Es scheint erstmal lieber Surrender,als wäre die Behinderung deiner Tochter das Hauptproblem, aber das glaube ich nicht mal.
Deine Frau ist Pflegerin,könnte sich teils auch noch Hilfe holen,wenn auch Pflegegeld dafür abgeht.
Hinzu kann man Nachmittagsruhe einlegen, wenn der Sohn aus der Schule kommt,braucht er auch ne Auszeit,so wie deine Frau. Dann in die zweite Runde.
Abends schläft ein 6 jähriges Kind doch auch nicht später, wie euer Sohn,oder ?
Also spätstens da, könnte ihr beide Zeit miteinander verbringen.
Du schreibst,ihr hattet ein aktives Leben vorher.
Alles was euch beide betrifft Surrender1234;
wurde schon unwichtiger, wo euer 1. Sohn geboren wurde.
Es scheint, als wäre euer beider "gefühltes Glücklich sein" nicht viel anders geworden,
wäre das 2.Kind gesund geboren, nur die Belastungen machte es höher.
Es scheint, als hättet ihr euch mit dem 1. Kind /Kindern gefühlsmäßig schon entfernt.
Oder hast du dich vllt ausgeschlossen -wurdest ausgeschlossen ?
Was ist eure Basis als Paar ?
Blöder Vergleich, aber jedes Handy braucht eine Basis um Akku (Energie) wieder
aufzuladen, sonst läuft es leer. Es ist immer in Gemeinsamkeit.
Und Vorwürfe -Schuldgefühle, die noch offen sind.
Wut und Verzweiflung und die Ent-täuschung, das mit diesem Schicksal geboren wurde,
weil nach der Geburt keine Zeit mehr, für anderes war.
Musstet als Team funktionieren, aber mehr scheint heute nicht über zu sein
Sich nicht wagen, Dinge auszusprechen, die vielleicht Entscheidungen, Wahrheiten, Veränderungen, Antworten zuTage fördern, machen Angst ,drücken auf Gemüt, und stehlen Energie.
Eine klauberer / zankerei um Zeit, Liebe und Aufmerksamkeiten.
Vorwürfe die im Raum schweben wie ein Damoklesschwert.
Ach,könnte jeder doch mal die gefühlte Wahrheit sagen :
"Du wolltest unbedingt ein 2. Kind, ich nicht." Alles wäre gut gewesen.
"Aber so hab ich mir das nicht gewünscht und du bist kaum da".
"Du nimmst die Kleine nicht so an, wie ich es muss". Jeder Tag allein ist lang.
"Du hast doch keine Zeit über, ich arbeite was ich kann ,halte alles zusammen,
es kostet Geld und mir solche Kraft, siehst du das nicht ."
" Ich möchte nach Hause kommen und mich wohl fühlen, mich angekommen fühlen".
"Die Kleine ist besonders ???, ALLE Kinder sind besonders.,dein Sohn auch."
"DU hast eine besondere Liebe zu deiner Tochter, ist ja Klar, du kümmerst dich auch fast nur um Sie."
"Ich wünsche mir aber, das du dieses besondere Kind genauso doll siehst und liebst, wie ich."
"Dein Sohn schafft es nicht alleine und ich auch bald nicht mehr".
"Ich habe solche Angst um unsere Tochter".
Alles Menschlich.
Anerkennung und Wertschätzung, Aufmerksamkeit,.. liebevoll die täglich getragen Lasten des anderen sehen, loben, und mal feste drücken, auch die des Sohnes. Energie schenken.
Abends eine liebevolle kleine Auszeit zu zweit, nur für euch Eltern, das sollte drinne sein und kostet nix. Gerade in eurer Lebensituation.
Wollt ihr das ?
Komunikation.
Klartext.
Zuhören und annehmen.
Offen und ehrlich.
Keine Kurzschlussreaktionen, sacken lassen.
Das sich Schuldgefühle und Vorwürfe auflösen können.
Und Ihr erkennt, wo ihr als Paar heute steht.
Es muss keiner zu kurz kommen. Stimmt die Basis,stimmt das Leben, auch mit der Behinderung eurer Tochter, wobei Entlastungen natürlich immer gut sind.
Oder, vielleicht schafft ihr es einfach nicht mehr. Das kann ja sein.
Klarheit schafft es.
So ca , schätze ich das ein und hoffe das wir hier, mit verschieden Blickwinkeln, ein wenig helfen konnten. Danke für deine Einblicke.
Und wünsche euch natürlich auch das aller Beste.
Lieben Gruß.
Vielleicht meldest dich irgendwann mal wieder zurück ,auch ohne große Lösungen.Surrender..
Es ist ein Prozess,viel steht dahinter.