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abrupter Kontaktabbruch

mamebinaaa

Neues Mitglied
Hallo liebe Forenmitglieder,
ich bin hier, weil ich mir etwas von der Seele reden möchte und hoffe gleichzeitig ein wenig Klarheit zu gewinnen. Kurz vorweg möchte ich erwähnen, dass dieser Text ein wenig länger werden wird, weil ich versuchen möchte wirklich viele Details zu schildern um die Situation besser verstehen zu können. Also wer sich gerne liest und dieses Thema interessant findet, wird vielleicht hier aufmerksam werden.
Vor kurzem erlitt ich einen abrupten Kontaktabbruch der von einer langjährigen Bekannten ausging , mit der ich mich mit der Zeit sehr angenähert habe . Ich sage hier explizit Bekanntschaft und nicht Freundschaft, weil wir uns in den 4 Jahren nur 5 mal getroffen haben (wohnen ca. 400 km auseinander) und uns nie so richtig kennengelernt haben. Aber dazu später mehr.
Nichts desto trotz gab es eine wirklich intensive emotionale Verbindung zwischen uns, die wir uns selber nicht erklären konnten. Sie hatte ihre Probleme und ich meine. Ein Grund für diese Verbindung ist sicherlich, dass sie die einzige Person ist mit der ich mich nie gestritten habe und bei ihr war das auch so. Meistens lief es so ab, dass wir uns in unregelmäßigen Abständen Nachrichten verschickt haben. Die Unterhaltung war immer oberflächlich, manchmal tiefgründig, jedoch waren alle eher lustlos geschrieben. Das bedeutet, dass sie nie sehr gesprächig war, schrieb meistens nur ein paar Worte und das wars. Ich spürte diese "Kälte" die von ihr aus ging, fragte öfters nach ob alles in Ordnung sei und warum sie immer so lustlos rüberkommt. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie litte unter Depressionen, weil ich wusste, dass sie bis heute sehr schwere Momente erleben musste. Meistens kam immer die Antwort, dass sie okay ist, dass ich nicht der einzige sei der sie das ständig fragt und sie es nicht verstehe warum wir mit dem Gedanken spielen, dass etwas nicht ok sei.
1 Jahr hatten wir miteinander geschrieben bis es zum ersten Treffen gekommen ist. Dieses Treffen war wirklich unglaublich, man spürte dass wir uns zueinender hingezogen fühlten. Sie wollte sogar eine Beziehung mit mir eingehen, aber ich habe sie zurückgewiesen, weil wir meiner Meinung nach noch zu jung (sie 16) (ich 18) für eine ernsthafte Fernbeziehung waren. Außerdem würde mich ihre kalte Art in den Wahnsinn treiben, was auch ein entscheidender Grund war gegen die Beziehung zu sein. Ich wollte einfach diese Verbindung die da zwischen uns herrschte nicht riskieren. Sie war nicht beeindruckt von der Sache und lies mich stehen. Ich hatte mich zu schlecht ausgedrückt wodurch es zu einem Missverständnis kam. Als ich per Nachricht alles nochmal in Ruhe aufgezählt habe, hatte sie zumindest ein wenig Verständnis dafür zeigen können.
Naja, aufjedenfall wollte ich diese emotionale Verbindung weiter festigen und habe desöfteren versucht mehrere Treffen zu organisieren. Sie lies sich auf die meisten überreden, jedoch wurden alle kurz vor dem Treffen von ihr aus abgesagt. Grund -> Krankheit, etwas dazwischen gekommen usw. Von ihrer Seite her kam nie ein Angebot.
In der Zwischenzeit kam sie jedoch immer mit den Worten an, wie wichtig ich für sie sei. Klar dass ich da nicht verstehen konnte, warum sie dann nie auf ein Treffen einging, aber okay.
2 Jahre vergingen nach unserem letzten Treffen. Dazwischen haben wir weiterhin wie üblich geschrieben, bis an jenem Tag wo sie mich plötzlich sehen wollte. Sie war richtig brennend heiß darauf. An diesem Tag wo wir uns dann zum zweiten Mal getroffen haben war alles anders.
Sie war plötzlich so liebevoll, so offen. Ich kannte sie so nicht und diese fatale Veränderung machte mich sprachlos. Ich war so beeindruckt, dass ich mich jetzt für mehr bereit fühlte und sie auch. Mir war bewusst, dass es zu schnell ging und dass das nicht gut sei, aber in dem Moment war mir alles egal. Daraufhin folgte noch ein Treffen, wo wir uns dann abgesprochen haben ob wir beide das wirklich wollen und ob und denn bewusst wäre, welches Risiko wir da eingehen würden wenn es nicht klappen würde. Ich sah ihre Sicherheit in ihren Augen und ging letztendlich auf alles ein. Mir war damals nicht bewusst, dass ich diese Entscheidung bitter bereuen würde.
Direkt einen Tag danach war sie wieder die Alte. Die Eine die sich wieder zurückzieht, nicht gesprächig ist, einfach lustlos ist. Sie meinte, dass es wegen ihrer Mutter sei, weil sie schwer krank ist und dass sie die ganze Aufmerksamkeit nur ihr widmen würde. Euch wird wahrscheinlich auffallen warum sie mir das genau einen Tag erzählt nachdem wir uns entschieden haben eine Beziehung einzugehen. Wenn ihr schon im Vorhinein bewusst war, dass sie mir keine Aufmerksamkeit schenken kann, warum ging sie auf die Beziehung ein? Irgendwie ne rücksichtslose, egoistische Aktion von ihr, nicht war? Naja bevor wir auf die Beziehung eingegangen sind, hatte sie ein Detail erwähnt welches mich ein wenig verschreckt hat. Sie meinte sie verspüre Druck, dass die Jahre so schnell vorangehen und das sie in jungen Jahren heiraten möchte. In ihrer Familie ist es üblich, dass die meisten Anfang/Mitte 20 heiraten und dass sich sie das mit mir nach ein paar Jahren Beziehung vorstellen könne. Sie meinte, sie bevorzugt lieber Leute die sie länger kennt und zu denen sie emotional verbunden sei. Naja, kein gutes Thema für den Anfang, aber bei ihr hat es mich auch nicht gewundert, wenn man in Betracht zieht, dass sie sich plötzlich mit mir treffen wollte.
Wahrscheinlich war sie deswegen so egoistisch, weil sie Angst hatte, dass ich eine andere finden und ihr somit die Chance entgehen würde mit mir etwas anzufangen. Sie meinte auch, sie hätte auf mich seit dem einen Tag an dem ich ihr einen Korb gegeben habe gewartet. Naja, sie hatte in der Zwischenzeit Beziehungen. Beziehungen wo sie nie geliebt worden ist, geschlagen und betrogen wurde. Vielleicht lernte sie mich deswegen so gut schätzen, weil ich immer gut zu ihr war.
Zurück zur eigentlichen Geschichte.
Ich fühlte mich wegen ihrer passiven Art unsicher, wollte die Beziehung abbrechen, verspürte Druck, dass die jahrelange Bekanntschaft den Bach runter gehen würde. Ich habe mich zunächst selber zurückgezogen um mich zu schützen. Sie spürte das und fing an mir lange Briefe zu schreiben, wie sehr ich ihr bedeuten würde und dass ich alles an mir habe was sie will. Solche Worte ließen mich dahin schmelzen, sie schenkte mir Hoffnung und somit auch ein Signal, dass ich am Ball bleiben und die Beziehung nicht abbrechen sollte. Ich wollte mich treffen um die Beziehung zu festigen, über Probleme zu reden, aber ständig wies sie die Treffen ab. Es war ein ständiges "hin und her" mit ihr. Immer wenn ich mich zurückgezogen habe, fing sie an mir Briefe zu schreiben. Aber sobald das Thema "Treffen" in den Mund gekommen ist, war immer Sense. Mir wurde klar, dass sie selber nicht weiß was sie will. Einerseits dachte ich, dass sie sich in einem Dilemma befinden würde, sprich wollte mich warmhalten damit ich nicht eine andere finde. Sie wollte mich so lange warm halten, bis es ihrer Mutter besser gehen würde und sie somit bereit für eine Beziehung wäre. Andererseits dachte ich, dass da noch jemand im Spiel ist, dass ich quasi wie ein "Plan B" wäre, falls es doch mit dem anderen schief gehen würde. Solche Sachen redete ich mir ständig ein um einen Grund für ihr Verhalten zu finden.
Nach dem letzten Treffen verging ein halbes Jahr, welches für mich persönlich psychisch sehr belastend war. Ein halbes Jahr mit dem ständigen "hin und her" auseindergesetzt worden zu sein.
Es gab dann Phasen wo sie gesprächiger wurde, auf mich richtig einging. Vor kurzem lud sie mich sogar zu sich ein um ihre Eltern kennen zu lernen. Ihr könnt euch wieder denken was war. All meine Sorgen waren wieder weg. Der Gedanke, dass sie einen anderen hat auch. Ansonsten würde sie mich ja nicht ihren Eltern vorstellen wollen. Naja, ein paar Tage später erlitt sie einen schweren Schicksalsmoment. Bei einem Unfall wo sie einem giftigen Gas ausgesetzt gewesen war, hatte sie fast ihr Leben verloren. Ich wusste zumindest davon nichts, bis sie sich bei mir gemeldet hat. Ich wollte sofort losfahren um sie zu sehen, fragte nach dem Krankenhaus nach in dem sie war. Sie wies wieder alles zurück mit den Worten dass sie okay sei und es nicht nötig sei die Strecke wegen mir auf mich zu nehmen. Ich hackte einige Male nach, aber anscheinend wollte sie es wirklich nicht. Sie meinte, ihre Mutter würde auch da liegen und dass wir uns sowieso die nächste Woche sehen würden. Mein Gedanke war dabei, dass sie vielleicht nicht wollte, dass ich ihre Mutter in so einer Situation kennenlerne, weil sie ja auch im Krankenhaus lag. Naja, letztendlich akzeptierte ich schweren Herzens ihre Entscheidung und bin nicht gefahren, tröstete mich damit sie die darauffolgende Woche zu sehen.
Währenddessen fragte ich regelmäßig nach wie es ihr geht, worauf sie immer positiv geantwortet hat. Einen Tag vor unserem Treffen kam plötzlich die Wende. Sie schrieb mir, dass ich ihr nicht gut tuhe, dass ich nie da bin und nie da sein werde. Dass die Entfernung einfach ein Problem für sie darstellt. Nachdem ich das gelesen habe, konnte ich vieles nicht mehr verstehen. Wenn sie eingesehen hat, dass da nichts funktionieren kann, wieso hat sie nicht angesucht, dass sie eine Zeit lang keinen Kontakt will, damit wir wieder eine vernünftige Basis für unsere Freundschaft bilden können?
Konnte sie meine Mühe nie wertschätzen, meine Sorgen die ich ihr immer zugeworfen nie berücksichtigen? Hatte sie keine Angst jemand anderen auch zu verletzen?
Ihr müsst wissen, dass es wirklich Momente gegeben hat, wo all meine Zweifel weg waren. Die Worte die sie in ihren Briefen zusammegefasst hat, waren für mich Beweis genug, dass es ihr nicht komplett egal war. Sie machte ständig Fotos von meinem Geburtstagsgeschenk, die sie mir immer wieder zugeschickt hat. Ein Zeichen der Wertschätzung. Andererseits wurde mir klar, dass ich nicht so leicht auf Worte fallen hätte sollen. Außerdem redete ich mir immer ein, wie leid sie mir tut wegen ihrer Mutter, weshalb ich letztendlich die ständigen Absagen von ihr zu akzeptieren gelernt habe.
Wie kommt sie darauf, dass ich nie für sie da bin, obwohl ich immer derjenige war der die Treffen organisieren wollte. Derjenige der immer nachgefragt hat wie es ihr geht. Derjenige der sich immer Sorgen gemacht hat und immer ein offenes Gespräch angeboten hat. Die Abweisung kam immer von ihrer Seite aus.
Woher die plötzliche Wende, obwohl ich den Tag darauf gekommen wäre um sie zu sehen. Immer ne Absage kurz vor dem Treffen. Mir ist bewusst geworden, dass ich in einer Illusion gelebt habe. Das ich jemanden wertschätzen gelernt habe, der nur Worte spucken konnte um diese Person warm zu halten. Sie verhält sich mir gegenüber als hätte ich gar nichts für sie getan. Im Prinzip müsste ich ihr die Vorwürfe machen und nicht sie mir. Ich verlor die Kontrolle und fing an alle Karten auf den Tisch zu legen, weil ich es Leid war alles zu tolerieren.
Ihre Reaktion war abnormal. Sie änderte den Beziehungsstatus auf Facebook, hatte ein Foto mit einem anderen Typen rauf getan den sie länger kennt und letztendlich brach sie mit mir den Kontakt ab, ohne etwas von sich Preis zu geben.
Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie ich mich dabei gefühlt habe. Zunächst war ich baff, aber später bekam ich die Antwort auf all meine Fragen, die mich gequält haben. Das einzig Gute ist, dass sie mich mit ihrem zurückhaltenden Verhalten quasi vorgewarnt hat und ich mich gefühlsmäßig nie vollkommen öffnen konnte. Deswegen finde ich es nicht so schlimm, dass es zwischen uns nicht geklappt hat. Was mir aber keine Ruhe lässt ist die Tatsache, wie es überhaupt dazu kommen konnte. War die Bekanntschaft immer eine Illusion gewesen? Wieso hatte sie mit jemanden auf so eine brutale Weise spielen können. Sie verhielt sich (was die Nachrichten) betrifft, wie eine "zu verliebte Person". Sie hatte sogar gemeint, sie würde auf mich warten bis es ihrer Mutter besser geht und sie dann eine Beziehung eingehen kann. Jetzt ist mir bewusst geworden, dass sie ihre kranke Mutter als Ausrede verwendet hat, ansonsten hätte sie keinen anderen. Sie erwähnte sogar, dass sie mit dem Gedanken spiele zu mir zu ziehen.
Wenn ich in Betracht ziehen würde, dass sie depressiv, psychisch labil ist weil sie einfach eine sehr schwere Zeit hatte, würde ich alles verstehen. Aber sich so zu verhalten, als ob man es dem anderen jetzt richtig heimzahlen möchte verstehe ich nicht. Sie verhält sich als hätte ich sie Jahrelang betrogen und sie sich jetzt rächen möchte, indem sie da einen anderen aufgräbt und zwischen uns Funkstille herrscht. Ich hab mittlerweile einiges zum Thema "abrupten Kontaktabbruch" gelesen und bin echt baff, was die Leute miterleben mussten.
Es hätte mich sicherlich schlimmer treffen können, ich hatte Glück im Unglück. Ihre letzte Nachricht war auch, dass sie jemanden hatte mit dem sie sich trösten würde, weil sie eingestehen musste, dass es mit mir nie funktionieren würde. Ich nehme mal an, dass ich ihr nie wirklich egal war und ich glaube nicht dass man aus schlechter Absicht so tun kann als ob man verliebt wäre. Vielleicht ist sie nach dem Unfall mit dem anderen näher gekommen, keine Ahnung. Wäre in einer gewissen Art auch zu erklären.
Aber einige Fragen gibt es, worauf ich keine Antwort finden kann.
Welche Motive hatte sie, dass sie mir plötzlich aus heiterem Himmel vorwirft nie für sie da gewesen zu sein und dass ich ihr nicht gut tuhe? Könnte das eine billige Ausrede gewesen sein, weil sie es nicht aufbringen konnte, mir zu gestehen dass sie einen anderen hat und mich quasi als "den Dummen" stellen wollte, damit sie letztendlich gut dasteht?
Kann es wirklich an einer psychischen Erkrankung liegen, dass sie an einem Tag jemanden wertschätzt und am anderen Tag die Person wie das letzte Stück Dreck behandeln kann?
Kann man einer psychisch labilen Person verzeihen, wenn sie nach geraumer Zeit auf einen zugeht und nach Verständnis bittet. In meiner Situation z.B mit der Bedingung, dass nur oberflächlicher Kontakt bestehen kann. Alles andere wäre sinnlos.
Ich kam mir selber blöd vor, während ich diesen Text zusammengestellt habe. Einfach aus dem Grund, weil mir bewusst war, dass ich wirklich naiv unterwegs gewesen bin, zu viel toleriert und in einer Illusion gelebt habe. Ich hatte zu viel Rücksicht auf sie genommen obwohl sie dies nie für mich getan hatte. Die Gesamtsituation war für mich einfach schwer einzuschätzen, einfach aus diesem Grund, dass sie von so vielen Problemen umgeben war. Ständig redete ich mir ein, dass sie wegen diesen Problemen so komisch sei, verdrängte andere Ansichten usw.
Alles Fehler die ich nie wieder wiederholen möchte und aus denen ich gelernt habe.
 
Lieber Mamebinaaa,

es tut mir leid, dass es zu diesem abrupten Kontaktabbruch kam bzw. dass Du darunter sehr leidest.

Ich denke, am meisten schmerzt die Ungewissheit des tatsächlichen Grundes und die fehlende Antwort auf die Frage: "Hätte ich etwas daran ändern können, den Abbruch verhindern können?"

Bei völligem Kontaktabbruch werden wir die Fragen nie beantworten können. Deswegen denke ich, dass es auch nicht sinnvoll ist, darüber nachzugrübeln. Jedoch die Trauer, die Du empfindest, die ist sicherlich berechtigt und die darf auch raus. Mache Dir keine Vorwürfe, akzeptiere Deine Traurigkeit. Jetzt ist Deine Zeit zu trauern.

Nach der Trauerzeit kommt dann die Phase, in der Du an Deine Lebenszielen konkret arbeiten kannst und solltest.
Eine für Dich passende Partnerin wirst Du sicher dann auch finden. Ähnlich ging es auch mir und vielen anderen Männern - aber auch Frauen. Liebeskummer, Traurigkeit bei Enttäuschung, gehören zum Leben, wie der Regen zum Wetter.

LG, Nordrheiner
 
Hallo,
insbesondere bei Fernbeziehungen oder im Allgemeinen wenn eine Frau dich nicht sehen will, wenn sie könnte, hat sie wenig Interesse. Die mangelnde face-to-face Kommunikation entziehen dem Ganzen den nötigen Respekt und machen überzogene Lügen weniger leicht zu entlarven.

Jetzt mal ehrlich: So ein hin und her macht einen doch auf Dauer kaputt, was du ja doch angedeutet hast.
Ich bin zwar selbst psychisch Krank und sollte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, vor allem da nicht alle derart Erkrankte Menschen so sind, doch ich erlebte in meinen Klinikaufenthalten Frauen, die konnten sich als Opfer darstellen und gleichzeitig ihren bösen Mann in den Tod treiben. Sie wirbt um dein Mitleid und auch das eiskalte sind gezielte und pathologische Verhaltensweisen, die ihr im Leben geholfen haben, ihr Leid zu mildern und Verbündete zu gewinnen.

Sei froh, dass sie den Schritt getan hat und dir nicht ihre Verantwortung zuschiebt. Versuche, daraus zu lernen, was du an dir noch optimieren kannst und tu was für dich. Sieh diese Frau als Prüfung, damit du irgendwann eine Bindung zu einem Partner eingehen kannst, der zu wahrer ehrlicher Liebe fähig ist. Solche Dinge bestimmen mehr als zufällig, mit wem wir zusammen kommen. Sollte sie in 3 Monaten wieder kommen, würde ich ihr sagen, dass es aus ist.

Du kannst die Menschen nicht ändern aber dich, daher Kopf hoch und Tee trinken😉

LG Leidgeprüfter
 
Hallo ihr beiden und danke für eure Antworten.

Klar aus solchen Momenten lernt man und ich bin selber der Typ der versucht negative Erfahrungen auch positiv anzusehen, da man daraus effektiv lernen kann.
Ich selber hatte nie mit psychisch kranken Personen zu tun, deswegen verdrängte ich teilweise auch die Symptome die mir aufgefallen sind. Zum Beispiel war sie auch krankhaft eifersüchtig, konnte nicht mal die Schwester meines besten Freundes in den Mund erwähnen, ohne dass sie gleich denkt dass da was läuft. Außerdem verstand sie fast jeden gesagten Satz falsch und die Augen kullerten schon mit Tränen.
Da ich ihre Vorgeschichte und ihre Probleme kenne, wundert mich es nicht, dass sie so sein kann.
Sie hat mich ganz am Anfang auch gewarnt, dass es mit ihr nicht leicht werden würde, weil sie irgendwelche Komplexe hat. Genauer ins Detail ging sie jedoch nicht. Also im wahrsten Sinne des Wortes hat sie wirklich Probleme.

Aber können diese Probleme, einen dazu herleiten die Person (mich) plötzlich zu hassen? Besonders nach all dem was ich getan habe? Im Prinzip war ich nie befugt etwas negatives auszusprechen, weil ansonsten würde es heißen, dass ich nur am meckern bin und betonen wie schlecht sie sei.
Ich war ziemlich eingeschränkt, hoffte aber auf Besserungen weswegen ich auch nie von ihrer Seite wich. Würde ich die Person nicht lange kennen, wäre ich sowieso schon lange weg. Aber ja, ich hab halt ne Schwäche was längere Bekanntschaften angeht.

Naja jetzt hat sie plötzlich einen anderen und tut so als ob sie ihn über alles lieben würde. Kann man wirklich so dreist sein und von heute auf morgen einen anderen lieben, falls ihre Gefühle mir gegenüber jemals ehrlich waren? Oder zwingt sie sich jemanden anderen zu lieben um Trost zu finden?
Wird ihr Partner auch irgendwann einmal darunter leiden oder wird sich jemals ein Weg der Besserung einlegen ohne dabei professionelle Hilfe zu holen?

Das sie jemals wieder auf mich zurückkommt glaube ich und hoffe ich auch nicht. Und wenn sie es tun würde, würde ich sie nur ausnutzen um Antworten zu bekommen und danach sofort wieder Kontakt abbrechen.
 
Ich empfehle dir das Buch "Die Masken der Niedertracht ", dort wird die Dynamik von Missbrauch in Beziehungen und ebenfalls der "Liebe-Hass Schalter" anschaulich erklärt.

Schwäche für lang anhaltende Bindungen hin oder her, willst du dich wirklich immer rechtfertigen und selbst verleugnen müssen? Außerdem spielt sie ihre Komplexe scheinbar als Trumpfkarte aus, wenn alle stricke reißen.

LG
 
sei froh dass du sie los bist.

sie scheint grosse probleme zu haben (psychischer art). wenn du auf distanz gingst unternahm sie etwas, um dich an sich zu ziehen (liebe briefe, plötzliches treffen), wenn du aber nähe wolltest (besuchen usw), ging sie auf distanz. dafür kann es dutzende gründe geben. die geschichte mit dem gas (welches sie fast umgebracht hätte, kurz vor einem treffen?) halte ich für genauso ausgedacht wie einiges anderes von dem, was sie als ausreden benutzte, um dich bei der stange (und ohne treffen) zu halten.

gut, dass du aus der geschichte halbwegs glimpflich rausgekommen bist. glaubs mir!

böse solltest du ihr nicht sein. denn kranke menschen tun nunmal dinge, die "wir gesunden" vielleicht nicht verstehen, aber nicht unbedingt aus böswilligkeit heraus. unsere entscheidung bzw in diesem fall deine ist nur, sich das nicht anzutun. gut, diese entscheidung hat sie nun für dich getroffen, aber darauf kommt es am ende nicht mehr an!

alles gute.
 
Ich bin selber froh dass dieser Teufelskreis nun ein Ende gefunden hat und merke schon wie sehr es mir besser geht.
Das mit dem Unfall ist leider Gottes nicht gelogen, stand sogar in den Nachrichten wo ihre Wohnung kurz gezeigt wurde. Habe sogar gelesen, dass dieses Gas auch Verhaltensstörungen als Folge mit sich ziehen kann und somit ihre bisherige Krankheit mit Sicherheit noch verschlimmert hat.

Nichts desto trotz habe ich gelernt alles zu akzeptieren und zu verstehen. Die vielen Fragen die sich in meinem Kopf aufgetan haben, konnten größtenteils durch die Recherche dieser komischen Verhaltensweisen, aber auch durch eure Teilnahme in diesem Bereich aufgedeckt werden.
Wie gesagt, der Mensch lernt mit und das habe ich auch. Das vorgeschlagene Buch werde ich mir auch noch beschaffen um mir einen besseren Einblick in diese Thematik verschaffen zu können.

In diesem Sinne vielen Dank nochmal und frohe Ostern

lG mamebinaaa
 

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