch finden müsste) von Null auf eingearbeitet hab… immer schlecht in einer laufenden Produktion.

Mein Problem und meine Sorgen sind an Personalabteilung, Werksleitung und Produktionsleitung so gut ich es hingekriegt habe adressiert. Das war eine ganz schöne Überwindung für mich, das zu tun, und ich bin mir sicher vor einigen Jahren hät ich das nie gemacht. Aber etwas weiterentwickelt in Sachen Soziales hab ich mich schon und so konnte ich stotternd aber verständlich die voraussichtliche Konsequenzen dieser Personalentscheidung einigermaßen rüberbringen.

So ganz durch ist diese Personalentscheidung noch nicht, es ist ein hin und her seit einem halben Jahr und ich bin so langsam durch. Ich bin zunehmend wieder unruhig, auch in der Freizeit und es werden wieder böse Erinnerungen wach. Ich gehe nicht mehr gerne zur Arbeit, befürchte eine bald kommende und zum Teil schon eingetretene Überforderung und Überlastung. Ähnlich wie damals habe ich wieder Kündigungsgedanken. Dieses Mal habe ich diese frühzeitig kommuniziert, aber irgendwie habe ich das Gefühl, wird das nicht so richtig ernst genommen… es läuft doch. Es ist sehr ärgerlich, denn es lief doch so gut die letzten Jahre ☹.

Jetzt sitze ich hier und scrolle so nebenbei durch die Stellenanzeigen im Bereich Chemie. Vllt. sollte ich dieses ganze “Spektakel“ als Anlass nehmen um mein Vorhaben von vor vier Jahren umzusetzen… nämlich den Weg zurück in meinen Fachbereich zu suchen.
Es muss keine Ingenieurstelle sein, da habe ich meine Furcht nach meinen ersten Erfahrungen sowieso noch nicht wieder abgeworfen und werde das glaube ich auch nicht so schnell. Ich bin mir auch über die mit ziemlicher Sicherheit eintretende Gehaltseinbuße bewusst und bereit das in Kauf zu nehmen (nach über sieben Jahren Betriebszugehörigkeit in einer großen Firma ist die Bezahlung durchaus gut).

Mich interessiert eure Meinung zu meiner Situation. Denkt ihr ich sollte schon mal einige Bewerbungen rausschicken? Auf meinem Diplom steht zwar kein Verfallsdatum… aber ist ein acht Jahre altes Studium auf dem Arbeitsmarkt noch etwas wert? Ist es glaubwürdig nach sieben Jahren den Wunsch zum Rückkehr in den Fachbereich als Grund für den Arbeitsplatzwechsel anzuführen? Wahrheit steckt da schon drin. Und zwar gar nicht mal so knapp. Auch wenn der Anlass viel mehr die Überforderung wegen Doppelbelastung und meine Ablehnung Führungskraft zu sein, ist.
Sollte es zu einem Vorstellungsgespräch kommen z.B. als Chemikant oder Laborant, wie würdet ihr die ganze Story beginnend bei meinem ersten Chemie-Arbeitgeber, der Eigenkündigung, über die große Firma hin bis zu meiner zweiten Eigenkündigung darstellen? Verblümt oder Wahrheit, nichts als die Wahrheit… da könnt ich dem Arbeitgeber eigentlich genauso gut einfach den Link zu diesem Thread schicken 😀. Vllt. wäre das gar nicht mal so schlecht... Wie ihr merkt hab ich wenigstens meinen Humor noch nicht ganz verloren… Etwas dickeres Fell als vor sieben Jahren habe ich mittlerweile.
Ich wünsche allen, die es geschafft haben bis hier hin zu lesen, ein schönes verbleibendes Restwochenende 😀. Den anderen natürlich auch, aber die kriegen das ja eh nicht mit.
Gruß,
out_of_order
 

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