Wenn das Leben aber aus dem Wasser kommt ( was anzunehmen ist ) dann gab es vom Fisch zum Mensch über den Affen genug Stämme um damit Nachkommen zu bilden.
Bei der Geschichte um Noah ist ja zu berücksichtigen, das diese "Sintflut" nicht weltweit, sondern vermutlich nur regional stattfand - es also auch genügend andere Menschen zu der Zeit auf der Erde gab.
Hier ein paar interssante Dinge dazu:
Es ist hochmütig, den Menschen als Krönung der Schöpfung zu sehen
Die Evolution auch unserer Spezies - es tut mir leid, sollte ich damit Gefühle verletzen - wurde in der Vergangenheit vom Zufall beeinflusst. Auch Homo sapiens ist nicht ex nihilo erstanden. Daher erscheint es mir hochmütig, den Menschen als Krönung der Schöpfung zu sehen. Schon vor etwa 360 Millionen Jahren im Devon, als unsere Fischvorfahren das Land besiedelten, setzte sich wohl eher zufällig die Linie durch, die fünf Finger hatte, obwohl im gleichen Zeitraum auch Fische existierten, die acht oder sogar noch mehr "Finger" besaßen. Da alle Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere von denselben frühen Fischsiedlern abstammen, haben alle diese Tiere fünf Finger.
Manchmal, wie bei Pferden, wird die Anzahl der Finger wieder reduziert - es läuft sich schneller und mit weniger Reibungsverlust auf einem Finger in der offenen Steppe als auf fünf Fingern im morastigen Wald, den ihre Pferdevorfahren bewohnten. Auch wenn schwimmende Olympioniken oder Konzertpianisten mit mehr Fingern "perfekter" sein könnten; der Zufall bestimmte fünf Finger und ist seit dem Devon in allen Landwirbeltieren im entwicklungsbiologischen Programm auf diese Maximalzahl festgelegt.
Unser Körper ist von sinnlosen Zeichen gezeichnet
Auch der Rest unseres Körpers ist gezeichnet von sinnlosen Zeichen der Geschichte, wie es der Evolutionsbiologe Stephen Jay Gould einmal nannte. Unser Blinddarm ist ein unnötiges und funktionsloses Überbleibsel, der als größere Darmtasche in anderen Primaten einmal dazu diente schwer verdauliche Pflanzenbestandteile zu fermentieren. Er ist ein gefährliches Rudiment unsere Vorgeschichte und sicherlich kein intelligentes Designprodukt, denn wie viele Menschen starben schon an einer Blinddarmentzündung?
Der menschliche Fötus ist im Alter von fünf bis acht Monaten mit Lanugo, einer dünnen Schicht Haare, bedeckt, die beim Homo sapiens, im Gegensatz zum Beispiel von Schimpansen und Gorillas, wieder vor der Geburt verloren geht. Ein adaptiver Grund für ein wärmendes Fell wird sich bei angenehmen 37 Grad Celsius im Mutterleib nur schwer finden, aber die Erklärung aus der gemeinsamen Evolutionsgeschichte mit behaarten Primaten ist offensichtlich.
Und die Evolution bastelt - Kompromisse eingehend - mit dem schon vorhandenen Material, um sich auf veränderte Umweltbedingungen einzustellen. Wir Zweibeiner sind von unserer vierbeinigen Primatenvergangenheit der letzten Millionen Jahre in vielerlei Hinsicht vorbestimmt. Unser Körpergewicht wird durch die Wirbelsäule besser von Gliedmaßen an Schulter- und Beckengürtel getragen als nur mittels Becken. Jeder, und nicht wenige schlagen sich mit Rückenleiden herum, wird bestätigen können, dass die Umgestaltung zum Aufrechtgeher nicht ohne Kompromisse und Imperfektionen zu bewerkstelligen war.