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abartige Perversion

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 77025
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G

Gelöscht 77025

Gast
Hallo, ich wende mich an dieses Forum, weil ich Hilfe benötige. Ich habe eine art Perversion entwickelt, die mich selbst und meinen alltag stark beeinträchtigen. Dieses Problem besteht bei mir schon eine lange Zeit, konnte mich damit bisher aber niemandem anvertrauen. Es sind nicht etwa die Gedanken oder Fantasien, die mich belasten, sondern die Zeit die ich aufwenden muss um meine sexuellen Gefühle auszuleben.


an sich klingt es vielleicht harmlos: Ich bin in eine art "Pornosucht" geraten, nur sind das, wonach ich im Internet suche keine richtigen Pornos sondern Filme anderer art, die mich sexuell erregen. Vielmehr ist es das einzige was mich sexuell wirklich erregt. Ich habe im Internet gelesen, dass es sich bei solchen sexuellen Zwängen um Paraphilien handelt. Das sind Fetische, die exzessiv ausgelebt werden müssen und nicht unterdrückt werden können. Ich möchte auch gar nicht näher darauf eingehen um was für einen Fetisch es sich in meinem Fall handelt, vielmehr geht um den Zeitaufwand. Ich komme oft stundenlang nicht vom Rechner weg, weil ich ständig nach Inhalten im Bezug auf meine sexuellen Gelüste im Internet suchen muss. Ich kann mich dann meistens nicht richtig befriedigen, bevor ich nicht finde, wonach ich gesucht habe.





auch in anderen Bereichen des Lebens habe ich Probleme mit der emotionalen Selbstbeherrschung. Ich würde mich selbst als polarisierend und launisch beschreiben.


Zwar war ich in der Regel schon immer ein sehr schüchterner introvertierter und vor allem ängstlicher Mensch und bin deshalb auch jemand, der unangenehme Themen und Emotionen lieber verdrängt als sie anzusprechen, in den letzten Jahren jedoch bin ich auch ins andere Extrem abgedriftet. Manchmal habe ich unberechenbare Wutanfälle und agressionen . Ich kann mit meinen Emotionen nicht mehr gut umgehen und kann schlecht bzw. mittlerweile kaum noch Verantwortung für andere übernehmen. Oft erschließt sich mir der Sinn von Empathie nicht wirklich. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu Missverständnissen zwischen mir und den anderen geführt. Ich bin gerne Sarkastisch und versuche häufig, durch meinen Humor vorsätzlich andere Menschen seelisch zu verletzen und zu demütigen. Probleme sind in allen Lebensbereichen entstanden, was letztendlich einen Nervenzusammenbruch zur Folge hatte und ich abermals, statt mir professionelle Hilfe zu suchen, mehr und mehr aus dem sozialen Leben zurückgezogen bzw. meine Probleme verdrängt habe.


Meine Mietwohnung, in die ich vor 3 Jahren zugezogen bin habe ich komplett vermüllen lassen. alles war mir egal und gleichgültig. Zudem habe Ich mich mehr und mehr als Hasserfüllt und Feindselig erlebt und wollte niemanden mehr an mich heranlassen.
Ich wollte, dass man angst vor mir hat, damit ich in Ruhe gelassen werde.





Während dieser Zeit habe ich zugegebenermaßen über das schlimmste nachgedacht. Ich war zynisch, herablassend, egoistisch, pervers und ekelhaft. Ich habe mich vor mir selbst geekelt. Ich habe mich nicht mehr geduscht oder gewaschen und überhaupt gelebt wie ein Penner. Die Wohnung die bezogen habe, hatte ich nicht mal richtig eingerichtet.








Dass ich ein massives Problem habe ist mir bewusst und ich möchte, dass meine Situation durch die Forenteilnehmer, die eventuell auf meinen Beitrag reagieren werden ernst genommen wird. Es tut mir leid, wenn der Text denn ich geschrieben habe etwas verwirrend sein sollte. Es fällt mir momentan einfach sehr schwer meine Gedanken zu sortieren und der Reihe nach abzuarbeiten. Ich bin irgendwie sehr verzweifelt und weiß nicht mehr, was ich hier soll. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich mich als Gesellschaftsunfähig und Unzurechnungsfähig einstufen.
 
Ich wäre gerne darauf eingegangen, aber das sind zu viele Baustellen auf einmal.

Du musst schauen, dass du dein Leben wieder in den Griff bekommst und da würde ich deinen Text von hinten nach vorne abarbeiten. Im Klartext: Deinen Pornokonsum erstmal nach hinten stellen und die anderen Probleme nach und nach lösen.

Diese Sätze kommen von jemanden der schon ganz unten im Leben war. Schlechte Kindheit, Mobbing in der Schule, Jahrelang auf der Flucht, Schulden etc. etc.

Hilfe gibt es viel, aber am besten hilft man sich immer noch selbst. Fang am besten heute noch an mit deinem Haushalt, achte auf Körperpflege, danach gehst Schritt für Schritt die Probleme an und wenn du wieder in der Gesellschaft angekommen bist, vielleicht brauchst dann auch keine Pornos mehr ;-)

Einfach machen und nicht hängen lassen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Blabla,
der erste Schritt ist getan: Du hast erkannt, dass Du ein massives Problem hast. Wenn ich Deinen Text lese, hast Du wirklich eine Menge Baustellen. Und ich bezweifle, dass Du sie allein mit Hilfe der Forenteilnehmer lösen kannst. Du brauchst wirklich professionelle Hilfe um da raus zu kommen. Bis Du diese gefunden hast würde ich Dir empfehlen, Dir für jeden Tag kleine Ziele zu setzen. Nimm Dir abends ein Blatt Papier und schreib Dir die Ziele für den nächsten Tag auf. Häng das Blatt an Deine Schlafzimmertür, sodass Du es morgens direkt nach dem Aufstehen siehst. Versuche diese kleinen Ziele jeden Tag zu erreichen (z.B. Spülmaschine einräumen, anstellen, ausräumen. Duschen und rasieren. Eine halbe Stunde um den Block gehen und den Nachbarn freundlich grüßen. Eine Ladung Wäsche waschen.). Schaffst Du es diese kleinen Ziele zu erreichen, ist es ein gutes Gefühl. Wenn Du dann mal eins nicht schaffst, ist das kein Weltuntergang, aber Du kannst Dich selbst fragen, was Dich daran gehindert hat, das Ziel zu erreichen und an genau diesem Hindernis arbeiten.
Aber wie schon geschrieben: Du wirst professionelle Hilfe benötigen. Dieser Schritt ist nicht einfach, aber er lohnt sich.
Alles Gute!
 
Wende dich an den sozialpsychiatrischen Dienst in deiner Stadt oder deinem Landkreis.

Lasse dich dort beraten, um schnellstmöglich eine Therapie beginnen zu können, vielleicht auch stationär.

Ich sehe in deinem letzten Satz eine akute Selbst- und Fremdgefährdung. Zeig denen auch vielleicht deinen Beitrag, so etwas ist oft hilfreich.

Lass 2025 das Jahr werden, in dem du aufgestanden bist.
 
Dein letzter Satz bereitet mit wirklich Sorgen.
Bitte lasse dir helfen.
 
Das klingt schwierig.....
Wie es ja oft ist im Leben, zieht dann ein "Übel" das nächste nach sich.
Dann kommen Ratschläge wie....fäng doch einfach mal an, was zu tun.
Das ist aber alles andere wie einfach, wenn man solche "Berge" angehäuft hat, da resigniert man schon vor der Masse. Du wirst das nicht schaffen ohne Hilfe.
Irgendeinen Input, einen Schubs braucht man, der einen motiviert, überhaupt anzufangen.
Ich würde mich an eine psycho-soziale Beratungsstelle wenden.
 
Probleme sind in allen Lebensbereichen entstanden, was letztendlich einen Nervenzusammenbruch zur Folge hatte und ich abermals, statt mir professionelle Hilfe zu suchen, mehr und mehr aus dem sozialen Leben zurückgezogen bzw. meine Probleme verdrängt habe.
Du weißt also, Du bauchst professionelle Hilfe. Bist aber momentan total abgetaucht.
Was Du über Dich schreibst hört sich nicht besonders sympathisch an, und das weißt Du auch.
Ist das auch ein Grund, warum Du bisher keine Hilfe gesucht hast?

Oder kannst Du Dich mental und körperlich nicht aufraffen, eine Beratungsstelle zu suchen oder in die Ambulanz einer psychiatrischen Klinik zu gehen, um eine Beratung anzuleiern?

Bekommst Du das Einkaufen hin, um dich mit Nahrung zu versorgen. Kannst also momentan noch die Wohnung verlassen?
 
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