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110 % eigene Dummheit: Mein Weg aus 95.000 € Konsumschulden

Hallo TE,

zwischen den Zeilen liest man, dass du insgesamt positiv bist die Schulden zu bezahlen. Das finde ich gut und drück die Daumen! An deiner Stelle würde ich mich aber auch damit beschäftigen, warum du „kopflos“ konsumiert. Versuchst du mit dem Konsum (un)bewusst etwas zu kompensieren? Vielleicht würde eine Therapie helfen, um sich mit den wahren Ursachen für dein Verhalten zu beschäftigen. Das würde helfen, dass du eine langfristige Änderung umsetzen kannst.

Dir noch alles Gute!
 
Nun, du wirst keine 90.000 EUR auf Dauer zurückzahlen können. Wenn Du keinen Grund besitzt, ist es leider einfach diese Schulden loszuwerden.

Google wie hier schon öfter geschrieben die Privatinsolvenz – das hat für Dich zwar nicht nur Vorteile, ABER Du kannst in wenigen Jahren ein normales Leben führen.

Hole Dir auf jeden Fall Hilfe bei einer Schuldenberatung.

Alles Gute!
 
Aus deiner Erzählung geht hervor, dass du schon oft den Entschluss gefasst hast und am Ende rückfällig wurdest.
Jaein. Dein Einwand ist berechtigt und ja, das ist ernst zu nehmen, keine Frage. Der Unterschied ist, ich habe nicht den Überblick an sich verloren. Seit meinem 21 Lebensjahr habe ich nicht eine Mahnung bekommen, nie im Verzug gewesen, Dispo nicht genutzt. Ich habe das stets sauber gehalten. Meine Schufa war / ist immer sauber, erst jüngst ging der Score runter. Das nicht wegen Zahlungsausfall, sondern einfach, weil jetzt das Risiko eines Ausfalls realistischer wird. Das ist der Punkt, den ich nie haben wollte, hier ist die Schallmauer, die nicht durchbrochen werden darf. Ich hatte noch nie den Punkt an dem ich mich richtig "unwohl" damit gefühlt habe. Es hat ja funktioniert, ich hatte ja sogar immer noch liquide Mittel um Geld auszugeben oder sogar für Anschaffungen zu sparen. Geändert hat sich das erst 2023 mit dem kostspieligen Umzug und meinem Jobwechsel + höherer Miete. Da habe ich in der Kalkulation schon gemerkt, dass ich jetzt besser aufpassen muss.

Natürlich ist das ganz und gar kein gesundes und richtiges Verhalten, ich will dir damit nur sagen, dass es mir damit noch nie "so ernst" war. Aber ganz sicher befinde ich mich gerade in einer "ich kann den Eisberg schon riechen" Situation mit vielen Risiken, 100% bei dir.
Früher habe ich einige Jahre in der Insolvenzverwaltung gearbeitet und diese Verfahren abgeschlossen. Mittlerweile kann man nach ich glaube 3 Jahren schuldefrei sein (zu meiner beruflichen Zeit waren es i.d.R. noch 6 Jahre...). Außerdem hättest du deutlich mehr Selbstbehalt im Monat als 1.100€, nachdem der pfändbare Gehaltsanteil abgezogen wird. Überleg es dir.
Nein. Das ist eine Frage der Ehre und hätte keinen Lerneffekt. Dazu wäre es mit todespeinlich mich vor meinem Arbeitgeber so nackig zu machen. Jobwechsel damit hier in NRW ausgeschlossen. Wenn ich mich 2026 nicht doof anstelle kann ich schon so viel tilgen, dass ich danach statt knapp 1100€ 1400€ zur Verfügung habe.
Ein Tipp für die Zukunft: lege dir einen monatlichen Betrag für "Konsum"/"Luxusgüter" fest und überschreite ihn niemals. Falls du was teureres als diesen Betrag möchtest, spare ihn dir über mehrere Monate an. NIE wieder etwas auf Raten kaufen!
Das ist ein sehr guter Tipp und das habe ich fest eingeplant. Vor allem ---> Nie wieder auf Raten.
Der Witz, meine Schulden sind kaum auf Luxusgüter die mich persönlich betreffen zurückzuführen.
Wenn du kannst überlege vielleicht etwas länger abzubezahlen, damit nicht nach dem nichts gönnen und von 1100 € leben bei erfolgreichem abbezahlen wieder dazu führt das du sagst...So und jetzt was gönnen und n Kredit aufnehmen! 😉
Außer natürlich du kannst mit 1100 € gut leben. Kann man wenn man ne günstige Wohnung findet bestimmt...aber jeder ist ja individuell mit Konsumgütern.
Aber so wie du es hier schreibst, machst ja einige "Fehler" mehrmals...also wäre das eigene Verhalten akzeptieren und schauen wie man nicht rückfällig wird vermutlich angebracht.
Fehler machst du erst dann nicht mehr, wenn du daraus lernst. Ich habe es bis jetzt nicht ernst genommen aber wie du merkst habe ich da Grenzen. Diese drohen gerade überschritten zu werden und mein Haus, was nach außen schön aussieht, droht einzustürzen.
Ich habe keine andere Möglichkeit als mein Verhalten dauerhaft zu ändern. Dazu diese "nichts geht mehr" Situation, die ich gerade habe. Mein Leben ist aktuell allgemein im Umbruch und ich muss in vielen Dingen aufwachen.
Selbstbehalt aktuell 1.559,99 Euro (Stand: 1.7.2025).
Da komme ich Anfang 2027 an.
Meinst wovon du lebst? Ich hab 1200 € momentan zum leben, reicht gerade so und was gönnen (außer mal ne Pizza oder so) ist nicht drin. (Ohne Haustiere hätte ich was zum gönnen)
Ich meine auch 1.100€ zum leben, nicht zum abbezahlen ;-) Das auch erst nach meinem Trennungsjahr, aktuell habe ich 300€
Naja, ohne Scheidung hätte ich einige Hunderter mehr
Bin im Trennungsjahr und zahle aktuell noch meine alte Wohnung anteilig.
Die Autoreparaturen und Sprit musste nicht zahlen, weil Firmenauto?
Firmenwagen ist auf 1% Regel, also ich muss weder Sprit noch sonst was zahlen. Wird alles mit der 1% Regel monatlich mit meinem Lohn gedeckelt.
Hoffe, du hast daraus gelernt, dass das nichts bringt.
Oh ja....
Ihr wart getrennt, wieso war das dein Problem?
Wir sind getrennt. Es ist mein Problem, weil wir 11 Jahre zusammen waren und ich weder betrogen noch böswillig zerstört wurde. Für mich einfach menschlich. Dazu braucht sie ein Auto für den Arbeitsweg und wir haben ein Gemeinschaftskonto gehabt. Alles ist noch in einem Pott, sonst könnte keiner überleben. Sie verdient deutlich weniger als ich.
Bin gespannt auf die Kalkulation wie sich die 1100 € zusammen setzen, ich mach sowas auch gern.
Ich mein eine kleine Wohnung kostet ja 450-600, wenn du nicht in München, Hamburg oder Berlin wohnst.
Ich trage zwischen 1800-1900€ pro Monat ab....1100€ bleiben, nach dem Trennungsjahr, zum leben. Vorerst.....
Miete werde ich wahrscheinlich erstmal gar nicht zahlen müssen, das ist mein Trumpf. Eine Freundin hat Platz für mich über, da habe ich Schweineglück.
Und wollen die von Leuten die gut verdienen bei der Wohnungssuche keine Schufaauskunft sehen? Hast jemanden der dann bürgt?
Die Schufaauskunft für Vermieter zeigt keine Details, sondern nur, ob du negative Einträge hast. Die habe ich nicht. Da steht dann:
Zum 20.01.2026 liegen uns ausschließlich positive Bonitätsinformationen vor.
Hier in der Gegend geht vieles auch über Beziehungen, du findest auch ohne das eine Wohnung. Mein Schufascore bewegte sich in den letzten Jahren immer zwischen 94 -97%.

Ich werde im Fall der Fälle keinen Bürgen suchen. Meine Schufa sollte sich auch schnell wieder korrigieren, da sie nicht auf Verzug oder nicht Zahlung beruht, sondern auf Überschuldung hindeutet. Ich werde als erstes die Paypal Raten eliminieren, die stehen in der Schufa und haben sofort einen Effekt.
 
Hallo TE,

zwischen den Zeilen liest man, dass du insgesamt positiv bist die Schulden zu bezahlen. Das finde ich gut und drück die Daumen! An deiner Stelle würde ich mich aber auch damit beschäftigen, warum du „kopflos“ konsumiert. Versuchst du mit dem Konsum (un)bewusst etwas zu kompensieren? Vielleicht würde eine Therapie helfen, um sich mit den wahren Ursachen für dein Verhalten zu beschäftigen. Das würde helfen, dass du eine langfristige Änderung umsetzen kannst.

Dir noch alles Gute!
Ich danke dir für deinen Beitrag und du hast recht, ich muss mich damit beschäftigen und du hast es richtig erkannt.
Ich als Person habe, wenn ich alleine gelebt habe, nicht auf großem Fuß in klassischen Sinne gelebt. Schon immer war ich zu großzügig was Geschenke oder "ach der Döner geht auf mich" angeht. Ich empfinde nichts wenn ich mir was gönne, aber wenn andere sich freuen kann ich es passiv. Früher war ich dem Glücksspiel auch zugetan, wie du aus meinem Eröffnungspost lesen kannst. Auch hier stand Geld nie im Fokus. Ich habe richtig dicke Beträge gewonnen. Es ging aber immer nur darum eine Leere zu fühlen, ein Erfolgserlebnis zu haben. Egal was ich verdiente, welchen Abschluss ich hatte, was ich allgemein erreichte ich hatte immer das Gefühl "ich bin nicht gut genug, es ist nicht genug".
Meine glücklichste Zeit in meinem Leben hatte ich mit 800€ im Monat, einem alten Auto und einer kleinen Wohnung in meiner Ausbildungszeit, als ich meine ersten Altlasten abgetragen habe. Das sagt einiges über mich aus. Wenn ich meine Situation ändern will reicht es nicht "nur die Schulden abzuzahlen".

Dir auch alles Gute 🙂
Nun, du wirst keine 90.000 EUR auf Dauer zurückzahlen können. Wenn Du keinen Grund besitzt, ist es leider einfach diese Schulden loszuwerden.
Ich kann dir hier rein formell gerade nicht folgen. Warum kann ich die nicht zurückzahlen? Ich kann 2k im Monat für Rückzahlungen aufwenden und bin 36 Jahr alt. Ich sollte in 5-7 Jahren damit durch sein. Ich habe kein Eigentum oder Grund, macht für mich aber nur einen Unterschied, wenn dieses auch bezahlt ist.
Google wie hier schon öfter geschrieben die Privatinsolvenz – das hat für Dich zwar nicht nur Vorteile, ABER Du kannst in wenigen Jahren ein normales Leben führen.
Nein, kommt nicht in Frage. Ich weiß, du / ihr meint es gut, aber das muss jetzt weh tun und ich muss Verantwortung übernehmen. Das was ich mir geliehen habe wird auch bezahlt!
Hole Dir auf jeden Fall Hilfe bei einer Schuldenberatung.

Alles Gute!
Da war ich damals mit 20 als ich keinen Überblick hatte, seit dem habe ich ihn ;-)
 
Ich d
Ich kann dir hier rein formell gerade nicht folgen. Warum kann ich die nicht zurückzahlen? Ich kann 2k im Monat für Rückzahlungen aufwenden und bin 36 Jahr alt. Ich sollte in 5-7 Jahren damit durch sein. Ich habe kein Eigentum oder Grund, macht für mich aber nur einen Unterschied, wenn dieses auch bezahlt ist.

Weil Du das keine 7 Jahre durchstehen wirst. Spätestens wenn Du Kinder hast wirst Du keine 2.000 EUR im Monat an Schulden zurück zahlen können. Falls ich mich Täusche dann Hut ab.

Schau Dir die Privatinsolvenz an - wenn Du keinen Grund hast ist das deine Lösung.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...
 
So, wie versprochen die traurige Wahrheit:

Dienstleister Rate Art / Restbetrag Intervall Laufzeit

Otto 118,21Ratenzahlung / 145,53 offenmonatlich09.09.2026
Otto 214,93Ratenzahlung / 373,36 offenmonatlich01.02.2028
OTTO 237,73Ratenzahlung / 1.207,13 offenmonatlich03.09.2028
OTTO 37,52Ratenzahlung / 262, 91 offenmonatlich01.11.2028
Otto 416,29Ratenzahlung / 586,28 offenmonatlich08.01.2029
Otto 511,1Ratenzahlung / 520,21 offenmonatlich23.11.2029
Otto 623,41 Ratenzahlung / 1.100,61 offenmonatlich28.11.2029
Paypal 19,72Ratenzahlung / 97,31 offenmonatlich01.11.2026
Paypal 210Ratenzahlung / 100,13 offenmonatlich01.11.2026
Paypal 3 13,22Ratenzahlung / 145,33 offenmonatlich01.12.2026
Paypal 498,11Ratenzahlung / 1.373,60 offenmonatlich01.03.2027
PayPal 57,43Ratenzahlung / 133,71 offenmonatlich30.06.2027
Konsumkredit1895,17Kredit / 61055,91 offenmonatlich01.01.2033
Konsumkredit 2230Kredit 16.384,75 offenmonatlich01.01.2035
Kreditkarte 1 180Kreditkarte / 6000€ offenmonatlich?
Kreditkarte 2165Kreditkarte / 6900€ offenmonatlich?

Gesamtübersicht Verbindlichkeiten:


DienstleisterBetragRate
Otto4196,03129,19
Paypal1850,08138,48
Konsumkredite77440,661125,17
Kreditkarten12900345
96386,771737,84

Aktuell habe zahle ich noch meine alte Wohnung und die Lebenshaltungskosten. Mit allen Kosten und dem verdienst meiner Frau bleiben aktuell 300€ zum sparen und ausgeben übrig.
Sie bekommt ab Februar netto 300€ mehr, somit sind es 600€. Unser Trennungsjahr läuft noch bis August, solange wird also alles so weiter laufen.

Nach dem Trennungsjahr, bzw. wenn sie vorher eine neue Wohnung hat, werden die Finanzen komplett getrennt. Die Verbindlichkeiten bleiben bei mir.

Ich bekomme ab Mai Brutto ca. 500€ mehr, netto wird da maximal die Hälfte kleben bleiben.
Dazu bekomme ich eine variable Vergütung von 6.000€ Brutto pro Jahr, die ich durch Jahresziele erreiche. Da diese variabel ist, plane ich sie nicht mit ein.

Planung:

Aktuelles netto:
3029€ - 1737,84€ Rate
= 1291,16€

1291,16€ bleiben übrig. Davon gehen nochmal 292€ runter für Versicherungen, Mobilfunkvertrag, Fitnessstudio, Kontoführungsgebühren.
Somit bleiben mir für den Rest 999,16€
Rechne ich meine Lohnerhöhung dazu sind es 1200€.

Das wird eine Herausforderung, gerade in den ersten zwei Jahren.

Mein Glück ist, ich muss in den nächsten Jahren nicht zwingend eine Miete bezahlen, ich habe Möglichkeiten für einen geringen Betrag würdevoll unterzukommen. Würde mir bei Gelegenheit aber eine sehr kleine Wohnung mieten, aber erst, wenn wieder mehr Spiel ist.

Somit habe ich 1.000€ zur Verfügung. Dazu ziehe ich 500€ für Essen und Freizeit ab.
Also 500€ zum sparen!

Rückzahlungsmethode: Schneeball!

Phase 1 / 2026 - Juni 2027
Ich werde von jeder Rate die Hälfte auf die nächste summieren und die andere Hälfte zu meinem Sparbetrag packen. Meine variable Vergütung werde ich ebenfalls jährlich in die Abzahlung der Ratenkredite stecken.

Phase 2 / Juli 2027 - Dezember 2029
Sind diese bezahlt, werde ich die Kreditkarten in Angriff nehmen, hier habe ich lediglich einen Mindestbetrag der gezahlt werden muss, Laufzeit egal, aber Zinsen pervers. Auch hier wird die variable Vergütung mit einfließen und der Rest mit dem Sparbetrag ausgeglichen.

Phase 3 / Januar 2030 - Januar 2033
Wenn dies geschehen ist werde ich den Konsumkredit mit der geringeren Schuldenlast tilgen. Somit laufen beide Kredite zeitgleich aus und ich bin ab Januar 2033 schuldenfrei und habe nebenher etwas Geld gespart.

Ich möchte bewusst nicht alle verfügbaren Mittel einsetzen, damit ich auch auf die "Tücken des Lebens" vorbereitet bin. Wenn ich eine Rate erfolgreich abbezahlt habe ist die Spaltung in "stet mir zur Verfügung" und "investiere ich" beidseitig zu spüren.

So der Plan.
 
Weil Du das keine 7 Jahre durchstehen wirst.
Ich verstehe deinen Einwand und du hast nicht unrecht. Ich werde mich hier nicht hinstellen und sagen, dass es leicht wird. Ich habe großen Respekt vor dieser Herausforderung und schließe ein Scheitern nicht aus.
Allerdings habe ich schon so einiges in meinem Leben überstanden und weiß, wozu ich fähig bin.
Urlaube und der ganze Scheiß sind mir egal, ich sitze gerne im Garten oder gehe wandern, juckt mich nicht. Ich werde mich auf das Minimum beschränken. Dann lieber mal eine leckere Pizza.
Spätestens wenn Du Kinder hast wirst Du keine 2.000 EUR im Monat an Schulden zurück zahlen können.
Kinder ist nicht. Kann keine mehr Zeugen, bin nur für mich verantwortlich. Du hast mit dieser Aussage aber recht, spätestens dann wäre es nicht mehr möglich.
Falls ich mich Täusche dann Hut ab.
Hey, wir werden es sehen und du hast das jahrelang begleitet. Die Zahlen lügen nicht, die meisten schaffen es nicht und ich weiß, dass du es mir nicht schlecht reden willst. Deine Erfahrung zeigt dir da einfach ein anderes Bild.
Sollte ich es nicht schaffen werde ich ehrlich sein und das zugeben.
Schau Dir die Privatinsolvenz an - wenn Du keinen Grund hast ist das deine Lösung.
Ich weiß, du meinst es gut, aber ich will es nicht, ich möchte es so schaffen.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...
Da ist was dran!
 
Nein. Das ist eine Frage der Ehre und hätte keinen Lerneffekt. Dazu wäre es mit todespeinlich mich vor meinem Arbeitgeber so nackig zu machen. Jobwechsel damit hier in NRW ausgeschlossen.
Wie gesagt, das ist echt löblich von dir, aber du hast - wie jeder andere auch - das Recht, dies mit staatlicher Unterstützung zu lösen. Was deinen Arbeitgeber angeht: wir hatten damals mit ein paar Schuldnern den "Deal", dass wir den Arbeitgeber nicht über die Insolvenz informiert haben (insbesondere in den Fällen, in denen Schuldner einen Finanzberuf hatten - das trifft weitestgehend bei dir auch zu?). Dafür musste der Schuldner mir monatlich seine Gehaltsabrechnung zukommen lassen, ich habe den pfändbaren Anteil berechnet und er hat ihn selbst auf das Insolvenz-Anderkonto eingezahlt. Natürlich ist kein Insolvenzverwalter dazu verpflichtet, das so zu handhaben, aber Möglichkeiten gibt es.
Des Weiteren kann es ja auch sein, dass bei dir gar kein Verfahren eröffnet werden würde, da die Schuldnerberatung das außergerichtlich zur Einigung bringen kann (was im besten Fall auch dazu führt, dass du eine etwas kleinere Summe abzahlen müsstest). Einen Schuldenbereinigungsplan mit außergerichtlicher Einigung muss die Beratung so oder so machen, bevor ein Antrag gestellt werden kann.
Wenn du dich bei der Caritas (oder andere caritative Träger) zur Schuldnerberatung anmeldest, kostet dich das fast nichts (ein kleiner Obolus für die Auslagen, ich schätze unter 50€) und am Ende musst du einem Insolvenzantrag nicht zustimmen. Es gibt also nichts zu verlieren, wenn du dich unverbindlich beraten lässt...
Ich hatte noch nie den Punkt an dem ich mich richtig "unwohl" damit gefühlt habe.
Das finde ich immer wieder erstaunlich, wenn Menschen eine ähnliche Einstellung wie du haben. Ich bin in deinem Alter und habe bisher nur genau einmal etwas auf Raten gekauft. Das war eine Wohnung - denn welche Person in den 20ern hat schon so viel Kleingeld in der Tasche😅. Aber selbst dabei hatte ich schon so "Puls" vor Angst.
Eine Freundin hat Platz für mich über, da habe ich Schweineglück.
Darauf würde ich aber jetzt nicht bauen. Eine bezahlbare Alternative sollte vielleicht als Plan B herhalten.
Der Witz, meine Schulden sind kaum auf Luxusgüter die mich persönlich betreffen zurückzuführen.

Ich empfinde nichts wenn ich mir was gönne, aber wenn andere sich freuen kann ich es passiv.
Das kann eine gute Eigenschaft sein, aber - wie in deinem Falle - auch fatal. Überlege mal, ob da nicht auch ein bisschen das Phänomen "ich muss mir Liebe/Anerkennung erkaufen" hinterstecken kann. Eventuell mal psychologisch aufarbeiten.
Früher war ich dem Glücksspiel auch zugetan
Das ggf. auch therapeutisch zumindest im Auge behalten.
Weil Du das keine 7 Jahre durchstehen wirst. Spätestens wenn Du Kinder hast wirst Du keine 2.000 EUR im Monat an Schulden zurück zahlen können.
DAS denke ich auch. Du glaubst, dass du das jetzt easy peasy hinkriegst, aber was ist, wenn sich deine Lebensumstände plötzlich drastisch ändern? Mir wäre das Risiko zu hoch. Außerdem bist du ja jetzt jung - wie du selbst betonst. Dein Leben kannst du dann aber erst richtig "neu beginnen" mit Anfang/Mitte 40. Falls du Familienplanung vorhast, wäre das auch wichtig im Auge zu behalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jaein. Dein Einwand ist berechtigt und ja, das ist ernst zu nehmen, keine Frage. Der Unterschied ist, ich habe nicht den Überblick an sich verloren. Seit meinem 21 Lebensjahr habe ich nicht eine Mahnung bekommen, nie im Verzug gewesen, Dispo nicht genutzt. Ich habe das stets sauber gehalten. Meine Schufa war / ist immer sauber, erst jüngst ging der Score runter. Das nicht wegen Zahlungsausfall, sondern einfach, weil jetzt das Risiko eines Ausfalls realistischer wird. Das ist der Punkt, den ich nie haben wollte, hier ist die Schallmauer, die nicht durchbrochen werden darf. Ich hatte noch nie den Punkt an dem ich mich richtig "unwohl" damit gefühlt habe. Es hat ja funktioniert, ich hatte ja sogar immer noch liquide Mittel um Geld auszugeben oder sogar für Anschaffungen zu sparen. Geändert hat sich das erst 2023 mit dem kostspieligen Umzug und meinem Jobwechsel + höherer Miete. Da habe ich in der Kalkulation schon gemerkt, dass ich jetzt besser aufpassen muss.

Natürlich ist das ganz und gar kein gesundes und richtiges Verhalten, ich will dir damit nur sagen, dass es mir damit noch nie "so ernst" war. Aber ganz sicher befinde ich mich gerade in einer "ich kann den Eisberg schon riechen" Situation mit vielen Risiken, 100% bei dir.

Nein. Das ist eine Frage der Ehre und hätte keinen Lerneffekt. Dazu wäre es mit todespeinlich mich vor meinem Arbeitgeber so nackig zu machen. Jobwechsel damit hier in NRW ausgeschlossen. Wenn ich mich 2026 nicht doof anstelle kann ich schon so viel tilgen, dass ich danach statt knapp 1100€ 1400€ zur Verfügung habe.

Das ist ein sehr guter Tipp und das habe ich fest eingeplant. Vor allem ---> Nie wieder auf Raten.
Der Witz, meine Schulden sind kaum auf Luxusgüter die mich persönlich betreffen zurückzuführen.

Fehler machst du erst dann nicht mehr, wenn du daraus lernst. Ich habe es bis jetzt nicht ernst genommen aber wie du merkst habe ich da Grenzen. Diese drohen gerade überschritten zu werden und mein Haus, was nach außen schön aussieht, droht einzustürzen.
Ich habe keine andere Möglichkeit als mein Verhalten dauerhaft zu ändern. Dazu diese "nichts geht mehr" Situation, die ich gerade habe. Mein Leben ist aktuell allgemein im Umbruch und ich muss in vielen Dingen aufwachen.

Da komme ich Anfang 2027 an.

Ich meine auch 1.100€ zum leben, nicht zum abbezahlen ;-) Das auch erst nach meinem Trennungsjahr, aktuell habe ich 300€

Bin im Trennungsjahr und zahle aktuell noch meine alte Wohnung anteilig.

Firmenwagen ist auf 1% Regel, also ich muss weder Sprit noch sonst was zahlen. Wird alles mit der 1% Regel monatlich mit meinem Lohn gedeckelt.

Oh ja....

Wir sind getrennt. Es ist mein Problem, weil wir 11 Jahre zusammen waren und ich weder betrogen noch böswillig zerstört wurde. Für mich einfach menschlich. Dazu braucht sie ein Auto für den Arbeitsweg und wir haben ein Gemeinschaftskonto gehabt. Alles ist noch in einem Pott, sonst könnte keiner überleben. Sie verdient deutlich weniger als ich.

Ich trage zwischen 1800-1900€ pro Monat ab....1100€ bleiben, nach dem Trennungsjahr, zum leben. Vorerst.....
Miete werde ich wahrscheinlich erstmal gar nicht zahlen müssen, das ist mein Trumpf. Eine Freundin hat Platz für mich über, da habe ich Schweineglück.

Die Schufaauskunft für Vermieter zeigt keine Details, sondern nur, ob du negative Einträge hast. Die habe ich nicht. Da steht dann:
Zum 20.01.2026 liegen uns ausschließlich positive Bonitätsinformationen vor.
Hier in der Gegend geht vieles auch über Beziehungen, du findest auch ohne das eine Wohnung. Mein Schufascore bewegte sich in den letzten Jahren immer zwischen 94 -97%.

Ich werde im Fall der Fälle keinen Bürgen suchen. Meine Schufa sollte sich auch schnell wieder korrigieren, da sie nicht auf Verzug oder nicht Zahlung beruht, sondern auf Überschuldung hindeutet. Ich werde als erstes die Paypal Raten eliminieren, die stehen in der Schufa und haben sofort einen Effekt.
Echt toll das du alles so korrekt antwortest , ich mag Deine Offenheit 👍
 
Weil Du das keine 7 Jahre durchstehen wirst. Spätestens wenn Du Kinder hast wirst Du keine 2.000 EUR im Monat an Schulden zurück zahlen können. Falls ich mich Täusche dann Hut ab.

Schau Dir die Privatinsolvenz an - wenn Du keinen Grund hast ist das deine Lösung.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...
Er hat geschrieben, er könne keine Kinder zeugen…

@Southstar89 : Ich finde es toll, wie Du vorgehen möchtest und deine Schulden selber begleichen willst.
 

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