ich bin männlich, 27 Jahre alt, nur 1,60m groß
Das ist klein, keine Frage.
Bleiben wir erstmal bei Äußerlichkeiten:
Was machst du aus deinem Typ?
Bist du sportlich, schlank, muskulös?
Wie gepflegt, wie modisch der Haarschnitt?
Wie kleidest du dich?
Der Copilot meinte, dass bei Männern in meinem Alter das Trennungsrisiko wegen dieser Unerfahrenheit enorm hoch ist.
Ja nett; ich kann das Ding auch erzählen lassen, was ich rausholen möchte.
Nur: Inwiefern bringt dich die Frage zu dieser Antwort weiter?
Damit zäumst du das Pferd von hinten auf.
Zuerst wäre ja wichtig, überhaupt eine Frau zu finden, die dich näher kennenlernen möchte.
Daran scheitert es doch bisher.
Bitte schreibt mir jetzt nicht, dass ich nur nach komplett unerfahrenen Frauen Ausschau halten soll, denn damit würde ich 99% aller Frauen ausschließen und das will ich nicht. Vlt wäre eine Frau mit Erfahrung sogar besser, weil sie mich dann „an die Hand nehmen könnte“, wenn sie denn Verständnis dafür hätte.
Völlig egal. Das steht Menschen, egal welchen Geschlechts, in der Regel auch nicht auf die Stirn geschrieben.
Der Mensch an sich scheint dich überhaupt nicht zu interessieren, es geht immer nur um Sexualität.
Da beginnt das Problem bereits; es wird kaum eine Frau geben, die das gut findet.
Leider bin ich auch charakterlich höflich und freundlich, also quasi eher der nette Kerl und das ist natürlich die schlechteste Eigenschaft, die ein Mann haben kann.
Der übliche Blödsinn, der von Männern, die bei Frauen nicht gut ankommen, gerne unreflektiert geschluckt wird. Ist netter fü's Ego als die Wahrheit. Es ist in Ordnung, das zu tun, ich will dir das gar nicht ausreden! Du stehst damit nur dir selbst im Weg.
160 ist klein für einen Mann, und auch wenn es Frauen gibt, denen die Größe egal ist, macht es dir das schwer genug, so eine Frau zu finden.
Setzt du dann noch anderes, mehreres obendrauf, wird's nach und nach nahezu unmöglich.
Sinnvoller wäre aus meiner Sicht, möglichst viele Hindernisse abzubauen, statt noch mehr draufzupacken; ich kann mich aber natürlich irren.
Selbstwahrnehmung und Außenwirkung weichen manchmal stark voneinander ab. Manchmal aber auch gar nicht so sehr, sondern man versucht sich selbst zu täuschen.
Versuch mal dir selbst gegenüber ehrlich zu sein (nur für dich, hier ist das gar nicht nötig):
Denkst du, du wirkst nett auf Frauen?
Nett kann nett sein, meint oft aber nicht wirklich nett, sondern langweilig. Profillos.
Aufgeschlossen, gut drauf, humorvoll punktet natürlich mehr als langweilig.
Tiefsinnig, intelligent, charismatisch, alles punktet mehr als langweilig.
Es müsste sich einem - unabhängig von der Körpergröße - erschließen, dass ständiges negatives Denken, einr negative Grundeinstellung, einem Dating-/Affären-Beziehungswunsch so richtig, richtig im Weg steht.
Negative Denkweisen verändern die nonverbale Kommunikation. Mimik, Blick, Körpersprache sind eine völlig andere als die eines offenen, positiver denkenden Menschen. Das beeinflusst die zwischenmenschliche Dynamik enorm!
Skepis, Grübeln, Ängste hinterlassen Anspannung. Da ist nichts mit lockerer, angenehmer, anziehender Ausstrahlung.
Man wirkt stattdessen abweisend, distanziert, mehr oder weniger stark unsicher.
Kommt es wundersamer Weise doch zum Gespräch, landet man nicht selten dabei, dass Probleme wiedergekäut werden, ohne dass nach Lösungen gesucht wird. Und: Dann auch ins Handeln gekommen wird.
Ermüdend statt interessant und spannend.
Und wer vor lauter Skepsis, Misstrauen, Angst vor Verletzung durch Ablehnung, einen Schutzwall errichtet, niemanden emotional an sich heranlässt, hält andere so von sich weg.
Der völlig verschobene Fokus durch das negative Denken wirkt sich aus. Unbewusst wird nur nach Bestätigung für die eigene negstive Haltung gesucht, gedreht und gewendet, damit es dazu passt.
Die gesamte Kommunikation spiegelt das Innenleben wieder! Das lässt sich nicht so gut verberge, dass es sich nicht (deutlich) auswirken würde.
Und nein! Die Verantwortung liegt nicht im Außen.
Jeder macht negative Erfahrungen in seinem Leben, steckt (Rück)Schläge ein. Das gehört dazu.
Shit happens, prägt auch, aber was der Einzelne daraus macht, liegt im seiner Entscheidung und in seiner Verantwortung!
Das ist weniger bequem, das ist anstrengender, ja!
Man müsste reflektieren, seinen Anteil am scheitern herausfinden und verändern wollen, seine Selbstwirksamkeit entdecken wollen, aktiv lösungsorientiert handeln wollen statt sich passiv in der Opferrolle zu suhlen, statt verallgemeinernd "die Frauen" das Individuum sehen wollen.
Das ist aber weniger bequem.
Was genau Ausstrahlung ist, wie sie entsteht, woraus sie besteht, wäre vielleicht interessanter für dich - sofern du an dir arbeiten wollen würdest - um überhaupt mal eine Frau näher kennenlernen zu können, als die Beschäftigung mit Trennungsrisiken.