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...

J

Jessi

Gast
Sie wird geboren, tief im Herzen,
durch starken Schmerz und Traurigkeit,
lang, sehr lang bleibt sie verborgen,
scheinbar ungeboren.
Doch ich spüre sie!
Spüre wie sie wächst,
ein schwerer Stein,
ein grauer Schleier,
ein tiefer, schwarzer Ozean,
dabei ist sie doch so klein.
Sie verharrt im Inneren,
ängstlich, verstört und fest verschlossen.
Die kleine Öffnung, der schwache Moment,
Schritt für Schritt geht sie den schweren Weg,
steigt langsam in mir auf,
geht den langen Weg des Todes,
verläßt die drückende, innere Welt,
um im Stillen und ganz allein,
im Schutz der dunklen Nacht,
im Schutz der Einsamkeit,
auf meiner Haut zu sterben
-die Träne der Verzweiflung
 

Hallo Jessi,

schau mal hier: .... Hier findest du vielleicht was du suchst.

Guten Morgen meine liebe Jessi,

warum denn schon wieder so schwermütig? Deine Beiträge gehen mir einerseits immer so nah - und andererseits kriege ich Angst um Dich meine Süße.

Am liebsten würde ich ja meinem Reflex nachgeben und Dich mal einfach schütteln und Dich anpflaumen: Mensch, jetzt lass Dich nicht immer so hängen!!!!

Ich weiß doch wie schwer das ist - wie oft hocke ich selber im tiefsten Loch und sehe keinen Ausweg mehr. Aber ich hab auch eines gelernt in der letzten Woche - so wie Du selber Dich da rein fallen lassen kannst und alle Ausgänge verbarrikadieren, damit Du nur ja nie wieder raus kommst, genauso kannst nur DU ALLEIN aber auch ein Streichholz aus Deiner Tasche ziehen, es anzünden und mit dem Schlüssel, den Du an einem Bändchen um den Hals trägst gaaaaanz vorsichtig die erste Türe öffnen.... Lass einfach mal einen Spalt Licht herein und warte was passiert....

Ich habe mich so sehr zusammengerissen in den letzten Tagen, am Anfang war es unglaublich schwer. Aber ich wusste, nur ICH allein kann auch entscheiden, wann ich wieder aus meinem selbst gewählten Loch herauskommen will. Da wird kein Mensch kommen und die Türen für mich aufreißen, weil ich sie doch von innen zugehalten habe!!! Ich WOLLTE doch gar keine Hilfe, ich hab mich so in meiner schlechten Stimmung und in meinem Selbstmitleid gesuhlt..... die, die mich geschimpft haben hatten RECHT! Ich bin Frau genug, dass ich das hier auch mal zugeben kann.

Und ich schwöre Jessi, seit dem ich begonnen habe NACH VORNE zu schauen, mich nicht mehr festzuhalten an der Vergangenheit, sie wirklich LOSZULASSEN, geht es mir unglaublich gut! Es ist noch lange nicht perfekt, ich habe immer noch noch viele Stunden in denen ich wieder teilnahmslos herumsitze und Löcher in die Luft starre - aber sobald ich das merke, raffe ich mich auf, trete mir sozusagen selber in den Hintern, und ich tue etwas nur für mich, etwas das MIR Spass macht, worauf ich gerade Lust habe. Und ich fühle mich gut dabei und ich merke, wie diese schwermütige Stimmung ENDLICH von mir abfällt... es ist wie ein Befreiungsschlag!

Ich bin wieder ein fröhlicher, offener Mensch geworden, mit dem die Menschen gern zusammen sind. Und das zu merken gibt mir andersherum auch wieder Auftrieb. Ich habe plötzlich gemerkt, dass das menschliche Miteinander tatsächlich ein Geben und Nehmen ist! Wenn ich mich gut fühle, dann gebe ich den anderen etwas davon ab - und die wiederum fühlen sich dann auch gut und geben es mir zurück! Es macht so verdammt viel Spaß so ein Mensch zu sein! Viel schöner als immer der Miesepeter zu sein und in seiner schlechten Stimmung zu versinken.

Ich wünsche Dir für heute einen Stern Jessi - mach das Türchen in Deinem Kalender auf - er wird Dir entgegenfunkeln.

Leah
 
Hallo Leah,

ja, gib den Reflex ruhig nach und tritt mir mal kräftig in den Hintern, vielleicht hilft das ja mal bei mir 🙂
du hast Recht, ich darf mich nicht so hängen lassen. Hab nur das Gefühl irgendwie, ich habe mich viel zu lange zusammengerissen, dass ich das irgendwie nicht schaffe und wenn ich es mal für ein paar Tage geschafft habe, ist das nächste Loch um so tiefer und es wird immer schwerer, da wieder raus zu kommen.
ich sollt einfach mal wieder richtig schlafen, letzte Nacht gings wieder gar nicht, dementsprechend geht es mir körperlich vor allem beschissen.

Aber du hast Recht, ich reiss mich jetzt mal wieder ein wenig zusammen. Kann so wirklich nicht weitergehen.
Ich sag ja, nur destruktiver Mist in mir. Tut mir leid.

dank dir
Gruss
Jessi
 

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