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Wie viel kann man dem Partner verzeihen?

Justizia

Mitglied
Hallo liebe Community,
ich habe ein sehr schwerwiegendes Problem das die Themen Partnerschaft, Familie und psychische Probleme vereint. Achtung langer Text.

Es ist so, dass ich selbst starke Sozialphikerin und eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeit habe und stark depressiv bin. Mein Ex hat narzisstische Züge, kann aufbrausend sein, dominant und kontrollierend.
Wir sind wie Feuer&Eis und kommen beide aus sehr schwierigen Familien. Er wurde während seiner Kindheit von seiner Mutter vollkommen vereinnahmt und kontrolliert. Sie hat seine Grenzen nicht akzeptiert und seine Privatsphäre, dadurch kam es schon in der Jugend zum Bruch. Gleichzeitig war er aus einer Akademikerfamilie, sehr klug und schon in der Schule ein Besserwisser der sich sehr dominant verbale Auseinanderstzungen mit Lehrern hingegeben hat um sein geistige Überlegenheit zu zeigen. Er ist mittlerweile Doktor in einem Fach (keine Medizin). Ich selbst litt als Kind und Jugendliche an selektivem Mutismus, d.h. ich habe auserhalb meiner Großfamilie nicht gesprochen. Meine Eltern waren extremst alkoholkrank und haben sich null um uns gekümmert. Nicht einmal die basics wie waschen, saubere Klamotten und essen waren gegeben. Wir sind in der vollkommenen Verwahrlosung aufgewachsen, mich hat im Grunde der Fernseher aufgezogen, ob ich Zähne putze, mich wasche, Hausaufgaben mache, ohne Freunde bin , depressiv bin, gemobbt werde, Essgestört bin oder suizidal, es hat niemanden interessiert. Als Erwachsene wollte ich Künstlerin werden, habe aber dann eine kaufmännische Ausbildung gemacht, später ein Studium abgeschlossen. Beides ein wunder, da ich immer noch nicht mit Menschen kann, ich meide sie. Defacto bin ich arbeitsunfähig, ich kann nicht telefonieren oder denken in Gegenwart anderer, da ist nur pure Panik. Derzeit arbeite ich in einem totallen Idiotenjob ohne Menschenkontakt, das mache ich seit Jahren, obwohl ich defacto nicht dumm bin.

Mein Ex und ich kennen uns seit 10 Jahren. Wir haben einen 6 Jahre alten Sohn, den wir beide abgöttisch lieben. Er war nicht geplant unsere Beziehung war schon katastrophal und am enden. Trotz allem sind wir bis er 5 war zusammen gelebt, ohne Paarbeziheung , ohne Sex, einfach weil wir in beide bei uns wollten in seinen ersten Jahren. Das Problem war immer, dass mein Ex alles kontrolliert und dominiert hat was unseren Sohn betrifft was er schaut, was er isst, was er anzieht, wann er ins Bett geht, er hat zu allem bereits eine feste Meinung und die ist Gesetz. Er war zu der Zeit zu Hause den ganzen Tag. Das trieb mich in den Wahnsinn. Er nahm mir das Handy weg, da unser Sohn in einer handyfreien Umgebung sein sollte, null Fernsehen bis er drei war, auch wenn ich gerne mal 20 min einfach mal was angemacht hätte um zu verschnaufen. Zudem hat er sich mehrfach mit Leuten angelegt, schubsen und Schläge mit Leuten die ihn dumm kamen.Er hat meine Zigarettenschachteln samt Inhalt öfter zerfetzt (er hasst Rauchen, seit Vater starb daran), Dinge von mir kaputt gemacht. Meine Familie hat ihn schon immer gehasst, er war da ganz schnell unten durch nachdem er immer alles besser wusste /eine andere Meinung aus Prinzip hatte. Er hat meine Schwester schon einmal zu einem Nervenzusammenbruch gebracht, da er sie so doll angeschrien hatte bei einer Meinungsverschiedenheit. Er hat meinem Bruder schon Schläge gedroht, generell Drohungen, darin ist er gut. Er war dementsprechend bei meiner Familie nicht mehr erwünscht. Ich bin trotzdem zu meiner Familie und das hat ihm überhaupt nicht gefallen. Bei meiner Familie wurde mein Sohn mit Süßigkeiten überhäuft (seine Meinung am besten nix süßes nur Obst, ganz selten süßes), er hat den ganzen Tag ferngesehen (seine Meinung so wenig wie möglich und am besten lehrreich und wenn dann gute alte cartoons) und erst spät ins bett kam (wenn wir dort übernachteten und statt um 20 Uhr erst um 20 Uhr 10 im Bett lagen kam am Telefon ein 20-minütiger Vortrag darüber, dass es doch nicht so schwer sein kann unser Kind um 20 Uhr ins Bett zu bringen). Meine Familie hat da genau die gegenteiligen Ansichten meines Ex und das lustige ist ich persönlich bin in der gemäßigten Mitte. Das Problem ist das ich mich nicht gegen meine Familie durchsetzen konnte, "ach komm, der kriegt so wenig süßes, lass ihn sich den Bauch vollschlagen, lass ihn mal schön fernsehen, lange wach bleiben etc.", . Wenn wir dann von meiner Familie heimkamen und um 18 Uhr zurück sein sollten, kam im Auto um 18:05 Uhr der aggressive Anruf mit der Frage warum es so schwer ist pünktlich zu sein (wir hatten keine Termine einzuhalten, war einfach die Uhrzeit die er beschloss das wir zurück sein sollen,) Standen Familienfeste an wurde dem Kind am morgen ein Hafershake gegeben, damit so wenig Kuchen wie möglich gegessen werden kann (ich sagte bitte nein). Standen Familienfeiern an hieß es " ich denke drüber nach ob er da hin kann", war dann das Fest da, kam dann an dem Tag auch schon mal die Aussage "wenn du dich so benimmst, bleibt er hier dann kannst du alleine gehen" oder ich wollte um 10 Uhr los und er sagt "ich gehe jetzt noch mit ihm kurz schwimmen, das lasse ich mir nicht nehmen, danach kannst du ihn mitnehmen" und ich dann erst 13 Uhr dort war. Er hat mich auch gequält mit mitten in der Nacht wecken, damit ich seine verschwitzte Sportkleidung wasche weil er zu blöd dazu ist. Oder mir Nachts wo ich schlafe (wir hatten getrennte Betten) die Decke wegziehen weil ich ihm nicht helfe den Deckel einer Tupperware zu suchen. Wir haben dadurch extrem viel gestritten, weil ich natürlich wusste das dieses Verhalten übergriffig und dominant ist. Er hat mir oft Zettel geschrieben mit Anweisungen was unser Sohn noch alles machen soll und was er essen soll. Kam er dann wieder und ich war 10 Minuten zu spät mit dem Kind im Bett gab es wieder gemecker. Ich hatte regelmäßig Nervenzusammenbrüche und war schnell aggressiv ihm gegenüber.

Als unser Sohn 5 Jahre alt war hatte ich die Schnauze voll und bin zu meiner Familie gezogen. Da hatte ich meinen Sohn 2-3 Tage und die Wochenenden haben wir zusammen verbracht. In dieser Zeit konnte ich körperlich verschnaufen, entspannen, aber die Beziehung zu meinem Sohn hat gelitten. Meine kinderlose Schwester und der gesamte Haushalt dort haben mein Kind total in Beschlag genommen, d.h. fernsehen, süßes, kein gesundes essen, lange wach bleiben und ich konnte mich nicht so durchsetzen wie ich das gerne getan hätte. Ich hatte sonst (dadruch das wir ja ein fernsehfreier Haushalt bei meinem Ex waren) den ganzen Tag mit meinem Sohn gepuzzelt, gespielt, gebastelt, getanzt. Beruflich war ich gerade dabei mich wieder zu finden (hatte mich während mein Sohn klein war hinter einem Studium versteckt, welches mir defacto nichts bringt aufgrund meiner sozialen Phobie) Habe dann meinen jetzigen Idiotenjob ergattert (und das war schon schwer) und habe die erst beste Wohnung im Wohnort meines Sohnes genommen, da ich weg von meiner Familie wollte. Ich war bei dem Umzug fast ganz allein auf mich gestellt, nur mein Ex hat mir geholfen. In der Wohnung dachte ich wirklich einen Neuanfang zu schaffen, es mir schön machen mit unserem Sohn, beruflich Fuß fassen, noch mehr Geld mit meiner Kunst verdienen, Gesund werden (geistig und körperlich), zur Ruhe kommen, Freunde finden und einen neuen Partner. Vor allem ein neuer Partner, weitere Kinder, das war was ich wollte langfristig.

Aber dann hat mich die Realität erschlagen. Ich habe zwar einen netten Mann kennen gelernt, aber ich weiß bis heute nicht ob er nur mit mir gesprielt hat. Generell habe ich Probleme bei Männern zu erkennen ob sie mir gutgesinnt sind oder mich nur ausnutzen wollen. Das ganze Thema Online-Dating, hat mich ziemlich verstört zurück gelassen, es gibt echt ne menge komischer und kranker Männer und als Frau mit Kind ist man gefühlt auch ein perfektes Opfer. Mit meinem Sohn war ich in der Wohnung überfordert, er ist eigentlich ein lieber, aber irgendwie wusste ich dann gar nicht mehr meinem Sohn Grenzen zu setzen da mein Ex das immer gemacht hat. Generell, all diese Dinge Zähne putzen, waschen, Abschwach, Müll, Haushalt, das ist alles so unglaublich "kompliziert" für mich da ich aus einem Dreckloch komme (bei uns im Wohnzimmer sind Ratten gewesen, so viel dazu...) mein Mutter habe ich NIE putzen sehen. Und dann diese Einsamkeit, keine Freunde, niemand da, Nachbarn die mir Angst machen (mein soziale Phobie -> verstecken, bloß kein Kontakt), von meiner Familie wollte keiner von sich aus meine Wohnung mal begutachten (alle wissen das ich keine Freunde habe) und dann mein Sohn nur 2-3 Tage bei mir (und ich wie gesagt überfordert teilweise). Es ist mir schwergefallen die Wohnung sauber zu halten. Die Wochenden habe ich dann mit Ex und Sohn verbracht und waren wie immer das Highlight meines Lebens da wir so viel Spaß zusammen haben. Die Wochenenden wollte er sich auch nicht nehmen lassen, also 50/50 die Wochenden getrennt akzeptiert er nicht und würde ich nicht wollen da ich gar nicht wüsste was ich dann alleine machen sollte, da wäre ich dann ganz unsicher. Naja, auf jeden Fall, das mit dem online-Dating war unglaublich frustrierend und beängstigend. Und als ich damit aufhörte, merkte ich wie alleine ich bin. So unglaublich alleine in dieser doofen Wohnung mit lauter fremden Nachbarn. Und da wurde ich richtig panisch und fing wieder mit Fressattacken an (war 13 Jahre lang Binge-Eating-essgestört) schaute obsessiv fernsehen um mich von der Panik abzulenken. Es ging dann gar nichts mehr, ich rief meinen Ex an das ich das hier alleine nicht aushalte. Er hat mich dann abgeholt und ich bin zu ihm und Ex. Das ist dann immer und immer wieder passiert, ich war super panisch alleine, konnte mich überhaupt nicht beruhigen. Ja und das Ende vom Lied ist, das ich jetzt wieder bei meinem Ex und Sohn mitwohne und meinen Mietvertrag panisch gekündigt habe, weil ich mir dachte ich will da raus, raus, raus.
 
Fortsetzung...

Mein Ex hat aber auch eine andere Seite. Er ist ein super Vater, er kümmert sich engagiert, er liest jeden Abend mit unserem Sohn. Ich habe seit vielen Jahren keine Freunde, er ist mein bester Freund, mein Vertrauter. Wenn ich ein Problem habe ist er derjenige der mir immer hilft, mich abholt, mich tröstet. Er kennt mich so gut wie kein anderer. Wenn ich psychische Probleme habe, hört er mir stundenlang zu und redet mir gut zu. Er liebt meine Kunst und motiviert und unterstützt mich damit, er geht mit mir zu lauter Kunstsachen (mein größtes Hobby), wir haben den gleichen Filmgeschmack, wir haben meistens die gleichen Ansichten zu Themen. Wir machen jedes Wochendende Ausflüge (ich habe mit meiner Familie keinen einzigen Urlaub gehabt geschweige den Ausflüge) und wir haben so unglaublich viel Freude an unserem Sohn. Wir machen Spieleabende, Filmabende, schöne Abendessen, Lachanfälle und einfach so viel Spaß. In diesem Jahr in dem ich weg war, haben die beiden sich nochmal so krass eingelebt, ich hatte bei meiner Familie nur ein zugestelltes Zimmer wo ich mit meinem Sohn hausen konnte. Hier haben sie ihre Routinen und mein Ex hat auch endlich Sachen wie wäsche waschen gelernt. Er hat sich extrem geändert. Er hat alles dafür gegeben das wir unsere Familienwochenden beibehalten. Und jetzt gibt er einfach alles dafür das wir nicht mehr streiten, er gibt sich echt extrem mühe, er war teilweise zu streng und schroff mit unserem Sohn. Und jetzt ist er in den letzten Wochen so unglaublich einfühlsam geworden und entschuldigt sich sofort wenn er morgens dann doch wieder rumgemault hat. Auch setzt er mir keine Regeln mehr, kauft ihm selbst viele Süßigkeiten (er selbst ist total verrückt nach süßem und will das sein Sohn halt nicht so wird, unser Sohn liebt beides Obst und süßes) alles ist auf einmal entspannter.

Auf jedenfall bin ich jetzt wieder hier. Und ich fühle mich seit Monaten endlich mal wieder zu Hause, die Beziehung zu meinem Sohn ist wieder fantastisch. Und auch mit meinem Ex habe ich seit Jahren endlich wieder gute, konstruktive Gespräche, wir kuscheln etc. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten und mein Nervensystem war so am Ende und bin es immer noch, die Panik ist immer noch riesig und jetzt muss ich in 6 Wochen die Wohnung leerräumen und habe Angst einen riesen Fehler gemacht zu haben. Aber ich brauche meine kleine Familie einfach, sie ist alles was ich habe.. Mein Ex unterstützt mich, er würde gerne mit mir wieder fest zusammenkommen, aber auch wenn wir nur als WG leben akzeptiert er das. Er will einfach nur das es mir gut geht, ich mich wieder fange, Sport mache, therapeutische Hilfe suche (ich habe überlegt in eine Tagesklinik zu gehen, aber meine soziale Phobie...) und mir auch Freunde suche. Weil er versteht das ich so alleine nicht leben kann. Ich weiß nicht ob ich ihm verzeihen kann was er da in der Vergangenheit gemacht hat. Ich wurde komplett zwischen meiner Familie und meinem Ex zerieben und jetzt bin ich nur noch ein Häufchen Elend... kann ich das meinem Ex verzeihen und einen Neuanfang wagen oder bin ich total verrückt? Was ist wenn ich hier vollständig einziehe und in zwei Monaten bereue ich es?

Was ist eure Meinung als Aussenstehende. Bitte keine Kommentare, im Sinne von selbstschuld, wie kann man so lange mit so jemanden zusammen sein, der so ist oder das arme Kind (unser Sohn ist richtig glücklich und klug).
 
Erstmal auf WG-Schiene bleiben.
Auf jedenfall bin ich jetzt wieder hier. Und ich fühle mich seit Monaten endlich mal wieder zu Hause, die Beziehung zu meinem Sohn ist wieder fantastisch. Und auch mit meinem Ex habe ich seit Jahren endlich wieder gute, konstruktive Gespräche, wir kuscheln etc.
Ist doch prima.
Mein Ex unterstützt mich, er würde gerne mit mir wieder fest zusammenkommen, aber auch wenn wir nur als WG leben akzeptiert er das. Er will einfach nur das es mir gut geht, ich mich wieder fange, Sport mache, therapeutische Hilfe suche (ich habe überlegt in eine Tagesklinik zu gehen, aber meine soziale Phobie...) und mir auch Freunde suche. Weil er versteht das ich so alleine nicht leben kann.
Liest sich gut.
Ich wurde komplett zwischen meiner Familie und meinem Ex zerieben und jetzt bin ich nur noch ein Häufchen Elend... kann ich das meinem Ex verzeihen und einen Neuanfang wagen oder bin ich total verrückt? Was ist wenn ich hier vollständig einziehe und in zwei Monaten bereue ich es?
Dann ziehst du wieder aus.
 
Die Frage muss lauten, was du verzeihen kannst.

Ihr habt eine Dynamik, du kannst offenbar nicht ohne ihn leben.
Dann ist das so.

Wenn du es bereust, ziehst du wieder aus.
Niemand kann die Zukunft vorher sagen.

Plan B ist dann eben ausziehen.

Bist du in ärztlicher Behandlung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ginge es nur um dich, würde ich auch sagen: probiere es und ziehe aus, wenn es nicht klappt.

Da noch euer Sohn dabei ist: hast du finanzielle Reserven, damit du und dein Sohn unabhängig agieren könnt, sollte es erforderlich werden?

Wäre es eine Option, dir eine kleine Wohnung in der Nähe vom Kindsvater zu suchen?
 
Da prallen zwei Extreme aufeinander. Du kommst aus einer Familie ohne Regeln und dein Ex wurde extrem kontrolliert und tut dies nun selbst. Vielleicht solltet ihr zur Paarberatung. Ihr müsst dafür ja kein Liebespaar sein, aber auch als Elternpaar ist es manchmal gut, von außen ein wenig Input zu haben. Und du solltest versuchen unabhängig zu werden. So oder so.
 
Du hast wie er eine extrem schlimme Kindheit und sehr schwierige Eltern gehabt.

Ich würde euch Beiden zu einer Therapie raten.

Wenn er mit dem Leben besser klar kommt als du (so wirkt es und er hat sich bereits positiv verändert) dann mache alleine eine Therapie bei einem sympathischen Therapeuten.

Wenn du so viele unverarbeitete Probleme hast dann ist es auch für ihn sehr schwer eine Beziehung mit dir zu führen und für dein Kind ist es sehr schwierig solch eine Mutter zu haben.

Ich würde bei diesem Mann bleiben...aber arbeite therapeutisch an dir.

Gut wäre es, wenn er auch eine Therapie machen könnte.
 
Was Du bereit bist zu verzeihen, ist Deine Entscheidung, aber - lehnst Du die Entscheidung an das Pro Potential Deines Ex oder an das Contra Potential ?
Das entscheidest nur Du.
Was wenn Du die Baustelle - alleine mit Dir und Kind klarkommen - hinbekommst ???

Ist Verzeihung Resignation und inneres Einknicken ? Weil Du das nicht alleine hinbekommst, bist Du wieder da ? Einzige Möglichkeit ?
Was wenn es eine andere Möglichkeit gäbe, die Du aber nicht siehst ?
Wärest Du dann wieder zurückgegangen oder hättest Du direkt gesagt, das ist eine Sache die ich erst ausprobieren will, bevor ich zurückgehe ?

Lehne es nicht an die Situation - sondern lehne Dein Verzeihen an Dich .

Auch ich kannte früher so Rattenpunks, erst hatte da mal einer irgendwann eine, dann kamen irgendwie welche dazu, dann waren es plötzlich ganz viele, klar liefen die auch raus, aber nur die Nachbarn haben sich aufgeregt ....viele von denen sind heute schon tot, aber nicht wegen der Ratten, da gabs andere Gründe - Drogen und Alkohol.

Das hast Du verzeihen können ? Was ist denn mit Dir ? Begehrst Du Deinen Ex oder ist es die einfachere Wahl, weil mit der Diagnose und Deiner Vergangenheit und dem gescheiterten Versuch alleine mit Kind klar zu kommen, Du Dich nur nicht in der Lage siehst, obwohl Du es ggf. wärest, wenn Du eine andere Möglichkeit hättest , wie oben genannt ?

Der will ja , dass Du zurückkommst....Du scheinst , wie heißt das "pflegeleicht" zu sein er bemüht sich , sagst Du, hat sein Narzissmus ne Diagnose ?
Oder ist das Deine Diagnose - trotz der ganzen Dogmen und Regeln gelingt die Kindererziehung und scheint Dir positiv aufzufallen.
Aber kannst Du Deiner Selbstaufnahme trauen oder kann es sein das dicke Ende kommt noch und mit 13 tanzt Euch der kleine Prinz auf der Nase rum und wird zum Punk ????

Vielleicht solltest Du versuchen an Deine Gesundheit zu denken, Deine Phobien in den Griff bekommen und dann nochmal genau überlegen.
Aber je mehr Du im Nichtstun verbringst an Zeit , desto schuldiger siehst Du Dich nachher.

Verzeihst Du also Dir selbst den gescheiterten Versuch und planst einen besseren , neuen ?
Oder gibst Du Dir die Schuld und verzeihst Deinem Ex das "Süßholzraspelgetue" was er veranstaltet damit Du zurückkommst ....
das ist in der Tat keine einfache Frage und wie gesagt, vielleicht wartest Du mit der Beantwortung, bis Du Dir klarer bist .....
 
Eigentlich wollte ich was anderes antworten, dann bin ich beim nochmaligen Lesen an dieser Textstelle hängen geblieben:
Er hat meinem Bruder schon Schläge gedroht, generell Drohungen, darin ist er gut.
Für mich persönlich wäre das ein NoGo....

Hat er dir auch mit Gewalt gedroht oder war er sogar gewalttätig dir gegenüber?

Ich denke, der wichtigste Punkt ist, dass du in Therapie gehst.
 

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