Hi,
ich hab 2005 eine Ausbildung zur It-Kauffrau angefangen, das geht ja in die ähnliche Richtung, bzw. gehört auch zu den "Neuen" IT-Berufen.
Mir ging es damals so, dass die meisten berufsschulkollegen richtiggehende PC-Freaks waren und zur genüge Vorkenntnisse hatten, die Lehrer in der Berufsschule auch dementsprechend aufgrund der Vorkenntnisse ein sehr hohes Niveau angesetzt haben, welches ich aufzuarbeiten, nicht geschafft, oder kaum geschafft habe, besonders in den IT Fächern und im Bereich Programmieren. Ich kam überhaupt nicht mehr hinterher, jede Grundlage war für mich schwierig die andere aus dem FF kannten. So ging es auch den anderen die entsprechende Vorkenntnisse nicht hatten.
Dass dies öfters vorkommt in diesem Bereichen, dass ein sehr hohes Niveau angesetzt wird, habe ich schon von mehreren Azubis gehört. Auch, dass viele nur Abiturienten nehmen, wir waren damals 17 Leute, davon hatten 4 Mittlere Reife. Mein Betrieb hat mich da auch nicht sonderlich unterstützt, als ich alles vorbrachte.
Ich habe das dann schließlich abgebrochen, aus privaten Gründen zwar, bereue es aber heute, dass ich es nicht fertig gemacht habe, auch wenn ich nach meiner heutigen Sicht nicht mehr in diesem BEruf arbeiten wollen würde.
Die Ausbildung ist schwer und es ist viel, besonders wenn man nicht über hohe Vorkenntnisse verfügt.
Eine Ausbildung abbrechen ist halt immer so eine Sache. Kriegt man was Neues? Kriegt man schnell was Neues?
Ich würde heute ganz klar sagen: durchziehen, egal wie, dannach kann man immer noch etwas anderes machen, aber man hat erst mal eine "runde Sache", etwas abgeschlossenes. Manchmal muss man in saure Äpfel beißen, auch wenn man es lieber gern süß hätte.
Mich würden genauere Details interessieren, was genau schaffst du nicht? Was genau wird dir zu viel? BErufsschule? Betrieb?
Wenn man abbricht, ist das einfach im Lebenslauf drin, und mir geht es heute bei der Stellensuche so, dass ich doch meistens dannach gefragt werde und dies auch plausibel begründen muss.
Dies muss ja nicht immer der Fall sein, aber bei allen Vorstellungsgesprächen, die ich nach meinem Abbruch hatte, wurde ich zumindest danach gefragt, hin und wieder sogar sehr genau.
In der heutigen Zeit, in der Lehrstellen rar und teils auch sehr begehrt sind, bin ich der Meinung, dass sich ein Abbruch nicht gut macht. Ich habe trotz etlicher Bewerbungen Monate gebraucht, um wieder irgendwo unter zu kommen, und habs dann "nur" auf eine berufsausbildende private Berufsfachschule geschafft, die ich selber zahlen muss. Und auch jetzt, wo sich diese Zeit dem Ende neigt und ich bald meinen Abschluss in der Tasche habe, werde ich bei Stellenangeboten doch immer wieder gefragt, warum der Abbruch.
Ich kann natürlich nur davon reden, wie es mir ging, aber aufgrund meiner "Erfahrung" rate ich von einem Ausbildungsabbruch dringend ab, es sei denn du hättest so gut wie übergangslos etwas anderes (eine andere Stelle) die du dann auch durchziehst. Jemand anders mag andere Erfahrungen haben und dies ganz anders sehen.
Viel Glück und LG
Feli.