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2014 Für Dich, für euch, für mich...

Möge den Menschen die Dummheit
wie Schuppen fallen aus den Haar
und jedes Schampoo soll versagen
im blutig jungen neuen Jahr
 
Ja, Trost finden kann ich auch nur allen traurigen, trauernden und unglücklichen Menschen von Herzen wünschen!

Und die Kraft und Stärke, das Leben anzunehmen mit all den schweren Päckchen und Herausforderungen, die es uns jedem in so ganz unterschiedlicher Form gibt.


Und das Leben nicht nur hinnehmen sondern mit allen Möglichkeiten versuchen, das beste daraus zu machen.
Sich Hilfe suchen und auch die Einsicht, dass das keine Schwäche ist.

Und niemals aufgeben.
Das Leben steckt vom Anfang bis zum Ende voller Überraschungen.
Und JEDER kann auch ganz unerwartet mit etwas Gutem überrascht werden.
Immer.

Solange wir leben.




(nein, nicht Amen sondern prösterchen .., in vino veritas🙂)
 
Vielleicht bin ich gerade einfach etwas zu rührselig. Obwohl ich ja auch andere Zeiten gut kenne. Ein altes Märchen habe ich ausgegraben, das ich mal verzapft habe vor Jahren, warum viel mir das ein? Weil hier oft so ein Neid herrscht? Und zu wenig Hände gereicht werden? Was weiß ich? Immer dieses Vergleichen: dann mag doch der eine zu einer großen Feier gehen, warum es missgönnen? Dann mögen andere alleine sein und ihnen Trost zugesprochen werden an diesem Abend - und auch sonst.

Also mein Märchen, etwas bescheuert, ich weiß, aber es war von Herzen geschrieben und ist auch heute noch so gemeint:


Ein Märchen für Kinder, mild und ernst

Im weichen Liliengras lag einmal die Zikade in einem fiebrigen Kuss. Kein Meerwald, kein ozeanisches Brausen beirrte sie, sie lag. Und das Liliengras flirrte im Wind, im leichten, die Tränen aber hielt es zurück. Da sagte die Zikade: Deine Träne macht mich weinen, spürst du schon das Salz meines Wassers in deinen Blättern, wie meine Träne hinüberläuft zu deiner Blüte und die Blüte sie wird nur blühen weil sie mich, Zikade, nicht kennt. So ist es gut, dies ist das Leben, sagte der große Walnussbaum, gepflanzt einstmals unter dem Himmel von wünschenden Händen. Und du auch, Zikade, sagte er, vergiss nicht, dass du die Lilie nicht kennst. Gerade wollte die Zikade ein Lied in ihrem gewohnten Sinn beginnen, da tropfte Staub aus der Lilie, dies geschieht ihr manchmal, wenn sie stirbt. Habt keine Angst: es ist ihr Glück. Es ist auch das Glück der Zikade, dies müsst ihr wissen, um die Geschichte zu verstehen.

Die beiden starben also, aber zuvor haben sie gelebt, das dürft ihr nicht vergessen, das dürft ihr niemals vergessen. Als also der Staub aus der Lilie fiel, verstummte die Zikade. Nein, sie verstummte nicht, sie sammelte sich, dieser Blütenstaub netzte ihren Kehlkopf (ihr wisst doch, dass auch Zikaden einen Kehlkopf haben?), es ist wahr, beinahe ertrank sie, aber die Lilie legte ihre Blätter hinab – ihr wisst nicht, welche Lilie dies war, stellt euch die schönste Blume vor und ihr werdet nicht wissen, wie schön sie war – und nicht nur ein Blatt, nein, alle Blätter legte sie zu der Zikade, die keinen Gesang mehr fand voll Schönheit. Wisst ihr aber, dass dies nur der Anfang dieser Geschichte ist? Hört einmal, wie es dann geschah:

Ihr wisst ja, der Staub der Lilie ist gar kein Staub, es sind Hände, die aus ihr kommen, sanfte Hände, wie ihr sie euch immer gewünscht habt, und weil sie so sanft sind, weinen sie manchmal auch. Ihr dürft dies nicht vergessen: Eine Hand ist für eine andere da, später, wenn ihr älter seid, werdet ihr vielleicht sagen: Eine Hand sucht eine Hand, weil ihr so viele trockene Hände in der Hand hattet. Aber das ist nicht die Wahrheit, die Wahrheit ist: Eine Hand ist für eine andere da, immer.

Nun hört aber, was geschah: Als die Lilie ihre Hand der Zikade gab, wehte ein Wind. Kein einfacher Wind, kein Wind, auf den man nicht achtet, wenn man es eilig hat, sondern ein Wind wie auf den Wiesen, ihr wisst, den Wiesen mit ihrem flauschigen Gras und Blumen. Die Zikade wurde, ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, fortgeweht, fortgeweht auf einen kleinen Zweig, nicht weit von den Blumen, in denen sie immer singen wollte. Da saß sie nun. Und dachte nach: »Warum habe ich nie gesungen?«

Und wisst ihr: Als sie so dachte und den Kopf mit ihren Flügeln hob, da sang sie, sie sang, sie sang so sehr, als hätten ihre Wünsche, ihre größten Wünsche Hände bekommen. Denkt euch ein Meer, denkt euch das schönste Meer, an dem ihr jemals gewesen seid, und seid ihr an keinem Meer gewesen, denkt euch etwas, das euch fehlt, etwas, das euch wirklich fehlt, dann versteht ihr. Gut, jetzt erinnert euch, was ich gesagt habe: Die größten Wünsche der Zikade haben Hände bekommen. Wisst ihr, was das heißt? Wisst ihr, was das für die Lilie bedeutet? Die Lilie nämlich ist unermesslich, denn jede Träne ihrer Blüte schmerzt sie auch, ja, eine Freude auch kennt sie, größer vielleicht als alles, aber – ja, sagt mir: glaubt ihr, dass eine große Freude ohne große Traurigkeit möglich ist, ohne Tränen? Das ist eine Frage, die ich mir oft stelle.

Ja, und als dann endlich die Zikade zur Lilie ging und fragte: Warum tropfst Du deine Tränen auf mich? – wisst ihr, was die Lilie sagte? »Weil du singen könntest, wie ich es mir erträume.« Eine Lilie spricht so, wisst ihr, sie träumt, sie erträumt, sie steht im Mittag ihrer Blüte, sehnt sich nach der Wärme der Sonne und ist so allein. Aber Lilien wissen viel, vergesst niemals ihr Wissen, ihr Leben! Legt euch unter einen Apfelbaum, streichelt euren Hund, eure Katze, weint unter eurem Kissen: und denkt immer an die Lilie mit ihrer Hand.

Das hat auch die Zikade getan und hat gesungen, bis sie starb. Und die Lilie starb auch, aber ihr müsst auch wissen: sie starben gemeinsam in ihren Armen.

Denkt nicht, dass dies eine traurige Geschichte ist: So oft noch wird sie erzählt werden und viele Herzen werden glücklich sein.
 
meinem lieben sperata wünsche ich, dass er weiterhin zu jeder "gelegen-und ungelegenheit" klassische musik haben möge, passend zu jahreszeit und herzenszustand!
lieben gruß,frau frara mozart😀
 

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