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25 Jahre *jung* und absolut überfordert mit meinem Leben.

Skretchy93

Neues Mitglied
Hallo alle zusammen.

Habe mich mal ein wenig umgeschaut um nach Rat zu suchen und habe gesehen, dass es hier doch ganz sachlich und nett zu Gange geht, deshalb dacht ich mir, dass ich hier mal meine Situation schildere und um Rat bitte.

Ich bin 25 Jahre alt und habe schon einiges hinter mir, bin damals mit 20 nach dem Bestehen von meinem Fachabitur ausgezogen um zu studieren. Das Studium lief ja ganz okay soweit. Meine erste Freundin hatte sich dann von mir getrennt und ab da an ging es tatsächlich nur noch Berg ab bei mir.

Ich habe das Studium geschmissen und bin absolut naiv nach Köln in eine 6 Mann WG gezogen mit der absoluten Überzeugung, dass das gut gehen wird. Nun ja hatte mir ne Ausbildung gesucht diese auch begonnen und bin die besagte WG gezogen. Ging auch alles gut, bis sich dann irgendwann rausgestellt hat, dass mehrere Parteien (am Ende 3) nicht regelmäßig die Miete an die Vermieterin überwiesen hatten. Haben wir dann auch erst durch eine Mahnung mitbekommen und ja das Ende der Geschichte ist, dass wir die Wohnung zwangsräumen mussten und wir hatten jeder nen Mahnbescheid von einer ordentlichen Summe auf dem Tisch liegen, da es sich um einen Gemeinschaftsvertrag handelte.

Habe die Ausbildung dann abgebrochen, weil ich nicht mehr wusste, wohin etc. Bin dann nämlich zurück zu meinen Eltern gezogen. Habe mich dann von dem Schock der da in Köln vorgegangen ist erhohlt und habe mich weiter versucht auf was neues zu konzentrieren. Habe dann in Bochum eine Ausbildung gestartet und das ging auch soweit ganz gut. Nur irgendwann hatte ich einen Skateboard Unfall und war einige Zeit deshalb krank geschrieben. Ich hatte durch andere Faktoren, die dann auch dazugekommen sind und mich auch eingeholt haben (in Bochum musste ich meine Wohnung wechseln, mein Bester Freund hat mich ziemlich verarscht) ich sag mal einen sehr wackeliges Emotional-Verhalten. In der Untersuchung nach dem Unfall wurde ein "verdrehtes Knie" diagnostiziert. Ich war für ein paar Wochen krank geschrieben und bin dann anschließend wieder zur Arbeit. Dadurch, dass ich längere Zeit krank geschrieben war ging es warum auch immer am Arbeitsplatz tatsächlich mit leichtem Mobbing los, was mich quasi noch mehr verunsichert hat und ich nicht wusste damit umzugehen, ich hatte auch nicht wirklich großartig Menschen, mit denen ich reden konnte, da ich für die Ausbildung nach Bochum gezogen bin. Klar man hat Leute kennengelernt, aber das waren jetzt keine guten Freunde mit denen man über alles gesprochen hat. Gleichzeitig war mein bester Freund für mich halt auch nicht mehr der richtige Ansprechpartner, da wir uns zerstritten hatten. Naja egal, auf jeden Fall hat sich durch dieses ganze Tohuwabohu eine Depression bei mir entwickelt, die dezent die Überhand in meinem Leben genommen hat.

Ich habe nichts mehr gemacht, ich war krank geschrieben und mir war alles egal. Total lustlos, emotionslos und antriebslos habe ich in meiner Wohnung gesessen mehrere Monate und bin nur noch zum einkaufen und zum wöchentlichen Arztbesuch aus der Wohnung raus. Mir war tatsächlich alles egal und ich hatte nur noch diese "Mein Leben ist quasi vorbei, ich hab keine Lust mehr und das kann jetzt für immer so bleiben" Mentalität. Letztendlich hatte ich das Glück, dass meine Eltern mich aus der Situation geholt haben und mich mit zu sich nach Hause genommen haben. Zweite Ausbildung abgebrochen.

In der Zeit, wo ich die Depression hatte habe ich es auch geschafft enorm zuzunehmen und joa keine Ahnung ich hatte kein Plan, wie es weitergehen soll. Meine Eltern haben mir eingeredet "du musst dich jetzt schnell entscheiden", "dir rennt die Zeit weg" und ich wusste nichts mit mir anzufangen, da ich sowieso noch in der Depression hing. Also hab ich mir gedacht okay, das einzige, was mir gerade einfällt ist mein Studium von damals. Habe mich dort wieder eingeschrieben, aber ja wusste nicht wirklich, ob ich da Lust drauf habe, Hauptsache Eltern sind erstmal zufrieden und ich kann in Ruhe weiterleben.

Dann habe ich mir gedacht "hey komm machst mal wieder Sport" und habe mich mit Freunden und meinem Bruder zum Volleyball spielen verabredet und ja war total motiviert. Nach dem ersten Sprung fiel ich mit Schmerz im Knie zu Boden und bin anschließend zur Notaufnahme gefahren. Was kam raus? Die Diagnose aus Bochum war falsch, es war kein verdrehtes Knie, sondern ein beinahe Innenbandriss, ein Meniskusriss und ein Kreuzbandriss (auch "unhappy triad" genannt) und habe direkt gesagt bekommen, dass ich die nächsten 6 Wochen gar nicht mehr laufen darf, damit das Innenband verheilt und anschließend die OP kommt und ich danach auch knapp 2 Monate nicht laufen darf. Nach der OP und der Verheilung hat sich das Gewicht noch weiter erhöht und die schlechte Laune / Depressionen / Antriebslosigkeit hat wieder mal die Überhand genommen.

Dann ging es für 6 Wochen in ne Reha wegen Depressionen, Übergewicht und Knie Rehabilitation.

Tatsächlich in den 6 Wochen ca. 20 Kilo abgenommen und mit einer Super Motivation wieder nach Haus gekommen und mit dem Entschluss, dass ich eine Schulung zum Rettungssanitäter machen möchte.

Habe alles soweit abgewickelt und wollte diese im Februar starten, doch meine Eltern haben mir zuhause Druck gemacht, dass ich schon im November anfangen soll, wo ich quasi gerade aus der Reha kam und ich habe Ihnen versucht mitzuteilen, dass ich mich gerne erstmal weiter aufs Abnehmen und aufs ich sag mal "wieder klar kommen im Alltag" konzentrieren möchte, bevor ich direkt wieder durchstarte. Naja nach einem riesigem Wortgefecht und Meinungsverschiedenheiten habe ich mich dann überreden lassen, dass ich früher anfange. War total unter Druck und Stress und habe dadurch meine Ziele vernachlässigt und joa bis zum Start der Schulung nicht viel für mich getan, sondern dahergelebt.

Jetzt in der Schulung habe ich das Problem gehabt, dass ich joa wie schon gesagt, nicht ganz gut darauf vorbereitet war. Und ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, ich habe durch diese Gewichtszunahme die ich in der Depression hatte, auch verdammt viele Probleme damit raus zu gehen oder Anderes und ich habe auch in der Schulung bei Fallbeispielen etc. gemerkt, dass ich körperlich gar nicht in der Lage dazu bin und das hat mich wieder demotiviert.
Nunja ich hatte die letzten drei Tage nen nervlichen Zusammenbruch und bin zum Doc gegangen, der mich krank geschrieben hat. Ich wurde aus der Schulung ausgeschlossen, da man maximal 2 Tage krank sein darf, um zur Prüfung zugelassen zu werden und der ganze Krams war finanziert durchs Arbeitsamt (Bildungsgutschein). Ich habe des meinen Eltern heute erzählt, war nicht das beste Gespräch und ich bekam Sachen an den Kopf, dass ich zu einen Typen werde, der nichts ge**** bekommt etc.

Ich habe mir den Plan gemacht, jetzt zuzusehen, dass ich körperlich wieder fit werde, da ich das als verdammt großes Defizit ansehe, weshalb ich auch mir auch selber so viele Steine in den Weg lege und dann wenn das Thema durch ist, noch einmal die Schulung zum Rettungssanitäter angehe, oder eine Ausbildung zu 2019 starte. Aber erst, wenn ich mir selber sicher bin, dass ich das auch alles wieder hinbekomme.

Ich schreibe den Text einfach um evtl. Ratschläge oder auch Tipps durch Erfahrungen zu bekommen, weil ich echt nicht mehr weiter weiß, immer wieder auch mal dachte "scheiß was drauf, einfach irgendwie überleben, ist mir egal."

Aber ich bin definitiv nicht faul, ich bin einfach nur nun ja wie drücke ich es aus, gehemmt, nicht ganz dabei.

Muss ich mir mit dem Lebenslauf überhaupt noch die Hoffnung machen auf eine eventuelle Ausbildungsstelle?

Danke fürs durchlesen und auch für zukünftige Tipps / Hilfe.

Grüße gehen raus.
 
Hallo, na da ist bei dir ja ganz schön viel zusammengekommen! Aber ich finde es super, dass du dich nicht hast unterkriegen lassen und das solltest du auch weiter nicht tun! Vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, erst einmal den Fokus wie du es ja soweit ich verstanden habe, auf deine körperliche und psychische Aufbauarbeit zu legen, dabei solltest du dich aber meiner Meinung nach am Besten auch an eine Beratungsstelle pder idealerweise Psychotherapie-Stelle wenden, weil dir da einfach super dabei geholfen werden kann. Und in der Zeit, damit du auch deinen Eltern etwas beisteuern kannst, könntest du ja einfach einen Aushilfs/Nebenjob machen wie man es auch im Studium nebenher machen kann. So kannst du etwas Geld verdienen, deinen Eltern auch etwas beisteuern und aber deinen Fokus auf deine Genesung und deinen Plan legen. Und dann wenn du wirklich soweit bist, kannst du dann deine Sanitäterschulung oder was du eben möchtest, machen🙂 Ich verstehe dich, dass es dir sehr schwer fällt, nach den abgebrochenen Ausbildungen wieder etwas neues anfangen, aber du bist wirklich noch jung und solltest dich deswegen nicht verrückt machen! Konzentrier dich stattdessen einfach auf deine Zukunft und wie du sie gestalten möchtest🙂
 
Hallo,

ich denke, du gehst schon einen guten Weg. Einen Weg, der für dich so passt.
Ich denke deshalb, dass es ganz gut ist, dass du dich erstmal auf deine Gesundheit konzentrierst. Das ist wichtig, da sonst unter Umständen unter Belastung wieder Probleme auftreten. Dein Knie war ja ziemlich angeschlagen. Das sollte schon wieder so stabil werden, dass nicht gleich bei der nächsten Belastung wieder was passiert.

Nur 2 Krankheitstage auf wie viele Schulungstage?
Ich finde, niemand muss ein schlechtes Gewissen haben das nicht zu schaffen. Krank werden kann ja jeder mal. Um die 2 Tage zu überschreiten reicht schon schlimm Magen-Darm zu haben.
Dass sowas zusätzlichen Druck macht ist klar.

Werde erstmal richtig fit, dann kannst du weiterschauen was du beruflich machen willst.
 

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