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25M Essstörung?

birdtalker

Neues Mitglied
Ich brauche gerade mal jemanden zum reden, kann meine Probleme aber gerade offline nicht ansprechen.
Ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll, aber ich bin vor ein paar Monaten auf die glorreiche Idee gekommen, dass ich mir ja mal den Finger in den Hals stecken könnte. War einfach eine blöde Mischung aus überfressen und emotional angeschlagen und die Idee war das Resultat.

Es ist dann nicht bei dem einen Mal geblieben. Ich rechne nicht nach, aktuell komme ich aber wahrscheinlich auf 1-2x die Woche. Anfangs habe ich zweifelnde Gedanken einfach ausgeblendet, bis ich dann vor zwei Wochen ungefähr dann doch realisiert habe, dass da was nicht stimmt. Weil ich nach dem Abschied einer Kollegin nicht direkt zurück ins Büro gegangen bin, sondern erstmal auf der Behindertentoilette (die so gut wie nie benutzt wird) erstmal die zwei Brownies ausgekotzt habe, die ich gerade gegessen hatte.

Da habe ich die Erkenntnis gehabt, das etwas schief läuft bei mir.

Ich würde gerne mit jemandem reden, aber irgendwie geht das nicht. Ich kann es ja nicht mal erklären.

Irgendwas ist innerlich bei mir passiert im letzten Jahr, das meine bis dato gute mentale Gesundheit beschädigt hat. Irgendwas ist in meinem Gehirn passiert, dass ich plötzlich anders denke und fühle und mein emotionaler Grundzustand, der immer neutral bis positiv war, jetzt schlecht ist. Ich bin einfach permanent von allem abgefuckt und habe keine Motivation mehr, irgendwas zu machen. Das ist aber keine Erklärung oder Entschuldigung, sich den Finger in den Hals zu stecken.

Ich fühle mich gerade wie ein kleines Kind, das am liebsten zu seinen Eltern laufen würde, damit die es dann wieder in Ordnung bringen. Nur bin ich 25 und will meine Eltern da nicht mit rein ziehen.

Ich möchte gerne aufhören, aber das ist leichter gesagt als getan. Es scheint so zu sein, dass das Erbrechen das einzige ist, worauf mein Hirn derzeit mit positiven Empfindungen reagiert, was das Aufhören echt schwer macht.

Ich bin wirklich planlos gerade.
 
Hallo,

vielleicht wäre eine Therapie gut für Dich, um rauszufinden, was genau das auslöst. Kannst Du das denn genauer definieren, was letztes Jahr passiert ist?

Wie ist Dein Selbstbild, Dein Gewicht, bist Du mit Deinem Körper zufrieden? Tust Du das, um nicht zuzunehmen? Fühlst Du Dich als Mann gut, bist Du mit Dir zufrieden?

Was geht dem Bedürfnis nach Erbrechen voran, gibt es Auslöser, bestimmte Situationen?
Kann es sein, dass Du depressiv bist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Störung.

" die Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und.

die Binge-Eating-Störung (regelmäßig auftretende Essanfälle ohne gewichtsregulierende Maßnahmen"


Naja hatte ich auch in den Alter, war alleine, Sport bestimmte mein Leben.
Aber essen machte Spaß...
Fett werden war uncool....

Ich kochte Stunden lang, und dann wieder wochenlang Ruhe.
Irgendwann brauchte ich es öfter, ein Finger in den Mund?
So was kann man mit Vorstellung und Körpergefühl ohne würgen....
Es war eine Sucht.

Erst durch die Anwesenheit, meiner Frau hörte es fast auf.
Es gab keine /kaumMöglichkeiten mehr.
Ein Hunger /Sättigung Gefühl habe ich damals fast verloren bzw nie wieder bekommen.



Kann bei dir was natürlich.
Da bei mir der kick das essen war, nicht das kotzen
 
Egal, um welche Form der Essstörung es sich handelt, es geht dabei (fast) immer um Schmerz. Sei es um Probleme, wo sie dir anfangs "hilft" oder um das eigene Selbstbild. Es gibt verschiedene Gründe und das lässt sich eben nicht pauschal sagen, aber ein Auslöser ist dafür definitiv verantwortlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich brauche gerade mal jemanden zum reden, kann meine Probleme aber gerade offline nicht ansprechen.
Ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll, aber ich bin vor ein paar Monaten auf die glorreiche Idee gekommen, dass ich mir ja mal den Finger in den Hals stecken könnte. War einfach eine blöde Mischung aus überfressen und emotional angeschlagen und die Idee war das Resultat.

Es ist dann nicht bei dem einen Mal geblieben. Ich rechne nicht nach, aktuell komme ich aber wahrscheinlich auf 1-2x die Woche. Anfangs habe ich zweifelnde Gedanken einfach ausgeblendet, bis ich dann vor zwei Wochen ungefähr dann doch realisiert habe, dass da was nicht stimmt. Weil ich nach dem Abschied einer Kollegin nicht direkt zurück ins Büro gegangen bin, sondern erstmal auf der Behindertentoilette (die so gut wie nie benutzt wird) erstmal die zwei Brownies ausgekotzt habe, die ich gerade gegessen hatte.

Da habe ich die Erkenntnis gehabt, das etwas schief läuft bei mir.

Ich würde gerne mit jemandem reden, aber irgendwie geht das nicht. Ich kann es ja nicht mal erklären.

Irgendwas ist innerlich bei mir passiert im letzten Jahr, das meine bis dato gute mentale Gesundheit beschädigt hat. Irgendwas ist in meinem Gehirn passiert, dass ich plötzlich anders denke und fühle und mein emotionaler Grundzustand, der immer neutral bis positiv war, jetzt schlecht ist. Ich bin einfach permanent von allem abgefuckt und habe keine Motivation mehr, irgendwas zu machen. Das ist aber keine Erklärung oder Entschuldigung, sich den Finger in den Hals zu stecken.

Ich fühle mich gerade wie ein kleines Kind, das am liebsten zu seinen Eltern laufen würde, damit die es dann wieder in Ordnung bringen. Nur bin ich 25 und will meine Eltern da nicht mit rein ziehen.

Ich möchte gerne aufhören, aber das ist leichter gesagt als getan. Es scheint so zu sein, dass das Erbrechen das einzige ist, worauf mein Hirn derzeit mit positiven Empfindungen reagiert, was das Aufhören echt schwer macht.

Ich bin wirklich planlos gerade.
Hallo, hast du dir schon überlegt, therapeutische Hilfe zu suchen? Du kannst dich an deinen Hausarzt wenden, oder aber direkt an einen Therapeuten. Auch zu einem Pschiater kannst du gehen, allerdings ist dessen Fachgebiet eher die medikamentöse Behandlung. Als Arzt kann er dir aber auch sagen, ob eine Behandlung in einer Klinik gut wäre, und müsste Kliniken kennen. Viel Glück & hoffentlich die richtige Hilfe.
P.S., nach ein Nachtrag.
Wenn Du keine Ahnung hast, wohin du dich wenden kannst, kannst du auch bei der Telefonseelsorge anrufen und nach Adressen fragen. Die haben normalerweise Adressen und Einrichtungen zum Wohnort.
 
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich versuche, alle Fragen und Denkanstöße zu beantworten.

Mir ging es eigentlich psychisch immer gut. Einerseits ist das natürlich gut und ein Privileg, dass mir nie etwas passiert ist, das mich mental erschüttert hätte. Andererseits habe ich deshalb wahrscheinlich auch nie gelernt, mit negativen Emotionen gesund umzugehen. Ich fühle mich seit ungefähr einem Jahr anders, irgendwie plan- und richtungslos, unmotiviert und ohne Antrieb. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine konkreten Ziele mehr habe. Ich bin die typische Planung durchlaufen, Abi, Studium, Job. Und jetzt habe ich keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Ich habe gerade keine konkreten Ziele und auch irgendwie auf nichts Lust.
Ob das ein Faktor für meine negative Stimmung ist, weiß ich nicht zu 100%, könnte aber sein.

Ich bin ggf. etwas zu fixiert auf mein äußeres Erscheinungsbild und mein Gewicht. Beides hat jetzt keinen extrem hohen Stellenwert in meinem Leben, aber egal ist es mir halt nicht. Am wohlsten und selbstbewussten fühle ich mich, wenn ich schlank bin, d.h. für mich ein BMI zwischen 19 und 21 ungefähr. Mehr (oder weniger) sieht an mir nicht gut aus.
Ich habe manchmal Probleme, dieses Gewicht zu halten, weil ich leider gerne snacke und irgendwie auch sehr auf Zucker reagiere. Es passiert mir regelmäßig, dass ich es mit dem Zucker übertreibe und dann nicht aufhören kann und dann zunehme. Irgendwann komme ich dann in einen Gewichtsbereich, in dem ich mich nicht wohl fühle und dann achte ich mehr auf meine Ernährung und/oder faste ein paar Tage, bis ich wieder bei meinem Wohlfühlgewicht angekommen bin.
Eine stetige ausgewogene Ernährung wäre natürlich besser, ich hatte aber nie den Nerv, mich damit auseinanderzusetzen, deshalb esse ich eigentlich immer nach Gefühl und mache wenn es zu viel wird damage control (= paar Wochen Diät).

Als ich mich das erste Mal absichtlich erbrochen habe, war es einfach eine Kombination aus mehreren Dingen. Zu viel gegessen und dann auch einfach scheiß Stimmung an dem Tag. Welche Gedankenakrobatik mein Gehirn dann vollzogen hat, weiß ich nicht, aber das Resultat war, dass ich mein Abendessen wieder losgeworden bin.

Ich bin eigentlich davon überzeugt, wenn ich mich wieder normal fühlen würde, dann wäre auch das Bedürfnis weg, zu erbrechen. Früher ging es ja auch ohne. Da habe ich mich entweder zusammengerissen und weniger gegessen, oder Sport gemacht, oder einfach die halbe Stunde abgewartet, bis das Völlegefühl weg war. Sinnvoll wäre daher, meine wahrscheinliche Depression anzugehen. Es ist halt scheiße, dass ich nicht erklären kann, warum ich depressiv bin. Rein objektiv betrachtet sollte es mir super gehen.
 
Hallo,

danke für Deine Infos. Da gibt es ja mehrere Punkte, die Du angehen solltest:

Zuerst würde ich mal zu einem Arzt gehen wegen depressiver Verstimmung. Ein Blutbild machen lassen, Dich untersuchen lassen. Mangel an bestimmten Vitaminen oder Hormonen etc. kann Depressionen begünstigen. Ev. mal über ein Antidepressivum reden.

Hier z.B.
Angst und Depression: Vitamin B6 regelt das
Die Einnahme von hochdosiertem Vitamin B6 kann Depression und Angstgefühle reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie mit 300 jungen Erwachsenen.
Wissenschaftler der University of Reading maßen die Auswirkungen hoher Dosen von Vitamin B6 auf junge Erwachsene und stellten fest, dass diese sich weniger ängstlich und depressiv fühlen, nachdem sie die Nahrungsergänzungsmittel einen Monat lang jeden Tag eingenommen hatten.



Du scheinst Dich sehr ungesund zu ernähren.

Da würde ich mich mal über gesunde Ernährung informieren (z.B. Ernährungs-Docs etc).
Da gibt es ja viele Videos drüber bzw. Infos.

Nachfolgend auch mal Infos über Zucker. Für viele ist Zucker eine Sucht und wir essen viel zu viel davon mit negativen Folgen:



Und dann mal überlegen, was Du eigentlich im Leben willst. Du hast keine Ziele? Dann guck mal, was Dich denn interessiert, was machst Du gerne, was willst Du lernen, unternehmen, wo kannst Du neue Ideen herbekommen? Vielleicht mal Tagebuch schreiben oder hier schreiben, was Du gerne magst.

Das sind alles Themen, an denen Du arbeiten kannst, damit es Dir besser geht. Fang aber am besten mit Deiner depressiven Verstimmung an (guck auch gerne mal in die Threads in meiner Signatur).

Depression gibt einem ja oft das Gefühl einer inneren Leere. Vielleicht versuchst Du diese Leere, diese Ziellosigkeit und Gleichgültigkeit durch Essen zu füllen.
 
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich versuche, alle Fragen und Denkanstöße zu beantworten.

Mir ging es eigentlich psychisch immer gut. Einerseits ist das natürlich gut und ein Privileg, dass mir nie etwas passiert ist, das mich mental erschüttert hätte. Andererseits habe ich deshalb wahrscheinlich auch nie gelernt, mit negativen Emotionen gesund umzugehen. Ich fühle mich seit ungefähr einem Jahr anders, irgendwie plan- und richtungslos, unmotiviert und ohne Antrieb. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine konkreten Ziele mehr habe. Ich bin die typische Planung durchlaufen, Abi, Studium, Job. Und jetzt habe ich keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Ich habe gerade keine konkreten Ziele und auch irgendwie auf nichts Lust.
Ob das ein Faktor für meine negative Stimmung ist, weiß ich nicht zu 100%, könnte aber sein.

Ich bin ggf. etwas zu fixiert auf mein äußeres Erscheinungsbild und mein Gewicht. Beides hat jetzt keinen extrem hohen Stellenwert in meinem Leben, aber egal ist es mir halt nicht. Am wohlsten und selbstbewussten fühle ich mich, wenn ich schlank bin, d.h. für mich ein BMI zwischen 19 und 21 ungefähr. Mehr (oder weniger) sieht an mir nicht gut aus.
Ich habe manchmal Probleme, dieses Gewicht zu halten, weil ich leider gerne snacke und irgendwie auch sehr auf Zucker reagiere. Es passiert mir regelmäßig, dass ich es mit dem Zucker übertreibe und dann nicht aufhören kann und dann zunehme. Irgendwann komme ich dann in einen Gewichtsbereich, in dem ich mich nicht wohl fühle und dann achte ich mehr auf meine Ernährung und/oder faste ein paar Tage, bis ich wieder bei meinem Wohlfühlgewicht angekommen bin.
Eine stetige ausgewogene Ernährung wäre natürlich besser, ich hatte aber nie den Nerv, mich damit auseinanderzusetzen, deshalb esse ich eigentlich immer nach Gefühl und mache wenn es zu viel wird damage control (= paar Wochen Diät).



Als ich mich das erste Mal absichtlich erbrochen habe, war es einfach eine Kombination aus mehreren Dingen. Zu viel gegessen und dann auch einfach scheiß Stimmung an dem Tag. Welche Gedankenakrobatik mein Gehirn dann vollzogen hat, weiß ich nicht, aber das Resultat war, dass ich mein Abendessen wieder losgeworden bin.

Ich bin eigentlich davon überzeugt, wenn ich mich wieder normal fühlen würde, dann wäre auch das Bedürfnis weg, zu erbrechen. Früher ging es ja auch ohne. Da habe ich mich entweder zusammengerissen und weniger gegessen, oder Sport gemacht, oder einfach die halbe Stunde abgewartet, bis das Völlegefühl weg war. Sinnvoll wäre daher, meine wahrscheinliche Depression anzugehen. Es ist halt scheiße, dass ich nicht erklären kann, warum ich depressiv bin. Rein objektiv betrachtet sollte es mir super gehen.

Aber was ist passiert? Ich kann nur schwer verstehen, dass du nicht konkreter sagen kannst, was nun der ausschlaggebende Punkt war. Irgendwas muss es gegeben haben. Familiäre Probleme? Schwierigkeiten mit dem Partner? Im Beruf unzufrieden? Sonst irgendwas? Es gibt ja viele Gründe und die musst du da natürlich jetzt auch nicht angeben, aber wenn es dir vorher wirklich immer psychisch gut gegangen ist, wirst du nicht eines Tages aufstehen und an allem zweifeln bzw. dich "anders" fühlen. Welchen Zugang hast du zu deinen eigenen Gefühlen? Kannst du beschreiben, wie es dir geht oder fühlst du dich "leer"? "Ohne Antrieb" deutet sehr auf eine Depression hin, ich bin aber kein Arzt, somit müsstest du den Rest natürlich abklären lassen.

Was würdest du jetzt allgemein sagen: Siehst du dein Problem eher bei der Ernährung und beim Gewicht oder geht es mehr darum, dass du keinen Antrieb hast und einfach nichts machen willst? Eine Depression kann auch beim Appetit eine Rolle spielen. Ich würde es jedenfalls abklären lassen und rate dir von einer Selbstdiagnose ab. Vielleicht hab ich es auch überlesen, aber eine Depression scheint nicht diagnostiziert zu sein, oder? Wenn das nicht der Fall ist, wende dich mal an Fachleute. In deiner Situation wirst du wahrscheinlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen.
 
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich versuche, alle Fragen und Denkanstöße zu beantworten.

Mir ging es eigentlich psychisch immer gut. Einerseits ist das natürlich gut und ein Privileg, dass mir nie etwas passiert ist, das mich mental erschüttert hätte. Andererseits habe ich deshalb wahrscheinlich auch nie gelernt, mit negativen Emotionen gesund umzugehen. Ich fühle mich seit ungefähr einem Jahr anders, irgendwie plan- und richtungslos, unmotiviert und ohne Antrieb. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine konkreten Ziele mehr habe. Ich bin die typische Planung durchlaufen, Abi, Studium, Job. Und jetzt habe ich keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Ich habe gerade keine konkreten Ziele und auch irgendwie auf nichts Lust.
Ob das ein Faktor für meine negative Stimmung ist, weiß ich nicht zu 100%, könnte aber sein.

Ich bin ggf. etwas zu fixiert auf mein äußeres Erscheinungsbild und mein Gewicht. Beides hat jetzt keinen extrem hohen Stellenwert in meinem Leben, aber egal ist es mir halt nicht. Am wohlsten und selbstbewussten fühle ich mich, wenn ich schlank bin, d.h. für mich ein BMI zwischen 19 und 21 ungefähr. Mehr (oder weniger) sieht an mir nicht gut aus.
Ich habe manchmal Probleme, dieses Gewicht zu halten, weil ich leider gerne snacke und irgendwie auch sehr auf Zucker reagiere. Es passiert mir regelmäßig, dass ich es mit dem Zucker übertreibe und dann nicht aufhören kann und dann zunehme. Irgendwann komme ich dann in einen Gewichtsbereich, in dem ich mich nicht wohl fühle und dann achte ich mehr auf meine Ernährung und/oder faste ein paar Tage, bis ich wieder bei meinem Wohlfühlgewicht angekommen bin.
Eine stetige ausgewogene Ernährung wäre natürlich besser, ich hatte aber nie den Nerv, mich damit auseinanderzusetzen, deshalb esse ich eigentlich immer nach Gefühl und mache wenn es zu viel wird damage control (= paar Wochen Diät).

Als ich mich das erste Mal absichtlich erbrochen habe, war es einfach eine Kombination aus mehreren Dingen. Zu viel gegessen und dann auch einfach scheiß Stimmung an dem Tag. Welche Gedankenakrobatik mein Gehirn dann vollzogen hat, weiß ich nicht, aber das Resultat war, dass ich mein Abendessen wieder losgeworden bin.

Ich bin eigentlich davon überzeugt, wenn ich mich wieder normal fühlen würde, dann wäre auch das Bedürfnis weg, zu erbrechen. Früher ging es ja auch ohne. Da habe ich mich entweder zusammengerissen und weniger gegessen, oder Sport gemacht, oder einfach die halbe Stunde abgewartet, bis das Völlegefühl weg war. Sinnvoll wäre daher, meine wahrscheinliche Depression anzugehen. Es ist halt scheiße, dass ich nicht erklären kann, warum ich depressiv bin. Rein objektiv betrachtet sollte es mir super gehen.
Darf ich Dir mal meinen Gedanken da lassen? Ich selber bin krank und traumatisiert durch psychische Gewalt und Missbrauch. Deshalb kenne ich es sehr gut, doll zu leiden, und nicht zu wissen, was eigentlich los ist. Nach viel Therapien weiß ich es besser.
Und wenn ich das noch sagen darf zu dir, ich war mehrmals auf Station mit einigen anderen mit Magersucht und auch Bulimie. Das hat immer eine (schwere) Ursache, und wie ich es beobachtet habe, ist es sehr wichtig, die heraus zu finden. Natürlich brauchen Essstörung auch Behandlung und Therapie an sich, denn sie werden mit der Zeit gesundheitsgefährdend und am Ende auch lebensbedrohlich, glaub mir das. Ich habe den einen oder anderen gesehen, der war nicht mehr viel. Und da ich eine andere Essstörung habe, saßen wir auch alle zusammen in Therapie.
 

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