W
Waage
Gast
Hört genau zu, Ihr zungengepiercten
Technohopper mit dem Arschgeweih über dem
Steißbein: Ihr wart nicht dabei! Wir
Anfang-Mitte-Dreißiger bis Anfang-Vierziger haben sie
live
erlebt: die Geburt des Synthesizers und den
wahren Soundtrack der 80er, der von Bands
wie Depeche Mode, Cure und Yazoo geschrieben
wurde.
Wir haben noch mit Midischleifen und
Oszillographen gekämpft! Wir haben Euren
"Tekkno" erfunden, bei uns nannte
sich das aber noch Wave und war tatsächlich
Musik.
Wir konnten durchtanzen, ohne uns bunte
Pillen einzuwerfen zu müssen, um es zu
ertragen. Unsere einzige Droge hieß Blue
Curacão auf Sekt.
Wir mußten noch keine Angst haben, das uns
Tina Turner mit
Seniorenoberschenkelhalsbruch von der Bühne
purzelt. Wir haben Madonna noch mit
festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt,
Ihr Nasen!
Joschka Fischer trug Jeans und Turnschuhe.
Echte Punker hatten Uhu in den Haaren und
kein "L'Oreal". Bei uns haben
sich keine Neonazis mit Türken geschlagen,
sondern Punks
mit Mods, Mods mit Poppern, Popper mit
Rockern und alle gemeinsam gegen die
Polizei.
Bei uns gab es noch Mofas, Mokicks und 80er
bei denen durchgängig die
Betriebserlaubnis erloschen war, denn das
Wort "frisieren" hatte damals noch
seine
eigentliche Bedeutung, was ihr
kahlgeschorenen Pfeifen nie verstehen
werdet.
Und wer
einen Führerschein hatte, fuhr als erstes
Käfer oder einen alten BMW, bei dem Dellen
von
Individualismus zeugten, ihr Smart-Popel.
Wir erinnern uns noch an
Terroristenfahndungsplakate, auf denen hin
und wieder ein
Gesicht liebevoll mit Kulli von einem
Staatsbediensteten durchgestrichen wurde.
Die Bundeswehr machte noch Spaß, wir kannten
ja die Richtung, aus der der Feind
kommt.
Sex war sicher und Motorsport tödlich. Heute
ist es genau anders herum.
Ein Tattoo hatte wirklich nur jemand, der
ein
halbes Jahr in Indien oder Thailand war. Bei
uns rannte nicht jede Tippse schnell noch
ins
"Letzte Tattoo-Studio vor der
Autobahn", um
sich im Alcopops-Brand einen Delfin aufs
Dekolleté oder chinesische Zeichen auf den
Nacken pieksen zu lassen, die wahrscheinlich
nichts anderes bedeuten als "Wer das
liest
ist doof".
Die Rapper kamen noch aus dem echten New
Yorker Ghetto und nicht aus der Schweiz.
Zu unserer Zeit fielen Break-Dancer auf den
Fussgängerzonen noch hin und wieder richtig
auf die Fresse und Peter Maffay wurde beim
Stones-Konzert noch ordentlich von der
Bühne gepfiffen. Wir hatten noch die Qual
der
Wahl zwischen Pop, Rock, Metal und Italo-
Disco und mußten nicht den wöchentlich
ändernden Cross-over Trends nachjapsen. Wir
hatten noch Plattenspieler (auf 33" und
45" und richtig geile Plattencover, auf
denen man
die Namen der MUSIKER (und nicht der
Programmierer) ohne Lupe erkennen konnte und
die tatsächlich Kunst waren - keine
tempotaschentuchgroßen, einfarbigen Booklets
auf
denen gerade noch "nice price"
lesbar ist.
Genau die gleichen Texte, die heute
"Rosenstolz", "Juli" und
"Silbermond" singen, hörte
man jeden Samstag in der ZDF-Hitparade von
Bernd Clüver, Christian Anders und Cindy &
Bert.
Für uns war eine LP etwas Heiliges, das
gepflegt und geliebt werden mußte - und
keine
CD-Plastik-Wegwerfware, die so robust ist,
daß man sie durchaus auch als
Bierglasuntersetzer verwenden kann. Bei uns
erkannte jeder sein Eigentum noch an den
individuellen Kratzern. Wir haben kein
Big-Brother geschaut sondern "Formel
Eins", wo es
eine ganze fette Stunde wirklich gute
Musikvideos zu sehen gab, wir hatten kein
MTV
mit
degenerierten Klingelton-Werbespots und
eingebildeten VJ-Flaschen nötig. Wir haben
uns
"Magnum" und Simon & Simon
reingezogen, haben uns die Sakkoärmel hinauf
geschoben
und ließen uns die Haare seitlich ins
Gesicht
fallen - ohne diese beknackten, umgedrehten
Baseballmützen oder Wollhauben. In unseren
Hosen konnte man noch sehen, ob eine(r)
einen Hintern hatte, heute hängt der A****
ja
bei jedem von Euch in der Kniekehle der ach
so tollen adidas-Jogginghose (die WIR
übrigens nur im Sportunterricht angezogen
haben).
Man konnte erkennen ob jemand
"männlich" oder
"weiblich" war. Heute
verschlabbert
alles
unter kunstvoll vergammelter Bekleidung. Wir
waren stolz auf unsere weißen Socken und
trugen Slipper mit einem Pfennigstück in der
Schuh-Zunge und keine Plateau-Sohlen-
Schuhe, die früher bei Klump-Füßen
verschrieben wurden
Und weil ihr gerade im Leistungskurs für
Informatik sitzt: die AC/DC Einritzungen auf
den
Tischen sind von UNS - und es geschieht Euch
nur recht, wenn ihr glaubt, daß die Dinger
aus dem Physiksaal kommen, wo irgendein
findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung
für
"Gleichstrom/Wechselstrom" in die
Bank gemeisselt hat!
Ach ja, hiermit entschuldige ich mich, auch
im Namen meiner Altersgenossen für Modern
Talking.
Das haben wir wirklich nicht gewollt !
Es leben die 80er 😀😀 😉
Technohopper mit dem Arschgeweih über dem
Steißbein: Ihr wart nicht dabei! Wir
Anfang-Mitte-Dreißiger bis Anfang-Vierziger haben sie
live
erlebt: die Geburt des Synthesizers und den
wahren Soundtrack der 80er, der von Bands
wie Depeche Mode, Cure und Yazoo geschrieben
wurde.
Wir haben noch mit Midischleifen und
Oszillographen gekämpft! Wir haben Euren
"Tekkno" erfunden, bei uns nannte
sich das aber noch Wave und war tatsächlich
Musik.
Wir konnten durchtanzen, ohne uns bunte
Pillen einzuwerfen zu müssen, um es zu
ertragen. Unsere einzige Droge hieß Blue
Curacão auf Sekt.
Wir mußten noch keine Angst haben, das uns
Tina Turner mit
Seniorenoberschenkelhalsbruch von der Bühne
purzelt. Wir haben Madonna noch mit
festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt,
Ihr Nasen!
Joschka Fischer trug Jeans und Turnschuhe.
Echte Punker hatten Uhu in den Haaren und
kein "L'Oreal". Bei uns haben
sich keine Neonazis mit Türken geschlagen,
sondern Punks
mit Mods, Mods mit Poppern, Popper mit
Rockern und alle gemeinsam gegen die
Polizei.
Bei uns gab es noch Mofas, Mokicks und 80er
bei denen durchgängig die
Betriebserlaubnis erloschen war, denn das
Wort "frisieren" hatte damals noch
seine
eigentliche Bedeutung, was ihr
kahlgeschorenen Pfeifen nie verstehen
werdet.
Und wer
einen Führerschein hatte, fuhr als erstes
Käfer oder einen alten BMW, bei dem Dellen
von
Individualismus zeugten, ihr Smart-Popel.
Wir erinnern uns noch an
Terroristenfahndungsplakate, auf denen hin
und wieder ein
Gesicht liebevoll mit Kulli von einem
Staatsbediensteten durchgestrichen wurde.
Die Bundeswehr machte noch Spaß, wir kannten
ja die Richtung, aus der der Feind
kommt.
Sex war sicher und Motorsport tödlich. Heute
ist es genau anders herum.
Ein Tattoo hatte wirklich nur jemand, der
ein
halbes Jahr in Indien oder Thailand war. Bei
uns rannte nicht jede Tippse schnell noch
ins
"Letzte Tattoo-Studio vor der
Autobahn", um
sich im Alcopops-Brand einen Delfin aufs
Dekolleté oder chinesische Zeichen auf den
Nacken pieksen zu lassen, die wahrscheinlich
nichts anderes bedeuten als "Wer das
liest
ist doof".
Die Rapper kamen noch aus dem echten New
Yorker Ghetto und nicht aus der Schweiz.
Zu unserer Zeit fielen Break-Dancer auf den
Fussgängerzonen noch hin und wieder richtig
auf die Fresse und Peter Maffay wurde beim
Stones-Konzert noch ordentlich von der
Bühne gepfiffen. Wir hatten noch die Qual
der
Wahl zwischen Pop, Rock, Metal und Italo-
Disco und mußten nicht den wöchentlich
ändernden Cross-over Trends nachjapsen. Wir
hatten noch Plattenspieler (auf 33" und
45" und richtig geile Plattencover, auf
denen man
die Namen der MUSIKER (und nicht der
Programmierer) ohne Lupe erkennen konnte und
die tatsächlich Kunst waren - keine
tempotaschentuchgroßen, einfarbigen Booklets
auf
denen gerade noch "nice price"
lesbar ist.
Genau die gleichen Texte, die heute
"Rosenstolz", "Juli" und
"Silbermond" singen, hörte
man jeden Samstag in der ZDF-Hitparade von
Bernd Clüver, Christian Anders und Cindy &
Bert.
Für uns war eine LP etwas Heiliges, das
gepflegt und geliebt werden mußte - und
keine
CD-Plastik-Wegwerfware, die so robust ist,
daß man sie durchaus auch als
Bierglasuntersetzer verwenden kann. Bei uns
erkannte jeder sein Eigentum noch an den
individuellen Kratzern. Wir haben kein
Big-Brother geschaut sondern "Formel
Eins", wo es
eine ganze fette Stunde wirklich gute
Musikvideos zu sehen gab, wir hatten kein
MTV
mit
degenerierten Klingelton-Werbespots und
eingebildeten VJ-Flaschen nötig. Wir haben
uns
"Magnum" und Simon & Simon
reingezogen, haben uns die Sakkoärmel hinauf
geschoben
und ließen uns die Haare seitlich ins
Gesicht
fallen - ohne diese beknackten, umgedrehten
Baseballmützen oder Wollhauben. In unseren
Hosen konnte man noch sehen, ob eine(r)
einen Hintern hatte, heute hängt der A****
ja
bei jedem von Euch in der Kniekehle der ach
so tollen adidas-Jogginghose (die WIR
übrigens nur im Sportunterricht angezogen
haben).
Man konnte erkennen ob jemand
"männlich" oder
"weiblich" war. Heute
verschlabbert
alles
unter kunstvoll vergammelter Bekleidung. Wir
waren stolz auf unsere weißen Socken und
trugen Slipper mit einem Pfennigstück in der
Schuh-Zunge und keine Plateau-Sohlen-
Schuhe, die früher bei Klump-Füßen
verschrieben wurden
Und weil ihr gerade im Leistungskurs für
Informatik sitzt: die AC/DC Einritzungen auf
den
Tischen sind von UNS - und es geschieht Euch
nur recht, wenn ihr glaubt, daß die Dinger
aus dem Physiksaal kommen, wo irgendein
findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung
für
"Gleichstrom/Wechselstrom" in die
Bank gemeisselt hat!
Ach ja, hiermit entschuldige ich mich, auch
im Namen meiner Altersgenossen für Modern
Talking.
Das haben wir wirklich nicht gewollt !
Es leben die 80er 😀😀 😉