Profitaenzer
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Liebe Gemeinde,
ich arbeite in einem großen Deutschen Elektrokonzern. Wir werden nun schon wieder umstrukturiert. Hierbei bahnt sich an, dass im Sinne des Umbaus meine Abteilung wahrscheinlich aufgelöst wird. Normaler Weise kommt man dann in eine Art Auffanggesellschaft und hat 1 Jahr Zeit, sich was neues intern oder extern zu suchen. Findet man nichts, muss man gehen. Ich möchte das Jahr nutzen um mich noch privat weiter zu qualifizieren, denn von dem Unternehmen erwarte ich gar nichts mehr. Einen Bildungsgutschein scheine ich nicht zu bekommen, da ich ein abgeschlossenes Studium habe, wenn ich das richtig verstanden habe.
Bin verheiratet, Mitte 40, 3 Kinder, Tarifangestellter und bin im Salesbereich im Büro tätig.
Unabhängig dessen, dass ich des Umstrukturierens müde bin, mich das alles psychisch extrem belastet und ich diesem ganzen Druck schon lange nicht mehr aushalte (Häusschen ist noch lange nicht abbezahlt) nehme ich es als Chance, vielleicht bei einem Mittelständler unter zu kommen, ich kann dieses Konzernwesen nicht mehr ertragen. Es geht nur noch im Marge, Dividende, aber nicht mehr um den Menschen dahinter. Das Damoklesschwert der Stellenstreichung ist allgegenwärtig. Jeden Tag. Auf dem Weg in die Arbeit, in der Arbeit und zu Hause nach der Arbeit. Alles dreht sich nur noch um einen möglichen Jobverlust, seit Jahren. Immer wenn umstrukturiert wird, also quasi alle 2 bis 3 Jahre. Das zermürbt mich und meine Familie. Aber ich will mich nicht beschweren, es wird viele Kollegen treffen, nicht nur mich. Man muss das beste aus der Situation machen. Bis jetzt bin ich immer haarscharf an der Stellenstreichung vorbei geschrammt, aber diesmal wird es meinen Bereich volle Breitseite treffen, da bin ich mehr sehr sicher. Es war eine Marge von 15% vorgesehen, wir schaffen nur 12%, also wird wegrationalisiert. Jammern hilft nichts, wenn es einem nicht mehr passt, kann man ja gehen. Das bekommen wir hier jeden Woche immer Montags im Jour Fix gesagt. Es ist mittlerweile die "ganz normale" Panikmache. Daran gewöhnt man sich irgendwann, nur dass diesmal wir gegangen werden.
Wir wollten dieses Jahr in den Urlaub fahren, haben dies aber gecancelt wegen der drohenden Arbeitslosigkeit.
Wenn ich also merke, dass das 1 Jahr in der Auffanggesellschaft ausläuft und ich nichts gefunden habe, ab wann muss ich mich dann Arbeitslos melden? Wie sind die Fristen? Ich will nichts verpassen.
Nach über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit erwäge ich evtl. auch eine Abfindungsklage um für die Kinder raus zu holen was geht. Denn einfach so werde ich das Feld nicht kampflos räumen.
Gruß
Hannes
ich arbeite in einem großen Deutschen Elektrokonzern. Wir werden nun schon wieder umstrukturiert. Hierbei bahnt sich an, dass im Sinne des Umbaus meine Abteilung wahrscheinlich aufgelöst wird. Normaler Weise kommt man dann in eine Art Auffanggesellschaft und hat 1 Jahr Zeit, sich was neues intern oder extern zu suchen. Findet man nichts, muss man gehen. Ich möchte das Jahr nutzen um mich noch privat weiter zu qualifizieren, denn von dem Unternehmen erwarte ich gar nichts mehr. Einen Bildungsgutschein scheine ich nicht zu bekommen, da ich ein abgeschlossenes Studium habe, wenn ich das richtig verstanden habe.
Bin verheiratet, Mitte 40, 3 Kinder, Tarifangestellter und bin im Salesbereich im Büro tätig.
Unabhängig dessen, dass ich des Umstrukturierens müde bin, mich das alles psychisch extrem belastet und ich diesem ganzen Druck schon lange nicht mehr aushalte (Häusschen ist noch lange nicht abbezahlt) nehme ich es als Chance, vielleicht bei einem Mittelständler unter zu kommen, ich kann dieses Konzernwesen nicht mehr ertragen. Es geht nur noch im Marge, Dividende, aber nicht mehr um den Menschen dahinter. Das Damoklesschwert der Stellenstreichung ist allgegenwärtig. Jeden Tag. Auf dem Weg in die Arbeit, in der Arbeit und zu Hause nach der Arbeit. Alles dreht sich nur noch um einen möglichen Jobverlust, seit Jahren. Immer wenn umstrukturiert wird, also quasi alle 2 bis 3 Jahre. Das zermürbt mich und meine Familie. Aber ich will mich nicht beschweren, es wird viele Kollegen treffen, nicht nur mich. Man muss das beste aus der Situation machen. Bis jetzt bin ich immer haarscharf an der Stellenstreichung vorbei geschrammt, aber diesmal wird es meinen Bereich volle Breitseite treffen, da bin ich mehr sehr sicher. Es war eine Marge von 15% vorgesehen, wir schaffen nur 12%, also wird wegrationalisiert. Jammern hilft nichts, wenn es einem nicht mehr passt, kann man ja gehen. Das bekommen wir hier jeden Woche immer Montags im Jour Fix gesagt. Es ist mittlerweile die "ganz normale" Panikmache. Daran gewöhnt man sich irgendwann, nur dass diesmal wir gegangen werden.
Wir wollten dieses Jahr in den Urlaub fahren, haben dies aber gecancelt wegen der drohenden Arbeitslosigkeit.
Wenn ich also merke, dass das 1 Jahr in der Auffanggesellschaft ausläuft und ich nichts gefunden habe, ab wann muss ich mich dann Arbeitslos melden? Wie sind die Fristen? Ich will nichts verpassen.
Nach über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit erwäge ich evtl. auch eine Abfindungsklage um für die Kinder raus zu holen was geht. Denn einfach so werde ich das Feld nicht kampflos räumen.
Gruß
Hannes
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