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32 Jahre und keine Ahnung wie es weitergehen soll....

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Gast

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Hallo,

ich hoffe sehr, daß Ihr den ein oder anderen Tip für mich habt, denn ich weiß überhaupt nicht mehr weiter!!!
Also, ich versuche es ein wenig zusammenzufassen:
Wollte von kleinauf immer Tierärztin werden. In der Oberstufe waren meine Noten nicht mehr so toll, so daß ich dachte, daß ich damit niemals nen Studienplatz bekäme...also, habe ich ganz spontan die Schule abgebrochen und versucht, eine Ausbildungsstelle zur Tierarzthelferin zu bekommen....aber keine gefunden! Habe immer überall nur auf Probe gearbeitet- und keiner wollte ausbilden!
Weil ich endlich ausziehen wollte und eigenes Geld verdienen, habe ich mich-fixiert auf medizinische Berufe- auf branchenfremde Ausbildungsangebote beworben und eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten gemacht. Nach abgeschlossener Ausbildung gefiel mir der Beruf immer, immer weniger und ich suchte nach Weiterbildungsmöglichkeiten. Machte jede Menge Fortbildungen- und entschied mich mein Abi auf dem 2.Bildungsweg nachzuholen. Dieses Mal total motiviert schaffte ich neben einer Ganztagsstelle immerhin ein Abi von 1,8!
Dann kam die Frage auf: studiere ich jetzt Zahn-oder Tiermedizin??? Im Hinblick auf meinen Lebenslauf und der Marktsituation entschied ich mich für Zahnmedizin- allerdings mit einem sehr weinenden Auge! Aber interessant finde ich die Zahnmedizin auch- also legte ich los!
Als der Anatomie-Leichenpräparierkurs mich in der Vorklinik eiskalt erwischte- und ich eine lange Zeit nur noch davon träumte, brach ich das Studium ab!
Ich bewarb mich für Tiermedizin, aber erhielt nur eine Absage von der ZVS.
Um irgendetwas zu tun, ich fühlte mich absolut miserabel, begann ich ein Umweltwissenschaftsstudium. Bin wahnsinnig gerne draußen mit Pferd und Hund und interessiere mich sehr dafür.
2,5 Jahre lief alles super und ich hatte großen Spaß! Dann schloß mein Freund sein Studium ab und ergatterte einen Job in einer sehr weit entfernten Stadt. Ich hatte sehr große Angst ihn durch eine Fernbeziehung zu verlieren und bewarb mich einfach in jener Stadt für Zahnmedizin erneut. War fest davon überzeugt, daß mir unsere Beziehung dieser Schritt wert ist und ich nun auch bereit sei, Anatomie zu schaffen. Außerdem muß ich ehrlicherweise sagen, daß ich Patienten sehr vermißte!

Wie Ihr Euch schon denken könnt, habe ich erneut einen Platz erhalten und hatte doch große Probleme mit Anatomie. Im 3.Versuch (also nach knapp 2 Jahren!!!) habe ich es endlich geschafft, den Anatomiekurs länger als einen Monat zu besuchen. Ansonsten ist meine Motivation geringer als gering. Habe bis vor wenigen Monaten neben dem Studium immer in einer ZA-Praxis gejobbt- aber will am liebsten gar NIX mehr mit Zahnmedizin zu tun haben. Es ist einfach immer, immer, immer das gleiche!
Habe in den 6 Semestern, die ich seit der Wiederaufnahme des Studiums nur wenige Semester tatsächlich studiert. Meist habe ich nach kürzester Zeit wieder nur gejobbt und nach einem interessanteren Studienfach oder einer anderen Ausbildung Ausschau gehalten.
Habe mich auch dieses Jahr wieder für Tiermedizin beworben, aber dadurch, daß ich ja keine Wartezeit habe- superschlechte Chancen!
Könnte mir stattdessen auch gut: Humanmedizin, Physio- oder Ergotherapeutin, Ökotrophologie oder Nanotechnologie vorstellen.


Was soll ich bloß machen? Einfach einen Schlußstrich ziehen- und was ganz anderes machen??? Oder versuchen, mein Studium wieder "ernster" zu nehmen- mit der Hoffnung, daß dabei wieder Spaß daran entsteht? Schäme mich aufgrund meines Rumbummelns auch total, in die Uni zu gehen...

Mein armer Freund ist schon total genervt und meint, ich solle das Studium auf Teufel komm raus- beenden! Aber ich kann nicht mehr! Ich fühle mich völlig kraftlos und wie im absolut verkehrten Film!!!

Mit 32 müßte man doch nun wirklich endlich wissen, was man will, ODER????
 
Hallo Gast

ich rate dir von ganzem Herzen, egal wie, ziehe dein Tiermedizinstudium durch.
Das ist es doch was du dir wünschst, was dich ausfüllen und dich glücklich machen kann.
Schmeiss deinen Traum nicht weg, das Leben an sich ist zu kurz und das Arbeitsleben zu lang, um einen Job zu machen den man nicht mag.

Viel Glück und treffe die richtige Entscheidung...

LG
Criollo
 
Habe in den 6 Semestern, die ich seit der Wiederaufnahme des Studiums nur wenige Semester tatsächlich studiert. Meist habe ich nach kürzester Zeit wieder nur gejobbt
Also, die Hauptmotivation der meisten Menschen, mal irgendetwas auf die Reihe zu kriegen, ist die Kohle, der Zaster, die Piepen....
Irgendwie hab ich den Eindruck, daß das nicht deine Hauptsorge zu sein scheint. 😉

Mein armer Freund ist schon total genervt und meint, ich solle das Studium auf Teufel komm raus- beenden!
Warum muß es denn überhaupt so unbedingt ein Studium sein, wenn du doch nichts Konkretes damit anzufangen weißt? 😕
 
Bist du denn für Tiermedizin dieses Jahr definitiv nicht genommen? Oder sind "nur" die Chancen schlecht?

Ich würd auch sagen, dass du versuchen solltest, da reinzukommen. Vielleicht auch doch über eine Ausbildung und nicht über ein Studium, denn wenn du "nur" Tierarzthelferin bist, gibt dir das vielleicht immer noch mehr als studierte Zahnmedizinerin (heißt das so? 😉) zu sein.

Kannst du Tiermedizin vielleicht im Ausland studieren? Manchmal kriegt man da eher einen Studienplatz. Google doch mal. Falls Geld kein Problem sein sollte, kannst du vielleicht auch an einer Privatuni studieren?

Oder du versuchst es in einem anderen Beruf mit Tieren? Was ist im Zoo oder Tierheim, als Pferdewirtin, in einer Hundeschule oder einer Pension?
 
Vielen, vielen Dank für Eure Antworten!

Leider habe ich mich irgendwie falsch ausgedrückt oder es hat sich so falsch gelesen, aber Geld ist bei mir tatsächlich ein Riesenproblem! Jeder, der mal ganztags gearbeitet hat und immer sein Geld auf dem Konto am Ende des Monats, und dann, ganz plötzlich als Student nur noch an WE, manchen Abenden etc. wesentlich weniger Geld verdient- und damit plötzlich auskommen muß...der weiß wie sich das anfühlt! Man hatte ja auch einen gewissen Lebensstandard- und wenn es daran ständig rappelt ist das einfach furchtbar!
Möchte ja auch nicht von meinem Freund ausgehalten werden!

Habe mich für Tiermedizin fürs WS beworben, aber es sieht halt wirklich sehr schlecht aus!
Tierarzthelferin als Alternative finde ich persönlich sehr schwierig, da man da noch weniger verdient als als Zahnarzthelferin.
Versteht mich bloß nicht falsch! Wegen des Geldes wird niemand Tiermedizin studieren! Aber als Helferin arbeiten ist sehr unbefriedigend und unterbezahlt! Möchte gerne eigene Entscheidungen treffen müssen!


Hoffe, daß ich den richtigen Weg bald finde!


DANKE UND LIEBE GRÜSSE!
 
hallo !

auch wenn du dein studium abschlossen hast (falls es soweit kommt- ich habe den eindruck du suchst eine ausrede um wieder aufzuhören) wirst du (ausser du machst dich sofort in eigener praxis selbstständig (was nicht geht) auf anweisungen hören müssen und wirst nicht ständig deine eigenen entscheidungen treffen dürfen.

denn da kommen erst mal die kollegen mit wesentlich mehr erfahrung, die auflagen der gesundheitsämter und so weiter.

also überdenke das ganze nochmal, du bist wohl auf der flucht vor verantwortung und tarnst das nur ziemlich gut.

kitty








Vielen, vielen Dank für Eure Antworten!

Leider habe ich mich irgendwie falsch ausgedrückt oder es hat sich so falsch gelesen, aber Geld ist bei mir tatsächlich ein Riesenproblem! Jeder, der mal ganztags gearbeitet hat und immer sein Geld auf dem Konto am Ende des Monats, und dann, ganz plötzlich als Student nur noch an WE, manchen Abenden etc. wesentlich weniger Geld verdient- und damit plötzlich auskommen muß...der weiß wie sich das anfühlt! Man hatte ja auch einen gewissen Lebensstandard- und wenn es daran ständig rappelt ist das einfach furchtbar!
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DANKE UND LIEBE GRÜSSE!
 

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