Hmmmm.....
Wie soll ein kleines Kind z.B. in Notwehr handeln???
Darum geht es nicht.
Es steht außer Zweifel, dass ein kleines Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht dazu in der Lage sein würde, sich mittels körperlicher Gewalt gegen einen Erwachsenen zu wehren.
Ein kleines Kind kann allerdings erlernen, dass in Situationen, in denen es von einem Erwachsenen bedroht oder bedrängt wird, es durch Schreien und Rufen andere Menschen, die ggf. Zeugen des Übergriffs werden, auf sich aufmerksam machen kann. Es kann lernen, dass in Situationen, in denen eine Bedrohung durch einen fremden oder auch bekannten Erwachsenen besteht, diese Person nicht mehr als Respektsperson gesehen und behandelt werden muss. Ihm kann vermittelt werden, dass es lebensnotwendig sein kann, mögliche Zeugen aktiv anzusprechen und aufzufordern, einzuschreiten. Du kannst versuchen, dem kleinen Kind beizubringen, dass es dem übergriffig werdenden Erwachsenen in ausreichendem Maße die Autorität aberkennen darf, um sich durch Schlagen, Treten und Beißen eine Gelegenheit zu verschaffen, zu entkommen, sofern noch eine Möglichkeit dazu gegeben ist.
Nun zum Thema Notwehr.
Aus meiner persönlichen, sicherlich emotionalen Sicht wäre es, gemäß dem Fall, das irgendjemand auf die abartige Idee kommt, Deine Kinder zu bedrohen, belästigen, bedrängen oder ihnen nachzustellen, moralisch vertretbar, wenn Du unten stehenden Lösungsvorschlag,
...Hirn in der Mitte durch..wie hieß das noch gleich? Lobotomie oder so ähnlich...damit die Täter dann zu sabbernden Typen mutieren, die keiner Fliege mehr was zu leide tun können....
im Eifer des Gefechts, selbsttätig, im Schnellverfahren, mit Zuhilfenahme einer Zaunlatte, Eisenstange oder eines anderen "schlagkräftigen" Gegenstandes, umsetzt. Wenn in der Birne des Angreifers dabei ein bischen mehr zu Schaden kommt als nur das "Gewaltzentrum" und er hinterher nicht mehr dazu in der Lage ist, sich selbst die Schuhe zuzubinden, wäre dieses aus meiner subjektiven Sicht, sein persönliches Pech.
Natürlich lässt sich daraus kein Konzept für eine Gesetzesänderung, die Selbstjustiz unterstützt, ableiten. Du könntest dem Angreifer unterliegen und selbst zum Opfer werden. Du könntest den falschen Angreifer erwischen und einen Unschuldigen lobotomieren.
Ich verstehe, dass Du irgendwelche abartigen Subjekte, die eine potenzielle Gefahr für das Wohl Deiner Kinder darstellen, am liebsten von der Welt eliminieren möchtest.
Warum also die Todesstrafe nicht in betracht ziehen?
Weil wir uns "tiefbraunem" Gedankengut annähern, indem wir die Tötung eines Menschens legalisieren und diese damit rechtfertigen, dass das Leben dieses Verurteilten, aufgrund seiner Gesinnung/ Neigung nichts wert ist.
Wir nähern uns dem Faschismus an, indem wir eine gesellschaftliche Ästhetisierung, die um Elemente, die sich mit der eigenen Ideologie nicht vertragen, bereinigt wurde, anstreben.
Rei hat Recht damit, dass der Wert eines Menschenslebens in der Gesetzgebung nicht mit unterschiedlichem Maß gemessen werden darf.
Würde sie nicht ständig ein, aus meiner Sicht, penetrantes Missionierungsbedürfnis in ihren Beiträgen zeigen, würden sich vielleicht sogar Andersdenkende ein Stück weit auf ihre Argumentation einlassen.
Im weiteren Verlauf dieses Threads scheinen einige Forenteilnehmer den Schwerpunkt darauf zu legen, sich gegenseitig anzugiften. Das eigentliche Thema scheint in den Hintergrund gerückt zu sein.
Ich bin selbst kein "Engel" und führe gerne eine spitze Feder in der schriftlichen Konversation. Eine Diskussion, bei der sich die Beteiligten inzwischen gegenseitig Dummheit und Pädophilie unterstellen, halte ich für kontraproduktiv. Erwachsene Menschen sollten einschätzen können, dass man seinen Kontrahenten mittels Beleidigungen weder erreichen noch überzeugen kann.
Damit bin ich jetzt aus diesem Thread raus.
Viel Spaß noch Leute!
LG
Maliza