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Gast
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Denke der Titel erklärt mein Problem recht gut und ich weiß dass es falsch ist so zu fühlen aber ich kann einfach einiges nichtmehr vergessen.
Zuerst braucht ihr aber einiges an Kontext : Ich komme aus einer kleinen Migranten Familie bin auch nicht in Deutschland geboren. Am Tag meiner Geburt saß mein Vater im Flugzeug auf dem Weg nach Deutschland. Erst als ich mit 5 Jahren nach Deutschland auf Illegale Art einwandern konnte habe ich ihn das erste mal richtig gesehen. Dadurch fehlte halt die bindung zwischen meinem Vater und mir. Während meine Mutter und ich in der Heimat bei SEINEN Eltern leben MUSSTEN ( ja so verlangt es die Tradition. ihr könnt euch denken was ich von solchen Traditionen hallte...) schickte er oft Geld um uns zu helfen. Dieses Geld ging an meinen " geliebten" Großvater. Das Geld wurde dann für ganz andere Dinge verwendet wir , das heißt meine Mutter und ich , sahen keinen Cent. Gleichzeitig wurde ich ,von den damals noch sehr kleinen Kindern meines Großvaters, oft verprügelt. Ja das sind eigentlich meine Onkel ( sie sind nur 1-2 Jahre älter als ich) aber was die mir angetan haben vergesse ich nicht. Abgesehn von der Prügel und einem ausgerenkten Arm ( er wurde mir damals wieder eingerenkt keine Sorge 😉 ) hat man mir auch ständig gesagt was für ein schrecklicher Mann mein Vater sei. Hinzukommt dass ich damals Schwer krank war( zweite Welt halt...). Meine Großmutter mütterlicherseits hat mit dem wenigen Geld was sie hatte oft Medikamente für mich gekauft. Später In Deutschland angekommen stelten meine Mutter und ich sofort einen Antrag auf Asyl und wurden in ein Asylantenheim " verfrachtet". Ihr könnt euch nicht vorstellen wie glücklich ich war meinen Vater zum ersten mal wieder zu sehen. Meine Mutter erzählte mir immer er würde uns retten und deshalb sah ich ihn damals wie eine Art Helden.
Die Zeit verging und meine Eltern schafften es durch die Hilfe einiger anderer uns eine Wohnung zu mieten. Mein Vater hatte einen extrem anstrengenden , aber gut bezahlten , Beruf. Währenddessen wurde meine Mutter schwanger und meine kleine Schwester kam auf die Welt. Ich habe vor 2 Jahren erfahren dass mein Vater meine Mutter fast zur abtreibung zwang. Zu der Zeit hatte mein Vater übrigens eine Affäre. Wir trafen uns mit seiner Partnerin und wollten das ganze aus der Luft schaffen. Mein Vater hatte eigentlich vor mit ihr mitzugehen aber ( so hat es mir meine Mutter erzählt) ich habe mich an sein bein gehangen mit meinen 6 jahren und habe ihn gefragt ob er uns nun schon wieder im stich lassen möchte. Deshalb blieb mein Vater anscheinend bei uns. Danach wurde meine Mutter erneut schwanger und mein Vater schaffte es sie zur abtreibung zu zwingen ( meine Eltern sind streng religiös jedenfalls wenn es um andere geht...). Er behandelte meine kleine Schwester nicht grade wie ein guter Vater sollte. Er nahm sie während sie schlief einfach in den Arm , undzwar so doll dass sie aufwachte ( ich weiß das klingt nicht schlimm aber das kann und hatte schlimme Folgen... das Benehmen meiner Schwester ist jetzt ,sagen wirs so, nicht ihrem Alter gerecht).
Nun ging ich zum Kindergarten wo ich von meinen Ausländer "liebenden" Erziehern sehr " nett" behandelt wurde. Wenn meine Mutter mich zum Kindergarten brachte weinte ich damit sie mich wieder mit nahm , das klappte natürlich nicht jedesmal...Als Kind kannst du gegen so etwas nicht viel machen also bleibst du und bleibst Still. Ich wurde von den Erziehern angebrüllt und man hat mir Dinge gesagt wie " denkst du weil deine Mutter hier ist kannst du dir alles erlauben ?". Ich musste ständig den Kindergarten wechseln bis ich dann etwas zuspät in die Schule ging. Dort hatte ich es natürlich auch nicht grade leicht. Ich war damals durch den ganzen Hass den ich bekamm nicht grade ein gutes Kind. Anstatt mir zu helfen hat man einen Tisch HINTER die letzte Reihe unseres Klassenraumes gestellt der nur für mich war. Das interpretier ich mittlerweile so " ach lassen wir das Problemkind einfach ganz hinten dort stört es die anderen nicht". Ich wurde zuhause von meinem Vater wegen meiner Noten manchmal geschlagen ( nicht wirklich doll er ist eigentlich gegen das Schlagen von Kindern) außerdem wurde ich gezwungen täglich 4 Seiten zu schreiben. In der Schule wurde ich auch von den meisten Schülern wie Dreck behandelt. Meistens von den Schülern die sehr gut in der Schule waren. Ich bekam in der Grundschule eine Hauptschulempfehlung ( was für eine Überraschung...) hatte jedoch wieder etwas Glück und ging auf eine Realschule.
Als ich die 8 Klasse besuchte hatte mein Vater erneut eine Affäre und das mit meiner Cousine. Das war zu der Zeit als ich erfahren durfte dass meine Eltern auch verwant sind ( meine Mutter ist die Cousine meines Vaters). Diesmal hatte meine Mutter die Nase voll von meinem Vater und zog mit uns , meiner kleinern Schwester und mir, aus in eine andere Wohnung. Da meine Mutter eine Hausfrau ist und keine Ausbildung hatte half uns der Staat. Davor war mein vater für mich immernoch wie ein Held danach nichtmehr. Ich fing langsam an das ganze was bei uns abging zu begreifen und wurde stark Depressiv. Ich versank in Computerspiele und fand dort eine neue "Familie". Das waren Freunde für mich die für mich da waren die mir halfen und mir zuhörten. Meistens lief es so ab dass ich nach der Schule direkt an den Rechner ging und bis spät in die Nacht spielte, wenn ich müde wurde trank ich einfach 1-2 Energiedrinks und blieb weiter Wach. kurz bevor die Schule anfing ging ich los und schlief einfach im unterricht. Ja das war mein tagesablauf nicht mehr nicht weniger duschen etc. vernachlässigte ich total. Ich bekam graue Haare wegen den Schuppen und hatte total glasige Augen. Ich hasste meinen Vater über alles und ich bin wirklich sehr glücklich dass ich damals nicht stark genug war um ihn etwas anzutun weil ich es sonst getan hätte.
Während wir noch bei ihm wohnten wohnte mein bester Freund mit dem ich jetzt noch Kontakt hab ( das ist jetzt ca 5-6 Jahre her) direkt neben an. Er war damals wie ein Bruder für mich. Er war Deutsch und wir verstanden uns Komplett bei uns ging es auch nicht um die Nationalität oder sonst irgendeinen schwachsinn. Jedenfalls konnte ich ihn damals JEDEN Tag sehen . Als wir umzogen und ich starke Depressionen hatte ging das nichtmehr. In meiner neuen Schule hatte ich in der 7 Klasse zwar das Probehalbjahr bestanden aber nach der ganzen Scheiße ging alles bergab und ich wurde erneut der Mobbing-mittelpunkt meiner Klasse. Meine Laune war so im Keller dass ich mehrere Selbstmord versuche hatte ( alle sind fehlgeschlagen keine Angst 😉 ) und kurz davor war meine Mutter zu schlagen ( ich der mittlerweile der größte Pazifist ist ). Meine Familie machte mich damals zu einem Monster und ich hasste mich selbst so sehr das glaubt man nicht.
Mein Vater trennte sich von seiner Affäre und wollte mit uns in eine andere Wohnung ziehen. Meiner Mutter war einverstanden da uns das Geld fehlte. Dort hatte ich mit meinem Vater große auseinandersetzungen weshalb ich mich erneut umbringen wollte da ich mich wie das eigentlich Problem in der Familie fühlte. Damals war ich 16 und wurde immernoch geschlagen meistens wegen sinnlosen gründen wie z.b. weil ich nicht mit ihnen raus gehen wollte. Er hat mich auch mal draußen auf einem Strand geschlagen weil ich nicht das essen wollte was er gemacht hatte. Als ich dann in der 10 Klasse meinen MSA schreiben sollte ( das ist ähnlich wie das Abitur nur dass man es damals in der 10 Klasse schrieb und so seinen Realschulabschluss bekam)war ich total sauer auf alles. Ich hatte die Nase voll der Dumme in meiner Schule zu sein und hatte ´genug vom herumgeschubst werden. Also entwickelte ich einen , so nannte ich es damals , Masterplan.
Es ging um den Traum ein anständiges Leben zu führen und alles andere hinter sich zu lassen ( so dachte ich mit 16-17 Jahren...). Der Plan war Simpel aber Brilliant ;D. Es ging darum mich in der Schule so zu verbessern dass ich später mein Abitur machen konnte und später genug Geld verdiente um niemals abhängig von irgendjemanden zu sein. Also tat ich so als wäre alles inordung zwischen mir und meinem Vater und gewann sein Vertrauen. Dies tat ich um von ihm nichtmehr gestört zu werden und gleichzeitig konnte ich bei ihm Arbeiten. ( Mein Vater war mittlerweile selbstständig) Gleichzeitig gab ich beim MSA einfach die Arbeitsblätter mit meinem Namen drauf ab ohne eine einzige Aufgabe zu erledigen. Ich brauchte die Unterschrift meiner Eltern um dann das Jahr zu wiederholen. Ich kümmerte mich um alles was ich davor nicht tat ( Körperhygiene etc. denke darauf muss ich jetzt nicht eingehen xD) und ging bei Ihm Arbeiten um zu lernen wie ich mit Menschen besser umgehen kann (Kommnikation usw ;D) . Ich hatte schließlich 6 Wochen zeit um der zu werden der ich sein müsste um mein Ziel zu erreichen. Ich weiß es sieht aus wie ein Happy End aber schaut weiter.
In diesen 6 Wochen lernte ich länger für die Schule als je zuvor. Als dann die Schule anfing und es schon einige gerüchte über den "Dummen" gab ging ich in eine neue Klasse und gab mein bestes. Am Ende des Schuljahres hatte ich einen Durchschnitt von 1,6 ( davor 4,8) wurde recht beliebt bei den Mädchen meiner Schule ( davor war ich nichtmal beim Hausmeister beliebt...)und wurde nurnoch Jahrgangsbester genannt. Viele Lehrer wollten umbedingt meine Hand schütteln und ich bekam auch einen kleinen Preis da ich Jahrgangsbester war. Gleichzeitig war ich auch schon fürs Abitur an einer anderen Schule angemeldet.
Sooo jetzt bin ich 1 Woche vom Letzten Semester entfernt und habe auch schon eine Wunsch Uni wo ich Luft und Raumfahrt Technik studieren werde. Ich werde aber die Stadt verlassen müssen und somit auch meine Familie. ( Ich weiß ich sollte glücklich sein) Grade ebend haben sie mich angemeckert weil ich mit ihnen nie was unternehmen möchte. Ich habe eigentlich meiner Familie verziehen. Ich bin der Meinung dass kein Mensch böse geboren wird , nur unsere Umstände sorgen dafür dass wir die falschen Dinge tun. Deshalb kann ich ihnen nicht böse sein. Dennoch hat ein Teil von mir eine große abneigung gegen sie gegen meine Religion und gegen meine Wurzeln. Ich denke ganz anders als mein Vater und das merkt man. Es ist einfach soviel passiert ihr habt den Großteil selbst gelesen und versteht mich vieleicht. Ich bin fast am Ziel meiner Träume bald bin ich frei von all dem. Dennoch fühle ich mich schlecht wenn ich mich so distanziert von meiner Familie verhalte. Nur weil sie solche Fehler begangen muss ich nicht auch welche begehen. Denke ich teils... andererseits denke ich dass man halt einiges eben nicht vergessen kann. Was sagt ihr dazu? Wie würdet ihr jetzt an meiner Stelle reagieren? Würdet ihr auch wegziehen wollen? Verzeiht mir für die Fehler im Text ich hab jetzt eigentlich nicht so auf Rechtschreibung usw. geachtet 😀.
Zuerst braucht ihr aber einiges an Kontext : Ich komme aus einer kleinen Migranten Familie bin auch nicht in Deutschland geboren. Am Tag meiner Geburt saß mein Vater im Flugzeug auf dem Weg nach Deutschland. Erst als ich mit 5 Jahren nach Deutschland auf Illegale Art einwandern konnte habe ich ihn das erste mal richtig gesehen. Dadurch fehlte halt die bindung zwischen meinem Vater und mir. Während meine Mutter und ich in der Heimat bei SEINEN Eltern leben MUSSTEN ( ja so verlangt es die Tradition. ihr könnt euch denken was ich von solchen Traditionen hallte...) schickte er oft Geld um uns zu helfen. Dieses Geld ging an meinen " geliebten" Großvater. Das Geld wurde dann für ganz andere Dinge verwendet wir , das heißt meine Mutter und ich , sahen keinen Cent. Gleichzeitig wurde ich ,von den damals noch sehr kleinen Kindern meines Großvaters, oft verprügelt. Ja das sind eigentlich meine Onkel ( sie sind nur 1-2 Jahre älter als ich) aber was die mir angetan haben vergesse ich nicht. Abgesehn von der Prügel und einem ausgerenkten Arm ( er wurde mir damals wieder eingerenkt keine Sorge 😉 ) hat man mir auch ständig gesagt was für ein schrecklicher Mann mein Vater sei. Hinzukommt dass ich damals Schwer krank war( zweite Welt halt...). Meine Großmutter mütterlicherseits hat mit dem wenigen Geld was sie hatte oft Medikamente für mich gekauft. Später In Deutschland angekommen stelten meine Mutter und ich sofort einen Antrag auf Asyl und wurden in ein Asylantenheim " verfrachtet". Ihr könnt euch nicht vorstellen wie glücklich ich war meinen Vater zum ersten mal wieder zu sehen. Meine Mutter erzählte mir immer er würde uns retten und deshalb sah ich ihn damals wie eine Art Helden.
Die Zeit verging und meine Eltern schafften es durch die Hilfe einiger anderer uns eine Wohnung zu mieten. Mein Vater hatte einen extrem anstrengenden , aber gut bezahlten , Beruf. Währenddessen wurde meine Mutter schwanger und meine kleine Schwester kam auf die Welt. Ich habe vor 2 Jahren erfahren dass mein Vater meine Mutter fast zur abtreibung zwang. Zu der Zeit hatte mein Vater übrigens eine Affäre. Wir trafen uns mit seiner Partnerin und wollten das ganze aus der Luft schaffen. Mein Vater hatte eigentlich vor mit ihr mitzugehen aber ( so hat es mir meine Mutter erzählt) ich habe mich an sein bein gehangen mit meinen 6 jahren und habe ihn gefragt ob er uns nun schon wieder im stich lassen möchte. Deshalb blieb mein Vater anscheinend bei uns. Danach wurde meine Mutter erneut schwanger und mein Vater schaffte es sie zur abtreibung zu zwingen ( meine Eltern sind streng religiös jedenfalls wenn es um andere geht...). Er behandelte meine kleine Schwester nicht grade wie ein guter Vater sollte. Er nahm sie während sie schlief einfach in den Arm , undzwar so doll dass sie aufwachte ( ich weiß das klingt nicht schlimm aber das kann und hatte schlimme Folgen... das Benehmen meiner Schwester ist jetzt ,sagen wirs so, nicht ihrem Alter gerecht).
Nun ging ich zum Kindergarten wo ich von meinen Ausländer "liebenden" Erziehern sehr " nett" behandelt wurde. Wenn meine Mutter mich zum Kindergarten brachte weinte ich damit sie mich wieder mit nahm , das klappte natürlich nicht jedesmal...Als Kind kannst du gegen so etwas nicht viel machen also bleibst du und bleibst Still. Ich wurde von den Erziehern angebrüllt und man hat mir Dinge gesagt wie " denkst du weil deine Mutter hier ist kannst du dir alles erlauben ?". Ich musste ständig den Kindergarten wechseln bis ich dann etwas zuspät in die Schule ging. Dort hatte ich es natürlich auch nicht grade leicht. Ich war damals durch den ganzen Hass den ich bekamm nicht grade ein gutes Kind. Anstatt mir zu helfen hat man einen Tisch HINTER die letzte Reihe unseres Klassenraumes gestellt der nur für mich war. Das interpretier ich mittlerweile so " ach lassen wir das Problemkind einfach ganz hinten dort stört es die anderen nicht". Ich wurde zuhause von meinem Vater wegen meiner Noten manchmal geschlagen ( nicht wirklich doll er ist eigentlich gegen das Schlagen von Kindern) außerdem wurde ich gezwungen täglich 4 Seiten zu schreiben. In der Schule wurde ich auch von den meisten Schülern wie Dreck behandelt. Meistens von den Schülern die sehr gut in der Schule waren. Ich bekam in der Grundschule eine Hauptschulempfehlung ( was für eine Überraschung...) hatte jedoch wieder etwas Glück und ging auf eine Realschule.
Als ich die 8 Klasse besuchte hatte mein Vater erneut eine Affäre und das mit meiner Cousine. Das war zu der Zeit als ich erfahren durfte dass meine Eltern auch verwant sind ( meine Mutter ist die Cousine meines Vaters). Diesmal hatte meine Mutter die Nase voll von meinem Vater und zog mit uns , meiner kleinern Schwester und mir, aus in eine andere Wohnung. Da meine Mutter eine Hausfrau ist und keine Ausbildung hatte half uns der Staat. Davor war mein vater für mich immernoch wie ein Held danach nichtmehr. Ich fing langsam an das ganze was bei uns abging zu begreifen und wurde stark Depressiv. Ich versank in Computerspiele und fand dort eine neue "Familie". Das waren Freunde für mich die für mich da waren die mir halfen und mir zuhörten. Meistens lief es so ab dass ich nach der Schule direkt an den Rechner ging und bis spät in die Nacht spielte, wenn ich müde wurde trank ich einfach 1-2 Energiedrinks und blieb weiter Wach. kurz bevor die Schule anfing ging ich los und schlief einfach im unterricht. Ja das war mein tagesablauf nicht mehr nicht weniger duschen etc. vernachlässigte ich total. Ich bekam graue Haare wegen den Schuppen und hatte total glasige Augen. Ich hasste meinen Vater über alles und ich bin wirklich sehr glücklich dass ich damals nicht stark genug war um ihn etwas anzutun weil ich es sonst getan hätte.
Während wir noch bei ihm wohnten wohnte mein bester Freund mit dem ich jetzt noch Kontakt hab ( das ist jetzt ca 5-6 Jahre her) direkt neben an. Er war damals wie ein Bruder für mich. Er war Deutsch und wir verstanden uns Komplett bei uns ging es auch nicht um die Nationalität oder sonst irgendeinen schwachsinn. Jedenfalls konnte ich ihn damals JEDEN Tag sehen . Als wir umzogen und ich starke Depressionen hatte ging das nichtmehr. In meiner neuen Schule hatte ich in der 7 Klasse zwar das Probehalbjahr bestanden aber nach der ganzen Scheiße ging alles bergab und ich wurde erneut der Mobbing-mittelpunkt meiner Klasse. Meine Laune war so im Keller dass ich mehrere Selbstmord versuche hatte ( alle sind fehlgeschlagen keine Angst 😉 ) und kurz davor war meine Mutter zu schlagen ( ich der mittlerweile der größte Pazifist ist ). Meine Familie machte mich damals zu einem Monster und ich hasste mich selbst so sehr das glaubt man nicht.
Mein Vater trennte sich von seiner Affäre und wollte mit uns in eine andere Wohnung ziehen. Meiner Mutter war einverstanden da uns das Geld fehlte. Dort hatte ich mit meinem Vater große auseinandersetzungen weshalb ich mich erneut umbringen wollte da ich mich wie das eigentlich Problem in der Familie fühlte. Damals war ich 16 und wurde immernoch geschlagen meistens wegen sinnlosen gründen wie z.b. weil ich nicht mit ihnen raus gehen wollte. Er hat mich auch mal draußen auf einem Strand geschlagen weil ich nicht das essen wollte was er gemacht hatte. Als ich dann in der 10 Klasse meinen MSA schreiben sollte ( das ist ähnlich wie das Abitur nur dass man es damals in der 10 Klasse schrieb und so seinen Realschulabschluss bekam)war ich total sauer auf alles. Ich hatte die Nase voll der Dumme in meiner Schule zu sein und hatte ´genug vom herumgeschubst werden. Also entwickelte ich einen , so nannte ich es damals , Masterplan.
Es ging um den Traum ein anständiges Leben zu führen und alles andere hinter sich zu lassen ( so dachte ich mit 16-17 Jahren...). Der Plan war Simpel aber Brilliant ;D. Es ging darum mich in der Schule so zu verbessern dass ich später mein Abitur machen konnte und später genug Geld verdiente um niemals abhängig von irgendjemanden zu sein. Also tat ich so als wäre alles inordung zwischen mir und meinem Vater und gewann sein Vertrauen. Dies tat ich um von ihm nichtmehr gestört zu werden und gleichzeitig konnte ich bei ihm Arbeiten. ( Mein Vater war mittlerweile selbstständig) Gleichzeitig gab ich beim MSA einfach die Arbeitsblätter mit meinem Namen drauf ab ohne eine einzige Aufgabe zu erledigen. Ich brauchte die Unterschrift meiner Eltern um dann das Jahr zu wiederholen. Ich kümmerte mich um alles was ich davor nicht tat ( Körperhygiene etc. denke darauf muss ich jetzt nicht eingehen xD) und ging bei Ihm Arbeiten um zu lernen wie ich mit Menschen besser umgehen kann (Kommnikation usw ;D) . Ich hatte schließlich 6 Wochen zeit um der zu werden der ich sein müsste um mein Ziel zu erreichen. Ich weiß es sieht aus wie ein Happy End aber schaut weiter.
In diesen 6 Wochen lernte ich länger für die Schule als je zuvor. Als dann die Schule anfing und es schon einige gerüchte über den "Dummen" gab ging ich in eine neue Klasse und gab mein bestes. Am Ende des Schuljahres hatte ich einen Durchschnitt von 1,6 ( davor 4,8) wurde recht beliebt bei den Mädchen meiner Schule ( davor war ich nichtmal beim Hausmeister beliebt...)und wurde nurnoch Jahrgangsbester genannt. Viele Lehrer wollten umbedingt meine Hand schütteln und ich bekam auch einen kleinen Preis da ich Jahrgangsbester war. Gleichzeitig war ich auch schon fürs Abitur an einer anderen Schule angemeldet.
Sooo jetzt bin ich 1 Woche vom Letzten Semester entfernt und habe auch schon eine Wunsch Uni wo ich Luft und Raumfahrt Technik studieren werde. Ich werde aber die Stadt verlassen müssen und somit auch meine Familie. ( Ich weiß ich sollte glücklich sein) Grade ebend haben sie mich angemeckert weil ich mit ihnen nie was unternehmen möchte. Ich habe eigentlich meiner Familie verziehen. Ich bin der Meinung dass kein Mensch böse geboren wird , nur unsere Umstände sorgen dafür dass wir die falschen Dinge tun. Deshalb kann ich ihnen nicht böse sein. Dennoch hat ein Teil von mir eine große abneigung gegen sie gegen meine Religion und gegen meine Wurzeln. Ich denke ganz anders als mein Vater und das merkt man. Es ist einfach soviel passiert ihr habt den Großteil selbst gelesen und versteht mich vieleicht. Ich bin fast am Ziel meiner Träume bald bin ich frei von all dem. Dennoch fühle ich mich schlecht wenn ich mich so distanziert von meiner Familie verhalte. Nur weil sie solche Fehler begangen muss ich nicht auch welche begehen. Denke ich teils... andererseits denke ich dass man halt einiges eben nicht vergessen kann. Was sagt ihr dazu? Wie würdet ihr jetzt an meiner Stelle reagieren? Würdet ihr auch wegziehen wollen? Verzeiht mir für die Fehler im Text ich hab jetzt eigentlich nicht so auf Rechtschreibung usw. geachtet 😀.