Aus deiner Erzählung geht hervor, dass du schon oft den Entschluss gefasst hast und am Ende rückfällig wurdest.
Jaein. Dein Einwand ist berechtigt und ja, das ist ernst zu nehmen, keine Frage. Der Unterschied ist, ich habe nicht den Überblick an sich verloren. Seit meinem 21 Lebensjahr habe ich nicht eine Mahnung bekommen, nie im Verzug gewesen, Dispo nicht genutzt. Ich habe das stets sauber gehalten. Meine Schufa war / ist immer sauber, erst jüngst ging der Score runter. Das nicht wegen Zahlungsausfall, sondern einfach, weil jetzt das Risiko eines Ausfalls realistischer wird. Das ist der Punkt, den ich nie haben wollte, hier ist die Schallmauer, die nicht durchbrochen werden darf. Ich hatte noch nie den Punkt an dem ich mich richtig "unwohl" damit gefühlt habe. Es hat ja funktioniert, ich hatte ja sogar immer noch liquide Mittel um Geld auszugeben oder sogar für Anschaffungen zu sparen. Geändert hat sich das erst 2023 mit dem kostspieligen Umzug und meinem Jobwechsel + höherer Miete. Da habe ich in der Kalkulation schon gemerkt, dass ich jetzt besser aufpassen muss.
Natürlich ist das ganz und gar kein gesundes und richtiges Verhalten, ich will dir damit nur sagen, dass es mir damit noch nie "so ernst" war. Aber ganz sicher befinde ich mich gerade in einer "ich kann den Eisberg schon riechen" Situation mit vielen Risiken, 100% bei dir.
Früher habe ich einige Jahre in der Insolvenzverwaltung gearbeitet und diese Verfahren abgeschlossen. Mittlerweile kann man nach ich glaube 3 Jahren schuldefrei sein (zu meiner beruflichen Zeit waren es i.d.R. noch 6 Jahre...). Außerdem hättest du deutlich mehr Selbstbehalt im Monat als 1.100€, nachdem der pfändbare Gehaltsanteil abgezogen wird. Überleg es dir.
Nein. Das ist eine Frage der Ehre und hätte keinen Lerneffekt. Dazu wäre es mit todespeinlich mich vor meinem Arbeitgeber so nackig zu machen. Jobwechsel damit hier in NRW ausgeschlossen. Wenn ich mich 2026 nicht doof anstelle kann ich schon so viel tilgen, dass ich danach statt knapp 1100€ 1400€ zur Verfügung habe.
Ein Tipp für die Zukunft: lege dir einen monatlichen Betrag für "Konsum"/"Luxusgüter" fest und überschreite ihn niemals. Falls du was teureres als diesen Betrag möchtest, spare ihn dir über mehrere Monate an. NIE wieder etwas auf Raten kaufen!
Das ist ein sehr guter Tipp und das habe ich fest eingeplant. Vor allem ---> Nie wieder auf Raten.
Der Witz, meine Schulden sind kaum auf Luxusgüter die mich persönlich betreffen zurückzuführen.
Wenn du kannst überlege vielleicht etwas länger abzubezahlen, damit nicht nach dem nichts gönnen und von 1100 € leben bei erfolgreichem abbezahlen wieder dazu führt das du sagst...So und jetzt was gönnen und n Kredit aufnehmen! 😉
Außer natürlich du kannst mit 1100 € gut leben. Kann man wenn man ne günstige Wohnung findet bestimmt...aber jeder ist ja individuell mit Konsumgütern.
Aber so wie du es hier schreibst, machst ja einige "Fehler" mehrmals...also wäre das eigene Verhalten akzeptieren und schauen wie man nicht rückfällig wird vermutlich angebracht.
Fehler machst du erst dann nicht mehr, wenn du daraus lernst. Ich habe es bis jetzt nicht ernst genommen aber wie du merkst habe ich da Grenzen. Diese drohen gerade überschritten zu werden und mein Haus, was nach außen schön aussieht, droht einzustürzen.
Ich habe keine andere Möglichkeit als mein Verhalten dauerhaft zu ändern. Dazu diese "nichts geht mehr" Situation, die ich gerade habe. Mein Leben ist aktuell allgemein im Umbruch und ich muss in vielen Dingen aufwachen.
Selbstbehalt aktuell 1.559,99 Euro (Stand: 1.7.2025).
Da komme ich Anfang 2027 an.
Meinst wovon du lebst? Ich hab 1200 € momentan zum leben, reicht gerade so und was gönnen (außer mal ne Pizza oder so) ist nicht drin. (Ohne Haustiere hätte ich was zum gönnen)
Ich meine auch 1.100€ zum leben, nicht zum abbezahlen ;-) Das auch erst nach meinem Trennungsjahr, aktuell habe ich 300€
Naja, ohne Scheidung hätte ich einige Hunderter mehr
Bin im Trennungsjahr und zahle aktuell noch meine alte Wohnung anteilig.
Die Autoreparaturen und Sprit musste nicht zahlen, weil Firmenauto?
Firmenwagen ist auf 1% Regel, also ich muss weder Sprit noch sonst was zahlen. Wird alles mit der 1% Regel monatlich mit meinem Lohn gedeckelt.
Hoffe, du hast daraus gelernt, dass das nichts bringt.
Oh ja....
Ihr wart getrennt, wieso war das dein Problem?
Wir sind getrennt. Es ist mein Problem, weil wir 11 Jahre zusammen waren und ich weder betrogen noch böswillig zerstört wurde. Für mich einfach menschlich. Dazu braucht sie ein Auto für den Arbeitsweg und wir haben ein Gemeinschaftskonto gehabt. Alles ist noch in einem Pott, sonst könnte keiner überleben. Sie verdient deutlich weniger als ich.
Bin gespannt auf die Kalkulation wie sich die 1100 € zusammen setzen, ich mach sowas auch gern.
Ich mein eine kleine Wohnung kostet ja 450-600, wenn du nicht in München, Hamburg oder Berlin wohnst.
Ich trage zwischen 1800-1900€ pro Monat ab....1100€ bleiben, nach dem Trennungsjahr, zum leben. Vorerst.....
Miete werde ich wahrscheinlich erstmal gar nicht zahlen müssen, das ist mein Trumpf. Eine Freundin hat Platz für mich über, da habe ich Schweineglück.
Und wollen die von Leuten die gut verdienen bei der Wohnungssuche keine Schufaauskunft sehen? Hast jemanden der dann bürgt?
Die Schufaauskunft für Vermieter zeigt keine Details, sondern nur, ob du negative Einträge hast. Die habe ich nicht. Da steht dann:
Zum 20.01.2026 liegen uns ausschließlich positive Bonitätsinformationen vor.
Hier in der Gegend geht vieles auch über Beziehungen, du findest auch ohne das eine Wohnung. Mein Schufascore bewegte sich in den letzten Jahren immer zwischen 94 -97%.
Ich werde im Fall der Fälle keinen Bürgen suchen. Meine Schufa sollte sich auch schnell wieder korrigieren, da sie nicht auf Verzug oder nicht Zahlung beruht, sondern auf Überschuldung hindeutet. Ich werde als erstes die Paypal Raten eliminieren, die stehen in der Schufa und haben sofort einen Effekt.