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Aufklärung

Ich frag mich ja schon, wie im Gegensatz dazu "sexpositive" Eltern damit umgehen? Erziehen die ihre Kinder auch zu "sexpositiven" Kindern?
 

Hallo LFM,

schau mal hier: Aufklärung. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Das tut mir leid.
Ich vermute, deine Eltern hatten das auch nur von ihren Eltern so übernommen und dann eben an dich so weiter gegeben. Sie kannten es nicht anders.

Bei mir war es so: Mein Vater hat dazu genau nichts gesagt oder mir geraten. Meine Mama hat mir ungefähr erklärt, wo die Babys herkommen. Und später dann, ein, zweimal ob ich denn weiß, dass ich (mit Kondom) verhüten soll. Das war's.

Im Sexualkundeunterricht kam eher auch nur: Die Geschlechtsmerkmale von Mann und Frau und wie ein Baby entsteht.
Bei Frauen ist es auch so, so mein Eindruck, dass Masturbation bei ihnen viel verborgener stattfindet. Ich hab eine ältere Schwester. Sie hat abends immer ihre Tür zugemacht, wenn sie schlafen gegangen ist. Auch gesprochen haben wir nie darüber. Aber bei Männern passiert es viel schneller, dass die Eltern darauf stoßen, wenn der Sohn gerade Hand an sich legt. Bei mir war es auch so, dass mein Vater sich in der Nähe der Tür zum Badezimmer hingestellt hat. Im Metall des Türrahmens spiegelt es sich, wenn jemand auf der Toilette sitzt. Er hat kontrolliert, ob ich "am spielen bin". Oder wenn ich mal länger auf dem Klo war, kam von meiner Mutter aus der Entfernung der Ruf: Spielst Du schon wieder? Ich hab sogar gedacht, dass ich in meinem Denken verändert werde, daher habe ich schlechte Leistungen in der Schule, wenn ich masturbiert habe. Ich müsse es unterlassen, weil es mich beeinträchtigt.

Ich weiß nur, dass meine Mutter mal gesagt hat, dass sie über Bücher aufgeklärt wurde. Sie hatte viel Romane gelesen, so erfuhr sie, wie der Sex funktioniert. Aber wenn ich von ihr erwischt wurde, hat sie mich scharf krisitiert, dass ich "gespielt" habe.

Mir wurde gesagt, dass der Penis abfällt, wenn man damit spielt, oder dass man Krebs davon kriegt. Und was die Flüssigkeit aus dem Penis bedeutet, hab ich auch nicht verstanden. Ich hab gedacht, dass es krankhaft und giftig ist, und ich muss so schnell wie möglich pinkeln, um alles aus dem Körper rauszuwaschen.
 
Du bist aber jetzt erwachsen, du weißt es besser und kannst tun und lassen, was du möchtest.

Dieses Beharren auf der Kindheit und was die Eltern falsch gemacht haben, bringt nichts.

Das kannst du nicht mehr beeinflussen, wohl aber dein künftiges Leben.
 
Witzigerweise war ich mit vielleicht 7 aufgeklärt, wo die Babys herkommen, nur dachte ich, dazu muss man zum Arzt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie das ohne Hilfe zu bewerkstelligen ist 👽
 
Durch die Schule, allerdings erst in der weiterführenden.
Unsere Lehrerin meinte das wir doch nicht lachen und das Thema ernst nehmen sollten, am Ende hatte dann gerade Sie am stärksten damit zu kämpfen. Wir waren längst in einem Alter in dem es eine wichtige Rolle spielte.
 
Ich denke schon. Warum sollten sie das nicht tun ?
Ich schätze es auch so ein.

Umgekehrt schätze ich aber genauso ein, dass die nicht sexpositiven Eltern, die eher verklemmt sind, weil sie es z.B. von ihren Eltern ebenso erfahren haben, aus z.B. religiösen und/oder moralischen Gründen eben genau diese Verklemmtheit gegenüber ihren Kindern weitergeben bzgl. sexueller Aufklärung.

Ich kann z. B. von mir selbst behaupten, dass das so war.

Deshalb sehe ich solche Threads wie diesen hier als gar nicht mal so ungewöhnlich an.

Ich glaube, viele Betroffene trauen sich nur nicht, dass Thema anzugehen oder kennen es eben ein Leben lang nicht anders und geben es dann vielleicht auch wieder so an ihre Generation weiter oder in dem Fall eben nicht.
 

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