Also ich frage mich ja wirklich: Es muss eine sehr seltsame Szene im Internet geben, in der junge Männder offenbar Spaß daran haben, sich selbst abzuwerten, weil sie irgendwelchen völlig aus der Luft gegriffenen Datingregeln nicht genügen.
Dann sagen sie einerseits wie schlimm sie diese Oberflächlichkeit der bösen Gesellschaft finden , andererseits wirkt das krampfhafte Festhalten an eben diesen regeln und der eigenen wertlosigkeit schon fast religiös.
Und dieser Widerspruch stört sie dabei nicht.
ich frage mich, was da los ist, denn wir haben ja regelmäßg solche jungen Männer wie Dich- lieber TE- die offenbar lieber ein weltbild haben, in dem sie wertlos sind, als mal über ihren Tellerrand zu schauen.
Also versteht mich nicht falsch: Ich kann durchaus verstehen, dass man unsicher wird, wenn man in irgendeiner Weise nicht dem Idealbild der Medien oder von Social media genügt.
Mir ging das mal ähnlich: War auch ein Spätzünder und habe mir oft nen Kopf gemacht (aber ich wollte in dieser Phase definitiv nicht hören: Ja, du bist verloren und voll peinlich, sondern ich wollte -wenn schon- dann Mut gemacht bekommen)
Aber warum um alles in der Welt WILL man daran festhalten, dass man deswegen wertlos ist?
Das wäre in etwa so, wie wenn hier Homosexuelle schreiben würden: ich bin wertlos, das habe ich auf der Seite einer rechtsradikalen partei gelesen. Und dann würden lauter leute schreiben: nein, Du bist doch deswegen nicht wertlos, lass doch diese oberflächlichen und abwertenden Seiten einfach links liegen und werde glücklich. Aber die entsprechenden Homosexuellen würden weiterhin Stein und Bein behaupten, wertlos zu sein, weil eine gewisse Bubble das eben so darstellt und NUR diese Bubble recht hat und alle anderen ja die Augen vor der Realität verschließen usw.
Also mir will das nicht in den Kopf: wenn ich unter etwas leide, dann WILL ich doch darin bestärkt werden, dass es einen Ausweg aus meinem Problem gibt. ich will doch nicht darin bestärkt werden, dass alles ganz furchtbar ist.
Das will mir wirklich nicht in den Kopf und weil wir seit Jahren immer wieder solche jungen Männer haben wie Dich- lieber TE- die stein und bein schwören, sie hätten (im Gegensatz zu uns allen hier, die ihre Leben auf ganz unterschiedliche Art meistern) erkannt wie die Welt wirklich funktioniert und auf ihrem Bild vom unrettbaren Totalversagers festhalten, frage ich mich: was läuft hier schief?
Was für eine Bubble ist das? Wer verdient daran, junge Männer in so eine destruktive Gedankenwelt zu locken? Was muss passieren, dass man sich in so einer Welt verliert?
Also Fakt ist:
Du konsumierst definitiv die falschen Medien und umgibst Dich mit den falschen Menschen.
Anders lässt sich so eine Denkweise nicht erklären. Wenn Du auf Menschen hören würdest, die es gut mit Dir meinen und die Lebenserfahrung haben, dann würdest Du so ein Zeug nicht denken.
Du schreibst, Du bist sehr intellegent: Dann solltest Du ein paar Dinge aber leicht verstehen können:
1. nicht alle menschen sind gleich und nicht alle teilen die gleichen werte:mag sein, dass es menschen gibt, die so sinnfreie Lebensregeln haben, aber deswegen sind die noch lange nicht allgemeingültig.
2. Wenn einem x leute sagen, dass es auch andere Bubbles gibt, wird schon was dran sein. Meist ist man halt selber der Geisterfahrer, wenn einem dauernd vermeintliche geisterfahrer entgegenkommen.
3. Es ist was positives, neue Wege zu gehen und sich mental weiterzuentwickeln. Vor allem dann wenn es einem hilft, mit seinem leben besser klar zu kommen. Sich selbst runterzumachen ist eigentlich immer falsch und nicht nützlich
Eigentlich müsstest Du das erkennen können, dass dein bisheriges Verhalten ziemlich unklug ist und ein Bilck über dne Tellerrand sich nur lohnen kann.
Ach aber es ist leider traurig: ich kann jetzt schon die Antwort auf meinen Post selber tippen....