Und wäre dieses ruhige Verhalten in einer asiatischen Schule das übliche, meinst du?
Also, wenn man bspw. mal Deutschland und China vergleicht, das ist schon recht unterschiedlich - also die Kultur, die Mentalität, die Gepflogenheiten und sowieso auch die Sprache.
Die Unterschiede finden sich natürlich auch im Schul- bzw. Bildungssystem wieder.
Ganz allgemein würde ich sagen, dass im chinesischen Schulsystem alles etwas "artiger", disziplinierter und ruhiger zugeht. Es geht da aus meiner Sicht auch weniger um die Persönlichkeit, um Kreativität, um Ideen, Interpretationen von Texten oder Gruppenarbeiten, sondern eher um "harte Fakten, Logik und Analytik" sowie ein riesiges Wissensspektrum. Das dürfte vielleicht auch erklären, warum die Chinesen im Bereich der
STEM-Fächer oft herausragend gut sind, aber im Bereich der Geisteswissenschaften vielleicht nicht so gut. Da ich aber nicht besonders stark in der Materie involviert bin, will ich gar nicht ausschließen, dass der aktuelle Stand im chinesischen Schul- bzw. Bildungssystem etwas anders ist als mir bekannt und von mir beschrieben.
Wie auch immer, die Chinesen sowie die Deutschen kennen oft ja nur ihre eigene Kultur und ihr eigenes Bildungswesen. Wenn jemand in dem jeweils anderen System nicht aufgewachsen ist und man dann bspw. durch Schüleraustausch, Auslandsstudium oder Niederlassung mit dem anderen System konfrontiert ist, tut sich kulturell, sprachlich, lerntechnisch und sonstig gewissermaßen eine ganz neue Welt auf, mit der man erst mal klarkommen muss, was natürlich nicht ganz einfach ist.
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Ich persönlich finde es zum Beispiel immer ganz humorig/unterhaltsam, wenn die chinesischen Auslandsstudenten kundtun, dass sie mit dem "Weiße-Leute-Essen" nicht klarkommen.