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21 Jahre und verzweifelt

Schraubenkopf95

Neues Mitglied
Guten Tag,
Mein Name ist Daniel und ich bin 21 Jahre alt, am liebsten möchte ich mit meiner Geschichte ganz vorne anfangen, damit ihr sie versteht.

Nach meiner Zeit bei der Realschule bin ich zur Berufsschule gegangen, ich hatte keine besonders guten Noten, aber ein Schnitt mit 3,2 und ein Realschulabschluss ist gar nicht so verkehrt.
Ich wollte Informatiker lernen, aber hab damals den Übergang der Schulen nicht gepackt und habe dann auf der Berufsschule nur schlechte Noten geschrieben, bin nicht mehr hingegangen und hab mich hängen lassen, meine Mutter wusste nichts davon, weil sie vormittags arbeiten war.

Aber irgendwann ist der Schwindel aufgeflogen und wir mussten überlegen wie es weitergeht, also habe ich ihr vorgeschwindelt einen Ausbildungsplatz für das neue Jahr zu haben, aber ich habe keinen bekommen, als es mit der Ausbildung dann losgehen sollte, habe ich ihr die Wahrheit gesagt und sie hat mich immer noch ertragen.
Dann habe ich ein FSJ gemacht, ich hab's durchgezogen und war danach auf Ausbildungssuche, vergeblich.
Nachdem ich dann wieder ein Jahr nichts gemacht habe, habe ich letztes Jahr eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker begonnen, diese hat mir aber Schlussendlich keinen Spaß gemacht und ich habe mich auch mit den Kollegen nicht verstanden, schlussendlich habe ich die Ausbildung abgebrochen.
Als ich es meiner Mutter vor zwei Wochen erzählr habe, haben meine Eltern mich rausgeworfen.

Hinzu kommt dass ich große Probleme damit habe mit Menschen zu sprechen, da ich Stottere habe ich mit Fremden gerade gleichaltrigen Menschen große Probleme.

Das mag jetzt alles so aussehen als wäre das im falschen Thread gelandet und geht nur um Jobs/Berufe aber mein Anliegen ist was anderes.

Meine Familie hat sich immer darum bemüht dass es mir gut geht und ich mir problemlos ein eigenes Leben aufbauen kann und ich habe jede Chance mit Füßen getreten, erst jetzt wo es zu spät ist habe ich meine Fehler eingesehen.

Ich will wieder das machen was mir Spaß macht, will im Kaufmännischen Bereich arbeiten und eine eigene Wohnung haben, weiss aber gar nicht wo ich anfangen soll, ich habe manchmal das Gefühl das Leben nicht verstanden zu haben und vorallem, wie ich das alles von der Straße aus organisieren soll.

Ich habe meinen Job verloren, meine Familie verloren und meine Freunde wissen nicht mal was davon, weil ich mich so sehr schäme.

Über jeden Tipp odes Hinweise Freue ich Mich, eigentlich auch über jeden Kommentar, Sei we noch so negativ.
LG
 
Hallo Daniel,

es tut mir leid, dass es bei dir so bescheiden gelaufen ist die letzten Jahre. Ich kann dich irgendwie verstehen, auch für mich war der "Sprung" von der Schule weg an die Uni/ins Berufsleben sehr schwierig und ich befinde mich darum auch gerade in der blöden Situation, zuhause zu sein...

Denkst du denn, deine Eltern wären für ein Gespräch bereit, wenn du ihnen signalisierst, wie wichtig dir das wäre? Vielleicht hatten sie das Gefühl, dich vor die Tür setzen zu müssen, damit du es schaffst, dein Leben "geregelt" zu kriegen, vermutlich spielten da auch Überforderung und Hilflosigkeit eine große Rolle. Ihre Enttäuschung ist ja auch verständlich, aber dich im Alter von 21 Jahren auf die Straße zu setzen, auch wenn du Fehler gemacht hast, finde ich ziemlich heftig und ich könnte mir vorstellen, dass deine Eltern sich damit auch nicht wirklich wohlfühlen.
Möglicherweise kann ja noch eine Lösung gefunden werden, wenn du deinen Eltern zeigst, dass es dir ernst ist und du es trotz der bisherigen Rückschläge schaffen willst, unabhängig zu werden.

Lebst du denn derzeit auf der Straße? Ich bin mir sicher, es gibt Anlaufstellen, erst neulich bin ich z.B. an einer Wohnungslosen-Beratungsstelle vorbeigekommen. Dort kann man dir weiterhelfen. Bin mir sicher, dass es noch Möglichkeiten für dich gibt! Aber wichtig ist, dass du dir Unterstützung ins Boot holst.

Mir hat es übrigens auch sehr geholfen, Freunde ins Vertrauen zu ziehen. Es ist nicht einfach, aber es sorgt letztlich doch für Erleichterung!
 
Lieber Schraubenkopf,

sag mir bitte, dass Du nicht auf der Straße lebst.
Es mag ja sein, dass Du Fehler gemacht hast, aber auf der Straße leben muß nicht sein!

Als erstes brauchst Du ein festes Dach über dem Kopf. Eine Startbasis.
Was für Schritte hast Du dafür unternommen?

Und danach kommen Fragen nach Ausbildung und Beruf.

Zu Deiner Person folgendes: Du hast Deine Eltern belogen. Wenn Deine Eltern Fehler mit Rausschmiß bestrafen, dann hätte ich an Deiner Stelle vielleicht auch gelogen, obwohl Lügen nicht der beste Weg sind. Aber aus meiner Sicht hast Du mindestens noch eine Chance verdient.....

Geh einfach vernünftig vor. Bleibe ehrlich. Stehe zu Deinen Fehlern. Aber schmier Deine Fehler der Vergangenheit nicht jedem aufs Brot. Nach meinem Gefühl bist Du ein sehr netter sympathischer junger Mann, der lediglich Herzenswärme und Hilfestellung benötigt. Das ist schon fast alles. Bitte gib nicht auf.

Und sobald Du ein Dach über dem Kopf hast, suchst Du Dir eine vernünftige Ausbildungsstelle, ok? Erwarte dann keinen roten Teppich für Dich, sondern zeige, dass Du auch bei schwierigen Aufgaben nicht wegläufst. Nicht alle Menschen wollen Dir Gutes tun. Es ist wichtig zu lernen, wie Du auch mit schwierigen und negativen Menschen umgehen kannst. Mit sympathischen Menschen gut klar kommen, ist ja auch keine Kunst. Werde Künstler, der es versteht, auch mit schwierigen Menschen gut klar zu kommen.

LG, Nordrheiner
 

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