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Energiekosten - hier Holzbriketts

Habt Ihr Euch schon darüber Gedanken gemacht oder ging es Euch so wie mir: Wissen dass es teurer geworden ist aber keine Vorstellung wie viel teurer?
Naja. Ich habe einen neuen Stromvertrag abgeschlossen. Zwar 2 Cent mehr, aber dafür 24 Monate Preisgarantie.

Wir wollten eigentlich dieses Jahr auch wieder Heizöl tanken. Ca. 1000 Liter sind noch im Tank. Theoretisch sollte das auch über den Winter reichen. Dann heizen wir eben noch mehr mit Holz. Im Haus laufen eh nur 2 Heizkörper.

Für ein öffentliches Gebäude das ich betreue tanke ich normal jedes Jahr. Dieses Jahr werde ich nicht tanken. Da sind noch knappe 2700 Liter im tank. Das könnte auch so über den Winter reichen. Gegen Weihnachten werde ich den Stand nochmal kontrollieren.

Gedanken darüber.. Ja. Ich kann mir an meiner Stelle nicht vorstellen, wie es ist wenn man sich die Heizung nicht leisten kann. Wobei meine Eltern als sie das Haus gekauft haben die ersten 15 Jahre auch extrem sparsam waren.

Da gab es nur selten eine Heizung im Bad. Seitdem wir das Dachgeschoss ausgebaut haben und ich dort wohne bezahle ich den Strom für oben selber. Also lasse ich zum duschen auch den Heizlüfter immer voll laufen.

Wir leben halt im Moment in schwierigen Zeiten.
 
Wir bezahlen nichts fürs Heizen.

Einmal Schornsteinfeger für 45€ Jahr, Rest Holz ( Kamin)

Das Haus ist A plus und Recht gut gedämmt.
Da langt meist einmal Feuern pro Tag.

Holz bekomme ich kostenlos, die Lüftung verteilt die Wärme bzw senkt die Luftfeuchtigkeit.

Und wird der Strom/ Gas abgestellt komme ich auch erstmal klar.
Versorgungssicherheit in Deutschland 2026...
 
@Silan
Mein Schwager ist so jemand, der sich mit Händen und Füßen gegen E-Autos wehrt. Und er hat tatsächlich gerade erst in eine neue Gasheizung investiert. 🙄 Aber der weiss ja sowieso immer alles besser....
Ich hab jetzt noch den Tipp bekommen, durchaus auch mal in den Niederlanden anzufragen. Weiss aber nicht, ob sie 2h Fahrtzeit / Strecke fahren. Die waren bei einem entfernten Bekannten ohne Förderung günstiger als die deutschen Unternehmen. Allerdings wohnt er sehr viel näher an der Grenze als ich. Ausführung war ebenfalls gut.
 
Also beim Heizen würde ich jetzt nicht sparen...einfach wegen möglicher Gebäudeschäden, die dann um ein Vielfacheres größer werden könnten als das was man einspart.
Beim Warmwasserverbrauch kann man evtl gut was einsparen.
Ansonsten hab ich das gefühl, dass es grundsätzlich nicht schadet, etwas "altmodischer" zu denken.
Also ich versuche es weniger als verzicht zu framen sondern eher als "altmodisch". Also eben zB Dinge auch reparieren und nicht neu anschaffen, soweit das geht. oder mit dem kochen, was saisonal und billig ist. Vorräte anlegen usw.
Klar. diesen "Luxus" so zu denken kann man sich aber auch nur leisten, wenn man es schon irgendwie gestemmt bekommt und es nur darum geht, bewusster auf die Ausgaben zu schauen.
Und es gibt ja leider genug leute, die diesen Luxus eben nicht haben. das ist ja das schlimme.
 
Ansonsten hab ich das gefühl, dass es grundsätzlich nicht schadet, etwas "altmodischer" zu denken.
Ja, da bin ich ganz bei dir. Aber vieles lässt sich auch nur schwer umsetzen.

Wir haben das wirklich große Glück hier, dass wir das umsetzen können. Eigenes Haus, großer Garten plus Streuobstwiese, ausreichend finanzielle Mittel... Außerdem habe ich mir schon in der Jugend angeeignet, wie es geht Vorräte anzulegen. Denn durch die ständige Verfügbarkeit von eigentlich allem was man braucht haben viele das mittlerweile verlernt.

Ich weiß noch genau, wie meine Frau vor vielen Jahren die Nase gerümpft hat, als wir unser Haus gekauft haben. Ihr war es wichtig, Ruhe zu haben, einen Ort wo sie tun und lassen kann was sie will. Ich habe mir als erstes einen Gemüsegarten angelegt, Einmachgläser gekauft etc.pp. Sie fragte mich, warum ich das mache, weil wir tatsächlich fußläufig keine 100 m von mehreren Lebensmittelgeschäften weg wohnen. Vorratshaltung, da hielt sie nicht viel von. Ich sagte ihr damals, dass es einfach besser schmeckt, wenn man es selber anbaut. Und dass man nie weiß, wie lange das noch so gehen kann. Mir war die Entwicklung damals schon suspekt, dass alles immer mehr, immer größer, immer schneller wird und es irgendwie kein Ende geben sollte... Ich glaube nicht an unendlichen Zuwachs und hatte schon vor vielen Jahren das Gefühl, irgendwann wird diese schöne Welt niccht mehr so sein.

Und ich kenne auch die andere Seite. Ich habe viele Jahre lang von Sozialhilfe, später Hartz4 gelebt. Ohne genügend Geld ist ein sinnvoller Umgang mit allem was lebensnotwendig ist wirklich schwer. Nur wenn man genügend Geld hatm ist es leicht zu sparen. Und wirtschaftlich zu denken. Es fängt schon bei der Kleidung an, geht weiter über die Lebensmittelversorgung und endet nicht bei Wohnen und Energie. Man ist darauf angewiesen was andere bereit sind zu geben, sei es die Wohnung oder die eingebaute Heizung, Klamotten oder die ganz normale Versorgung mit Lebensmitteln.

Ich bin damals schon täglich durch die Gegend gezogen und habe ''herrenlose'' Obstbäume und Beeren gesucht, bin Sperrmüll kucken gewesen und hab versucht, mit möglichst geringem finanziellen Einsatz möglichst viel einzulagern. Und habe dadurch für mich gelernt, dass das gar kein Hexenwerk ist sondern mir sogar spass macht.
Und das was ich damals gelernt habe, kommt mir heute zugute.

Wir versuchen hier mittlerweile diesen Gedanken ''back to the roots'' im großen zu leben. Und es funktioniert besser den je. Aber auch nur, weil wir die Möglichkeit hatten uns das finanziell zu leisten. Dazu muss man leider erst investieren. Und wirtschaftlich denken.
Es waren schon Entscheidungen notwendig, ob wir eine absolut intakte Gasheizung auf den Müll kippen und viel Geld für eine Wärmepumpe ausgeben. Ob wir uns vom der konventionellen Energieversorgung weitestgehend trennen und auf Wind und Sonne umsatteln. Auch mit Förderungen sind das ja im ersten Moment Ausgaben, die auch zu stemmen sein müssen. Aber ich kann sagen, dass wir heute mit den Krediten deutlich weniger finanzielle Belastungen haben als vor Hauskauf und Umstieg auf erneuerbare Energien. Dann zusätzlich noch Lebensmittel für fast das ganze Jahr für ein bisschen mehr an Arbeit.

Wir fahren heute an der Tankstelle vorbei, ohne dass unsere Haare noch grauer werden, auch wenn wir noch auf unser E-Auto warten. Wir brauchen den Gas- und Ölpreis nicht im Auge zu haben und uns keine Gedanken über die Teuerung der Lebensmittel zu machen. Das ist ein gutes Gefühl. Aber wir sehen, dass wir die Ausnahme sind, dass viele das so nucht können.

Aber wir erleben es auch, dass viele die es anders könnten, einfach erstarrt sind, in alten Mustern haften bleiben, sich in diesen Zeiten z.B. einen neuen Diesel bestellen anstatt aufs E-Auro umzusatteln... obwohl die eine 30000 Watt PV-Anlage auf dem Dach vom Schweinestall haben... aber gleichzeitig sagen, sie fahren nur noch mit geschlossenen Augen an der Tankstelle vorbei... Ohne scheiß... hat mir neulich erst eine Bekannte genau so gesagt... Das verstehe ich z.B. nicht.
 
Ich habe 2022 gespart am Heizen, weil man nicht wusste, wie teuer es wird, und auch aus Solidarität.
1500 Euro Nachzahlung.

Ich heize insgesamt anders als früher. Da bin ich nur im tshirt daheim rumgelaufen und habe auch im Sommer die Heizung angemacht wenn es kühl war.

Ich bin ein verfrorener Mensch. Aber jetzt gibt es erst Pulli und Kuscheldecke, und Heizung wenn mir dann noch kalt ist.

Motto so wenig wie möglich aber so viel wie nötig.
 
Dadurch, dass ich meine Holzbriketts kaufen muss und diese dann verbrauche gibt es bei mir keine Nachzahlung. Es tut im Vorfeld weh ;-)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nach dieser Heizperiode ein böses "Aua" gibt, wenn die meisten Abrechnungen bei den Heizern ankommen. Glück haben diejenigen, oder besser gesagt klug waren jene, die schon ab Frühjahr mitgedacht haben.
Ich bin auch froh über meine 1 1/2 Tonnen, die bei mir für diesen Winter lagern - für mehr wäre bei mir eigentlich kein Platz, aber im Notfall stelle ich eine Tonne Briketts geschützt im Freien auf. Derzeit gibt es ja so und so kaum Niederschlag und was ich habe, das habe ich - falls es dann eine Mangellage gibt, wie es zuweilen schon der Fall war mit Brennstoffen.
 
Die Nachrichten erzählten in den letzten Tagen von den irren Steigerungen der Gas- und Heizölpreise. Letztere wohl um das Doppelte.
Die Preise meiner Holzbriketts kann ich quasi täglich steigen sehen. Der Baumarkt in 12 km Entfernung führt meine beiden Standardsorten derzeit und bei allem was zu besorgen ist gibt es einen kleinen Umweg um dann 80 kg zusätzlich zu kaufen und ins Auto zu laden.
Bei normaler Kalkulation und Lieferung der bereits bezahlten Waren dürften meine Vorräte bis Februar 2027 reichen. Also noch nicht ausreichend, aber auf einem guten Weg 🙂

Kleines Preisbeispiel:
Pini Kay - im Sommer für 380,- Euro zum Sommerpreis gekauft
bei Lieferanten in ca. 40 km Entfernung 640 Euro für 960 kg - bei meinem Stammlieferanten 600,-- Euro,
im Baumarkt pro 10 kg 5,29 Euro plus natürlich meine Spritkosten

Pollmaier Briketts
im letzten Jahr, so meine ich, 380,-- Euro, jetzt am 17.9. mit Versand 430 Euro, eine Woche später Preiserhöhung was jetzt 485 Euro für 960 kg bedeuten würden.
Im Baumarkt pro 10 kg 5,09 Euro plus meine Spritkosten

Die Ware von Netto - Fichtebrikett mit Abzugloch - 10 kg für 4,99 Euro sind einigermaßen o.k.
Die Ware von Aldi - Fichtebrikett ohne Abzugsloch - 10 kg für 3,79 Euro sind billig, aber schlecht.

Es besteht die Gefahr, dass sich - wie bei Strom, Öl und Gas - die Preise sich weiterhin erhöhen werden und im dümmsten Fall eine längere Lieferzeit auftreten könnte. Weniger Verknappheit, aber eben hohe Preise; auch durch die Erhöhung der Spritpreise, die ja die Zulieferer auch umlegen.

Derzeit ist es bei mir knackig - nachts 4 Grad und tagsüber um die 14 Grad. Es soll aber in der nächsten Woche wieder schöner werden. Ich heize hier im Haus, allerdings nicht auf Volldampf.
 
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