Natürlich gibt es das Sozialamt noch. Schau doch mal im Telefonbuch nach.
Und ich nehme niemanden auf den Arm.
Ich bin der Chef davon. Daher immer mal Gespräch mit Abteilungsleiter und feiner Anzug.
Und es ist richtig, dass bei mir das Sozialamt alles zahlt. Wo kommt das Gehalt her?
Und ein Beamter hat halt mal keinen Arbeitsvertrag.
Hallo Gastschreiber,
nichts gegen ein bißchen Provokation, aber dass DU dich als Sozialamtsleiter outest, das ist doch eher unwahrscheinlich.
Ein Sozialamt im herkömmlichen Sinne gibt es nicht mehr. Die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes (damals: Laufende Leistungen zum Lebensunterhalt) laufen nun unter der Dachorganisation Abeitsgemeinschaft ARGE.
Ferner mein Freund, beziehen Beamte kein Gehalt sondern Bezüge und die werden ganz sicher nicht aus dem Etat Sozialamtes bezahlt.
Also wenn du schon auf einem demagogischen Trip bist, dann beweg dich nicht auf kognitiv dünnem Eis.
Es mag sicherlich "Sozialschmarotzer" in diesem unserem Lande geben. Aber es gibt auch Menschen, die sich von heute auf morgen in einer wirklich misslichen Sozialschieflage befinden. Ich spreche hier von nicht vermittelbaren 50jährigen Männern und Frauen die sich plötzlich auf dem beruflichen Abstellgleis sehen. Ich spreche hier auch von alleinerz. Müttern, Rentnern mit einer erbärmlichen Mindestrente, Behinderte die sich am Existenzminimum bewegen, alleinerz. Müttern deren Männer sich aus dem Staub gemacht haben etc. usw.
Ich bin Beamter im sozialen Bereich, einer meiner beiden Stiefsöhne ist schwerstbehindert und wir haben 2 Pflegekinder in unserem Haushalt. Im Sozialamt habe ich mehrere Jahre (damals gab es das noch) Dienst verrichtet und kann behaupten, einen Einblick zu haben. Es dreht sich mir der Magen um, wenn ich mitansehen muss, dass junge und vor allem gesunde Menschen keinen Bock auf Arbeit haben und diese Einstellung auch nicht verhehlen. Insbesondere weil viele schwerbehinderte Menschen gerne arbeiten würden aber nicht können. Oder, wie mein beh. Stiefsohn, sich werktäglich 8 Stunden mit wirklich monotonen Arbeiten begnügen muss u. dafür großzügige 150 Euro Monatsgehalt kassieren. Aber wichtig ist es für ihn u. seine Arbeitskollegen irgend etwas tun zu können!
Was unsere Pflegekinder anbelangt, so halte ich mich ein klein wenig zurück über die Bewertung der leiblichen Eltern, denn diese gehören meines Erachtens zu den Sozialschmarotzern, denen es der Staat wahrlich zu leicht macht. Hier müßte man restriktiver verfahren! Aber das ist ein anderes Thema.
Gruß
Hermes