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Beziehungsprobleme bzw. Konkurrenzkampf wg. Beruf

Mir sagt es, dass er seine Partnerin mit Liebesentzug straft.
Beim Klärungsgespräch wird er garantiert sagen, sie verstünde alles falsch und er habe nicht das geringste Problem mit der Situation.
Wetten?
Daraufhin eine Wette anzubieten ist ziemlich Fragwürdig.
Ich sehe das mal als Hochmut an.
Dennoch wir konnten beide schon feststellen, das die TE ein Problem mit ihren Freund hat.
Ist doch schon mal was.^^
 
Beim Klärungsgespräch wird er garantiert sagen, sie verstünde alles falsch und er habe nicht das geringste Problem mit der Situation.

Kann gut sein. Ich schätze @Thunderheart aber so ein, dass sie sich nicht nochmal einfach so abspeisen lässt.

Aber vielleicht liegt es schon an mir, dass ich es nicht verstehe.

Lass dir das bloß nicht einreden. Das geht schon in Richtung Gaslighting.

Daraufhin eine Wette anzubieten ist ziemlich Fragwürdig.

Das sagt man halt so, wenn man sich einer Sache ziemlich sicher ist.

Und der Freund hat es ja schon mal so gemacht.
 
Nur ein allgemeiner Gedanke dazu. Triathlon erfordert riesige Trainingsumfänge, und speziell Schwimmen ist auch eine technische Disziplin. Ein Amateur ist da vollkommen chancenlos gegen einen Profi, egal ob Mann oder Frau.

Und ich weiss das auch genau, da meine Tochter viele Jahre geschwommen ist als Amateur. Sie ist da auch immer gegen Profis geschwommen im Wettkampf, also damals Sportschüler. Auch ein Mann der 4 mal nachmittags trainiert ist völlig chancenlos gegen eine Frau, die das 6 mal in der Woche 4 Stunden am Tag macht.

Von daher ist die Frage was deinen Partner reitet, jetzt deine Leistungen erreichen zu wollen. Er wird ja auch älter und wird höchstens langsamer, aber keinesfalls schneller. Das ist der Lauf der Dinge. Selbst ein Schachspieler kann mit 60 kein Weltmeister mehr werden, weil er einfach zu alt ist und nachlässt. Vielleicht liegt da der Punkt bei deinem Partner. Mit ihm sprechen, ob da was Wahres dran ist?
 
Das nimmt jetzt aber seltsame Züge an. Gestern wollte er dir im Gespräch noch weismachen, sein Verhalten habe nichts mit dir zu tun. Als Erwachsener sollte er seine Emotionen aber so steuern können, dass du als Partnerin dann nicht darunter leidest. Hatte er bisher nur irgendwie vor sich hingeschmollt, ist ein ausbleibender Abschiedsgruß jetzt schon eine andere Hausnummer, die man durchaus als Strafaktion bewerten darf. Da lässt sich von seiner Seite aus nichts mehr schönreden. Wer weiß, was als nächstes kommt?! Zudem finde ich, dass du dir das auch nicht geben musst.

Fakt ist, er hat eine schlechte Streitkultur - man könnte meinen, er sei nicht 15 Jahre älter, sondern stecke noch mitten in der Pubertät.

Ich tue mich auch schwer, dieses Verhalten nicht zum sonstigen Miteinander zu zählen, von dem du ja sagst, das sei eigentlich sehr schön. Der Morgenabschiedsgruß hat nichts mehr mit deinem Job zu tun - das geht mittlerweile ineinander über. Da ist auch nicht mehr viel mit der Augenhöhe, die du für eure Beziehung noch erkannt haben möchtest.

Ich glaube, ich wäre da jetzt sehr schnell an einem Punkt, an dem ich STOP sagen würde. So würde ich nicht mit mir umgehen lassen und würde auch nicht passiv abwarten wollen, ob er sich wieder fängt.

Wäre eine Paarberatung ein Weg, den du dir vorstellen und ihm vorschlagen könntest? Der Berater ist ja eine Art Schiedsmann oder Mediator. Vielleicht kann der dazu beitragen, deinem Partner klarzumachen, dass er einen anderen Weg finden muss, sein Problem zu lösen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Er müsste halt Manns genug sein, um einzusehen, dass er kein Profi ist und daher nicht mithalten kann. Er benimmt sich wie ein bockiges Kind und zu behaupten, er hätte keine Problem und die TE würde sich das quasi einbilden, ist sehr unreif.
 
Guten Morgen!

Bevor ich einzeln antworte, mal eine kurze Zusammenfassung, wie es gestern noch weiter gegangen ist.

Ich habe ihm nicht geschrieben, 1. weil ich nicht wirklich die Zeit dazu hatte und 2. weil mir nichts eingefallen wäre, was nicht passiv aggressiv gewesen wäre, weil mich die Situation gestern in der Früh extrem geärgert hat.

Am Abend bin ich nach ihm nach Hause gekommen und er war wieder ganz normal oder wollte zumindest auf ganz normal machen und mich normal begrüßen. Ich kann das dann aber nicht, so tun als wäre nichts gewesen und habe sofort angesprochen, was das in der Früh sein sollte und was das war. Seine Reaktion war zerknirscht, er hat gesagt, dass er blöd war und er fest damit gerechnet hat, dass ich nicht dabei bleibe, alleine schwimmen zu gehen und er sich gewünscht hätte, dass ich ihm die Chance gebe, zu zeigen, dass er sich mit seiner schlechten Stimmung in den Griff bekommt nach unserem Gespräch. Es hat ihn dann frustriert und enttäuscht, dass ich das nicht gemacht habe und er war auch wütend, dass er jetzt seine eigene Trainingsroutine sozusagen umstellen muss, weil es für ihn ja auch bis jetzt Routine war, sein Schwimmtraining in der Früh zu machen. (Wobei für ihn dabei schon klar ist, dass mein Training Priorität hat).
Wir haben dann recht gut geredet. Für mich hat sich schon die Frage gestellt, warum er im Moment so frustriert ist und es auf diese Weise rauslässt und an mir auslässt. Kenne ich so nicht oder jetzt nicht auf die Art. Dass einer von uns das Haus verlässt ohne Verabschiedung hat es so noch nie gegeben und auch wenn wir mal einen Streit wegen irgendwas haben, gab es dann vielleicht keinen Kuss, aber kurz Bescheid sagen, dass man jetzt geht, schon immer. Gar nicht mehr mit mir zu reden finde ich einfach schlimm und überhaupt nicht okay, mir kommt das vor wie eine Strafe, wenn ich es anders mache, als er sich wünscht.
Das haben wir eigentlich gut thematisiert, es ist ihm selbst sehr peinlich. Er meinte, dass er im Moment viel Stress hat und in der Arbeit extrem unter Druck steht und er diesen Druck im Moment leider auf so blöde Art rauslässt und auf andere Sachen überträgt, wie das Training oder Konflikte mit mir. Ich wusste schon, dass er teilweise viel Stress hat, weil er immer davon erzählt hat, aber jetzt nicht, dass es ihn so belastet.
Ich kann mir schon vorstellen, dass er das dann eben in anderen Bereichen rauslässt. Was nicht heißt, dass ich es gut und richtig finde. Ich habe ihm schon gesagt, dass er andere Wege finden muss, das irgendwie rauszulassen oder mit dem Stress umzugehen. Vielleicht auch Hilfe durch Mentaltraining oder was auch immer holen soll. Aber es kann nicht sein, dass es auf unsere Beziehung geht und auch eigentlich auf sein Hobby, das ihm gut tut und für ihn eigentlich immer Ausgleich zum Stressabbau war.
Positiv ist, dass wir besser über alles reden konnten, als die letzten Male und er sehr einsichtig und offen war. So ganz erklärt es für mich noch nicht alles, vieles kann er auch nicht wirklich beantworten und ich denke, dass sich der Stress in seiner Arbeit auch mit etwas anderem vermischt wie vielleicht wirklich Midlife Crisis. (Er sagt nein, aber vielleicht ist da unbewusst schon was in Gange)
 
Ja, das denke ich auch. Mit 40 ist er halt nicht mehr so fit und sich das einzugestehen, kann schlechte Laune machen.
Mal dazu, weil ja schon viel in diese Richtung geschrieben wurde:

Stimmt auf jeden Fall, dass er in dem Alter keinen steilen Leistungssprung mehr haben wird. Aber bitte nicht mit einem Mann mit 60 verwechseln.

Er ist 40, aber von seiner körperlichen Fitness und Leistung würde ich sagen, dass er gerade in seiner Prime ist und seit wir zusammen sind sein Niveau in dem Rahmen, der für ihn realistisch ist, stabil mit Tendenz zur leichten Steigerung ist. Ich glaube schon, dass er merkt, dass manches nicht mehr so einfach geht, wie vor zehn Jahren. Ist ja auch logisch und es an ihm nagt oder ihn unbewusst belastet.

Aber so wie manche hier tun ist es definitiv nicht. Ich würde mal sagen, dass er weitaus fitter ist, als viele Männer, die jünger sind als er und keinen Sport auf dem Niveau machen.
 

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