Ok also aus meiner Sicht ist das Problem definitiv die beziehung zu deinem Mann.
Du schreibst öfter: Wie soll ich sie ins Auto kriegen? wie soll ich dies oder jenes durchsetzen?
So schwer ist das bei einem so kleinen Kind in der Regel nicht, VORRAUSGESETZT, beide Eltern ziehen an einem Strang.
Wie ist es denn ,wenn ihr zur Dritt unterwegs seid? Kommt sie da auch nicht mit?
Also nehmen wir mal an, Du und dein Mann würden an einem Strang ziehen und überein kommen dass es wichtig wäre, dass du als Mutter auch einen Zugang zu deiner Tochter hast und eine Autorität und Bindung, dann wäre es selbstverständlich, dass auch ER seinen Einfluss auf sie nutzt, um ihr zB klar zu machen, dass jetzt eben mit Mutters ins Auto gestiegen wird und basta. Wenn BEIDE Eltern das durchziehen, schafft es ein so kleines Kind kaum, sich zu sperren, bzw gibt den Widerstand irgendwann auf oder kommt sogar zur Einsicht.
Aber bei euch- ich sags offen. Eure Tochter ist euer persönlicher Kriegsschauplatz und Dein Mann scheint gerade Oberhand zu haben, während Du das Kind aufgibst.
Ehrlich gesagt tut mir das Kind leid, denn das ist definitiv nicht gut.
Ein Konflikt zwischen Dir und deiner Tochter (sagen wir mal beim Thema: Du fähst mit mir zum Arzt) wird da durch den drunterliegenden Konflikt mit deinem mann (der, auf den die Tochter hört ist der gewinner) überlagert.
So kommt es von euch DREIEN zu verhalten, das vor allem dem Kind schadet!
Kinder fügen sich in der Regel in die Rolle, die ihnen die Eltern unbewusst geben: und ihr BEIDE habt ihr diese Rolle gegeben: dein Mann will eine Prinzessin, die Dir in allem widerspricht und über die er Macht über Dich hat (drum lässt er sogar Dinge zu, die dem Kind schaden, weil sie eben in diemse Machtkampf IHM nutzen) und Du machst Deine Tochter zur Gegnerin, bei der Du das Gefühl auslebst, einen kampf zu kämpfen, den Du nicht gewinnen kannst.
BEIDES ist falsch!
Ihr müsst da ausbrechen sonst macht ihr euch, Eure Ehe und vor allem das Kind kaputt!
Also ich würde folgende Wege paralell gehen:
1. Versuche dein Kind wieder lieb zu haben! mal ehrlich: Du schreibst so lieblos von ihr. ja ich kann mir vorstellen, dass ud denkst: Wie soll ich sie denn lieb haben- sie ist mir total entfremdet, aber STOP: Sie ist dein Kind und da gibt es kein Entfremden. Ihr habt gerade eine Krise, aber trotzdem ist sie dein Kind und egal wie sehr sie es verbockt gerade: Du bist ihre Mutter und das muss sie spüren. Lass sie das doch mal spüren.
Es gibt ja sicher auch mal "ruhige" Momente, wo sie eine gute Zeit mit Dir haben kann, ohne dass es gleich wieder zum kriegsschauplatz wird.
Sei kreativ: Sicher gibtes mal was, das Du machen könntest, das sie auch interessiert....Geh es trickreich an. Biete ihr was an, ohne Forderungen zu stellen. zuerst wird sie es verweigern, aber irgendwann kommst sie schon. Was könnte ein solcher gemeinsamer Moment sein? Es muss nichts großes sein- aber etabliere mal Mutter-Tochter-Zeit.
Du schiebst dein Kind zu sehr weg. All ihr Verhalten KANN rein theoretisch auch eine Reaktion darauf sein.
2. Geh erstmal allein zu einer Erziehungesberatung und hole Rat vom Fachmann. Das gleiche würde ich mit einer Eheberatung tun.
Geh zur Diakonie oder Caritas oder Pro familia: Die bieten kostenlose oder sehr günstige Beratung auf tollem Niveau an.
3. Sprich mit Deinem Mann und zeig ihm ehrliches Interesse mit ihm GEMEINSAM am Wohl eurer Tochter zu arbeiten. sag ihm, dass Du Dir mehr Nähe zu ihr wünschst und bitte ihn um Unterstützung:Ohne Vorwürfe oä. Einfach: Hey, ich merke, es läuft aus dem Ruder, ich mache mir sorgen und würde so gern auch mal mit ihr eine gute Zeit haben, bzw ihr beistehen. was könnten wir gemeinsam tun?
4. Die Esstörung: ist dein Kind eine Frühgeburt? die haben oft Probleme mit dem Essen.
Sie braucht eine Psychotherapie. Egal wie die Ursache ist- sie braucht die Therapie so oder so (schon wegen eurer Gesamtsituation). Suche GEMEINSAM mit deinem Mann eine Therapie aus, geht gemeinsam hin!